Das Video der Woche ist The Art of Richard Thompson. Schauen Sie, lachen Sie, weinen Sie. Tun Sie das, was Sie lieben. Jetzt. Künftig. Das Leben ist zu kurz für anderen Mist. Und kaufen Sie das Buch und lachen noch ein bisschen mehr.

Jemand, der definitiv das tut, was er liebt, ist der Schriftgestalter Erik Spiekermann. Hier gibt es ein schönes Interview mit ihm.

Mit Videospielen konnte ich mich mehrheitlich nie so wirklich anfreunden, was in erster Linie an den gefühlt 99% sexistischen, gewalttätigen und stumpfsinnigen Spieleinhalten liegt. Egoshooter finde ich kranken Müll, Zombiemassaker, Moddermonster, Schlachtplatte, Aliens … alles nicht meins, genauso wenig wie Fantasykäse. Von Puzzlespielen schlafen mir die Füße ein und von Arcade- und Jump ’n Runs kriege ich Kopfweh. Polemisiert? Mag sein, aber die Anzahl der Spiele, die mich inhaltlich und optisch begeistern, anmachen, zum Kauf drängen, sie ist an zwei Händen abzuzählen und ich brauche nicht mal alle Finger. (Dieses Spiel hier wäre z.B. eines, das mich interessiert, aber es ist nur über Steam zu haben, und wahrscheinlich auch dann gar nicht für den Mac). Dennoch finde ich das Konzept Gaming wunderbar und bin oft beeindruckt von dem Aufwand, der da in die Grafiken wandert. Jedenfalls, so lange, bis wieder Gehirne über den Bildschirm spritzen. Hier gibt es eine tolle Videoserie zur Geschichte von dreissig Jahren Games Design. sehr sehenswert. (Und die gezeigten Ausschnitte illustrieren auch ganz wunderbar, warum ich mit 99% der Games nichts anfangen kann.)

Dazu passt dann auch ganz hervorragend diese Leseprobe aus dem Buch The Art of Game Design, das gerade neu aufgelegt wurde. Sehr lesenswert, das war eins meiner ersten e-Books und ich werde es mir wohl noch mal gedruckt kaufen, denn das ist eine Schwarte, die ist am Bildschirm viel zu anstrengend und umständlich zu lesen.

Und ebenfalls passt hier hervorragend das sehr ausführliche Traktat von Anjin Anhut (von howtonotsuckatgamedesign.com) über Gender Design in Games: Press X to make sandwich. Keine Sorge, das liest sich nicht so dröge, wie es klingt. Ich hasse dieses ganze Gendergedöns, aber ich hasse noch mehr, dass Frauen rund 50% der Gamer stellen (wenn man Umfragen Glauben schenken darf), aber in neuneinhalb von zehn Games nur Sexobjekte sind oder schlicht gar nicht erst vorkommen. Von der ganzen #Gamergate Debatte mal ganz zu schweigen.

And now for something completely different: Wie kam New York City eigentlich zu seinem Spitznamen Gotham? Das wird hier erklärt. Spoiler: Nein, den Spitznamen gab’s schon über hundert Jahre vor Batman.

Und zum Schluss noch etwas Ruinenporn, und zwar auf der Metaebene: Wie wird man Ruinenpornfotograf?

Ich wünsche einen guten Start in die erste Dezemberwoche!