Link(s) vom 24. November 2013

  • Veröffentlicht am 24th November 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Die Aufgabe moderner Politiker ist dabei, in größter Ruhe dem Wachstum der Kalamitäten zuzusehen, ohne sich zum Handeln verleiten zu lassen.“

Die Sache mit der Schwangerschaft.

„Behinderte zu zeigen wäre theoretisch möglich, scheitert aber am erhöhten Drehaufwand, das Gleiche gilt für Kinder. Alles, was mehr Drehzeit bedeutet, fliegt raus.Bei dieser Familie hat man gemerkt, dass sie das Produkt wirklich gut findet. Ich glaube, das merkt man den Bildern an. Aber natürlich wurde auch diese Familie ausgesucht. Was authentisch wirkt, ist inszeniert. Man hätte vermutlich kein Schwulenpaar genommen oder eine Familie, in der ein Kind behindert oder einer der Ehepartner Migrant ist. Man will Nebeninformationen vermeiden, die vom Produkt ablenken.“

Isabel ist immer noch in China und hat vielleicht keine Klamotten gefunden, aber – fast möchte man sagen „natürlich!“ – Bücher.

“Der wahre Sinn von Weihnachten ist, dass man sich was schenkt! Punkt! Jeder jedem, so dass man nach dem Auspacken der Geschenke nur noch durch das kniehoch im Zimmer liegende Geschenkpapier waten kann und das Baby der Familie kurzfristig vermisst wird! DAS ist Weihnachten.”

„Ein Rechtsstaat ist kein Haus, bei dem man immer wieder Löcher in die Wände fressen kann ohne dass es einstürzt. Ein Rechtsstaat ist ein Turm aus Bauklötzen, der zusammenfällt, sobald ich einen Stein aus der Mitte (oder von unten) entferne. Was hier getan wird, ist einfach schrittweise Steine von oben abzutragen, bis man den Sockel des Turmes erreicht hat. Und davon sind wir langsam nicht mehr weit entfernt. Wollen, oder besser gesagt: Können wir es uns also überhaupt noch leisten weitere Freiheiten, oder präziser formuliert rechtsstaatliche Grundsätze entfernen, ohne irgendwann den Turm zum Einsturz zu bringen, oder die Basis zum Vorschein zu bringen? Sollte “der Souverän” nicht langsam anfangen Gegenleistungen zu fordern? Wie stark hat sich denn die Aufklärungsrate von Verbrechen in den letzten fünfzig Jahren verändert, und falls sie es überhaupt nennenswert getan hat, warum?“

Link(s) vom 19. November 2013

  • Veröffentlicht am 20th November 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Kostproben aus dem Bundestag

    „Den Abgeordneten gelang anlässlich der nachträglichen Gratulation zum Geburtstag des Bundestagspräsidenten Lammert eine seltene Kundgebung der Einigkeit. Obwohl von Gregor Gysi angeregt, applaudierte das Haus geschlossen. Das sollte man sich auf Video nehmen, auch, weil ausnahmsweise statt der Sessel Menschen zu sehen waren. Falls man mal irgendwo ein Symbolbild für eine funktionierende Demokratie braucht.“

    Man könnte weinen, wenn es nicht so lustig wäre. Oder umgekehrt.

  • Der Macht Die Worte: Kostenlos: Der Feinschmecker-Kolumnen-Konfigurator

    „Es ist
    Mai/September/Herbst/neblig draußen/Altweibersommer/morgens früher hell,
    die Spargel-/Trüffel-/Hirsch-/Beaujolais-/Muschel-/Bärlauch-Saison
    rückt näher, und damit die Gelegenheit,
    Freunde/Familie/Geschäftspartner/die süße Nachbarin
    mit ganz besonderen Spezialitäten
    zu verwöhnen/erstaunen/überraschen/faszinieren,
    die eben nur zu dieser Zeit in solcher
    Frische/Delikatesse/Fülle/Auswahl/Reichhaltigkeit
    zu haben sind.“

    Thies hat sich nach den Krimi-Klappentextautoren die Feinschmecker-Kolumnenschreiber vorgenommen. Grosses Kino!

  • Blogging November – 747

„Frau N: 1 Hamburger und 1 Cheeseburger bitte.“

Wenn Ihr jemals einen Beleg dafür haben wollt, dass wirklich, aber auch wirklich ALLE bekloppt sind, dann lest diesen Bericht über Frau N. und den EInkauf an der Autobahnraststätte.

„Sie­mens, die AEG und Osram haben sich längst als füh­rende Mas­sen­ar­beit­geber eta­bliert und stehen tech­no­lo­gisch an der Welt­spitze. Sie­mens prägt einen neuen →Stadt­teil nicht nur mit seinem Namen. Die Ber­liner S-Bahn hat gerade die →große Elek­tri­sie­rung bekommen und man kann in den beige-roten Zügen stun­den­lang die Ringbahn-Strecke fahren, was ver­liebte Pär­chen oder Stu­denten im Winter immer wieder gern nutzen.“

Graf Typo lässt das Berlin der 20er vor unserem geistigen Auge erstehen. Ganz, ganz wunderbar.

 

Lieblingstweets Oktober/November

  • Veröffentlicht am 19th November 2013,
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Irgendwie ist mir im letzten Monat die zweite Hälfte der Lieblingstweets vom Schirm gerutscht und die erste Hälfte des Novembers auch. ts Also jetzt, komplett spontan und zwischendurch, nur für Euch von Euch:

 

 

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Wissenschaftlicher Taschenrechner zu verschenken!

  • Veröffentlicht am 19th November 2013,
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Update 2: Der Taschenrechner ist weg!

Aktuell kriege ich einige Tweets mit, in denen Eltern davon berichten, ihre Kinder sollten für die Oberstufe einen Taschenrechner anschaffen.

Die Schule der Motte möchte, dass die Schüler für die Oberstufe einen Taschenrechner anschaffen. Kostenpunkt 90 Euro Keine Pointe

— sundrenchedwindswept (@FrauRosenberg) November 19, 2013

 

Diese wissenschaftlichen Taschenrechner sind irre teuer und man braucht sie vermutlich im späteren Leben nie wieder, wenn man nicht gerade ein entsprechendes Fach studieren will. Ich habe meinen Sharp  EL-512 damals zum Geburtstag bekommen und er hat mich sicher durch die Matheprüfung im Abitur gebracht, kommt also sozusagen mit Garantie für wenigstens 10 Punkte. ;-) (mehr …)

Zeichenfedern richtig lagern und pflegen

  • Veröffentlicht am 18th November 2013,
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Dies ist sozusagen Teil 1 b in der Serie „Zeichnen – mein Setup“. Teil 1 findet sich hier, Teil 2 ist in Arbeit.

Zeichenfedern sind fragile Instrumente, die sehr leicht verbiegen und sich spreizen und dann nicht mehr zu gebrauchen sind. Wer eine Schachtel mit einem Dutzend darin kauft, hat üblicherweise bis zu 30% Ausschuss dabei, noch bevor der erste Strich gezogen wurde. Das liegt an der gedankenlosen, unsachgemässen Lagerung – ein Haufen fragiler Federn werden durcheinandergeworfen in einem kleinen Schächtelchen oder in einem Papiertütchen verkauft. Sie verhaken sich sehr leicht dabei. Da eine Feder aber zwischen 70 cent und 2 Euro kosten kann, ist das ein teures Ärgernis. Wie also die kleinen Schätzchen richtig lagern? Z.B. in Blumensteckschaum:

Zeichenfedern in Blumensteckschaum

Meine Zeichenfedern nach, bzw. bereit zum Einsatz. Die in der letzten Reihe hinten müssen noch gereinigt werden, wie man sieht.

Den gibt es in Blumenhandlungen und Gärtnereien und sicherlich auch in Bastelläden (neudeutsch: crafting shops). Er wird meist in ziegelgrossen Quadern verkauft und kostet um einen Euro – ein geringer Preis für diesen Einsatzzweck; zumal man ja nur ein kleines Stück davon braucht und es quasi ewig hält. Netter Nebeneffekt: Man sieht auf den ersten Blick wo die Lieblingsfeder steckt. – Für reisende Zeichnerinnen und Urban Sketchers empfiehlt es sich, ein ehemaliges Pfefferminzdöschen oder eine Streichholzschachtel mit Watte auszukleiden und die einzelnen Federn gut zu polstern, dann hat man länger etwas von ihnen. Allerdings ist die Feder im Outdooreinsatz etwas aus der Mode gekommen; Faserstifte oder Rapidographen haben sie aus Praktikabilitätsgründen abgelöst.

Die Lebensdauer einer Feder wird auch verlängert, wenn man auf glattem Papier zeichnet, damit sich keine Fasern in den Zwischenräumen festsetzen können, die den Tintenfluss stauen und im schlimmsten Fall die Feder spreizen und verbiegen.

Keine Zeichentusche in Füllfederhalter!

Zeichenfedern werden in der Regel zusammen mit Zeichentusche (sog. Chinatinte oder „India Ink“) gebraucht. Diese ist, im Gegensatz zu normaler Schreibtinte, wie sie in Füllfederhaltern zum Einsatz kommt, wasserfest und die Feder lässt sich nach Gebrauch daher nicht durch einfaches Abspülen mit klarem Wasser reinigen. Bitte niemals Zeichentusche in einem Füllfederhalter nutzen; die Tinte trocknet und verstopft, da wasserunlöslich, die Mechanik; man kommt dann nicht mehr zur Reinigung dran und kann den ggf. teuren Füller nur noch wegwerfen! Ich nutze zur Reinigung der Federn meist ordinäres Spüli und einen alten Borstenpinsel, mit dem ich die eingetrocknete Tinte entferne. Anschliessend noch mit einem fusselfreien Tuch (z.B. ein normales Mikrofasertuch aus dem Aldi Putzsortiment) trockenreiben, damit keine Fasern hängenbleiben können. Zeichenfedern neigen zum Rosten; sie nach der Reinigung gut abzutrocknen ist daher sehr wichtig. Wer seine Federn richtig pflegt, hat lange Freude daran.

 

Link(s) vom 14. November 2013

  • Veröffentlicht am 17th November 2013,
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Zwischen dem 30. Oktober 2013 und dem 14. November 2013 aufgelesen:

„Willkommen zu Hause! Was sollte das denn? Total bescheuert! Wenn ich mich zu Hause fühlen will, gehe ich doch nicht ins Hotel!“

Auch Frl. Krise hat etwas gegen die Duzerei. Ich weiss ja nicht, wann das eingerissen ist, aber ich finde es furchtbar unhöflich. Wer mich ungefragt duzt, ist in meiner Achtung unmittelbar eine Stufe gesunken. Ausnahmen sind natürlich Twitter & Co. oder auch mein Blog hier, wo halt ein familiärer Umgangston herrscht. Den muss ich aber nicht erwarten, wenn ich als zahlende Kundin in einer US-amerikanischen Katte 4€ für lauwarme Kaffeeplörre im Pappbecher berappen soll, oder? (Andererseits: wer so bescheuert ist das zu tun, hat’s dann auch nicht anders verdient, insofern ist es ein schlechtes Beispiel, ich seh’s ein.)

Es geschehen Zeichen und Wunder.

Gruselig.

So isses. (via Jörn)

„Das ist doch wahnsinnig entlarvend, oder? Da sieht man dann, dass diese Figuren immer beim Kämpfen Posen einnehmen, die man normalerweise beim Geschlechtsverkehr einnimmt. Da fragt man sich: Warum müssen Frauen immer mit gespreizten Beinen kämpfen? Und warum müssen sie immer ihren Hintern herausstrecken, wenn sie zum Angriff übergehen? Das sind Projektionen. Das sind keine richtigen Frauen. Das interessiert Mädchen nicht. Sowas wollen Männer sehen. Das bedeutet also: Comics für Frauen und Mädchen wären tatsächlich etwas anders gestrickt, wie du gerade eben sagtest.“

Schönes Interview.

Ich verstehe ja nicht, wie und warum man sich über die Zeitumstellung aufregen kann oder will; die folgt schlicht meinem Biorhythmus und kommt mir daher vor wie das Natürlichste der Welt. Aber das ist natürlich nur mein Biorhythmus.

„Wenn ich mich selbst nicht mehr ertrug, das Meer hielt mich aus.“

Schöner Text von Charming Liisa, die übrigens ganz wunderbar fotografiert.