Das e13.de redesign

  • Veröffentlicht am 14th März 2013,
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Das e13.de redesign
tl;dnr: Hier auf e13.de wird’s jetzt einen Hauch professioneller und auch kommerzieller.
Alles bleibt anders auf e13.de

Alles bleibt anders auf e13.de.

So, rund zwei Wochen war e13.de offline bzw, verhangen mit dem guten, alten Maintenance Mode Vorhang, ich habe geschraubt und gedrechselt und nun bin ich soweit, daß ich im grossen und ganzen mit dem neuen Erscheinungsbild zufrieden bin. Das e13.de Redesign ist vollzogen, hurra! Es gibt Reis, Baby!

Die Seite ist nun unter den beiden domains thaerigen.net und e13.de erreichbar. Die e13.de Fans müssen jetzt einmal mehr klicken um aufs Blog zu kommen, sofern sie nicht ohnehin direkt auf bestimmte Artikel kommen. Warum das Ganze? Nun, ich sehe nicht wirklich einen Bedarf für zwei getrennte Websites. Die allermeisten Menschen kennen mich im im Netz als @e13kiki bzw. die e13.de Bloggerin. Mit dieser Domain habe ich seit Anno 2000 eine kurze, knackige, eingängige Domain in Verwendung, die vielleicht sinnfrei erscheinen mag (wtf ist e13?), sich aber relativ leicht merken lässt. Es wäre ziemlich bescheuert, diesen Vorteil nicht zu nutzen. Die Seite ist nach all den Jahren auch bei Google recht beliebt, kurz: die Entscheidung war ein ziemlicher nobrainer.

Hatte ich zu Beginn dieses ganzen Social Web Gedöns noch gedacht oder gehofft, berufliches und privates Leben trennen zu können, so sind wir heute schlauer. (Fuhgeddaboudit!) Meinen Namen will und brauche ich nicht zu verstecken, ich lebe davon, auch wenn ihn sich kaum einer merken kann. (Hint: er hat nur ein ‚n‘ drin, und zwar am Ende und nicht in der Mitte!) Die meisten Leute im Netz wissen inzwischen, daß ich Designerin und Illustratorin bin, und als solche gehe ich ja auch raus. Nicht ganz so viele wissen von meiner dunklen Seite als Darth Vaderette Digital Marketeer. Yes, well, a girl wants to eat. (And to play golf.) Und ja, es macht auch Spaß auf der dunklen Seite und die haben Kekse dort, ich geb’s ja zu. Die Erfolge aus dieser Tätigkeit sind nicht so leicht sichtbar zu machen wie eine Zeichnung oder Konzeption und Design einer Website, aber nichtsdestotrotz vorhanden. Näheres dazu gerne auf Anfrage.

Warum soll ich nicht zur Abwechslung all meine Talente gewinnbringend für mich selbst einsetzen?

Im Jahre 2013 bin ich erstmals gewillt, meine angeborene Bescheuerteidenheit abzuwerfen und mich zur Abwechslung etwas mehr selbst zu vermarkten. Warum soll nicht auch ich zur Abwechslung all meine Talente gewinnbringend für mich selbst einsetzen? Oder wenigstens einige? Keine Angst, hier gibt es keine gesponsorten Beiträge und ich werde e13.de auch nicht zur Affiliatehalde verkommen lassen. Aber ich werde mehr oder weniger dezent meine beiden im Aufbau befindlichen Shops mit T-Shirts, Karten und Gedöns hier anpreisen. Da wird nichts drin sein, was ich nicht selbst gestaltet habe, von dem ich nicht selbst überzeugt bin bzw. was ich nicht selbst tragen oder benutzen würde. Zu Beginn startet das alles sehr zahm mit wenigen Motiven, die mir selbst am besten gefallen. Falls ich zwischendurch mal eine Zeichnung irgendwo veröffentliche, die Euch gut gefällt und die Ihr Euch als Motiv wünschen würdet, dann freue ich mich ganz ehrlich über Eure Vorschläge. Sozusagen „Mach doch mal was mit Tieren!“.

Das Leben ist kein Ponyschlecken

In diesem Zuge habe ich hier auch zwei Maßnahmen installiert, die ich bislang aus aktivem Desinteresse heraus komplett vernachlässigt habe: hier läuft jetzt Google Analytics im Hintergrund (will ja wissen, ob meine Bemühungen auf fruchtbaren Boden fallen) und ich habe ein SEO Plugin installiert. Das soll mir in erster Linie helfen, besser zu verstehen wie SEO überhaupt funktioniert. Denn diese dunkle Seite der Macht war selbst meinem Marketing-Ich zu düster. Ich glaube nicht wirklich an SEO; ich glaube an gute Inhalte und bin mit „if you build it they will come“ hier auf e13.de immer sehr gut gefahren. Ich habe nie für Suchmaschinen geschrieben und werde damit jetzt auch nicht anfangen; meine Texte mäandern meist so dahin, das verschlagworten ist mir meist auch viel zu mühsam. Ich mache in dieser Hinsicht eigentlich alles falsch, was man falsch machen kann und habe trotzdem verdammt viele Besucher hier jeden Tag. Aber ich werde alle neuen und die wichtigsten alten Artikel und Bilder jetzt nach und nach verschlagworten und optimieren und mal sehen, was es bringt (ausser etwas mehr dringend erforderliche Barrierefreiheit).

Neu in der Seitenleiste: ein externer RSS Feed mit täglich frischen Links zu interessanten Designthemen (allerdings englischsprachig). Diese Links werden kuratiert von Sacha Greif unter seiner Seite sidebar.io und sind fast immer alle sehr lesenswert. Ich habe nicht wenige davon in den letzten Wochen auch immer mal wieder in meine Linkschau aufgenommen und dachte mir: Warum nicht gleich den Feed in die Seitenleiste einspeisen? Ich fragte Sacha um sein Placet und er antwortete rasch und freundlich „sure, feel free :)“. (Eigentlich wäre das keiner Erwähnung wert, denn dafür wurde das Internet gemacht, aber in unserem Land zählt der Gedanke von „share the love“ ja nicht so viel, wenn man statt dessen abmahnen und Kasse machen kann oder sich lieber ein #LSR kauft.)

Ich bin Designerin und Illustratorin, das bedeutet ich zeichne für Geld. Aber natürlich nicht nur.

Ich zeichne, weil ich nicht anders kann. Fisch fliegt, Vogel schwimmt, Cem bloggt (oder so ähnlich). Kiki zeichnet. Ich bin Designerin und Illustratorin, das bedeutet ich zeichne für Geld. Aber natürlich nicht nur.
Vor einigen Wochen habe ich Telefonkritzeleien mit einem kleinen, grünen Anhänger („The Little Green Trailer“) auf die Welt losgelassen. Die Resonanz war erstaunlich, und nicht selten hörte oder las ich „ich will das als Buch haben!“. Ich könnte mir die Geschichte zwar als Buch auch gut vorstellen, aber wüsste keinen Verlag, der sich sowas ans Bein binden würde. Natürlich könnte ich das per Crowdfunding in Eigenregie durchziehen, aber dafür fehlt mir augenblicklich wirklich die Zeit. Und ein eBook fände ich wenig spannend, aber vielleicht bin ich dafür auch einfach nur zu old school. Hinzu kommt, daß das Gekritzel nicht so wirklich mein eigentlicher Zeichenstil ist und ich nicht ausgerechnet das als erstes Buch veröffentlichen will … aber der Mensch scheitert ja gerne mal an den eigenen Ansprüchen, darin bin ich ganz super. Über Euer konkretes Feedback würde ich mich also wirklich sehr freuen.

Was gibt’s noch zu erzählen? Ah ja, ich plane einen Newsletter. Nicht jeder möchte hier jeden Tag auflaufen, viele haben keine Lust auf RSS, also möchte ich die interessantesten Beiträge und noch so einige Goodies gern in einem zweiwöchentlichen Rhythmus per Newsletter unters Volk bringen. Das ist ein Testballon. Wenn das wirklich so gar nicht angenommen werden sollte, dann knicke ich es wieder. Aber ‚Versuch macht kluch‘, wie mein Lieblingsviererpartner im Golf zu sagen pflegt, bevor er den Ball im Teich versenkt.

Womit wir dann schon beim letzten Thema für heute wären: Dem Golfsport. Oder dem Golfspiel. Gibt ja so ’ne und solche. Ich gehöre zur ersten Gruppe, für mich ist Golf ein Sport und kein Spiel und der schönste dazu. In den letzten Jahren habe ich ihn aus diversen Gründen vernachlässigt bzw. vernachlässigen müssen, aber diese Saison wird wieder angegriffen und auf e13 — immerhin stolzes Mitglied der gerade frisch gehackten Leading Golf Blogs — wird es auch wieder mehr Golfcontent geben.

Okay, das war’s von mir für heute. Über Euer Feedback freue ich mich, egal ob hier oder andernorts.

Links vom 14. März – Designer Edition

  • Veröffentlicht am 14th März 2013,
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Ich will die Links zu Designthemen jetzt gerne thematisch extra zusammenfassen. Hier die Erstausgabe:

  • Rob Walker: Thanks to a rental car, I had a panic button in my pocket. It made me tense.
    „Instead of a comforting signal of safety, the panic button was a constant irritant, making me slightly tense.“
  • Field Study | Stop Stealing My Style, Bro.
    „Design is slowly developing a community of open source minded folks who freely share those useful but non distinct little bits. To be comfortable passing along your files, sharing your secret layer styles, and revealing how the sausage is made takes confidence that you add value at a higher level than the execution layer of a project. Execution is technical, it can be learned, shared, and repeated. The product level decision coming into that execution are where the real value lies.“
  • tinytype
    „A compatibility table showing the available default system fonts across different mobile platforms“
  • Everyone Knows Print Is Dead. Which Is Why NSFWCORP Is Launching A Print Edition
    „Not only does print provide a far better experience for reading long form but it also offers true platform agnosticism (available to anyone with v1 of “eyes”) and for a variety of complicated human reasons, it improves data retention and adds more credibility and heft to serious reporting. Oh, and back issues of print publications will still be here in 100 years when the digital archive of your favourite magazine has crumbled to dust (yes it will).“

Link(s) vom 14. März 2013

  • Veröffentlicht am 14th März 2013,
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Zwischen dem 9. März 2013 und dem 14. März 2013 aufgelesen:

  • Verweigerung der Keimzellenvereinnahmung
    „Als Bürgerin erwarte ich, dass der Lebensstil-Heterogenität meines Landes Rechnung getragen wird. Ich möchte nicht, dass Menschen, deren konservativ-christlicher Lebensentwurf mir fremd ist, bestimmen, was besonders förderungswert ist. Die Tatsache, dass mein Lebensstil gerade diese Leute vor Freude in ihre moralinen Hände klatschen lässt, ändert nichts daran.“

Journelle sieht sich nicht als Keimzelle der Republik.

  • Google Reader lived on borrowed time: creator Chris Wetherell reflects
    „If in the early 2000s, Web 2.0 companies were building platforms that wanted to work with each other, today, we have platforms that are closed.  We live in the world of silos now. Twitter and Instagram have broken up. Facebook is the Soviet Union of the modern web. The new systems don’t offer RSS or feeds.”There is no common language of sharing,” he bemoans. And rightfully so!  And unless we have web giants speaking the same language of sharing, there seems to be no future of aggregation.“

Google beweist eindrücklich, warum ihre scheinheilige „Rette dein Netz“-Kampagne so peinlich fehlbenannt war. Google ist nicht das Netz und hat null Interesse daran, daß Nutzer ins Netz gehen, bzw. nicht über Google ins Netz gehen. Oder Google nicht ins Netz gehen?

Gnihi!

Minimalismus wo man hinschaut. Der hier schreibt etwas sehr von oben herab, aber hat trotzdem die alte Fight Club Regel entdeckt: The Things you own, end up owning you.

Link(s) vom 4. März 2013

  • Veröffentlicht am 4th März 2013,
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Zuletzt aufgelesen:
  • Im publizistischen Würgegriff «
    „Dabei wird ein systemimmanentes Problem augenscheinlich. Was passiert eigentlich mit unserem politischen System, wenn es dort mal um die ureigensten Interessen der “unabhängigen” Presse geht? Wer kontrolliert eigentlich die vierte Macht im Staate? Die Antwort ist erschütternd.“

Ich stimme ja nicht oft mit MSpr0 überein, aber bei diesem Artikel wusste ich gar nicht, was ich zitieren sollte. Hätte ich alles 1:1 übernehmen können.

  • It’s Nice That : A thrilling peek into the sketchbooks of over 80 great cartoonists
    „The revelations in sketchbooks can make the creator vulnerable – stripped bare of glossy finish, we can all look a bit rough – and it’s interesting in a book like this which pages the artists chose to present. Some use their pages to practice, others to fantasise. Some show obsessive neatness, others get messy. The ones that show process are fascinating to follow, and their annotations are exciting to decipher. But the pleasure of this book mainly comes from the feeling that seeing cartoonists trawl faint blue pencil for the perfect line to ink is akin to being let in on a great secret.“

Ein schönes Buch, das ich mir gleich mal auf die Wunschliste gesetzt habe.

Wer hätte das gedacht?

Ein Blick hinter die Kulissen des Gestaltungsentwurfs für John Mayers letztes Albumcover.

  • Abigail
    „But as he was feeding with my younger daughter one morning, Marlboro Man found a calf lying on a solid sheet of ice. It had just been born, and though its mama was nearby, the calf just couldn’t get its footing and was flailing on the ice, getting colder and colder by the second.“

Pioneer Woman Ree Drummond mal ohne lecker Rezept, dafür mit Awwww-Flauschcontent. Das Leben auf einer Ranch ist wohl kein PonyZuckerschlecken.

Genau.

  • Die Polemiken des Wandels
    „Ich muss aufhören über Software und Hardware zu reden. Die Technologie-Diskurse führen uns nirgendwo hin. Wir müssen über die Werte reden, für die wir das Netz und seine Erweiterungen nutzen wollen. Alles andere ist irrelevant. Technik allein bewirkt rein gar nichts. Nichts im Guten und nichts im Schlechten. Und noch wichtiger ist die andere Seite der Medaille. Technik kann sich nicht auf eine “neutrale” Position zurückziehen.“

Lesenswertes über Technik und das Netz und warum das nicht unbedingt so wichtig ist.

  • Innereien, im Allgemeinen
    „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Wir essen gern, was wir nicht erkennen. Wir lassen uns auch falschen Fortschritt, falsches Fleisch und falsche Nähe verkaufen. Unser Leben wird zur wohlfeil inszenierten Doku-Soap in der ungelernte Laiendarsteller die Rolle unserer Nahrungsmittellieferanten übernehmen und wir unsere Partner casten.“

Ein guter Text zu den ganzen Lebensmittelskandalen.

  • Nacho – The blog
    „Futura, it’s a lovely font, designed by Paul Renner in 1927. Became to be one of the best geometric typefaces ever created. Today there are so many versions and it’s hard to decide which one to use.“

Na, auf welche Variante steht Ihr?

Der etwas andere Artikel über „wir müssen reden“.

Das Video heute ist Trixie Whitley mit „I need your love“ in der unplugged Version auf dem Dach des Studio Brussel. Die Dame war letzte Woche in Hamburgs Prinzenbar zum Konzert und das war großartig und es dürfte wohl das letzte Mal gewesen sein, daß sie in solchen Winz-Clubs aufgetreten ist, so wie ihr Debutalbum gerade durch die Decke geht.