Die Lieblingstweets im Januar (Teil 2)

  • Veröffentlicht am 31st Januar 2013,
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Die Lieblingstweets im Januar (Teil 2)

Der Januar war sehr ergiebig; Teil 1 findet Ihr hier und die Lieblingtweets der anderen wie immer gesammelt bei Anne.

 

 

Und natürlich die Best Of der #aufschrei Debatte:

Link(s) vom 30. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 30th Januar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

Dekadentes Mädel trifft kleinen Stinkstiefel. Gnihi!

  • Der Taxifahrer
    ”‘Schab auch immer nachts Husten. Der hört gar nisch’ auf. Hab isch schon seit Wochen. Aber liegt vielleischt daran, dass isch immer bis sechs abends arbeite. Dann ess’ isch und gehe ins Bett, aber boah! Wenn isch huste, kommt das wieder hoch. Bis hier!”

Alles nicht so einfach mit der Emanzipation.

  • Critics Ruin Video Games… …Good!
    „Admitting that you enjoy sexist content from time to time, does not make you an asshole. But pretending that the sexist scenarios in your games are not sexist, pretending that they are in fact acceptable to everyone except to people who are inferior to you, DOES!“

Da nimmt mal jemand so richtig schön den Sexismus in der Gaming-Community aufs Korn. Richtig so! Was mich (von der fürs gaming benötigten Zeit mal abgesehen) so richtig abtörnt bei den allermeisten (Action/Fantasy/Adventure)-Games ist die Grafik. Warum? Darum. Halbnackte weibliche Wesen (teils vom anderen Stern) in aufreizenden Posen, die entweder gerettet werden müssen (von lendenbeschurzten Muskelmonstern mit Axt und Schwert) oder getötet. Es nervt. Aber wehe, man sagt das laut.

Das heutige Video heisst Brush With Death und ist ein Streetart-Knaller. Unbedingt gucken!

Nachtrag zu „Hört auf damit“

  • Veröffentlicht am 29th Januar 2013,
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Nachtrag zu „Hört auf damit“

In den vergangenen Tagen hat sich ja so einiges getan zum Thema Sexismus und #Aufschrei. Auf meinen Eintrag „Hört auf damit!“ bekam ich viel Zuspruch und auch einigen Widerspruch. Ich hatte die Kommentare dort geschlossen, nachdem die Trollerei überhand nahm (plötzlich schlugen im Minutentakt Kommentare auf, deren Sprache, Duktus und IP Adressen identisch waren, allerdings unter verschiedenen Aliassen und im Absender mit verschiedenen Wegwerf-Mailadressen versehen). Die persönlichen Angriffe an meine Mailadresse gerichtet waren auch nicht schön, und wer hat schon Lust und Zeit und Energie, sich mit solchem Dreck den ganzen Tag auseinanderzusetzen.

Heute früh fischte ich dann ein Trackback aus dem Spamfolder, der mich zu diesem Eintrag führte, in dem die Autorin meinen Artikel als „Weibergeschwafel“ abtat. Ich antwortete ihr (der Kommentar wurde bislang nicht veröffentlicht):

„Nun, ich habe weder Männer als üble Subjekte bezeichnet noch generell einen Hass auf Männer (wie jeder unschwer erkennt, der mein Blog öfter liest). Ich weiss auch nicht woran Du ausgemacht haben willst, daß ich die Klagen der Männer nicht ernst nehme. Ich nehme sie genauso ernst, wie die der von Sexismus betroffenen Frauen, auch wenn es sich im Verhältnis um eine verschwindend geringe Minderheit handelt. Allerdings fand und finde ich die Lage von „Thommy“ in keiner Weise vergleichbar mit dem strukturierten Sexismus, der Frauen von Kindesbeinen an weltweit entgegenschlägt, was ich in meiner Antwort auf seinen Kommentar auch zum Ausdruck gebracht habe.

Kein Mann kann mir erzählen – und ja, ab dann nehme ich ihn nicht mehr ernst, das stimmt – daß er schon als kleiner Junge gelernt hat, daß er weniger zählt als das andere Geschlecht, daß er ja doch mal heiratet und versorgt sein wird und deshalb nicht studieren muss, daß er sich nicht aufreizend anziehen soll und nicht laut sprechen, da sich das „nicht zieme“ oder daß ihm ungefragt ein Leben lang andere Menschen mit anzüglichen Sprüchen und Handlungen das Leben schwer machen, unabhängig von Arbeitsplatz oder Wohnort.

Wie mir einige hässliche anonyme Mails und die (gelöschten) Kommentare anderer Männeraliasse, alle mit verschiedenen Wegwerfadressen aber derselben IP später zeigten, war mein Bauchgefühlt ganz richtig: Viele Männer fühlten sich per se angegriffen durch die in der Tat überwältigende Flut von unter #Aufschrei erzählten sexistischen Übergriffen und haben versucht, die Diskurshoheit (wie gewohnt) zu übernehmen indem sie sich teils selbst als Opfer stilisiert haben, teils einfach nur Beifall geklatscht und sich verstanden gefühlt haben in Beiträgen (auch von Frauen), deren Tenor „ja dann wehrt Euch halt, Mädels“ bzw. „jetzt stellt Euch nicht so an“ lautete.“

Und danach erst sah ich ihren vorangegangenen Eintrag, der mir klar machte, daß ich hier offensichtlich Perlen vor die Säue warf. Dort schreibt sie u.a.:

„Männer reagieren auf weibliche Reize. Das machen sie allerdings nicht willkürlich. Das männliche Gehirn empfängt optische Signale und löst spontane chemische Reaktionen aus, die es dann an andere Körperregionen weiterleitet. Mann kann sich nicht dagegen wehren, was allerdings nicht bedeutet, dass er dadurch das Recht hat, verbal oder gar tätlich zu reagieren.

Frau aber sollte sich genau überlegen, warum sie sich in oben aufgezählte Klamotten schmeißt. Und keine Frau der Welt kann mir erzählen, sie mache es nur für sich. Ich behaupte nämlich, sie macht es, um attraktiv, also anziehend zu wirken, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Und dann darf sie sich nicht wundern, wenn sie Aufmerksamkeit bekommt. Ein Hund, dem man eine Wurst vor die Nase hält, schnappt danach. Da wundert sich auch keiner …“

Tja. Was soll man dazu noch sagen? Immerhin erkennt sie an, daß Männer trotz solch dreister Provokationen nicht zuschnappen verbal oder gar tätlich reagieren dürfen. Puh.

Ich frage mich immer, was das für Männer sind, die dann noch Applaus spenden? Finden die das okay,  de facto als wilde Tiere bezeichnet zu werden, die halt nur ihrem Instinkt gehorchen können und wild sabbernd aber weitgehend hirnlos durchs Leben gehen, geschützt durch den dünnen Firniss der Zivilisation? Als Mann würde ich mir das echt verbitten.

Wie seht Ihr das? Über (zivilisierte) Kommentare freue ich mich, auch wenn sie anderer Ansicht sind; Trollereien und Beleidigungen werden hingegen kommentarlos gelöscht.

Link(s) vom 29. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 29th Januar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

Autochrome Farbfotos von Paris um die Zeit um 1914. Ein sehr merkwürdiges Gefühl, so zu sehen daß meine Großeltern und Urgroßeltern doch tatsächlich in Farbe und nicht in schwarz-weiss gelebt haben. (Ich nehme es jedenfalls an … meine Großeltern und Urgroßeltern lebten nicht in Paris, aber die Abstraktion gestatte ich mir.)

Die Stanford University hat einen neuen „Programmieren lernen“-Kurs am Start; dieses Mal geht es um iOS Apps. Die Unterrichtseinheiten sind kostenlos z.B. via iTunes als Podcast zu beziehen und setzen ein paar Grundkenntnisse voraus. Aber wer sich dafür interessiert, kriegt hier sicher etwas geboten.

  • We are at war
    „As I write this account — from the safety of my bedroom — I know not what the future holds for our human race. Just tonight, I took a picture of my friend Nate eating a gigantic bowl of nachos, and we still don’t know how I am going to share it with his four friends who give a shit. They may never see it.“

Ein wunderbarer Artikel über den großen Foto-/Videokrieg und der ultimative Kommentar zum neuesten heissen Shyce namens Vine, der App mittels derer man 6 Sek. lange Videos in Twitter einbinden kann, was in meiner Timeline schon – mit durchaus durchwachsenen Ergebnissen – eifrig praktiziert wird.

Das Video heute ist The Reward. Muddy Colors schreibt dazu: „What a cool film!!! It’s less than 10 minutes long, and definitely worth watching. (Not entirely appropriate for children, btw)“ und dem schliesse ich mich vollumfänglich an. Die Weiterreise auf die Seite der Filmemacher lohnt sich auch.

Link(s) vom 28. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 28th Januar 2013,
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Zwischen dem 25. Januar 2013 und dem 28. Januar 2013 aufgelesen:

  • Dieter Bohlen: «Eine absolute Sauerei!»
    „In der Musikindustrie kommt nach dem Schlager lange Zeit gar nichts. Andrea Berg und Helene Fischer sind die Künstler, die in Deutschland am meisten Umsatz generieren – mit Abstand. Die Pop- und Rocksänger haben Tränen in den Augen, wenn sie mal hunderttausend Stück verkaufen und dafür die Goldene Schallplatte kriegen. Da lachen sich Helene Fischer und Andrea Berg tot. Bei denen kommen 15 000 Leute ans Konzert. Da hat man an einem Abend mal so locker eine halbe Million Umsatz.“

Sehr interessantes Interview mit Dieter Bohlen, der hier gar nicht mal so doof und peinlich rüberkommt, vermutlich auch, weil das Interview mit einem Schweizer Wirtschaftsmagazin und keinem deutschen Boulevardblatt geführt wurde.

  • Ist Google internetfeindlich?
    „Der von Google im Hinblick auf das Leistungsschutzrecht laut und werbewirksam proklamierte Slogan „Verteidige DEIN NETZ!“ könnte ebenso pathetisch, aber deutlich ehrlicher von Google in „Verteidige unser Netz!“ umgemünzt werden. Denn Google bestimmt schon lange, welche Webseiten über Google (und damit fast die gesamte deutsche Suchlandschaft) Besucher erhalten.“

Google folgt jetzt Bing und betrügt die Webseitenbetreiber um die Besucher – die Bildersuche wird künftig die vollformatigen, hochauflösenden Vorschauen anzeigen, damit der arme Suchende sich nicht mehr durch das große, böse Netz klicken muss. Als jemand, die u.a. auch von ihren Bildern lebt, habe ich da natürlich was gegen und ich vermute fast, daß es jedem denkenden professionellem Fotografen oder Illustratoren genauso geht. Google wandelt sich (nicht nur damit) von der Suchmaschine zum Contentanbieter (der Artikel zeigt viele weitere Beispiele auf und hat auch einige sehr lesenswerte weiterführende Links zum Thema).

  • #Aufschrei: Wogegen ich mich wehre? „Wehrt Euch“
    „Männer sind nicht so blöd, dass sie Grenzen ungewollt überschreiten und sich dann nicht mal dafür entschuldigen. Die Grenzen der Übergriffigkeit müssen nicht ausgehandelt werden, den Tätern sind sie klar. Es geht bei all dieser sexistischen Scheiße um Machtausübung. Die funktioniert durch das gewollte Überschreiten der Grenzen anderer Menschen.“

Exakt. Soviel zu den ganzen Krokodilstränen und „Argumenten“ wie „wie sollen die armen Männer denn nur wissen, was einen Übergriff von einem harmlosen Flirt unterscheidet? Könnt Ihr uns nicht mal eine Gebrauchsanweisung mitgeben?“ Die Gebrauchsanweisung ist ganz einfach: Sagt zu keiner Frau etwas bzw. berührt keine Frau so, wie Ihr nicht wünscht, daß Eure Mütter, Schwestern oder Töchter von Männern angesprochen bzw. berührt werden sollen. (Nachtrag –  da mir gerade einigen Nachfragen dazu privat getwittert  wurden: Natürlich gilt das auch für Euch selbst, dachte mal, das sei klar.) Stellt Euch einfach vor, wie Ihr reagieren würdet, wenn jemand zu Euch oder zu Eurer Mutter, Schwester oder Tochter „geile Möpse, was willst du dafür haben?“ sagen würde, geschweige denn die Hand drauflegen. Ich vermute mal, 9 von 10 Männern bekämen bei dem Gedanken Schaum vor dem Mund und hätten Gewaltphantasien, in denen Äxte und Schwerter eine größere Rolle einnehmen würden. Und es würde auch nicht wirklich einen Unterschied machen, wenn der Typ betrunken wäre, oder? Nein, denn das hat er sich ja selbst ausgesucht, das ist keine Entschuldigung, im Gegenteil – jeder weiß, daß Alkohol enthemmt und da ist der Vorsatz auch schon klar. Also: Hört auf damit!

  • Schrödinger’s Rapist: or a guy’s guide to approaching strange women without being maced
    „For some women, particularly women who have been victims of violent assaults, any level of risk is unacceptable. Those women do not want to be approached, no matter how nice you are or how much you’d like to date them. Okay? That’s their right. Don’t get pissy about it. Women are under no obligation to hear the sales pitch before deciding they are not in the market to buy.“

Hier noch einmal auf Englisch eine wunderbare Zusammenfassung bzw. Gebrauchsanleitung an die Kerle, wie man sich einer Frau nähert, ohne Reizgas ins Gesicht kriegen zu müssen.

Das Video „Thought of you“ ist von Ryan Woodward und ganz romantisch. Seid gewarnt!

Hört auf damit!

  • Veröffentlicht am 25th Januar 2013,
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Update: Ich habe die Kommentare nach einigen widerlichen Beiträgen geschlossen. Und ein rundes Dutzend widerlicher anonymer bzw. fake-Absender emails gelöscht.

„You shoot off a guy’s head with his pants down, believe me, Texas ain’t the place you want to get caught.“ – Louise Sawyer

Aktuell geht ein Aufschrei durch Twitter und Blogs. Wir haben die Nase voll von Sexismus. Wer sich die Tweets mit dem Hashtag #Aufschrei durchliest, bekommt eine ungefähre Ahnung davon, wie es um unsere Gesellschaft hier und heute im 21. Jahrhundert bestellt ist. Little Jamie hat das hier mal sehr schön zusammengefasst. Frauen und Mädchen gelten nach wie vor nichts. Sie werden täglich angegriffen, wenn sie Glück haben nur verbal – von Kollegen, Vorgesetzten, Bekannten, Nachbarn, Familienangehörigen, Wildfremden. Auf der Straße, am Telefon, im Büro, zuhause, im Internet. Ich habe ein Forum, in dem ich jahrelang sehr gerne aktiv war, hauptsächlich deswegen verlassen weil die sexistischen Beiträge dort in der Frequenz drastisch zunahmen. Die Betreiber hielten sich wie immer desinteressiert raus und die Moderatoren hatten keine Machtbefugnisse bzw. kein Interesse. Schöne Grüße, einige meiner Leser wissen, welches Forum gemeint ist, und natürlich werden sie ungläubig lachend abwinken, meinen, daß ich mich anstelle, vermutlich meine Tage hätte, daß ja alles halb so wild sei, alles nur Spaß. Well, fuck you too.

Mädchen wird beigebracht, daß Jungs eben so sind und man besser den Kopf senkt, sich wegduckt, dem Stress aus dem Weg geht, drüber lacht, es abperlen lässt, sich keine aufreizenden Klamotten anzieht, keine kurzen Röcke, keine tiefen Ausschnitte, denn die suggerieren den Männern, dass Frauen es doch wollen, daß sie alle Schlampen sind, daß sie selber Schuld haben „wenn etwas passiert“. Dabei ist es da schon längst passiert: Frauen werden misstrauisch, manche ängstlich, manche machen sich unsichtbar. Manche tragen einen Ehering, obwohl sie gar nicht verheiratet sind, damit sie weniger belästigt werden. Wenn sie sich wehren, müssen sie sich mit Glück nur Beleidigungen anhören, mit etwas weniger Glück Drohungen und mit richtig Pech endet es tragisch, in einer Vergewaltigung oder gar tödlich. Frauen, die laut und deutlich „nein!“ sagen, müssen sich fragen lassen ob sie frigide sind, ob sie lesbisch sind, ob sie verheiratet sind oder gerade ihre Tage haben – das eigene Ego des Angreifers ist so riesig aufgeblasen, daß kein Platz ist für den Gedanken, er selbst sei vielleicht einfach nur ein jämmerliches Stück Scheiße und wenig attraktiv für 99,2% aller Frauen, die er auf diese Weise anmacht.

Vor Gericht landen die wenigsten Fälle, da Frau sich nicht traut, nichts beweisen kann, das Trauma nicht noch einmal durchleben will, das alles nur ganz schnell vergessen will, sie ja vielleicht doch ein zu aufreizendes Kleid, einen zu kecken Gang gehabt hat, zu spät abends im falschen Viertel unterwegs war, alleine U-Bahn gefahren ist. Was sollen die Nachbarn oder Familie sagen? Lieber schweigen. War es ein Täter mit Migrationshintergrund, gar ein Schwarzer oder Moslem, darf Frau sich schon gar nicht wundern, die sind ja alle so erzogen, wie die Tiere, die können gar nicht anders, das gehört zu deren Kultur, weissmanja.

„Ein Mann schaut auf den Busen einer Frau neben ihm. […] Dazu ist er da. Muss ich Frauen ihre Anatomie erklären?“ – Timo Rieg, Spiegelkritik.de

Wenn sie sich irgendwann psychisch so stark fühlen, oder nach der – in aller Regel geheim gehaltenen – Therapie soweit sind, daß sie sich zitternd trauen, Anzeige zu erstellen oder die Öffentlichkeit zu informieren, dann müssen sie sich fragen lassen, warum sie nicht eher etwas gesagt hätten. Kann ja dann wohl kaum so schlimm gewesen sein, oder?

Jungs lernen, daß sie mit so ziemlich jeder Verhaltensweise ungestraft davonkommen. Manchen ist es tatsächlich unangenehm, so unter Generalverdacht zu stehen. Andere sind froh, wenn es mal gerade nicht sie selbst trifft, z.B. weil sie schwul sind. Oder haben Angst, für schwul gehalten zu werden, wenn sie den Mund aufmachen und sich für die blöden Weiber einsetzen. Lieber drüber lustig machen, den Charme spielen lassen. Nicht wenige jammern beim Thema dann herum, Männer hätten’s auch nicht leicht und es gäbe genügend Frauen, die Männern auch nur auf den Hintern starren würden, das sei ja wohl dasselbe. Mir kommen die Tränen, Ihr Arschlöcher.

Huch, was ist denn mit mir los, ich rege mich doch sonst nicht so künstlich auf, bin doch sonst so ein vernünftiges Mädchen, mache doch sonst nicht so ein Theater? Warum stelle ich mich denn heute so an?
Nun, nennen wir es eine Neujahrsresolution. 2013 wird das Jahr, in dem ich keinen Bock mehr habe, die sexistische Verhaltensweise meiner Mitmenschen großzügig und um des lieben Friedens Willen zu ignorieren. 2013 ist das Jahr, in dem ich eskaliere.

Seid gewarnt: Hört auf damit!

Link(s) vom 24. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 24th Januar 2013,
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Zwischen dem 23. Januar 2013 und dem 24. Januar 2013 aufgelesen:

  • Vaticinium ex eventu
    „Schließlich gibt es auf dem Land für junge Leute nur 4 Vari­anten durch die Adoleszenz zu kom­men. Sport (Leich­tath­letik, Fußball), Tra­di­tion ( Tra­cht­en­verein, Schützen­verein, Feuer­wehr, Blas­musik), Rebel­lion (Schachclub, die Grü­nen, Kunst) und die Kirche (Min­is­tran­ten, Chor). Das ist aus Nerd-Perspektive natür­lich ein Alb­traum, keine Frage. Aber wir sind nicht die Mehrheit. Und wenn wir vertei­di­gen, dass unsere dig­i­talen Kon­takte echt sind, dann müssen wir anderen Teilen der Gesellschaft auch ihre Kontakt-Varianten zugeste­hen. (Außer­dem gehen ohne alle aufgezählen Insti­tu­tio­nen das bay­erische Brauerei­we­sen den Bach runter und das kann nie­mand wollen.)“

Patschbella schreibt schlüssig, warum man es sich mit Katholenbashing zu einfach macht. Gleichzeitig frage ich mich natürlich, wie es jemals besser werden kann, wenn wir sagen „ist ja nicht alles schlecht“ sondern die Handlungen dieser in meinen Augen kriminellen Institution tolerieren oder gar gutheissen, nur weil sonst ein paar alte Mütterchen auf dem Dorf kein Sozialleben mehr haben (was ich auch nicht glaube). (Nachtrag: Das Nuf denkt da ähnlich.)

  • Illustrierte Presse
    Illustrierte Magazine der Klassischen Moderne stellen eine gehaltvolle und ästhetisch erstrangige Quelle zur Alltags-, Kultur-, Kommunikations-, Design- und Fotografiegeschichte der Zwischenkriegszeit dar. Erstmals virtuell zusammengeführt und für die Forschung, aber auch für kulturhistorisch interessierte Leser aufbereitet, finden Sie hier mit den kompletten Beständen von „Querschnitt“, „UHU“, „Kriminal-Magazin“, dem „Jüdischen Magazin“, dem „Auto-Magazin“ – und demnächst fünf weiteren Titeln – zunächst zehn der wichtigsten deutschsprachigen Magazine jener Ära mit rund 650 Ausgaben, 75.000 Druckseiten und über 50.000 Abbildungen vertreten.

Augenfutter.

  • How Twitter’s new embeds will make social media’s copyright issues even weirder
    „For example, say I link to a Flickr photo that is copyrighted “All Rights Reserved,” meaning I can’t reproduce it without permission. (How do I know it’s copyrighted? Because Flickr, unlike most social networks, actually makes this information clear whenever you view a photo). Remember, even though I’ve only linked to it, not uploaded it, Twitter automatically includes the full photo in the Twitter card. But now anyone can embed my Tweet, along with the copyrighted photo, anywhere they like. And according to the fuzzy precedent based on Twitter’s own TOS, it might just be legal.“

Twitter geht den gleichen Web wie Googles Bildersuche und Microsofts Suchmaschine Bing, die ungefragt und ohne Hinweis auf den Urheber Vorschauen von Bildern in Tweets einbaut (im Falle Google und Bing auch schon mal gerne in der hochauflösenden Version, auf daß niemand mehr lästigerweise die Originalseite des Urhebers besuchen muss). Das mag in den USA legal sein (unumstritten ist es dort auch nicht), aber hierzulande fängt man sich für sowas auch schon mal eine Abmahnung ein. Wir brauchen dringend ein modernisiertes, den Lebensgegebenheiten des 21. Jahrhunderts angepasstes Urheberrecht. (Und nein, Creative Commons ist keine Alternative – wer sagt mir denn, daß die CC Lizenz unterm Bild ihre Richtigkeit hat und nicht von einem Dritten einfach druntergeklatscht wurde, der gar kein Recht dazu hat? Diese Sicherheit gibt es nicht im Netz.

 

Das Video Hammer & Hand ist von The Academy.

Link(s) vom 21. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 22nd Januar 2013,
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Zwischen dem 20. Januar 2013 und dem 21. Januar 2013 aufgelesen:

  • Akin’s Laws of Spacecraft Design
    „The schedule you develop will seem like a complete work of fiction up until the time your customer fires you for not meeting it.“

Hier schreibt jemand seine goldenen Regeln aus der Erfahrung als Raumschiffdesigner der NASA. Kaum verwunderlich, daß die meisten 1:1 übertragbar sind auf 08/15 Projekte wie einen Website-Launch.

  • „Ich mache hier die Online-Gemeindezeitung“
    „Das Abendblatt hatte ja mal die Stadtteil-Reporter. Als Blogs und im Blatt. Nur: das wird ja gar nicht mehr gepflegt. Das war zwar schon einmal ein richtiger Ansatz. Nur waren die postings soooo langweilig. Null sexy. Denen hat da komplett das Fingerspitzengefühl gefehlt, was im Stadtteil relevant ist und was nicht – was die Leute aus dem Viertel wirklich lesen wollen. Wie da die Stimmung ist und so. Es ist nun mal die persönliche Note, die einen Blog überleben lässt – oder eben nicht. Ich glaube den Menschen ist wichtig, dass so einen Plattform auch jemand aus dem Stadtteil betreibt. Wenn da ein großer Verlag dahinter stecken würde, dann wäre das für viele sofort unglaubwürdig.“

Hyperlokaler Journalismus ist also der nächste heisse Shyce? Ich bin nicht ganz sicher. Ja, natürlich haben Stadtteilbewohner die Nase näher dran als eine Regionalzeitung, selbst wenn diese besser wäre als das, was uns Hamburgern hier als Qualitätsournalismusprodukt verkauft wird (die Latte liegt nur marginal über der Bordsteinkantenhöhe). Aber das kann nur ein Liebesdienst sein, wenn die Qualität und Glaubwürdigkeit nicht leiden soll, und wer kann sich das schon leisten?

  • Der Südseekönig
    „Ist das so? Wir haben in der deutschen Historie einen Menschen, der diesen Titel „Südseekönig” trug, auch weil er sich als typischer Kolonialist gebärdete? Und jetzt wollen wir mit genau mit diesem Titel ein Kinderbuch in der deutschen Ausgabe von Diskriminierung und Rassismus rein waschen?“

Sieh mal einer kuck – Da lebt man Jahrzehnte im Hamburger Westen, radelt morgens durch die Godeffroystrasse zur Schule und hatte keine Ahnung, daß der Namensgeber auch noch Südseekönig war.

  • Schreibgold: Der Neger von damals.
    „All die Wörter zählen zum Bestand unserer Sprache und dennoch würden sie niemals Einzug in die aktuelle Literatur halten, eben weil sie so negativ behaftet sind. Kein Mensch würde heute mehr in aller Öffentlichkeit zu jemandem Fremden »Weib« sagen. »Fräulein« gibt es auch nicht mehr.“

Endlich.

  • Miesepeter
    „Wünscht dem unbeleuchteten Radfahrer doch einfach mal, dass er gut Zuhause ankommt, anstatt sich über ihn aufzuregen. Das tut gut. Vor allem euch.“

Hmja. Erwischt. Jedenfalls manchmal.

 

Das Video stammt von Scriptalicious-Bloggerin Ines Häufler und hat mich sehr entzückt.

Oder mal wieder nach Paris?

  • Veröffentlicht am 21st Januar 2013,
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Was für ein toller Imagefilm über die Stadt der Lichter! Und ganz ohne Lichter, alles über Kopfkino!

Ich muss dringend mal wieder nach Paris, das ist schon wieder viel zu lange her.

Wicker Man

  • Veröffentlicht am 20th Januar 2013,
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Wicker Man

Heute mal nicht mit Paper, sondern mit ProCreate erstellt. Sweet dreams, darlings.

Link(s) vom 20. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 20th Januar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Sherlock – Oder: Wieso wir Twitter alles zu verdanken haben
    „Bei Sherlock bin ich – wie bei so vielem seit ich Vollzeit berufstätig bin – Late Adopter. Ich konnte die britische TV-Serie Sherlock und die amerikanischen Spielfilme Sherlock Holmes nicht auseinander halten, wusste nichts über das jeweilige Setup der beiden Produktionen.“

Das ging mir exakt genauso. Und so habe ich letztens im US iTunes Store für vergleichsweise kleines Geld (ca. 12 US $) die beiden ersten Staffeln des Hypes gekauft und gesehen. Und das war harte Arbeit, denn zum einen finde ich den Hauptdarsteller total abstoßend, den Nebendarsteller einschlaffördernder als die schönsten Bahnstrecken Europas und die Handlungsstränge so an den Haaren herbeigezogen wie die „die Mondlandung war ein fake!!1“-Theorie. Ich gestehe freimütig, zwischenzeitlich mehr als einmal vorgespult zu haben, um mich überhaupt noch motivieren zu können auch die nächste Folge zu sehen. Einzig der Darsteller des Moriarty war sein Geld mehr als wert, leider hatte er zu wenig screentime. Und Kamera und Schnitt waren wirklich durchgehend gut, besonders in der Folge „A Scandal in Belgravia“ hat mir der wiederholte Match Cut sehr gefallen.

  • Seven Impossible Things Before Breakfast
    „When you compare this sketch to the final art [both pictured below], it is evident that I create a basic composition for a scene, but when I get in there with all the color, characters, and details, I try to take a more improvisational approach. For example, I somehow decided that a large pink stegosaurus would work better as a visual anchor than a jolly green giant. The sketch and the final art evoke the same level of frenzy and excitement, but I leave plenty of room for me to derail and go off course. Working this way keeps me engaged — and surprised.“

Ich stehe ja auf Making-Ofs und Behind The Scenes und den Weg von der ersten Skizze zum fertigen Bild.

  • Frag immer den, der unten liegt.
    „Wenn Du auf zwei Leute triffst, die sich gerade raufen (ich benutze dieses Wort absichtlich, denn es gibt einen klaren Unterschied zwischen Raufen und Prügeln), dann frage den, der gerade unten ist.
    Bestätigt nämlich der untere Dir lachend, dass alles ok ist, dann ist es Raufen, Du kannst aufatmen und weiter gehen.“

Christian schreibt (imho ein wenig hintenrum durch die Brust ins Auge) zum Thema Schwächeren beispringen und somit auch zur aktuellen Diskussion, welche Wörter man noch benutzen darf.

  • Empfindlich uff die Wörter
    „In dem Land, in dem ich aufwuchs, war es üblich, Sprachregelungen zu treffen, um gewisse kulturelle oder politische Reibungsflächen zu verbergen.
    Es hieß nicht mehr “die Russen”, durfte es nicht heißen. Es hieß “Sowjetmenschen” oder – noch euphemistischer – “die Freunde”.
    Es hieß nicht “Heimat-Vertriebene”, nicht “Flüchtlinge”, sondern “Umsiedler” (die sind halt in einer ordentlichen, friedlichen Aktion umgezogen).“

Ein anderer Blick auf das Thema, den ich sehr gut verstehen kann.

  • Nesthäkchen und der Südseekönig
    „So wie mir klar war, dass man die Angehörigen unterschiedlicher Schulformen nicht mehr anhand ihrer Mützen erkennt oder dass wir am 1. Mai nicht mehr die sowjetische Fahne auspacken, war mir immer auch klar, dass bestimme Ausdrücke (und Ansichten) in der Gegenwart einfach keinen Platz mehr haben. Trotzdem hat es mir nicht geschadet, diese Ausdrücke zu kennen. Was meiner Meinung nach auch Vorraussetzung ist, um etwas bewusst nicht zu sagen. Unterm Strich lässt mich die Südseekönig-Diskussion weniger an der PCness heutiger Eltern, sondern an der Intelligenz heutiger Kinder zweifeln.“

Und noch ein anderer Blick auf die Kinderbuchschänderei. Ich zweifele allerdings nicht an der Intelligenz heutiger Kinder, sondern der mancher Eltern.

  • Ein Samstagabend
    „Bei McDonalds Chicken McNuggets mit Senf- und Barbecuesauce bestellt. Überlegt, das Essen rauszunehmen und vor dem Akkordeonspieler zu essen. An die Kälte gedacht und daran, dass ich nicht wüsste, wie ich die offenen Saucen balancieren soll. Gewundert, dass es mir nicht mehr schmeckt. Früher hab ich das doch immer gegessen. Früher war alles anders. Getwittert. Missverstanden worden. Darüber geärgert. Beeilt mit dem Essen. Wieder rausgegangen. Gefreut, dass er noch da ist. Zum Zuhören hingestellt.“

Hach, Little Jamie. <3

Das Video ist eine gut und sehr aufwendig gemachte Stop-Motion-Animation von und für Moleskine Bücher. I like.

Link(s) vom 17. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 18th Januar 2013,
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Zwischen dem 14. Januar 2013 und dem 17. Januar 2013 aufgelesen:

  • Tag 2 in Hanoi
    „Hach cool – die Taxifahrer Hanoi´s sind nämlich die schlimmsten Halunken unter der Sonne und europäische Fahrgäste allenfalls willkommene Melkkühe. Ich stelle mich also in den Regen und warte mit meinem nun vorhandenen Koffer (Hurra!) an der Strasse, als Thao mit einem kleinen Moped um die Ecke gedüst kommt. … ok!?  Moped!?“

Der Stilpirat ist in Vietnam und macht Fotos.

  • BER — STR
    „Vielleicht, wenn wir über Schrippen und Semmeln und Wecken reden, reden wir demnächst über Bäcker und uniforme Teiglinge, die aus Fabriken kommen und in der Bestellform des Großlieferanten Brötchen heißen. Parmaschinken heißt so, weil er aus Parma kommt. Die selbe Regel gilt für Champagner und die Nürnberger Bratwurst. Das werden regionale Eigenheiten, Bezeichnungen und Herstellungsarten zum Markenschutz. Zum Qualitätsmerkmal.“

Patschbella mit einem sehr schönen Artikel über Sprache, regionale Eigenheiten, Leben und Leben lassen.

  • Sekt
    „“Sei doch nicht so spießig.“, zische ich mir zu, aber das hilft gar nichts. „Man trinkt doch nicht einfach so Champagner!“, zischt es nämlich zurück, und dann sehe ich sie in meinen Augenwinkeln auf dem Sofa sitzen: Die weißen Haare akkurat frisiert und mit sehr viel Haarsprax fixiert. Ein hellblaues Twinset mit goldfarbenen, runden Knöpfchen daran. In den Händen Strickzeug oder einen Stickrahmen oder auch nur einfach die Zeitung, sitzt meine Großmutter auf dem rosengeblümten Sofa der M. und des M., und schaut mich stirnrunzelnd an. Man trinkt nämlich nicht einfach so Champagner.“

Madame Modeste über anlassloses Feiern des Lebens.

Andreas Deja hat ein Video ausgegraben. <3

  • Update aus meinem Leben – Schnee-Edition
    „Es sollte ein wenig Kultur geben, historische Trümmer, die man anstarren und “Na, das ist ja ein Ding, dass die so alt sind” sagen kann, vielleicht ein, zwei Museen, einen Strand, gute Bars und gutes Essen. Und Internet, damit man auf Instagram angeben kann. Marokko fiel mir ein, aber was soll ich da vier Wochen lang alleine?“

Don Dahlmann hat die Nase voll.

  • Das Montagsinterview: „Stolz bin ich auf die Bilder, die ich nicht gemacht habe“ – taz.de
    „Ich war Professor an der Hochschule für Gestaltung. Und die Studenten haben mich immer gefragt, ob ich Nazi war. Ich habe dann immer geantwortet: Klar war ich Nazi. Und die konnten das nicht verstehen. Die fanden mich ja eigentlich ganz okay. Es ist unfassbar, was damals passiert ist. Das ist für die jüngeren Generationen weit, weit weg. Deswegen habe ich es dann aufgeschrieben.“

Sowas gibt’s auch.

  • Traffic Snack – Fonts In Use
    „For type designers and font engineers, it certainly is frustrating to see their cutting-edge work ignored. On the other hand — is it really the graphic designer who is to blame? Can foundries expect users to read through a manual first? Is there a demand for such smart fonts, or are they simply too intricate, and the added value not appreciated? I am eager to hear your opinions.“

Da hat sich ein Schriftgestalter viele Gedanken gemacht. Und der Designer (oder der Kunde), der diese Schrift nutzt, hat offensichtlich null davon mitgekriegt.

  • My review of the Golden Globes
    „Case in point: In Kevin Costner’s acceptance speech he wanted to say how this ceremony helped “illuminate” movies that the public hasn’t seen and instead he said “eliminate.”“

Kleiner, feiner, fieser Rückblick auf die Golden Globes. Gnihihi!

  • Nike makes it official, signs Rory McIlroy to head-to-toe deal
    „TaylorMade and Titleist have done remarkably well with their No. 1 driver and No. 1 ball in golf, respectively, campaigns. The latter, in fact, has thrived despite repeated defections by big-name players from its tour staff, including Woods, David Duval, Phil Mickelson and McIlroy, maintaining no player is bigger than the brand.“

Ich stehe da mehr so auf Seiten Titleists: Die Firma ist die Numer eins, weil ihre Produkte verdammt gut sind. Die Sportstars sind nur Werbeträger. Nike lebt hingegen ausschliesslich von seinen Stars; die Produkte sind okay aber nie herausragend (im Vergleich zum Wettbewerb). Bei Nike ist Image alles, und sie haben es sich teuer erkauft.

  • Minderheiten-Quartett | Das politisch semikorrekte Kartenspiel
    „Das Basis-Spiel umfasst 24 Minderheiten aus den Gruppen: Religionen, Ethnien, Sexualität, Radikale, Behinderte und Demographie. Sie können in 6 Kategorien gegeneinander ausgespielt werden: Bildungsniveau, Wohlstand, Bevölkerungsanteil, Homogenität, Gesellschaftliche Akzeptanz und Schamgefühl. Aktions-, Gesellschafts- und Booster-Karten bringen die Minderheiten dabei noch zusätzlich ins Schwitzen!“

Finde ich das jetzt gut? Eher nicht. Aber das Thema political correctness geht mir schwer auf die Nerven.

Das Video ist Tiny Robots; ein Timelapse-making-of einer Arbeit des spanischen Illustrators Dei G.

Die Lieblingstweets im Januar (Teil 1)

  • Veröffentlicht am 16th Januar 2013,
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Die Lieblingstweets im Januar (Teil 1)

Und die @giardino Extraausgabe: Da der gute Mann leider protected twittert, kann man die Tweets nicht so einbinden, daß die Links klickbar sind. Aber ich habe den Mordor-Tweet mal mit dem Foto verlinkt … klick macht pruuust! :D

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Giardino_16Jan

Warten

  • Veröffentlicht am 16th Januar 2013,
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Warten

Ich weiss immer noch nicht, wie er heisst. Aber er wartet. Wahrscheinlich darauf, daß es endlich los geht und ich seine Geschichte erzähle. Aber dazu muss er mir erst noch ein wenig über sich erzählen.
(Wieder mit dem Finger und Paper auf dem iPad gezeichnet; das ist im Bett so fünf Minuten vorm Einschlafen ja doch am praktischsten und macht keine Sauereien.)

Wir Opferkinder

  • Veröffentlicht am 15th Januar 2013,
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Angeregt durch Maximilians Buchempfehlung hier, überlegte ich letztens, warum ich – bei allem Verständnis für ihre Belange und den historischen Kontext – so ein Problem mit der 68er Generation habe. Die meisten meiner Lehrer waren aus dieser Generation der zwischen 1940 und 1950 geborenen. Und im Gegensatz zu denen, die uns in den Naturwissenschaften oder in Sport unterrichteten, waren die Köpfe der „Schwafelfächer“ Sozialkunde, Gemeinschaftskunde, Erdkunde, Geschichte, Deutsch, Kunst, Politik oder Philosophie sehr darauf aus, uns politisch zu bilden. Und politisch hiess: uns das Thema Nationalsozialismus nahe zu bringen.

In den (damals üblichen) dreizehn Jahren bis zum Abitur habe ich nichts über die Römer, die Ägypter, die Griechen, die Germanen gelernt. Auch nichts über das Mittelalter, die spanischen Eroberer Lateinamerikas, Christoph Columbus oder die Entdeckung Australiens und Ozeaniens. Ich erfuhr nichts über Scott und Amundsen, nichts über Dschingis Khan, nichts über Marco Polo. Dafür standen Bismarck, die Weimarer Republik, die Machtergreifung, die Kriegsjahre 39-45 auf den Lehrplänen der Klassen 6-10. Der Marshall-Plan irgendwann im Vorsemester. Ein Häppchen Kubakrise in der Oberstufe, die hektisch dazwischengeschobene Französische Revolution im 3. Semester –wahrscheinlich, weil man im Abitur sein Thema aus mindestens zwei verschiedenen Epochen wählen können musste. (Ich wählte dann folgerichtig für meine schriftliche Prüfung in Geschichte die Französische Revolution, mehr aus Protest denn aus echtem Interesse.) (mehr …)

Guten Morgen!

  • Veröffentlicht am 14th Januar 2013,
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Dog Day Monday Morning

Zur Abwechslung mal wieder Finger und iPad (made with Paper), ein wenig feingetooned in Photoshop. (Ja, ich hätte gerne einen wuscheligen Hund.)

Das Wort zum Montag

  • Veröffentlicht am 14th Januar 2013,
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„Keep Calm And Carry On? No thanks, I’d rather Raise Hell And Change The World!“

Link(s) vom 13. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 13th Januar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

Eine meiner liebsten Papeterien, Waltraud Bethge, deren Geschäftsräume am Hamburger Klosterstern (inzwischen ins Quartier Satin in die ABC-Strasse umgezogen) früher allein Grund genug waren sich auf den Weg nach Eppendorf zu machen, hatte damals kleine, nachtblaue oder roteledergebundene Adressbüchlein mit goldenem Anschnitt im Angebot, die sie aus England importiert hatte (woher auch sonst). Auf der Vorderseite prangte in goldenen Prägelettern „Blondes – Brunettes – Redheads“. Ich konnte immer so gerade noch widerstehen, was sicher auch am Preis lag, aber war entzückt.

Archie Grand hat das Thema jetzt neu aufgenommen und zu Ende dekliniert. So wirklich chic sind sie nicht im Vergleich, dafür größer, als blanko-Notizbücher allerdings vielseitiger verwendbar und deutlich preisgünstiger. Für den einen oder die andere ist das vielleicht eine willkommene Abwechslung zum Moleskin, dessen schwarz ja gelegentlich doch etwas eintönig wirken kann, besonders, wenn man mehrere Notiz-/Skizzenbücher parallel im Einsatz hat.

Schöner Eintrag über die Keynote, bei der Apples Browser damals der Welt vorgestellt wurde.

  • The Pastry Box Project | 7 January 2013, Baked by Andy Budd
    „Good design takes time—more time than most of us are allowed. In fact I’m often shocked in interviews by how little time people are given to do their work. Sometimes as little as 5 or 10% of what we’d allocate. This allows you to keep costs down and win the work, but at what price?“

Ja. Es ist ein Jammer, aber die allerwenigsten Unternehmen nehmen sich die nötige Zeit, die ein wirklich durchdachtes Design einfach braucht. Und dann geht man mit halbgaren Ansätzen raus, weil auf Teufel komm raus irgendwelche VÖ-Daten gehalten werden müssen, die eigentlich kein Schwein interessieren würden. Niemand, wirklich niemand außer dem Geschäftsführer und den Investoren wartet ungeduldig auf die Veröffentlichung eines Produkts einer Firma, die niemand kennt. Meistens warten die Leute nicht einmal auf Veröffentlichungen von Firmen, die jeder kennt, von Apples Produkten mal abgesehen. Aber Apple hat zumindest unter Steve Jobs bislang die Leute halt warten gelassen, wenn das Produkt noch nicht fertig war und das Design nicht stimmte. Jobs wäre eher gestorben als mit einem halbgaren Mist rauszugehen.
Design braucht Zeit. Und weil die niemand mehr hat, sind die meisten Dinge bestenfalls okay designed, aber selten atemberaubend gut.

  • New Years 2013 | Tuts+ Premium
    „To celebrate the new year, we’re offering a sale on our subscription for the very first time. Sign up before January 31st, and save 25% on a yearly membership! You can now enjoy an entire year of Tuts+ Premium content for only $135. That’s a cumulative savings of $93 off the monthly price.“

Tutsplus ist eine englischsprachige Seite aus dem Envato Kreis, die tutorials, Tipps, Tricks etc. für Designer, Entwickler, Audio- und Videoworker anbietet. Der Preis ist nicht ohne, aber wer etwas lernen will, investiert hier gut. Ich bin seit 2 Jahren dabei und finde immer etwas Neues und hilfreiches. Klare Empfehlung, und für die noch bis Ende Januar gültigen 135$ Jahresgebühr ein no-brainer.

  • Collector buys a camera at an antique shop — and it’s filled with undeveloped pics from World War I
    „I started to run out of things to clean on the outside of the camera, which naturally made me wonder what it looks like on the inside. After a good while of looking for the back release I realized that there is none present entire back can be slid to one side. The plate pressure springs jumped out at me like a couple of live and angry rabbits (the Monty Python And The Holy Grail kind). Naturally I thought something was awry as I am not yet used to camera parts charging in attack mode. Luckily I soon realized that I was out of the danger zone and that the two parts acted as they should have been expected to. Here is where things got incredibly interesting.“

Sehr schön.

Das Video ist The Funny Thing About Lois von Amelia Lorenz, einer Cal Arts Studentin im dritten Jahr.

Analoge Verbundenheit

  • Veröffentlicht am 11th Januar 2013,
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Analoge Verbundenheit

„Früher, als der Sex noch schmutzig und die Luft noch sauber war.“

Früher war alles besser? Natürlich nicht. Aber vieles. Wenn ich im Geiste die Wohnungen und das Haus so durchgehe, in denen ich aufgewachsen bin, die Gebrauchsgegenstände, mit denen meine Eltern hantierten, dann brauche ich nicht lange nachzudenken: Das waren oft „Dinge für die Ewigkeit“. (mehr …)

Link(s) vom 10. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 10th Januar 2013,
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Zwischen dem 2. Januar 2013 und dem 10. Januar 2013 aufgelesen:

  • Pixarausstellung zieht von Bonn nach Hamburg
    „Ab dem 27. Januar 2013 wird die Pixarausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg nochmals in identischer Form zu sehen sein. Bis zum 12. Mai wird man anschließend die Chance haben, auf den Spuren der vergangenen 25 Pixar-Jahre zu wandeln.“

Sehr schön: mein liebstes Hamburger Museum zeigt eine Ausstellung meines zweitliebsten Filmstudios. Der Februar kann kommen!

  • Anke Gröner» Blog Archive » 2012 revisited
    „Absolut keine Spontankäufe mehr von irgendwas, an dem ich zufällig vorbeilaufe, sei es on- oder offline. Wenn ich bis vor drei Sekunden noch nicht wusste, dass ich’s brauche, dann brauche ich es wohl auch nicht.“

Anke bringt sehr schön auf den Punkt, wie man sein Leben sehr vereinfachen kann. Der gelegentliche Spontankauf ist etwas tolles. Problem ist nur: der gelegentliche Spontankauf ist in unserer Gesellschaft meist eher die Regel denn die Ausnahme. Und schwupps! Wieder ein Teil, mit dem man sich zugemüllt hat und dessen Preis in den allerseltensten Fällen seinen Wert widerspiegelt.

  • Der doppelte Wolf des Dezembers | Herzdamengeschichten
    „Wenn man aber Borchert parallel liest, nimmt man die Moll-Töne bei Schnurre plötzlich viel stärker war, wird das Bild der Stadt Berlin plötzlich nennenswert grauer, tiefer und schmerzhafter. Als würde man mit einer dieser Foto-Apps den letzten Rest Farbe aus dem Bild herausdrehen, die Körnung erhöhen, den Kontrast pushen und etwas Helligkeit nehmen.“

Maximilian schreibt wirklich verdammt gut. Jetzt will ich sogar Borchert lesen, den ich seit der Mittelstufe nicht mehr anfassen wollte.

Das Video ist von The ABC of Architects von fedelpeye auf Vimeo, dem interessanteren Videoangebot im Netz. (Vimeo verhält sich zu YouTube wie arte zu RTL II.)

John Howe: There and back again

  • Veröffentlicht am 7th Januar 2013,
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John Howe There and Back Again from François Boetschi – NU Films on Vimeo.

John Howe ist einer der bekanntesten Fantasyillustratoren schlechthin und jeder, der sich ein bisschen für Tolkiens Universum interessiert, kennt seine Zeichnungen zum Herrn der Ringe oder dem Silmarillon. Der gebürtige Kanadier lebt seit vielen Jahren in der französischsprachigen Schweiz und zeigt in dieser leider stark gekürzten Dokumentation, woher seine Anregungen kamen und kommen. Mittelerde ist überall. Sehr sehenswerte 20 Minuten.

KW 1/2013

  • Veröffentlicht am 6th Januar 2013,
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So, die erste Woche des neuen Jahres ist um und ich überlege, was ich so gemacht, gesehen, gelesen habe.
Neben dem Job für die Brötchen (der diese Woche natürlich auch wieder los ging) habe ich überwiegend gezeichnet, und zwar ganz klassisch mit Bleistift und Skizzenbuch. (mehr …)

Der Bibli-o-mat

  • Veröffentlicht am 2nd Januar 2013,
  • veröffentlicht von

The BIBLIO-MAT from Craig Small on Vimeo.

Wie toll ist das denn? Für 2 Dollar gibt es in diesem Automaten einer kleinen kanadischen Buchhandlung gebrauchte Bücher aus dem Automaten. Hach!

Link(s) vom 1. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 2nd Januar 2013,
  • veröffentlicht von
Link(s) vom 1. Januar 2013

Zwischen dem 31. Dezember 2013 und dem 1. Januar 2013 aufgelesen:

  • ‘The Hobbit’: Why Does Tolkien’s World Lack Women Characters? | TIME.com
    „They all set off into enemy territory, and about two-thirds in we finally meet someone without a Y chromosome, an elf princess played by Cate Blanchett who can read Gandalf’s mind. Although she’s on screen for only about five minutes, I was so grateful that it didn’t even bother me that her main character trait is that she’s intuitive. I have since found out that she doesn’t even appear in the book of The Hobbit but was added to the movie because, in the words of one screenwriter, “You start to feel the weight of 13 hairy dwarves.”“
  • Ja, im Tolkien-Universum kommen relativ wenige Frauen vor. Und es nützt auch nicht viel, die zwei, drei Alibifrauen aufzuzählen, die stärker und mächtiger sind als die männlichen Wesen um sie herum. Tolkien hatte mit Frauen ganz offensichtlich nicht viel am Hut und Peter Jackson wohl nicht viel mehr. Nun könnte man bei PJ sagen „naja, er hält sich halt eng an die literarische Vorlage“, aber das tut er auch diesmal nicht. Aus einem hundertzwanzig-Seiten-Kinderbuch drei abendfüllende Actionfilme von je zweieinhalb Stunden zu schnitzen klingt jedenfalls mehr danach, als halte er sich an das Flehen des Time/Warner Konzerns, ihnen ein neues multi-Milliarden-Dollar Franchise hinzustellen — das nach dem Ende der Potter-Saga wohl dringend benötigt wird.
    Ich habe allerdings in Tolkiens Œuvre die weibliche Note genauso wenig vermisst wie im Entenhausen Carl Barks’. Nur kann man die Tatsache ja grundsätzlich mal festhalten, und die Kommentare unter dem Artikel zeugen schon von einer gewissen Notwendigkeit dazu.

  • Dinner for one, zum ersten Mal
    Warum trinkt der alles?
    Was ist ein Diener?
    Ist der alle Besuchs?
    Stolpert der wieder!

Percantas Sohn ist drei Jahre alt und hat zum ersten Mal Dinner for One gesehen. So toll wie diesmal fand ich den Sketch bislang noch nie.

Warrior

  • Veröffentlicht am 1st Januar 2013,
  • veröffentlicht von
Warrior

Beim DVD gucken ziellos auf dem iPad rumgescribbelt. Angefangen in Paper, verfeinert in ProCreate, finished in Snapseed. Für einen vergrippten ersten Januarabend bin ich ganz zufrieden.

Zitat des Tages

  • Veröffentlicht am 1st Januar 2013,
  • veröffentlicht von

You know you’re too into golf if… you see the hashtag #newsyearseve and wonder about the connection between the New Year and Seve.

Jason Sobel