Saisonvorbereitungen

  • Veröffentlicht am 30th November 2012,
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stretch

Nach der Saison ist vor der Saison! Dehnübungen nicht vergessen – Socken anziehen zählt nicht!

Skyfall

  • Veröffentlicht am 28th November 2012,
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Skyfall

Skyfall

R: Sam Mendes
D: Dame Judy Dench, Daniel Craig, Javier Bardem
Offizielle Website | Imdb Eintrag

Nachdem ich gefühlte hundert Jahre nicht mehr im Kino gewesen bin (keine Zeit, keine ansprechenden Filme oder aber ansprechende Filme in miesen Kinos und nicht im Originalton zu sehen) steuerte ich das Streit’s an, um mir den neuesten James Bond Film anzusehen. Das Streit’s ist (mehr …)

Link(s) vom 28. November 2012

  • Veröffentlicht am 28th November 2012,
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Link(s) vom 28. November 2012

Zwischen dem 27. November 2012 und dem 28. November 2012 aufgelesen:

  • Reco’nize: The Original Cynical Musician
    „If there’s anything that should now be abundantly clear, it’s that there is no “new business model” coming. There never was even a slight chance of it happening.“

Die Wahrheit tut weh. Aber es ist ja nur die halbe Wahrheit, die hier wiedergegeben wird. Ja, seit der Ära Napster es ist fast unmöglich geworden für Künstler, noch in den Rang von U2, Metallica, den Rolling Stones und anderen Dinosauriern der Branche zu klettern. Aber gleichzeitig ist es noch nie für den 08/15 Durchschnittsmusiker so bezahlbar und einfach machbar geworden, seine Musik inkl. Video zu produzieren und einem Weltpublikum vorzuführen. Es braucht nicht mehr zigtausende von Dollars, Pfund oder Euros, Connections in der Musikindustrie, einen Schwager, der einen kennt, dessen Cousin bei Decca die Mülleimer rausbringt oder  sowas, sondern nur eine Idee, einen normalen PC, eine HD-Handykamera wie z.B. im iPhone, die richtige Software (das meiste gibt’s auch als Freeware) und jede Menge harter Arbeit.

Und sagt mir ja nicht, das sei dann aber keine Studioqualität. Habt Ihr mal gehört, was die Stones oder Beatles rausgesbracht haben? Habt Ihr die LPs mit Liveaufnahmen aus der Zeit gehört? Das klingt, als ob einer ein Mikro am Seil vom Balkon über der Band baumeln liess. Und dann haben die Leute 30 DM für die LP gezahlt. Wir hatten ja nix, wir kannten ja nix anderes.

Das Problem ist natürlich, daß diese Voraussetzungen für jeden gelten. Man steht nicht in Konkurrenz mit den drei, vier Bands aus der eigenen Gegend sondern mit allen anderen Bands. Youtube hat Platz für alle. Also muss man sich was einfallen lassen, wie man sich bekannt macht. Auch hier stehen wieder jede Menge super Tools kostenlos oder für relativ kleines Geld zur Verfügung. Man muss nur den Arsch hochkriegen.

Es gibt Businessmodelle da draußen, aber man mus sie finden wollen. Aber die gute alte Zeit für Lars & Co. ist vorbei, in der Tat.

P.S.: Es hilft, wenn man seine Fans nicht verarscht, beleidigt und kriminalisiert.

  • you’ll be a woman, soon
    „Ich habe sie. Und noch eine zweite Scheibe Wurst in der Hand, denn ich kenne solche Frauen, die sich erst kokett zieren und auf ihre Linie achten wollen, beim richtigen Mann mit der richtigen Wurst aber alle Hemmungen fallen lassen und zubeißen.“

Haha, saw it coming.

Suchmaschinenbetreiber sind quasi Ladendiebe

  • Veröffentlicht am 28th November 2012,
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So sieht es jedenfalls offenbar der Bundesverband der Zeitungsverleger BDZV, geht man nach einem erhellenden Twitterdialog:

 

Es ist doch wohl eher so, daß der Ladenbesitzer einflussreiche Verteiler darum anbettelt, daß  sie mit von ihm anbiedernd zur Verfügung gestellten Gratispröbchen ihre Kunden in seinen Laden locken – und dann ebenjene Verteiler dafür zur Kasse bitten will, daß sie seiner Bitte nachgekommen sind – wobei die Gratispröbchen vom Ladenbesitzer plötzlich als Diebesgut klassifiziert werden.

Geht einfach sterben.

Link(s) vom 25. November 2012

  • Veröffentlicht am 25th November 2012,
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Link(s) vom 25. November 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • Susannes Blog » Blog Archive » Zu Hause in O.
    „Unsere Wohnung ist aber nicht nur unten, sondern auch hinten. Ich kokettiere gern damit, dass wir im Hinterhaus wohnen, im Gesindetrakt. Um zu uns zu kommen, muss man einen versteckten Nebeneingang nehmen, er führt direkt zu den Mülltonnen. An denen geht man vorbei durch einen geschmacklosen, dreckigen Gang und dann gelangt man in einen kleinen, verwahrlosten Innenhof. Dort muss man sich trauen, hinten wieder ins Haus hinein zu gehen und wenn man sich endgütlig verloren glaubt, nimmt man die erstbeste Tür und geht einfach die kleine Treppe im Hinterhaus hinauf bis ins Hochparterre und schon darf man bei uns klingeln. Falls ich mal ein Notfall bin, richte ich mich darauf ein, langsam und allein zu verenden, bevor ich gefunden werde.“

Hachja, ich hab’ ja auch so gern in O. gewohnt; allerdings nicht an der Grenze zu O. sondern mehr an der Grenze zu St. P. Aber schön war’s da.

Da ich die Piraten einfach nicht mehr interessant genug finde und jegliche Hoffnung aufgegeben habe, das aus dem Chaoshaufen noch was g’scheids kommt, verfolge ich nur aus dem Augenwinkel, wie die Presse gerade über den Bundesparteitag berichtet. Der Artikel hier ist eher so mittelgut, aber das Zitat finde ich sehr passend. Mehr als Twitterlärm kommt einfach bei Otto Normalwähler nicht an, sofern der sich überhaupt auf Twitter befindet. Für Leute wie mich, die de facto 24/7 online sind, den Piraten ursprünglich (2009) mal recht wohlwollend gegenüberstanden aber nicht dazugehören und einige Dinge vielleicht etwas besser einordnen können, ist das jedoch immer noch erschreckend wenig. Wenn man immer nur das Gebrülle der Affenherde mitkriegt, „Inhalte statt Köpfe“ propagiert wird, aber die Köpfe mehr so als Schwachköpfe rüberkommen und wirklich keine Inhalte durchdringen, dann törnt das ab. Wobei man sich bei den Piraten ja bei den Inhalten offenbar auch auch intern nicht einig ist.

Winterhude

  • Veröffentlicht am 24th November 2012,
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Winterhude

Mein erste Begegnung mit Winterhude hatte ich zu Schulzeiten, als man gelegentlich ins „Magazin“ Programmkino ging, das immer mal die Highlights abnudelte: Hair, Harold & Maude, Blues Brothers, Rocky Horror Picture Show etc. Das war (und ist) mit Bus und Bahn eine kleine Weltreise für ein Hamburger West End Girl im Teeniealter und ohne Führerschein: Mit der S 1 bis Altona, umsteigen bis Sternschanze, dort umsteigen in die U3 bis Kellinghusenstraße a.k.a. „Kelle“, dort schliesslich in die U1 bis Lattenkamp. Dabei gefiel mir das Stück ab Sternschanze immer ganz besonders gut; man bekam von der Hochbahnstrecke aus einen guten Einblick in das Leben in Eppendorf und Hoheluft, wo noch viele schöne Altbauvillen stehen. Später, in Winterhude, ist dann fast alles nur noch Rotklinker, Schumacherland, aber es hat seinen ganz eigenen Charme. Die letzten Meter zu Fuss zum Kino waren dann nicht mehr ganz so spannend; Winterhude hat seinen Anteil öder Mietskasernen. Vielleicht sind die aber auch gar nicht so öde, ich war Jahrzehnte nicht mehr im Magazin und habe den Weg auch nur noch verschwommen in Erinnerung.  (mehr …)

Link(s) vom 23. November 2012

  • Veröffentlicht am 23rd November 2012,
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Link(s) vom 23. November 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • What Facebook’s new terms of service really mean: Ads are coming to Instagram
    „So-called “geolocation” data is powerful stuff. Users who said “yes” just once to the question “Can Instagram use your location?” are putting a precise latitude and longitude stamp on every image they take. If you’ve turned off this feature in Facebook but you’re an Instagram user whose photos are geocoded, Facebook now has all the location data it needs to determine all kinds of ancillary facts about you.“

Ich mag Instagram, sogar sehr. Es ist wie Twitter, nur mit Fotos – schnell, spontan, mitunter sieht man kleine Kunstwerke, ich fotografiere gerne „aus der Hüfte“ und ausserdem bietet es mir eine Möglichkeit, meine Scribbles ratzfatz unters Volk zu bringen und Menschen damit für einen Moment zu erfreuen, so wie ich jeden Morgan einmal kurz lächeln muss beim#609060 #Krickelkrakel von @skizzenblog Zeichner Claus Ast. Einen Moment Sonne pro Tag ist auch im Hamburger November nicht zu verachten. Aber ich überlege langsam, ob mir das nicht insgesamt doch zu teuer wird.

  • Mike Kruzeniski – How Print Design is the Future of Interaction
    „We need the thinking, the aesthetic, and the quality of Print Design applied to the digital surface. And we need the designers that are skilled in Print to bring their sensibilities to User Interface design. The so-called undesigning of the web needs to be recognized as the best examples of design today, not a lack of.“

Ja.

  • Das seltsame Verhalten von Leuten zur Wahlkampfzeit
    „Lieber Herr Alt: Bei einer Erhöhung kommen also etwa eine Million Menschen mehr in den „Genuß“ von HartzIV. Was bedeutet denn das? Das bedeutet, dass eine Million Menschen so wenig Geld verdient, dass schon eine Erhöhung um grade mal 50€ sie ins Netz des SGBII runterzieht. Könnte es sein, dass diese eine Million Menschen einfach viel zu wenig Geld verdienen für ihre Arbeit?“

Die Grünen sollten sich was schämen. Ach nee, dazu bräuchte es ja so etwas wie ein Gewissen.

Stefan Niggemeier  nimmt sich den Selbstbeweihräucherungskäse von Giovanni DiLorenzo vor.

Link(s) vom 22. November 2012

  • Veröffentlicht am 22nd November 2012,
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Zwischen dem 21. November 2012 und dem 22. November 2012 aufgelesen:

  • Ideas For Improving Thanksgiving
    „Remember before Google existed, when you could innocently wonder aloud something like “Is John Madden alive,” and not have someone be like, “Uh… Google?” in response. Those were better days.“

Der Rest dieses mehr oder weniger lustigen Anti-Thanksgiving-Dingsbums ist eher vernachlässigbar, aber der Satz stimmt. Ich weiss auch nie, was ich nerviger finde: Leute, die zu faul oder blöd zum googeln sind (da setze ich ja immer gern mal http://lmgtfy.com/ ein, so als Wink mit dem ganzen Zaun) oder Leute, die alles googeln müssen und nicht mal die Muße haben, über etwas nachzudenken oder sich daran zu erinnern was sie gelernt haben.

  • The Vandamm House In Hitchcock’s „North by Northwest“
    „I guess it’s only natural. Since I’m known as a modernism buff, Frank Lloyd Wright fan, movie freak, and Hitchcock addict, I hear the questions all the time: Where is the Frank Lloyd Wright house that was used in „North by Northwest“? Was it a real house? Was it based on a real FLLW design? Is it still on top of Mount Rushmore? Can I visit it?
    The Vandamm House looks like a Frank Lloyd Wright design to most people; it isn’t. The simple answers are no place, no, no, no, and no, but there’s much more to it than that. The house in „North by Northwest“ has a history just as fascinating as any „real“ dwelling ever built, as you’re about to find out.“

Das ist ja einer meiner Lieblingshitchcocks, und nicht zuletzt aufgrund der Ausstattung. Das Haus am Mt. Rushmore fand ich immer wahnsinnig toll, obwohl mir schon klar war, daß das im Leben nicht echt sein konnte. Egal. Heute Abend liegt North By Northwest („Der Unsichtbare Dritte“) im Player.

Nein, Schätzchen. Hast du dir in letzter Zeit mal die Preise für Übergepäck angesehen? (Wäre meine Antwort gewesen. Ist wohl ganz gut, daß ich keine Kinder habe.)

Zähneputzen ist Handarbeit

  • Veröffentlicht am 21st November 2012,
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Zähneputzen ist Handarbeit

Ich weiß ja nie so genau, woher die Menschen, Tiere, Szenen, Dinge kommen, die mir plötzlich aus dem Bleistift springen. Ich könnte es nicht erklären; vermutlich aus demselben Grund, aus dem Schriftsteller meist keine Antwort auf die alte Partyfrage „woher nehmen Sie nur Ihre Ideen?“ haben. Man weiss es nicht und man will es auch gar nicht wissen. Aus der abergläubischen Furcht heraus die Quelle könnte versiegen, beschliesst man, nicht näher nachzuforschen und den Eingang gut verschlossen zu halten. Als Kreativarbeiter ist man sozusagen lebenslänglich Hauptdarsteller in einem mystischen Fantasy- oder Adventuregame, selbst wenn der Output am Ende thematisch damit gar nichts zu tun hat.  (mehr …)

Link(s) vom 20. November 2012

  • Veröffentlicht am 20th November 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Percanta mal wieder. Hihi

  • ReiterHosen.
    „Der nette mexikanische Guide versicherte mir, dass „Principe“ genau das richtige Temperament für mich hätte, also ungefähr das einer Mettwurst. Sollte mir auch recht sein, obwohl sein Zosse ein wenig mehr Feuer in den Augen blitzen hatte. Ich schmeichelte mich bei Principe mit einem halben Apfel ein und bestieg ihn. Ein Westernsattel, soso. Ein Riesenknüppel vor mir für das Lasso, ich hängte da mal lieber meine Tasche an, in der ich noch weitere Äpfel bereit hielt für den Fall, dass Principe mir ein treues Tragtier sein würde.“

Auf Principes Schwester bin ich mal an einem spanischen Strand geritten, das kann ich alles genau so unterschreiben.

Life imitating Art

  • Veröffentlicht am 19th November 2012,
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Entdeckt am S-Bahnhof Sternschanze.

Nienstedten

  • Veröffentlicht am 16th November 2012,
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Nienstedten

Nachdem ich im Zuge der Stadtteilberichterstattung neulich schon bei Maximilian über Blankenese berichten durfte, kommt heute mein Lieblingsstadtteil dran: Hamburg-Nienstedten.

Nienstedten ist der Stadtteil, in dem ich in Hamburg meine Jugend verbracht habe und den ich noch heute fast jedes Wochenende besuche, denn meine Familie lebt dort und auf dem Weg zum Golfplatz komme ich dran vorbei. Das kleine Dorf an der Elbe, tief im Hamburger Westen, das zwischen Blankenese und Flottbek liegt und im Hinterland von Osdorf und Othmarschen begrenzt wird, hat einen nach wie vor sehr dörflichen Charakter. Jeder der rund 7.000 Einwohner kennt jeden, so scheint es, und das ist auch gewollt so, denn dies ist der reichste Stadtteil Hamburgs. (mehr …)

Link(s) vom 15. November 2012

  • Veröffentlicht am 15th November 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Nur östlich der Alster
    „Als Hamburgerin ziehst du nicht über die Elbe (logo, du willst ja nicht weg aus Hamburg) und nicht über die Alster (auch logo, denn der Westen ist irgendwie komisch). Und als Walddörferin gehst du da schon gar nicht weg. Nur einmal haben wir formal westlich der Alster gewohnt, aber das zählte nicht, denn Duvenstedt, das Dorf mit dem Brook, siehe oben, liegt zwar westlich der Alster, aber das stimmt nicht, denn gefühlt liegt es östlich. Und kulturell sowieso.“

Der Haltungsturner hat auch was zu Herrn Buddenbohms Stadtteile-vorstellen Aufgabe geschrieben. Als Hamburger West End Girl sehe ich es natürlich genau umgekehrt: Nur westlich der Alster kann man wohnen; alles andere ist schon en wenig suspekt.

  • Jenseits der Biographie
    „Wir haben jetzt eine Katze. Seit vier Tagen schon. Und ich habe sie noch kein Mal getreten.“

Reife Leistung, aber darum geht’s gar nicht.

  • Papier ist geduldig
    „Schadet es also dem Produkt, wenn das Medium als weniger wertig empfunden wird? Ich finde ja. Ich habe im Internet grandiose Texte gelesen, die ich glaub ich noch besser gefunden hätte, wenn ich sie auf Papier gelesen hätte. Nur, dass ich sie auf Papier nie gelesen hätte, weil ich sie dort nie gesucht und gefunden hätte. Und weil ich zu wenig Zeit habe, noch bedrucktes Papier zu lesen, weil ich fast den ganzen Tag vor dem Internet sitze. Es ist bekloppt!“

Ja. Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

  • Dings-Outing I (Bücher)
    „Als ich auf das Dorf zog, da fand ich es total normal, dass ich lesen konnte (ich hatte es mir mit Scrabble-Spielen schließlich selber beigebracht) und auch, dass ich viele Bücher hatte. Die Dorfjugend hätte vermutlich deutlich normaler gefunden, wenn ich blinkende Antennen auf dem Kopf getragen hätte, denn von ihnen konnte keiner lesen. Warum sollte man auch lesen, bevor man in die Schule kommt?“

Christian über seinen Medienkonsum. (Ich wollte doch noch … ich müßte ja …)

München sei ja nur bei Stromausfall erträglich, hörte ich heute. Aber diese Fotos von U-Bahnhöfen sind schon ziemlich klasse.

Meine Lieblingstweets im November, Teil 1

  • Veröffentlicht am 15th November 2012,
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Huch, schon wieder ist der halbe Monat um und es haben sich so viele tolle Tweets angesammelt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über Blankenese

  • Veröffentlicht am 15th November 2012,
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Maximilian sucht für sich, die Herzdame, Sohn I und II eine neue Wohnung, natürlich  möglichst in seinem angestammten Stadtteil, den er, wie jeder Hamburger, nur ungern verlassen würde. Da das Gelingen dieses Vorhabens aber ob des generellen Mietendramas in der Stadt und in St. Georg im Besonderen  immer mehr ins Schwanken gerät, schaut er nun notgedrungen auch übern Tellerrand und bat Hamburger Blogger um Mithilfe bei der Auswahl: Wir mögen doch unsere eigenen Stadtteile vorstellen. Ich habe etwas zu Blankenese beigesteuert,  an dessen Grenze ich die ersten 15 meiner nunmehr 38 Jahre in dieser schönen Stadt verbrachte und das mich vermutlich beim nächsten Besuch teeren und federn wird.

Bitte hier entlang.

 

Link(s) vom 14. November 2012

  • Veröffentlicht am 14th November 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Presse, Demokratie und Meinung. Eine Rede vor den Aktionären und Freunden der «Basler Zeitung» | Deadline
    „Ich danke Ihnen für Ihre Einladung. Eine kritische Stimme einzuladen, beweist Toleranz, zumindest Neugier. Deshalb bedaure ich sehr, Ihnen sagen zu müssen, dass ich für Ihr Projekt, so wie es sich derzeit darstellt, keine Chance auf Erfolg sehe: nicht publizistisch, nicht finanziell, nicht politisch. Und dass ich auch zweifle, dass ein Erfolg Ihres Projekts – sowohl für die Presse wie für die Demokratie – überhaupt wünschbar wäre.“

Der wunderbare Constantin Seibt begibt sich in die Höhle der Löwen und haut ihnen mit lautem „Pfui!“ auf die Pfoten.

  • Lange Sätze in der Schule, und Satzzeichen zweiter Klasse
    „Auch mal, für ganz verwegene, einen Gedankenstrich – auch wenn Frau Rau und ich, die wir beide dieses Satzzeichen schätzen, unterschiedliche Ansichten dazu haben, wie angebracht es in welchen Textsorten ist. Gedankenstriche führen gerne mal zu Parenthesen – und wir wissen alle, wie schwer man die Finger davon lassen kann, wenn man erst einmal auf den Geschmack gekommen ist.“

Mea maxima culpa. :)

Medienkonsum, Teil 1: Bücher

  • Veröffentlicht am 13th November 2012,
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Isabel, Patschbella, Excellensa, Journelle und Anne haben schon drüber gebloggt, das nehme ich mal zum Anlass, meinen Medienkonsum mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Beitrag liegt hier schon geraume Weile unter den angefangenen Blogeinträgen, jetzt muss er langsam mal raus.

Ja, Medienkonsum jetzt mal. Also, meiner. Heute: Bücher.

Puh.

(mehr …)

Link(s) vom 12. November 2012

  • Veröffentlicht am 12th November 2012,
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Zwischen dem 11. November 2012 und dem 12. November 2012 aufgelesen:

  • Piratenangriff auf Bonn: Unter dem Deckmantel eines Bürgerbegehrens betreibt die „Piratenpartei“ die Schließung der Oper | nmz – neue musikzeitung
    „Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Kaltschnäuzigkeit eine Partei, die in ihrem Parteiprogramm der Kultur gerade einmal zwei Zeilen widmet, zugunsten einer diffusen „Breitenkultur“ nicht nur generell professionellen Künstlern ihr Einkommen aus dem Urheberrecht, sondern nun auch mindestens 150 künstlerisch Beschäftigten der Oper Bonn die materielle Existenzgrundlage – quasi als „Kollateralschaden“ – entziehen will. Das nicht-künstlerische Personal wird hingegen als schutzwürdig anerkannt; es soll an anderer Stelle bei der Stadt weiterbeschäftigt werden.“
  • Nebenverdienst fürs Vaterland
    „So wurde ich von meinem ausbildenden Oberfeldwebel, einem Herrn Kähler, eines Tages auf seine Stube gebeten, also nicht ganz befohlen, aber eigentlich doch. Es ginge, so sagte er sinngemäß, um meine Zukunft.“
  • Small Talk & Saying No | A Big Life
    „A month or so later, half an hour into a great chat with a German perfume sales assistant who had lived in America and South Africa and was bemoaning the lack of meaningless chatter from Germans in social situations, I had one of my first (and most prevailing) revelations. English is based around small talk. And, as I have learnt, German isn’t. German, like the people who speak it and the culture it informs, is direct, honest and economical. They just don’t talk small.“
  • Hallamati 2012
    „Dafür, dass die katholische Kirche seit über 1.000 Jahren von bombastischen Inszenierungen lebt, hat sie von Akustik wirklich bemerkenswert wenig Ahnung. Das war, was die Show angeht, allerhöchstens Kreisliga, ganz erstaunlich.“

Link(s) vom 10. November 2012

  • Veröffentlicht am 11th November 2012,
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Zwischen dem 9. November 2012 und dem 10. November 2012 aufgelesen:

  • Freiertag.
    „Barack kommt! Und Vladimir!! Und der Chines’!!! Zusätzlich zu den eigentlichen ASEAN-Regierungschefs natürlich. Also werden Schulen entlang des “Boulevard de la Federation Russe” für ganze 6 Tage geschlossen, weil die urplötzlich auf die Straße ausbrechenden 1.500 Schüler auf Fahrrädern den “dignitaries” in die Quere kommen könnten. Kein Witz. Und was in München passieren würde, wenn man beide Ringe, die Autobahn zum Flughafen und 3 von 4 Ausfallstrassen sperren würde, könnt Ihr Euch ja vorstellen. Genau so wird es sein. Und die Bettler und die Kinder, die Bücher und Früchte verkaufen werden kurzerhand deportiert. Nach Prey Speu, vor die Tore der Stadt, wo es 3m-Mauern, verschlossene Tore und Stacheldraht gibt. Operation Cleansweep nennen sie das.“

Mein Freund Ralph ist gerade in Kambodscha und bloggt gelegentlich seine Beobachtungen.

  • Landei.
    „Auf dem Land in Takeo, da geht das so: Von 5:30 h bis ca. 8:00 h gibt es Reis mit Huhn oder Nudelsuppe mit was immer bei drei nicht auf den Bäumen war. Und auch das reicht meist nicht, um der unendlichen Fleischeslust des Khmer-Mannes zu entgehen. Reiher werden mit der Steinschleuder erlegt (schmeckt stark nach Wild, wie Fasan oder Hase), Reisfeldratten (Bisam?) schlicht erschlagen (wie leichteres Schwein, sehr gut, prima Frühstück), Lerchen beim singen genetzt (zur Nachtigallenzeit serviert, an Romeo&Julia gedacht, nicht gegessen), Fische am leben gelassen (zu 20st in einem 5-Liter-Waschzuber versteht sich) … und die Schnecken waren schlicht zu langsam (und zu süß).

Nochmal Ralph über seine kulinarischen Erlebnisse vor Ort.

  • Szenen aus Sankt Georg (1): Charles Aznavour kauft eine Aubergine
    „Fladenbrote in ungewohnten Formaten und Größen, die Frau vor mir kauft sechs meterlange Fladenbrote, hier ist wirklich alles für Großfamilien gemacht, mein Vierpersonenhaushalt ist gar nichts. Zwei Regale nur mit Oliven, zwei mit Bohnen und Kichererbsen in Dosen. Ganze Fische an der Frischetheke, ich könnte einen großen Lachs mitnehmen, wenn ich auch nur die leiseste Ahnung hätte, was ich mit einem ganzen Fisch soll, ich kann nur Filet. Eine bedauerliche Form von Lebensmittelblödigkeit, typisch für meine Generation.“

Maximilian Buddenbohm schreibt eine Appetit machende Liebeserklärung an sein Viertel St. Georg.

  • On Drawing and Illustration and the Difference Between the Two
    „I actually think that most people don’t realize or think about the difference between Drawing and Illustration. They think they’re the same. They’re not. Drawing is an act, whereas Illustration (as I define it) is a profession. Illustration *can* involve drawing (it can expand beyond drawing too, obviously), but it’s actually the act of thinking and problem solving.“

Schöne Erklärung des fundamentalen Unterschieds zwischen zeichnen und illustrieren.

Link(s) vom 9. November 2012

  • Veröffentlicht am 9th November 2012,
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Zwischen dem 6. November 2012 und dem 9. November 2012 aufgelesen:

  • Nullen und Einsen: Die Internetausdrucker – taz.de
    „Celle hat gleich drei Einträge, Indonesien keinen einzigen, und wenn es noch irgendeinen Zweifel daran gibt, dass die Macher keinen Bezug zum Internet haben: Zwölf Hundeseiten sind gelistet, aber nur drei Katzenseiten.“
  • Dyslexie, A Typeface Designed To Help Dyslexics Read
    „Reading printed text is so fluid and transparent for most people that it’s hard to imagine it feeling any other way. Maybe that’s why it took a dyslexic designer to create a typeface that optimizes the reading experience for people who suffer from that condition.“
  • Woman Arrested for Voting
    „Linder’s description of the sentencing hearing is great, and worth reading in full, but too long to set out here. One lesson that could be learned from it is not to start by saying, „Has the prisoner anything to say?“ when the prisoner is Susan B. Anthony. Because she certainly did. When he was able to get a word in, the judge fined her $100, to which she responded, „I shall never pay a dollar of your unjust penalty.“ And she never did.“

Link(s) vom 5. November 2012

  • Veröffentlicht am 6th November 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Quoting Andrew Wyeth
    „I prefer winter and fall, when you feel the bone structure of the landscape. Something waits beneath it; the whole story doesn’t show.“
  • Arretiert!
    „Es war zehn nach Sieben. Genau zehn Minuten waren erst um. Noch dreiunddreißig Stunden und fünfzig Minuten. Ich nahm die schwarze Bibel in die Hand. Das ist doch mal eine Gelegenheit, dachte ich, die kommt hoffentlich nie wieder. Beim Konfirmandenunterricht Jahre zuvor hatte ich nur Augen für meinen Nachbar Sieberts gehabt, dem Unmengen Haare auf den Armen wuchsen, im Alter von zwölf. Wenn der da schon soviel Haare hat, dachte ich, wie sieht dann erst sein Sack aus. Noch während ich nun auf Seite 2 verfolgte, wer damals in Judäa wen geheiratet und wieviel Kinder gemacht hatte, verlor ich den Faden im Evangelium.“

Die Professionalität des Tom Hanks

  • Veröffentlicht am 5th November 2012,
  • veröffentlicht von

Aktuell finden sich auf stern.de oder auch SpOn Berichte, wonach Tom Hanks nach seinem Auftritt bei „Wetten, dass… ?“ im ZDF am letzten Samstag Abend kräftig über Markus Lanz  ablästert.

„Eigentlich gilt Hanks, der mit Berry nach Deutschland gekommen ist, um ihren gemeinsamen Film „Cloud Atlas“ zu promoten, als einer der umgänglichsten Stars Hollywoods. Am Tag nach seinem Abenteuer in der deutschen Unterhaltungsprovinz konnte er allerdings nicht mehr an sich halten: Wenn in den USA einer eine Fernsehshow über vier Stunden laufen ließe, so Hanks‘ schonungslose Bilanz, würde der Verantwortliche am nächsten Tag gefeuert.“

Fassen wir mal zusammen: Die Sendung „Wetten, dass… ?“ gibt es seit ca. 30 Jahren. Seit jeher finden da skurrile Dinge statt und spätestens seit Übernahme der Moderation von Formaterfinder Frank Elstner seitens Thomas Gottschalks hat das Ding Überlänge und bringt viele Zuschauer zum Fremdschämen. Allerdings fühlen sich auch verdammt viele Leute davon unterhalten, und ob sie nun echte Fans der Sendung sind oder wie bei einem Autounfall einfach nicht wegsehen können, sie schalten regelmäßig ein. Keine andere Unterhaltungssendung im europäischen Fernsehen weist eine traditionell so hohe Zuschauerquote auf wie „Wetten, dass… ?“. (mehr …)

Link(s) vom 5. November 2012

  • Veröffentlicht am 5th November 2012,
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Zwischen dem 4. November 2012 und dem 5. November 2012 aufgelesen:

  • AxeAgeRetro – die 90er Jahre
    „Als wir vor gut zehn Jahren das Erdgeschoss dazu gekauft haben, hat uns der Notar eröffnet, dass wir seit langer Zeit der einzige und somit letzte Fall von Stockwerkseigentum in seinem Notariatsgebiet waren. Im Grundbuch waren obskure Wohnrechte eingetragen von Leuten, die längst gestorben oder nach Amerika ausgewandert waren. Eine dieser Grundbucheintragungen bescheinigte dem Eingetragenen beispielsweise einen Schlafplatz neben dem Schlot.“
  • Internet Zombies – No One Talks To Each Other Anymore
    „Enjoying the beauty in a Museum…“

Link(s) vom 4. November 2012

  • Veröffentlicht am 4th November 2012,
  • veröffentlicht von

Zwischen dem 2. November 2012 und dem 4. November 2012 aufgelesen:

  • One Laptop per Child: Wenn äthiopische Kinder wie Äffchen dargestellt werden
    „Für uns ergibt sich folgendes Bild: Negroponte und das OLPC-Projekt haben hier mutwillig Fakten gefälscht und sich gar unterschwellig rassistischer Vorurteile bedient, um die ganze Geschichte reißerischer klingen zu lassen — und das auf dem Rücken der Kinder, um die man sich vorgeblich kümmern möchte. Man muss in dem Zusammenhang deutlich sehen, dass das OLPC-Projekt auf Öffentlichkeit in den Medien setzt, um Spenden zu sammeln. Da machen sich Geschichten von der segensbringenden Gadgetkultur als Beitrag zur Entwicklungshilfe natürlich gut.“

Ich hatte ziemlich die gleichen Gedanken, als ich den ursprünglichen Artikel neulich las: das stinkt nach Kolonialismus.

  • Die infantile Gesellschaft: Aus Leuten werden Kinder
    „So gibt es immer weniger Raum für Überraschungen, die ganz banal sein können. Früher fragten Kinder: „Wo fahren wir hin? Wie ist es da?“ Und bekamen vielleicht zur Antwort: „Das siehst du dann schon.“ Heute wird selbst in vertrauter Umgebung das Navigationssystem eingeschaltet und, sobald einem etwas nicht sofort einfällt, Google befragt und damit jedes unvorhergesehene Erfolgserlebnis, das Widerständen abgetrotzt ist, kassiert – eine merkwürdige Angewohnheit in einer Gesellschaft, die so viel Wert auf Gehirntraining legt.“

Ein Kommentar, bei dem ich fast nach jedem Satz laut „Ja! Ja! Ja!“ rufen möchte.

  • Frauenquote in der Wirtschaft – Nur unter Druck passiert etwas
    „Karrieren müssen sich außerdem nicht unbedingt durch fachliche Stringenz auszeichnen, das machen Männer uns Frauen schon lange vor. Thomas Ebeling, der Vorstandsvorsitzende des Medienunternehmens Pro Sieben Sat 1, hatte zuvor leitende Funktionen beim Getränkehersteller Pepsi und im Pharmakonzern Novartis. Studiert hat er Psychologie. Kaum eine Frau hätte die Chuzpe, sich eine solche Biografie für sich selbst auch nur vorzustellen.“

So ist es.  Und ähnlich ist es übrigens auch in der Politik: die Leute werden von links nach rechts auf Ministereposten hin- und hergeschoben, die grundsätzlich nach einer fundierteAusbildung in einem zumindest themenverwandten Bereich verlangen – sollte man jedenfalls meinen. Statt dessen geht es nur um politische Seilschaften und verquere „Traditionen“, z.B,. der, daß in einer Koalition grundsätzlich der Juniorpartner Ministerposten X einnimmt, oder halt Y Posten von der Partei besetzt werden müssen, obwohl es vielleicht in der anderen Partei jemand qualifiziertes geben könnte.

  • Die Sache in der dritten Etage
    „Er tippte in seinen Rechner.
    – Ich sehe gerade, dass bundesweit bei uns im System keine passenden Stellen für Sie ausgeschrieben sind. Was kann man denn da machen?
    – Ich kenne auch keine Produktionsfirma, die beim Arbeitsamt nach Leuten sucht. sagte ich. Die Leute, die sie brauchen, haben die nämlich im Handy gespeichert. Und in diese Listen muss man rein, nicht bei euch. So funktioniert das.“

Superschön, auf den Punkt und ungleich inspirierender als Ponaders selbstgefälliges Geschwafel zum ähnlichen Thema. Wonach werden eigentlich die Leute bei der ARGE ausgesucht? Wer beim Vorstellungsgespräch schon den besten Stinkstiefel gibt? Bewerber mit Ahnung von der Materie (geschweige denn der Welt da draussen) müssen leider draussen bleiben?

Link(s) vom 2. November 2012

  • Veröffentlicht am 2nd November 2012,
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  • By the Bus Stop
    „The way people take ownership of the space, how they congregate, is often better than anything an art director or photographer could ever deliberately replicate. Each collection provides a little insight into London’s incredible diversity, how we relate to our surroundings, and each other.“

Wirklich schöne Fotos von Szenen an Londoner Bushaltestellen. Klingt öde, ist es aber gar nicht.

  • Scott Forstall fired: Skeumorphism, the design concept that’s tearing Apple and the tech world apart. – Slate Magazine
    „I asked Allen why his team had created the program this way. After all, they could have designed for function alone, placing a big Plus button on the home screen. Open the app, click the Plus button, and start drawing. “When people talk about skeuomorphism, they’re often talking about functionality—maintaining ornaments of the past even though they no longer have function,” he says. “But that’s taking a very narrow view of design. They’re forgetting about the emotional impact, the higher-level needs that we satisfy through design. So for us, the idea of showing a journal satisfies emotional aspects you couldn’t through a Plus button. We wanted to bring back a journal with sequential pages—bring the user back to a familiar place.”“

Längerer Artikel über Apples Skeumorphismus, dem hoffentlich langsam ein Ende bereitet wird, jetzt, da Jony Ives auch für das Erscheinungsbild der Software verantwortlich zeichnet. Der Autor ist hingegen ein Fan von „täuschend echt aussehenden“ Dingen und führt auch ein Interview mit den Machern einer meiner Lieblingsapps, Paper, an. All das, was mich an Paper so nervt, wird hier gepriesen. Diese optischen Spielereien sind ganz charmant am ersten Tag, aber irgendwann will man mit der Software einfach nur arbeiten und da zeigen sich schnell die Grenzen auf: Ich finde z.B. zwei Dinge bei Paper essentiell, die vermutlich nie kommen werden: zoom in, um Details zeichnen zu können, und einen weiteren Layer. Schwer umzusetzen in dem Design, an das sie sich gekettet haben.

Buddenbohm Junior im Papageienstadium. Wunderbar.

  • Offener Brief an die Social Media Economy Days
    „Zudem stelle ich fest, dass es sich bei den Rednern Ihrer diesjährigen Konferenz keinesfalls um Vorstandsvorsitzende größerer Konzerne oder Geschäftsführer großer Dienstleistungsagenturen handelt.
    Vielmehr finden wir auf Ihrer Referentenliste Geschäftsführer kleiner Beratungsunternehmen, Konzern-Mitarbeiter in mittleren Positionen sowie freie Berater.“

Keine einzige Frau ist unter den Vortragenden bei den diesjährigen Social Media Economy Days. OK, ich hätte auch keine Lust, mich dort zum Affen zu machen.

  • Sehr geehrter Herr Bundespräsident
    „Als meine Großeltern und ihre Kinder nach dem Krieg und der Flucht aus Ostpreußen schließlich in Bayern wieder vereint waren, hat der Vermieter des ihnen zugewiesenen Dachquartiers die dort vorhandene Toilettenschüssel abgeschraubt und einen Marmeladeneimer hingestellt, mit der Aussage, für Flüchtlinge müsse dies reichen.“

Noch jemand mit eigener Flüchtlingshistorie in der Familie, die es skandalös findet, wie menschenverachtend unsere Politik mit dem Flüchtlingsthema umgeht. Ob der Brief an den Bundespräsidenten etwas hilft? Vielleicht. Aber was soll der schon ausrichten? De facto kann der Mann nichts ausrichten, sein Amt hat Symbolcharakter und der Inhaber ist schon unter optimalen Bedingungen nur der Grüßaugust. Nach der Doppelnullbesetzung der unmittelbaren Vorgänger kann man ihn noch weniger Ernst nehmen. Aber Versuch macht kluch.

Link(s) vom 1. November 2012

  • Veröffentlicht am 1st November 2012,
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  • The night the Hell’s Angels went trick or treating
    „It was my second week. I was holding down the coveted Saturday 6-midnight shift. At about 10:00 the doorbell rang. Who would be coming to call at this hour? Maybe the Jehovah’s Witnesses work late in this town. I put a record on and like an idiot went to the front lobby and opened the door.“

Ken Levine erzählt eine Anekdote aus seiner DJ Zeit in den frühen 70ern und einen Halloween Abend in der Mitte von Nirgendwo.

  • Ponader
    „Ich verstehe den Zusammenhang zwischen seinem guten Abiturschnitt und seiner Arbeitslosigkeit nicht. Er ist intelligent und findet sich trotzdem nicht im Arbeitsleben zurecht. Wäre für viele Tätigkeiten nicht der Satz “Er ist intelligent und findet sich deshalb nicht im Arbeitsleben zurecht” genauso zutreffend?“

Malte Welding führt einige veritable Argumente an, warum man sich vielleicht nicht so an Ponader abarbeiten sollte; allerdings gibt es auch einige sehr kluge und nachvollziehbare Antworten in den Kommentaren dazu.

  • Die letzte Zeitung
    „Ich machte meiner Wut auf twitter Luft, sagte mir aber auch, das steht nur online, in die gedruckte Zeitung verirrt sich der Artikel nicht. Ich hatte mich getäuscht. Er erschien unverändert im Print. Wie meist, wenn ich wütend bin, wartete ich einige Zeit ab, ob die Wut verraucht. Tat sie nicht. Also setzte ich mich hin, schrieb meine Kündigung und begründete sie sogar kurz. Ich bat auch darum, mich nicht mit Angeboten zum Weiterbezug zu beglücken. Logisch, dass ich dennoch angerufen und angeschrieben wurde. Ich blieb standfest, anders als meine Zeitung, die in meinen Augen mit der Veröffentlichung des Artikels die Regeln anständigen Journalismus ignoriert hat.“

Frau Excellensa schreibt, warum sie sich vom Qualitätsjournalismusprodukt Süddeutsche Zeitung trennt.

  • Der Untergang des Abendbrotlandes
    „Unsere Städte sehen fast alle gleich trübe und grau aus, so wie Städte eben aussehen, wenn sie sehr schnell und billig wieder aufgebaut werden müssen, weil sie in Schutt und Asche lagen, nachdem es Deutschland mit der kulturellen Identität wirklich auf die Spitze getrieben hatte. Unsere Einkaufsstraßen sehen gleich aus, weil sie mit den immergleichen Filialen deutscher Großbäcker, Drogerie- und Supermarktketten, britischer Körperpflegemittelhersteller, amerikanischer Fastfoodverfütterer und schwedischer Bekleidungshändler vollgestopft sind.“

Tja. So ist es leider. Aber wir wollen’s ja nicht anders, oder?