Media Monday #57

  • Veröffentlicht am 30th Juli 2012,
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It’s Media Monday again!

1. Pierce Brosnan gefiel mir am besten in The Thomas Crowne AffairIch mag dieses Remake, und ich finde Brosnan in der Rolle des gelangweilten Milliardärs deutlich glaubwürdiger als den proletarischen Steve McQueen, der sich im Dreiteiler sichtlich unwohl fühlte. Brosnan brachte genau die Sorte Arroganz mit, die mir an ihm in den Bond Filmen schon gut gefiel, ganz besonders nach dem absolut unerträglich farblosen Timothy Dalton.

2. Peter Greenaway hat mit Der Kontrakt des Zeichners seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er schön vielschichtig zeigt, daß man mehr als nur die Augen aufmachen muß um etwas zu sehen

3. Vera Farmiga gefiel mir am besten in The Departed. Ich war und bin ja enttäuscht von Scorseses Remake eines der genialsten Hong Kong Thriller schlechthin. Aber Vera Farmiga füllt die (für das Remake neu geschaffene) Rolle der Frau zwischen den beiden Protagonisten fantastisch aus und macht aus relativ wenig Screentime sehr, sehr viel.

4. Der Zeichentrick-/Animationsfilm, der mich am meisten berührt hat ________ . Ach, Kinder. Das hängt doch nicht an der Technik, ob dich ein Film berührt. It’s the story, stupid! Und da stehen Disneys Dschungelbuch, und Susi & Strolch neben Pixars Monster AG und Finding Nemo, den Aardman Meisterwerken wie Chicken Run oder auch neueren Kurzfilmen wie Oktapodi, Peter and the Wolf und diesem zauberhaften Teaser für einen noch zu finanzierenden und produzierenden Film:

„MY FAMILY AND THE WOLF“ teaser from Headless Productions on Vimeo.

5. Die FSK-Freigabe von Boondock Saints ist mir völlig unverständlich, weil der Film so offensichtlich komplett überzeichnet und over the top ist, daß wohl kaum Gefahr besteht, jemand könnte ihn als Blaupause für den eigenen Rachefeldzug nutzen. Aber da in FSK-Freigaben auch immer der jeweilige Zeitgeist einfliesst und der Film das Pech hatte, ein paar Tage vor oder nach dem Columbine Highschool-Massaker zu erscheinen, war wohl nichts anderes zu erwarten.

6. Wie ist das bei euch: Ertappt ihr euch dabei, Filme im TV zu schauen, obwohl sie bei euch im Regal stehen oder seid ihr so geistesgegenwärtig die Scheibe hervorzukramen oder gar, den Film bewusst nicht zu gucken? Ich gucke keine Filme im TV.

7. Meine zuletzt gesehener Film ist ________ und der war ________ , weil ________ . Das war noch eine Woche ohne Film, sorry. Ich komme einfach gerade nicht dazu.

Link(s) vom 28. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 29th Juli 2012,
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Zwischen dem 24. Juli 2012 und dem 28. Juli 2012 aufgelesen:

  • Ghettonetto – und was danach passierte
    „Der Rewe, den ich statt des Ghettonettos nun aufsuche, hat die Zeichen der Zeit ebenfalls erkannt und sich in den vergangenen Monaten kernsaniert: das Außen, das Innen, das Sortiment, die Scannerkassen und die Kittel der Angestellten. Nur die Kundschaft hat sich nicht renoviert, was den Gesamteindruck etwas trübt.“

Hihi!

Hier nimmt jemand den Bestseller der Saison auseinander. Ich hab’ „50 Shades of Grey“ nicht gelesen, aber nach den zitierten Passagen bezweifle ich ohnehin, daß ich über die ersten drei Seiten hinausgekommen wäre. Die Autorin hat ganz offensichtlich nicht Stephen Kings „On Writing“ gelesen.

  • 10 Things I Remember…About Tracing
    „If I hear another artist talk about being a purist and only drawing from the model, I’m gonna burst. That’s just part of the training. Honestly, get over it. Now, today. If your grandma’s hurt because you trace photos, tell her to get over it, too. I do whatever it takes to get the idea to the canvas because it all changes from there. If Leonardo could’ve used today’s technology, you bet your sweet maxilla he would’ve. Sorry, but there’s no “cheating” in the art field.”

So ist es. Illustratoren sind keine Künstler per se, genauso wenig wie Designer – selbst wenn manche ihrer Werke später als Kunst geadelt werden und in Museen und Ausstellungen hängen. Es heißt ja nicht umsonst ‚Gebrauchskunst’, egal ob wir Logos für ein neues Shampoo oder Konzepte für ein Fantasy-Spiel anfertigen. Wir verkaufen unsere Zeit, und viele Arbeitsschritte lassen sich abkürzen mit den Tricks des Handwerks. Mein wertvollstes Buch in dieser Hinsicht ist übrigens die „Illustrator’s Bible“. Heute teils etwas antiquiert, da aus einer Prä-digitalen Ära, aber oftmals sehr hilfreich und vor allem ergebnisorientiert aufgebaut.

  • Drawing challenges
    „“Why bother and kill yourself by trying to make those difficult head tilts look good, when you can animate the scene in a much simpler way?“ This was the attitude of some animators, who indeed got their acting across without dealing with drawing challenges. The thing is that you add such a great range by having the occasional 3/4 rear view or an extreme up or down shot on your character. It gives the animation rich texture.“

Einfach ist nicht immer gut. Aber gut sieht meist sehr einfach aus.

  • Bruce Springsteen at Sixty-Two : The New Yorker
    “Remember, we didn’t go into this life because we were courageous or brilliant,” Van Zandt said. “We were the last guys standing. Anyone with a choice to do something else—be a dentist, get a real job, whatever—took it!”

Für den hardcore Fan (ahem!) nicht wirklich viel Neues. Aber ein schöner Abriss der Karriere und Beweggründe von Bruce Springsteen.

  • App Cubby Blog – The Sparrow Problem
    „After 4 years in the racket, this is my best advice for making millions in the App Store: build a game, a gimmick, or an app that has some sort of revenue outside a one-time purchase. Oh, and if it’s a game, make it “free-to-play”. You might be able to build a sustainable business selling useful apps, and carve out a decent living for yourself, but it’s almost impossible to make millions.
    Unless Google buys your company.“

Tja. Es gibt zu viele Leute da draußen, die locker-flockig 700 Euronen für den Luxus eines iPads ausgeben und denen 0.79c oder – gasp! – 4,99€ für sinnvolle, gut funktionierende und liebevoll gestaltete und programmierte Apps zuviel sind. Mögen ihnen Zwiebeln aus dem Arsch wachsen.

Link(s) vom 24. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 24th Juli 2012,
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Zwischen dem 20. Juli 2012 und dem 24. Juli 2012 aufgelesen:

  • WAZ Rechercheblog » Blog Archive » Das System Plansport: Millionen für Medaillen
    „Der DOSB bestellte nach den andauernden Anfragen des WAZ-Rechercheteams mehrere betroffene Verbände ins Innenministerium und schwor diese darauf ein, nichts nach außen dringen zu lassen. Die Verbände dürften sich nicht auseinander dividieren lassen, sagte Generalsekretär Michael Vesper laut Teilnehmern der Runde, sie sollten bitte keine Infos an die Journalisten geben. Die Mauer des Schweigens sollte nicht anfangen zu bröckeln. Mehrere Verbände, darunter der DLV, wollten ihre Akten inklusive Zielvereinbarungen freigeben. Doch der DOSB legte sein Veto ein. “Hätte der DOSB klare, transparente und für alle Beteiligten nachvollziehbare Kriterien für die Zuweisung der Mittel an die Verbände, bräuchte er sich nicht vor einer Veröffentlichung zu fürchten”, sagt DLV-Generalsekretär Frank Hensel.“

Sehr ausführlicher Artikel über das zweifelhafte Gebaren der Sportverbände und der Förderungsmodalitäten „unserer“ Sportler. Offenbar herrschen da Verhältnisse, wie man sie in der DDR oder in China erwartet hätte. Nicht, daß mich das sonderlich überraschen würde, aber trotzdem schön, daß es mal jemand schreibt.

  • Cor lummy, chum, sleepy St Annes has left Peter Alliss in wonderland | Guardian
    „Despite having done the job for a hundred years, he constantly seems surprised by the appearance of a top golfer before him, „On the tee,“ he will announce in silky Caledonian tones, before raising his pitch to a level only just audible to non-canines, in apparent shock and awe, „Rory McIlroy“. Who was he expecting? Kofi Annan? Tony Blackburn?“

Es gibt überhaupt nichts entspannenderes, als Sir Peter Alliss dabei zuzuhören, wie er für die BBC das älteste Golfturnier der Welt kommentiert.

  • Matt Rhodes: I think the internet broke my brain.
    „You see, when I try and fail to draw something, I don’t just freeze up. A voice inside me screams „It’s been done!“. Every time I try to sketch out an idea, I see the ghosts of a dozen other iterations of the same thing. Ten thousand dragons have fought ten thousand knights in front of ten thousand castles. Why add yet one more voice to the chittering cacophony?“

Matt Rhodes beschreibt, wie die Übersättigung durch die unendlichen visuellen Anreize im Netz ihn in seiner Kreativität hemmt und daran zweifeln lässt, ob sein Werk bzw. das, woran er gerade arbeitet, überhaupt noch eine Relevanz hat. Das kommt mir sehr bekannt vor … es ist eine Sache zu sagen „ach, es ist ja alles schon mal dagewesen“ aber eher theoretisch gesagt und nicht belegt. Und eine ganz andere, mit dem Googlen einiger Stichwörter Kaskaden von Beispielen zu finden, die ziemlich genau das Bild, das man im Kopf hatte und zu Papier bringen wollte, bereits perfekt abgebildet haben. Ich weiß nicht wie man sich davor schützen kann ohne völlig auf das Netz zu verzichten, zumindest zu Recherchezwecken.

Bitterböse und extrem unterhaltsame Vorstellung der infrage kommenden traurigen Gestalten, die mit Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zusammen ins Rennen gehen könnten.

Media Monday #56

  • Veröffentlicht am 23rd Juli 2012,
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Media Monday #56

Wie sagte Kermit? “Time’s fun when you’re having flies!” oder so ähnlich. It’s Media Monday again!

1. Christian Bale gefiel mir am besten in Empire of the Sun . Darin habe ich ihn damals das erste Mal gesehen und war wirklich unglaublich beeindruckt. Seither habe ich einige weitere Filme mit ihm gesehen, und obwohl er fast immer ziemlich gut ist, kommt einfach kein Film da mehr heran.

2. Richard Kelly hat mit _________ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ________. Sorry, kenne nur Donnie Darko von ihm, und der war nix.

3. Uma Thurman gefiel mir am besten in Pulp Fiction. Ich muss allerdings dazu sagen, daß ich nur vier oder fünf Filme mit ihr gesehen habe, da sich ihre Rollenauswahl meist nicht mit meinem Filmgeschmack deckt kommen wir selten zusammen.

4. Die Verfilmung des Buches/der Bücher von Karl May finde ich sehr gelungen, da sie genauso camp und schräger fake wie der Autor selbst sind.

5. Der schlechteste Sportfilm ist so ein Heldenepos mit einer Vielzahl damaliger Stars wie Stallone oder Pelé, die Fussball spielende Kriegsgefange spielen oder sowas absurdes. Ich hab’ vergessen wie der Käse hieß, aber ich dachte die ganze Zeit nur ‚im Ernst?’.

6. Am Donnerstag startet “The Dark Knight Rises”. Definitiv Kinomaterial oder eher uninteressant? Ich wollte den Film vor dem Massaker nicht sehen, weil ich die ersten beiden schon zu düster fand und einfach nur unangenehm. Ich sehe nicht gerne Filme, die sich unter pseudointellektuellem Blabla einen hochwertigen Anstrich geben und dabei ausschliesslich der Gewaltverherrlichung frönen um anschliessend Kasse mit Merchandise zu machen. Superhelden finde ich im Comic wie im Kino nur bescheuert. Und jetzt will ich das erst recht nicht mehr sehen. Ja, kein Kinofilm tötet Menschen, genauso wenig wie es Waffen tun. Es braucht Menschen dazu, die diese kranke Scheiße denken und den Abzug betätigen. Aber ich will diesen Dreck trotzdem nicht sehen.

7. Meine zuletzt gesehener Film ist ________ und der war ________ , weil ________ . Ich habe letzte Woche keinen Film gesehen.

Link(s) vom 19. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 19th Juli 2012,
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Zwischen dem 18. Juli 2012 und dem 19. Juli 2012 aufgelesen:

  • Die Komiker-Nation Deutschland debattiert Beschneidungen « Jörg Lau
    „Religiöser Analphabetismus wird mit erstaunlichem Stolz als Common Sense spazieren geführt. Irre, was man so alles an Vergleichen hört: Abtreibung, Ohrfeige, kosmetische Ohrenkorrektur… Das großmütige Angebot, man könne Beschneidung verbieten, aber straffrei lassen, wie eben die Abtreibung. Und dem Vorschlagenden fällt gar nicht mehr auf, dass damit eine Ritualhandlung aufgrund eines religiösen Gebots, die der Aufnahme eines neuen Lebens in die Gemeinschaft dient (und der Feier des Bundes mit Gott), auf die gleiche Stufe mit der Beendigung menschlichen Lebens gestellt wird. Und wie das wohl bei den Betroffenen ankommt, dass ihre Handlung mit einer Tötung verglichen wird.“

Ich bin nicht religiös, ich bin auch keine Atheistin. Vielleicht am ehesten noch Agnostikerin, aber hoffentlich mit genügend Respekt und Toleranz ausgestattet, die Gefühle religiöser Menschen nicht zu verletzen; schon gar nicht vorsätzlich.
Diese unverhohlene Aggression in der Debattenführung der Beschneidungsgegner, die in ihrer selbstgerechten Art ein prima Spiegelbild religiöser Fanatiker sind, die finde ich, gelinde gesagt, besorgniserregend.  Jörg Lau hat das schön ausgeführt.

  • Liebe Atheist_innen, wir müssen reden « Aus Liebe zur Freiheit
    „Ich glaube, die Atheist_innen leben derzeit ziemlich in einer (Berliner?) Filterbubble, was dazu führt, dass sie die gesellschaftliche Relevanz ihrer Weltanschauung grandios überschätzen. Sie versuchen, einen Machtkampf gegen die „Religiösen“ zu führen und deren Befindlichkeiten aus dem öffentlichen Raum konsequent zu verdrängen, übersehen aber, dass sie bei diesem Machtkampf aller Wahrscheinlichkeit nach unterliegen werden. Denn Recht haben nutzt überhaupt nichts, wenn die anderen – und in diesem Fall sehr viele anderen, nämlich die Mehrheit – die Sache anders sieht. Eine politische Ansicht lässt sich nicht „beweisen“, man muss dafür werben. Es gibt im Bereich des Politischen nicht „wahr“ und „falsch“, sondern nur „mehrheitsfähig“ oder „nicht mehrheitsfähig“.“

Auch Antje Schrupp hat ein paar gesetzte Worte zum Absolutheitsanspruch und der Arroganz der Atheisten geschrieben, die ich durchaus so unterschreiben würde.

  • Interview mit Gesine von Prittwitz
    „Ich hatte neulich mit einer Frau ein längeres Gespräch, die seit 30 Jahren in einem mittelständischen Verlag arbeitet. Es war Freitagnachmittag, wir haben noch telefoniert, weil ich was wollte, und der ist so richtig das Herz übergegangen und sie sagte: “Ach, früher. Ja, früher sind ja noch die Manuskripte fertig ins Haus gekommen. Und dann haben wir sie angeguckt und irgendwas entschieden. Heute ist es so, dass wir von XY – also dieses Haus gehört einem Konzern, den nenne ich jetzt mal XY – von XY kriegen wir Vorgaben, und diese Vorgaben müssen wir erfüllen. Das sind die sogenannten Programmplätze. Und es ist nicht nur die Menge der Bücher, sondern die Erscheinungsrhythmen werden ja auch immer kürzer. Wir haben mittlerweile drei Auslieferungen, nicht mehr nur Frühjahr und Herbst, es gibt auch noch die Weihnachtsauslieferung.“

Komisch, ich bin vom Literaturbetrieb relativ weit weg, wenn man jetzt mal davon absieht, daß ich seit jeher viel und eifrig Bücher lese und mein Studium mit Aushilfstätgkeiten bei Hoffmann & Campe und Merian verdient habe. Und dennoch hat sich mir das Beschriebene seit vielen Jahren genauso dargestellt. Ein langes und sehr, sehr  lesenswertes Interview von Kathrin Passig mit Gesine v. Prittwitz, die  PR für die Literaturbranche macht.

Media Monday #55

  • Veröffentlicht am 16th Juli 2012,
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Montag, Shmontag. Doch halt! Es ist ja Media Monday!

1. Viggo Mortensen gefiel mir am besten in A History Of Violence. Er ist ja eigentlich in jedem Film ziemlich gut, aber hier war er am wandlungsfähigsten, bzw. konnte seine ganze schauspielerische Bandbreite in einem Film zeigen. Das hat er in der LOTR Trilogie nicht gemusst.

2. Ang Lee hat mit Brokeback Mountain seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er sehr sensibel und frei von Pathos einen großen, leisen Film gedreht hat, der sehr leicht ins Melodramatische oder Kitschige hätte abrutschen können.

3. Anjelica Huston gefiel mir am besten in Prizzi’s HonorIch bin großer Fan der Addams Family, aber nur der gezeichneten Version. Und in Prizzi’s Honor war sie einfach superkomisch, was man gar nicht erwartet hätte. Aber generell ist sie für mich jetzt kein Grund ins Kino zu rennen.

4. Gerüchteweise ist ja gerade Sommer in Deutschland. Sommer bedeutet auch Freilichtkino. Eure Meinung? Das letzte Mal, daß ich im Freiluftkino war, muß Ende der 80er gewesen sein, oder Anfang der 90er. Da war eine Leinwand auf der Binnenalster aufgestellt, und eine auf dem Rathausmarkt. Je nun, Hamburger Sommer, was soll man da schon groß zu sagen …

5. Bill Murray würde ich gerne mal im wahren Leben treffen.

6. Bei welchem Film ärgert ihr euch heut noch, ihn – aus welchen Gründen auch immer – nicht auf der großen Leinwand, sprich im Kino gesehen zu haben? Ich hätte gern die Godfather Trilogie im Kino gesehen, aber konnte altersbedingt nur den dritten Teil im Kino sehen. Ich hoffe ja auf eine Wiederaufführung.

7. Meine zuletzt gelesenes Buch ist Alexandra Tobors Sitzen vier Polen im Auto und das war genial, weil umwerfend komisch, sehr lehrreich und von Twitterheldin @silenttiffy. Leseprobe gibt’s hier.  (Ist schon ein paar Wochen her; ich hatte in letzter Zeit nicht viel Zeit zum Bücherlesen.)

Link(s) vom 15. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 15th Juli 2012,
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Zwischen dem 14. Juli 2012 und dem 15. Juli 2012 aufgelesen:

  • Binge Viewing: TV’s Lost Weekends – WSJ.com
    „Bingeing breaks habits that have long supported the TV business, built on advertising and syndicated reruns. TV executives are torn by the development: gratified that people are gorging on their product, frustrated because it’s a TV party that all-important advertisers aren’t invited to. For middlemen like Amazon Instant Video, Hulu Plus and Netflix, it’s a godsend, boosting their quest to attract and retain subscribers. Writers and producers are just starting to confront the challenges of creating TV for an audience that may digest an entire season in one sitting.“

Das Wall Street Journal über den Trend, TV Serien nicht mehr live sondern zunehmend in Marathonsitzungen über ein Wochenende verteilt auf DVD oder über einen Streamingdienst zu sehen. – Das hängt natürlich vom Inhalt ab, aber in den letzten ca. 10 Jahren hat sich die Qualität der TV Serien besonders in den USA so unglaublich verbessert, daß TV das neue Kino ist. Bei einigen Serien wie The Wire oder den Miniserien wie Band of Brothers oder The Pacific (alle HBO) könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, eine Woche oder länger Abstand zwischen dem Ansehen von zwei Folgen zu lassen. Da sind einfach zu viele Charaktere und Momente drin, die komplett untergehen oder schlicht nicht mehr erinnerbar sind, wenn man das nicht am Stück schaut. Bei anderen ist das inhaltlich sicherlich machbar, aber man möchte gern in der Stimmung verweilen und noch etwas länger als die vorgesehene Dreiviertelstunde pro Woche die Atmosphäre geniessen, wie  z.B. bei Mad Men. Der heißeste Renner aktuell ist Breaking Bad, eine Serie, bei der demnächst die fünfte und wohl letzte Staffel beginnt und bei der sich die Fans und Kritiker überschlagen vor Lob.
Das Irre ist, daß diese veränderten Sehgewohnheiten des Publikums die Autoren vor die Herausforderung stellt, die Geschichte anders zu erzählen, bzw. die Spannungsbögen und Cliffhanger zu verlagern.

  • The Inadequacy of Berlin’s „Memorial to the Murdered Jews of Europe“ : The New Yorker
    „The title doesn’t say “Holocaust” or “Shoah”; in other words, it doesn’t say anything about who did the murdering or why—there’s nothing along the lines of “by Germany under Hitler’s regime,” and the vagueness is disturbing. Of course, the information is familiar, and few visitors would be unaware of it, but the assumption of this familiarity—the failure to mention it at the country’s main memorial for the Jews killed in the Holocaust—separates the victims from their killers and leaches the moral element from the historical event, shunting it to the category of a natural catastrophe. The reduction of responsibility to an embarrassing, tacit fact that “everybody knows” is the first step on the road to forgetting.“

Der Autor beschreibt seine Eindrücke vom Holocaustmahnmal in Berlin. Bei einigen Punkten kann ich zumindest verstehen, daß man darüber debattieren kann, z.B. den hier zitierten. Aber insgesamt ist der Artikel doch sehr negativ und rachdurstig geschrieben, das zum Monument gehörende, darunterliegende Museum hat er sich offenbar geschenkt und einige Vorschläge oder Forderungen sind rundweg bizarr. Das Mahnmal ist natürlich nicht geeignet, adäquat den Leidensweg der Opfer der Shoa abzubilden, aber es regt in so vielförmiger Weise und auf so vielen verschiedenen Ebenen zum Nachdenken an – die der Autor auch teils beschreibt – daß es insofern sicherlich seinen Zweck erfüllt.

  • Springsteen and McCartney cut off by London curfew – CNN.com
    „London’s Westminster Council later confirmed that concert organizers Hard Rock Calling had cut the power, saying they „were sticking to their license for the event.“ According to the Hard Rock Calling website, Springsteen had been due to finish his set at 10:15 p.m.“

Unglaublich: Springsteen und McCartney spielen in London und weil sie überziehen, dreht man ihnen den Saft ab. Was für ein Bauernkaff!

  • Evil Brain Jono’s Natural Log
    „Software companies would do well to learn this lesson: anything with the phrase „users love our product“ in it isn’t a strategy, it’s wishful thinking. Your users do not „love“ your software. Your users are temporarily tolerating your software because it’s the least horrible option they have — for now — to meet some need. Developers have an emotional connection to the project; users don’t.“

So ist es. Und, NEWSFLASH: dasselbe gilt übrigens auch für Werbung und Werber. Der genialste, witzigste, umwerfendste Spot, der in Cannes zu Recht mit goldenem Löwen ausgezeichnet wude, ist nichts weiter als störende Reklame, Mittel zum Zweck und extremst nervig, wenn er -zig Male pro Tag im TV, Kino oder Radio das unterbricht oder verzögert, was man eigentlich sehen oder hören will. Man toleriert es zähneknirschend, aber mehr auch nicht. Leute lieben keine Werbung. Es gibt Werbung, die sie weniger hassen als andere, aber damit hat es sich. Werber lieben Werbung.

Meine Lieblingstweets im Juli (Teil 1)

  • Veröffentlicht am 14th Juli 2012,
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Damit das hier am Monatsende nicht wieder in Streß ausartet, gibt es heute schon mal die schönsten Tweets der ersten Monatshälfte:

Sozusagen zur Ergänzung des vorherigen Beitrags geht es los mit dieser Perle:

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/rock_galore/status/220439914045652992″]

 

Ich hab’s ja auch nie verstanden (und ja, ich saß natürlich in der letzten Reihe des Physiksaals):

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/kla4spieler/status/220465445965283329″]

 

Großstadtrevier hin oder her, aber niemand kommt an gegen Sven Rambo:

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/svensonsan/status/220469194519625728″]

 

Wenn es doch so einfach ginge … #seufz:

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/UteWeber/status/221132765914075136″]

 

Awwww:

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/miesmuffel/status/221989654549893121″]

 

Das komische ist:das geht mir genauso. Sind wir bekloppt?

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/ohaimareiki/status/222278468803629057″]

 

Ouch. Ich empfehle für sowas ja #irgendwasmitWhisky:

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/chirurgenwelpe/status/222737526916513793″]

 

Die Parallelen sind unverkennbar. (Vielleicht liegt hierin der Schlüssel zum Premiumwetter?)

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/Navoou/status/222950943623360513″]

 

FFFFFUMPPPPP!

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/GebbiGibson/status/222970461670215680″]

 

Wie die Karnick… nee, Moment:

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/eigenart/status/223045632678563840″]

 

Wer kennt das nicht?

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/Schlachtzeile/status/223140685832912897″]

 

Ich möchte jetzt wirklich bitte dringend dieses Premiumwetter!

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/maatc/status/223429117641621504″]

 

Erst Physik, dann Mathe – hoffentlich nicht auch noch Bio!

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/Godehard/status/223670933565620225″]

 

Das geht mir ja eher bei Barbra so, muss ich zugeben („Lohohohove … ageless and evergreeeeen …“ – die schönste Version davon gibt’s hier, leider nur mit Proxy, aber lohnt sich):

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/HilliKnixibix/status/223844446872150017″]

 

Aber es ist ja Wochenende und wir sind alle offline und ausgeruht:

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/moeffju/status/224178873913450497″]

Unerreichbar, unerreicht.

  • Veröffentlicht am 14th Juli 2012,
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In meinen in einem US-Konzern verbrachten Jahren bekam ich an ganz schlimmen Tagen etwa 400 Mails ins Postfach gespült (an normalen Tagen „nur“ rund 50-100). Etwa 50 dieser 400 waren Newsletter, interne Rundschreiben und automatisierte Abwesenheitsnotizen. Weitere 320 waren unnötige „ich hab’s gelesen und sag’ mal was dazu, damit jeder sieht: ich hab’s gelesen und mal was dazu gesagt“-FYI-CYA-Mails, in denen in aller Regel nichts gesagt wurde, das aber sehr ausführlich und mit den wichtigsten Head Honchos im cc (CYA bedeutet: Cover Your Ass).  (mehr …)

Widerstand ist zwecklos

  • Veröffentlicht am 13th Juli 2012,
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(Jetzt sagt mir nicht, es geht Euch nicht genauso wie den beiden hier. Must …resist …aaaargh!)

Link(s) vom 13. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 13th Juli 2012,
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Zwischen dem 12. Juli 2012 und dem 13. Juli 2012 aufgelesen:

Was man halt so macht im Zug … z.B. twittern, wenn das Pärchen im Abteil sich gerade auseinanderdividiert, komplett mit Eifersuchtsdrama. Priceless! (via quote.fm)

  • Funny Barbie | Journelle
    „Irgendwann einmal kam ich auf die Idee, mir ein Tatoo stechen zu lassen und erzählte es begeistert meinem Bruder. Er hat sich daraufhin 15 Minuten lang derart über Tatoos lustig gemacht und sich letztlich angeboten mir mit einer Gabel ein Branding zu machen “Ist doch viel individueller”, dass ich von meinem Vorhaben Abstand nahm und nun sehr glücklich bin, kein Arschgeweih, keine Schlange am Arm oder eine Blume am Knöchel für die Ewigkeit zu haben.

Journelle über witzige und gut aussehende Frauen. (Glaube ich.)

  • Müll hat einen Namen: Nespresso « FUTTERblog
    „Sind die Jungs irre? Für 60 Euro bekomme ich wilden, handverlesen Dschungel-Kaffee mit Öko-Premium-Siegel, der so fair gehandelt wurde, dass ein äthiopischer Kaffeesammler seine Kinder in Berlin Theaterwissenschaften studieren lassen kann.“

Nett geschriebener Artikel über die Umweltsauerei von Nespresso. Ich hab’ mich damals ja mehr über deren schnöselige, dumpfbackige und komplett merkbefreite Haltung zur Kundenkarte echauffiert, aber die Verkäufer in den Tempeln scheinen nach wie vor nicht die hellsten Birnen im Leuchter zu sein.

  • stone cold stories
    „Niemand heißt mehr Amalie oder Bartholomäus. Eigentlich schade.“

Patschbella geht übern Friedhof.

  • Es lebe der Leberkäse!
    „Dem Münchner sein Fastfood ist die Leberkässemmel viel eher noch als die Weißwurst, die zwar mehr Legende und mehr Aufhebens um sich macht, aber viel aufwendiger und irgendwie kleinteiliger ist, mit ihrer Weißbier-Brezn-Zuzel-Folklore. Für die braucht man schon einen freien Vormittag im Kalender. Eine gut gepackte Leberkässemmel hingegen, die nicht zu sehr überlappt, keine zu resche Semmel als Matrix hat und nicht zu viel Senf, das ist eine stabile Geschmackseinheit, die kein Gewese um sich macht, ein aerodynamischer Designklassiker, der zur Not in die Manteltasche und ins Handschuhfach passt.“

Ernsthaft, wie kann man sowas essen!? Nur der Folklore halber?

  • Blasen im Hirn – Tee im Bauch! « FUTTERblog
    „Die Tapioka-Pearls schmecken eigentlich nach nichts. Aber das ist im Falle von Bubble Tea absolut positiv zu bewerten. Denn da gibt es noch die „Popping Bobas“. Das sind wabbelige Bällchen, gefüllt mit bonbonfarbigem Zuckerschleim. Sie flottieren in der Flüssigkeit, als hätte ein Frosch in den Becher gelaicht. Und beim Trinken? Stellen Sie sich einfach vor, wie ein riesiger Pickel auf ihrer Zunge zerplatzt!“

Mhmja, ich glaube, ich verzichte. Bin ja sowieso auch mehr so die Kaffeetrinkerin.

Link(s) vom 12. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 12th Juli 2012,
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Zwischen dem 9. Juli 2012 und dem 12. Juli 2012 aufgelesen:

  • fefe macht einen Speedtest
    „Während ich die Datei zog, sprang die Downloadrate von dem parallel dahinschnarchenden Download von 300 KB/sec auf 1,2 MB/sec hoch. Sobald der wget mit der Speedtest-URL fertig war oder ich ihn abbrach, bremste sich auch der andere Download wieder in den Keller.“

Das wäre in der Tat ein ziemlicher Hammer.

  • Olympic Queuing Rehearsals at London Stations
    „How one „simulates“ queuing also puzzles me. Are there going to be staff at the station moving the normal queues around so that they form different patterns? Are we being asked to queue in an unorderly fashion to see what happens?“

Die Engländer üben schon mal Schlange stehen für die Olympiade. (Kein Witz.)

  • Die Mühlen der PR | WELTRAUMER
    „Themen, die von Hochglanz-Produkt-PR abweichen, sind nicht vorgesehen. Mehrere Hierarchien an PR-Abteilungen sorgen zuverlässig dafür, dass nur offizielle Kommunikation in eine Richtung stattfindet. Die wenigsten Anfragen schaffen den Stille-Post-Hürdenlauf von Deutschland über die Europaniederlassung in die Zentrale in den USA. Sollten sie doch da ankommen, werden Interviewanfragen gerne mal mit “Gerade haben wir keine Interviews vorgesehen, bei der nächsten Runde seid ihr dabei” beantwortet, weil ein Fünf-Monatsplan für Produkt-PR genau vorsieht, wann über welches Thema gesprochen werden soll. Solche Interviewpläne bedeuten dann, dass ein vorher instruierter Gesprächspartner mehr oder weniger motiviert an einem Tag im Hotel oder per Telefon 15 Interviews abreißt. Das Ergebnis sind dann im Anschluss eine Handvoll austauschbare, weil fast inhaltsgleiche Interviews in allen gängigen Publikationen.“

Die Grenzen zwischen PR und Journalismus sind inzwischen so verwaschen, daß man sie mit bloßem Auge nicht mehr erkennen kann. Aber klar, wir brauchen ein Leistungsschutzrecht …

  • Was soll ich nur anziehen? | Herm’s Farm
    „Wenn man sich ein wenig die Zeit dafür nimmt, sieht man, dass Armani Jeans ja tatsächlich auch ein paar schöne Sachen hat. Das Problem scheint nur zu sein, dass in den meetings bei Armani immer irgendwer zu sitzen scheint, der kurz vor Schluss noch “Aber da müssen wir noch irgendwas Kitschiges, dass keinen Sinn macht dran machen!”. Und weil die beschrieben Person scheinbar sehr viel zu sagen hat traut sich niemand, dem etwas entgegen zu setzen und schon haben wir eine gut geschnittene, schwarze Jeans mit Umgotteswillenwasistdasdennjetzt.“

Herm bringt es mal wieder auf den Punkt. Ich frag’ mich ja auch immer, wer ernsthaft mit Klamotten oder Gadgets von Armani Jeans oder auch Emporio Armani aufläuft und sich damit nicht wie der allerletzte Depp vorkommt. – Aber der Rest des Artikels ist auch klasse. :)

Die Tücke des Objekts

  • Veröffentlicht am 12th Juli 2012,
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Ich liebe Zeichentrickfilme, besser noch: kurze Zeichentrickfilme, am besten: kurze, witzige Zeichentrickfilme. Hier ist einer vom Bird Box Studio (Ihr wisst schon, den Jungs mit dem genialen, interaktiven Igel-Clip), der mir bislang entgangen war.:

(Warum nur muss ich jetzt an Familie Buddenbohm denken?)

Haben will: Wacom Cintiq 24 HD touch

  • Veröffentlicht am 10th Juli 2012,
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Nur, falls Ihr noch nicht wißt, was Ihr mir zum Geburtstag schenken könntet: Das Wacom Cintiq 24 HD touch.

Oder zu Weihnachten. Oder zu beidem zusammen. Entschuldigt mich, ich muß jetzt den Sabber von meinem prähistorischen Intuos I (ca. anno 2000) wischen gehen.

Themenwechsel

  • Veröffentlicht am 10th Juli 2012,
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Wer dieses Blog im Browser und nicht im Feedreader liest, der hat vielleicht schon gesehen: ich habe mal wieder ein neues Theme am Start. Ich hab’s ja gern minimalistisch, und nach Jahren mit Jim Barrauds Theme Manifest stellte ich unlängst fest: nee, das geht so nicht. Es soll hier nicht voll werden, denn das nervt mich nur (und Euch vermutlich auch), und blinkiblinki hatte ich hier ja auch noch nie, aber ich brauche eine Seitenleiste für die Navigation und ein paar andere Dinge. Der Monoblock hat mich zu sehr beengt.

Die Navigation wurde also sehr reduziert auf die Oberkategorien, deren Unterkategorien jetzt nur noch dann zu sehen sind, wenn man einen einzelnen Eintrag anklickt. Das Archiv ist ein dropdownmenü geworden; nach sechs oder sieben Jahren wird eine Auflistung nach Monaten schnell zu lang und dann müsste man endlos scrollen, wer will das schon? Ich nicht.

Der flattrbutton ist wieder drin, und ich freunde mich auch irgendwann schon noch mit den Farben an, aber es rührt mich sehr, gelegentlich eine Aufmerksamkeit darüber zu bekommen. Auch wenn ich davon noch lange nicht in den Urlaub fahren kann, wie Herr Buddenbohm, reicht es doch für den Kaffee im Monat und dafür danke ich Euch.

Die „zuletzt kommentiert“-Liste ist eigentlich hauptsächlich für mich interessant. So sehe ich mit einem Blick, wenn es einen neuen Kommentar gab und muß nicht erst scrollen oder in den Adminbereich gehen.

Instagram’d ist das einzige Bisschen „Gedöns“, und eine Leserin beschwerte sich auch schon, dieses ständig wechselnde Bild würde sie irritieren. Noch finde ich es aber schön und das liegt vermutlich auch daran, daß ich Instagram als Liebe auf den zweiten Blick sehe und gerade sehr ins Herz geschlossen habe. Wenn sich das abkühlt, fliegt das Widget wahrscheinlich auch wieder raus.

Meine Blogroll mit den Leseempfehlungen wird demnächst überarbeitet bzw. ergänzt und dient mir hauptsächlich als rasche Bookmarkhilfe, wenn ich ein Blog mal eben im Browser aufrufen will. Normalerweise lese ich die dort angegebenen Blogs via RSS, aber ab und an kommentiere ich irgendwo und dann will man ja mal auf einen Klick nachsehen können, ob es eine Antwort in der Diskussion gab.

Social Buttons für die Weiterempfehlung bei den üblichen Services habe ich letztes Jahr ja schon rausgeworfen; ich bin einerseits von der Datenschutzdiskussion genervt und andererseits finde ich die Dinger einfach nur grottenhässlich. Ganz besonders nervig ist diese datenschutzfreundliche Doppelklickvariante … die nimmt den Buttons doch komplett jede Daseinsberechtigung, da sie die Nutzung verkompliziert.
Auch glaube ich, daß Ihr das schon hinkriegt, einen Artikel von mir dort zu verteilen, wo es Euch gefällt. Ich traue Euch das durchaus zu. – Andererseits merke ich gerade auf vielen anderen Seiten, daß diese Buttons mitunter doch sehr praktisch sind, besonders der für Pinterest. Es kann also durchaus sein, daß sie demnächst wieder hier Einzug halten. Auf jeden Fall kommen noch Links zu meinen Präsenzen auf den üblichen Networks dazu, vermutlich im Footer oder ganz unten, mal sehen. Ich hatte noch keine Zeit, schöne, schlichte Buttons zu erstellen.

Das e13.de Logo ist nur noch im favicon geblieben: Nach sechs Jahren fand ich es an der Zeit, mich davon zu verabschieden. Die Zeichnung oben rechts ist ein Selbstportrait der genervten Künstlerin. Mindestens drei Leute haben schallend gelacht und gesagt: „Genau das bist Du!“ Andere sind irritiert und entgeistert und sagen „Bist du irre, ein eingeführtes Markenzeichen einfach so über Bord zu werfen und jetzt als Witzfigur rauszugehen?“– Man selbst sieht sich ja immer anders, und ob ich das genau bin, weiß ich nicht. Daß ich andererseits keine Witzfigur bin, dürfte wohl jedem klar sein und was das Markenzeichen angeht: ich bin nicht Coca Cola, danke der Nachfrage. Aber die Zeichnung gefällt mir, sie trifft wie ich mich fühle und sie macht sich gut als Avatar in den verschiedenen Social Networks. Außerdem ist sie ein conversation starter, das muß reichen.

Das Theme selbst ist ein leicht modifiziertes Scherzo und responsiv, d.h. es funktioniert auch ohne lästiges Plugin auf Smartphones und Tablets und sieht auf einem 11″ Notebookschirm genauso super aus wie auf einem 27″ iMac. Alles andere ist heutzutage komplett sinnfrei, finde ich. Mobile ist kein Trend, mobile ist das Jetzt und die Zukunft. Die verwendeten Schriften sind der Google Webfont Josefin Sans und Tahoma, die mir in dieser Kombination gut gefallen.

Beständiger Wechsel, Ihr kennt das. So schön!

30 Days Drawing Challenge

  • Veröffentlicht am 9th Juli 2012,
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Über verschlungene Pfade (Pinterest, Facebook, tumblr, blogs) bin ich auf diese nette Herausforderung gestoßen, die das Sommerloch vielleicht ein wenig spannender macht:

30 day drawing challenge!

1. Yourself or your persona.
2. Someone you like (celebrity, significant other, or crush)
3. One, some, or all of your friends.
4. An animal you think is really cute.
5. Your favourite outfit.
6. Something you’ve never drawn before.
7. Your family or a family member.
8. Something with your favourite colour.
9. Your favourite cartoon/anime character.
10. Something you couldn’t live without.
11. Your favourite food.
12. An inanimate object.
13. A group picture.
14. Your favourite book character.
15. Someone from your favourite board or video game.
16. Something that represents your favourite song.
17. Your favourite holiday.
18. A couple (any two people).
19. Something you’re afraid of.
20. A comic.
21. Something you don’t like.
22. Your favourite season.
23. Something that makes you happy.
24. Something that represents your favourite culture/country/language.
25. Someone or something from mythology.
26. Your favourite sweet food/candy/etc.
27. Your favourite scene from a movie.
28. A room.
29. Your favourite weather.
30. Something you’d like to share with your followers or friends.

Ich zeichne zwar jeden Tag (d’oh!), aber habe aktuell gerade ein kleines Motivationstief … da kommt so eine strenge Themenvorgabe gerade recht.
Mal schauen, Tag 1 ist ja eigentlich schon fertig (siehe oben rechts), da mache ich dann morgen gleich mal mit Tag 2 weiter. Macht jemand mit?

Link(s) vom 9. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 9th Juli 2012,
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Zwischen dem 8. Juli 2012 und dem 9. Juli 2012 aufgelesen:

Temporary Tattoos sind offenbar wieder da, wie alle schlechten Ideen aus den 90ern. Diese hier sind allerdings teilweise ziemlich witzig. Also, die Motive – temp tats ja eher nicht so.

Während des Studiums haben meine Kommilitonin und ich mal für einen „Entrepreneur“ Motive für eine Kollektion temporärer Tattoos gezeichnet. Der Mann hatte offenbar so ein get-rich-quick „Wie mache ich mich selbstständig“ Heft aus einem bekannten Fachverlag für solche Opfer Interessenten gelesen, in dem temp tats als der heisseste Scheiß seit der Erfindung des Bierdosenhalter-Bauarbeiterhelms angepriesen wurden. Ein Kapitel hiess offensichtlich: heuern Sie willige Kunststudenten an, die Ihnen für’n Appel und ’n Ei Motive wie Delphine, Schmetterlinge oder VW Käfer stricheln. – Offenbar kamen unsere Bärchenmotive gut an, aber am Ende wollte er uns noch um die zwofuffzich bescheissen, so daß wir ihm die Pest an den Hals gewünscht haben. Denke mal, das hat geholfen, denn man hat weder von ihm noch seinen temp tats je wieder gehört.

  • ALMA HAR’EL ON HER SHIA LABEOUF-STARRING SIGUR ROS FILM | Filmmaker Magazine
    „Basically they had this loop, a sound that they didn’t know what to do with. So they ended up playing it on headphones, and everyone had to leave the studio except for one person from the band at a time. So each person in the band recorded a piano line to that loop in his turn. None of them heard what the other people in the band did. Then when they finished they took out the loop. So the track is every one’s response to something we’ll never hear. I found that quite captivating. There’s like a ghost track that’s there and you never hear it, only they heard it…“

Schöne Entstehungsgeschichte zu einem schönen Video. Musikalisch nicht so mein Fall, aber hey, man kann nicht alles haben!

Normalerweise ignoriere ich ja – mit Ausnahme felix schwenzels – Geschreibsel von pseudointellektuellen, wichtigtuerischen Analphabeten Leuten, die alles klein schreiben. Aber in diesem Fall kann ich nur sagen: Genau so ist es.

Media Monday #54

  • Veröffentlicht am 9th Juli 2012,
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Guten Morgen, it’s Media Monday again – das Beste am Montag!

Die Fragen heute:

1. Christopher Plummer gefiel mir am besten in ________ . Ich kenne viele Filme mit ihm, aber er ist mir in keinem einzigen so im Gedächtnis geblieben, daß ich auf Anhieb sagen würde: Wow! Wahrscheinlich ist er ein interessanterer Theaterschauspieler; in seinen Filmen jedenfalls hat er mich bislang jedenfalls nicht sonderlich beeindruckt. Vielleicht sollte ich doch mal 12 Monkeys gucken?

2. Luc Besson hat mit Léon seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ach, Jean Reno! Und ach, Natalie Portman! Warum können nur die Franzosen so poetische Filme über Killer machen? Ach!

3. Heike Makatsch gefiel mir am besten in dem Video „Stand by your Man“ zum Film Männerpension, den ich, wie jeden anderen Film mit ihr auch, nicht gesehen habe. D.h., stimmt nicht, Aimée und Jaguar und den Knef-Film habe ich gesehen, aber die waren beide nix.

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4. Welche/r Schauspieler/in ist viel zu früh von uns gegangen? Jeder, außer Til Schweiger.

5. Daß die besten Szenen im Trailer und in den EPK und featurettes verbraten werden und man sich den Kinobesuch eigentlich auch komplett sparen kann, habe ich schon hunderte Mal im Film erlebt. Den neuen Batman werde ich mir jedenfalls schenken; einerseits interessiert er mich soweso nicht, andererseits wird da nichts nennenswertes drin passieren, was nicht schon bekannt ist. Wayne interessiert’s?

6. Bald startet wieder die Comic Con in San Diego, die sich ja beileibe nicht ausschließlich um Comics dreht. Erwartet ihr euch spannende News, Ankündigungen, Teaser, Trailer und dergleichen und vor allem, wenn ihr könntet, würdet ihr hinfahren?

Nö.

OK, ich sollte das vielleicht etwas näher erläutern. Also, nö, ich erwarte mir keine spannenden News, Teaser, Trailer und dergleichen, denn ich mach’ mir nichts aus Comicverfilmungen, obwohl ich Comics liebe – wenngleich nicht diesen tumben Marvel/DC Superheldenkäse und auch keine Mangas und kein Fantasy- oder Science Fiction-3D Getöse, sondern lieber die frankobelgischen Geschichten und Zeichner (Franquin, Hergé, Bilal etc. und die Schweizer: Derib, Cosey, und die deutschen Genies, allen voran die wunderbare Isabel Kreitz, mit der ich das Vergnügen hatte, die Schulbank zu drücken). Und weil um all diese tollen Zeichner und Erzähler nicht so ein Trara gemacht wird, bzw. die dort gar nicht stattfinden, muss ich da auch nicht hinfahren. Ganz abgesehen davon, daß ich große Veranstaltungen sowieso nicht leiden kann und San Diego schrecklich finde.

7. Meine zuletzt gesehener Film ist A Better Tomorrow und der war so lala, weil er echt nicht gut gealtert ist. In den späten 80ern und frühen 90ern, als das Hong Kong Action Kino seinen vorläufigen Höhpunkt hatte, war das bahnbrechendes Actinkino von Allerfeinsten, bei dem sich Tarantino dann später folgerichtig kräftigst bedient hat. Und Chow-Yun Fat ist natürlich immer ein Genuss. Aber Soundtrack und Story hauen einen heute dann doch wirklich nicht mehr aus den Socken (genau wie bei Tarantinos Filmen) – das ist einfach alles viel zu dünn. (Vorsicht, der nachfolgende Trailer ist ziemlich blutig)

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Link(s) vom 6. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 6th Juli 2012,
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Link(s) vom 6. Juli 2012

Zwischen dem 5. Juli 2012 und dem 6. Juli 2012 aufgelesen:

  • An der Bushaltestelle « Draußen nur Kännchen
    “Ich mach’ ja nur noch Nachtschicht”, sagt er. “Sonst sauf’ich zu viel. Weil, watt willze sonst machen, wennde um 14 Uhr nach Hause kommst. Kannste nix anderes machen, machste Pulle Bier auf und noch eine und noch eine. Kommste nur ans Saufen. Ich bin ja alleinstehend, woll, ich hab’ keinen. Deshalb mach’ ich nur noch Nachtschicht. Dann kann ich morgens pennen, und am Nachmittach is’ nich’ mehr lang bis Nachtschicht.”

Die liebe Nessy mal wieder. #schneuz

  • Wie @derwesten mal nicht mehr mit mir sprach
    „Ist die facebook-Pinwand und der Twitter-Account zur Nachrichtenschleuder degradiert worden? Habt Ihr wirklich nicht begriffen, dass Eure einzige Rettung im Kontakt mit dem Leser und nicht in der Abschottung vor ihm liegt?“

Christian will doch nur den RSS feed für Menden abonnieren! Aber Der Westen will nicht.

Kchkchkch …

  • Das Leben mit Piemontkirsche | Dortmund Diary | DO Diary
    „Die Tür des Höllenlochs öffnet sich und meine Mom und ich werden herein gebeten. Meine Mutter vermittelt mir durch das Aufsetzen ihrer gefürchteten „Angela-Merkel-Mundwinkel“ wie sehr sie ihrem schwarzen Schaf dafür dankt, daß es sie in eine solche Situation gebracht hat. Einmal mehr kommt mir der Gedanke, ihr ein T-Shirt drucken zu lassen, auf dem steht „Was sollen denn die Nachbarn sagen?““

Wow. Es sind Geschichten wie diese, für die ich Blogs liebe.

  • Wherefore art thou, Jenny Chuasiriporn?
    “Sometimes I do wonder where my life would be now if I had won that Open… But I actually think I would be right where I am. It just might have taken me longer to get here.”

1998 hätte diese Golferin als Amateurin fast die US Women’s Open gewonnen. Danach hörte man nichts mehr von ihr. Heute ist sie Altenpflegerin.

Captcha if you can

  • Veröffentlicht am 5th Juli 2012,
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Ich habe heute eine gute halbe Stunde damit verbracht, ein Captcha korrekt einzugeben. Vergeblich.

 

 

 

 

Ich habe Dutzende Male das Bild neu geladen, auch die Audiofassungen probiert, es war alle Mühe umsonst. Dabei gibt es eine Vielzahl von diesen Lösungen, Plugins und anders, um Spammern das Leben schwer zu machen. Aber manche Leute wollen offensichtlich nicht, daß man mit ihnen Kontakt aufnimmt, bei ihnen kommentiert oder ihre Sachen kauft. Anders kann ich mir die Existenz dieser Antispam-Maßnahme nicht erklären.

Meine Lieblingstweets – EM 2012 Special

  • Veröffentlicht am 5th Juli 2012,
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Mit etwas Verspätung kommt hier die „Best of EM 2012“-Edition meiner Lieblingstweets.

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/gallenbitter/status/210577714237800448″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/Sebgoet/status/211719139146997760″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/RobKH/status/212225701523365889″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/jotpede/status/212640098209116160″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/peterbreuer/status/213369551587508226″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/henningrucks/status/215893332235268096″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/prunio/status/215893441605931008″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/oOtrinityOo/status/216270963581530112″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/Einstueckkaese/status/216622179113111554″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/numberfivealive/status/216985590086901760″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/RC_KH/status/218064485909409792″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/hubertsrevier/status/218096329484795904″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/Propinja/status/218440098184826880″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/oOtrinityOo/status/216272786279235585″]

 

Und die allerschönsten Tweets der EM kommen aus gänzlich unvermuteter Ecke:

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/germanpsycho/status/212567097602093056″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/germanpsycho/status/212567382735060993″]

 

[blackbirdpie url=“https://twitter.com/germanpsycho/status/212567421683372033″]

 

Eine Hose ist eine Hose ist eine Hose?

  • Veröffentlicht am 5th Juli 2012,
  • veröffentlicht von

Schöner Clip über Bonds maßgefertigte Anzüge. Mir ist nie Sean Connerys Ärmel aufgefallen, oder Roger Moores „relaxed fit“. Brosnans Anüge waren „action oriented“ und Daniel Craig kommt mir immer vor wie ein Pitbull, eingenäht in einen Smoking – ein durchaus beabsichtigter Effekt, wie wir hier hören.

Designing Bond’s Look from Barbican Centre on Vimeo.

Link(s) vom 3. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 3rd Juli 2012,
  • veröffentlicht von
Link(s) vom 3. Juli 2012

Zwischen dem 2. Juli 2012 und dem 3. Juli 2012 aufgelesen:

  • In der Eisenbahnstraße · einsneunsiebenzwei
    „Einige Male musste nachts der Notarzt kommen wegen Herrn M. im vierten Stock. Herr M. war mit Frau M. verheiratet und mit Frau M. hatte ich lange Jahre unangenehme Diskussionen, weil sie immer Essenreste aus dem Küchenfenster warf. Wurst, Nudeln, Käse und belegte Brote zum Beispiel. Für Benny sei das, schrie sie dann aus dem vierten Stock mit ihrer gellenden Stimme. Nur dass Benny, der inkontinente Hund von Frau B., da schon nicht mehr lebte, denn Frau B. hatte ihn einschläfern lassen müssen, so dass unter meinem Fenster eine hübsche Sammlung Lebensmittel lag.“

Faszinierend. Es gibt Menschen, die können in Altona in den Zug steigen und wissen schon am Dammtorbahnhof alles über ihren Gegenüber. Spätestens in Harburg werden die Butterbrote ausgepackt und herumgereicht. Ich hingegen könnte mit der transsibirischen Eisenbahn bis Irkutsk und zurück fahren und wüßte von meinen Mitreisenden nichts. Gar nichts. Frau Elise beschreibt wunderbar das Leben in ihrer ehemaligen Hausgemeinschaft. Ich wohne seit rund sieben Jahren in meiner jetzigen Wohnung, drei davon im Homeoffice und kenne gerade mal die Nachbarin, die sich mit mir das Stockwerk teilt und ein junges Paar aus dem ersten OG.

  • Search for Amelia Earhart’s Plane Begins
    „We will depart Honolulu on July 3rd aboard the University of Hawaii oceanographic research ship R/V Ka Imikai-O-Kanaloa. In about eight days we should get to Nikumaroro, where we will carry out a deep-water search for the wreckage,“ Ric Gillespie, executive director of The International Group for Historic Aircraft Recovery (TIGHAR), told Discovery News.“

Heute, 75 Jahre nach dem Verschwinden Amelia Earharts, wird mit der Suche nach ihrem Flugzeugwrack begonnen. Es gibt tatsächlich einen Anhaltspunkt, wo es sein könnte und eine Expedition macht sich nunmehr auf den Weg.

Vor einigen Tagen hat Facebook ungefragt die Standard Mailadresse im Kontaktfeld der User mit der username@facebook.com Adresse ersetzt. Die facebook App auf dem iPhone (und ggf. auch für Android Geräte) hat ungefragt die Apple Adressbücher entsprechend aktualisiert. Damit wurden die Standardadressen der User im Smartphone Adressbuch ebenfalls mit der username@facebook.com Adresse ersetzt. Viele User haben unmittelbar nach Bekanntwerden dieser ungefragten Änderung bei Facebook Ihre eigentlichen Adressen wieder eingetragen, bekommen aber deshalb keine Mails, die an ihre facebook Adresse gerichtet werden. Was für ein verdammter Saftladen!

Was tun bei Gewitter auf dem Golfplatz?

  • Veröffentlicht am 2nd Juli 2012,
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Was tun bei Gewitter auf dem Golfplatz?

Drinnen!

Nicht erst seit dem tragischen Unglück letzter Woche, bei dem auf einem süddeutschen nordhessischen Golfplatz vier Frauen vom Blitz getroffen wurden, drei davon tödlich, fragen sich Golfer: Was tun bei Gewitter auf dem Golfplatz? Gucken wir uns dazu erst einmal die Umstände des jüngsten Unglücks an, soweit sie bekannt wurden: Die Schutzhütte lag an einem erhöhten Punkt des Geländes, verfügte nicht über einen Blitzableiter und stand zwischen zwei großen Bäumen, oberhalb eines Sees. (Quelle: Spiegel Online).

Zwei Golfer gucken besorgt auf die schwarze Gewitterwand, die sich nähert. „Was sollen wir tun?“ fragt der eine ängstlich. „Keine Sorge“ antwortet der andere, „ich habe mein Eisen 1 mit“. Der erste guckt erstaunt: „Was soll das bringen?“ fragt er. „Nicht einmal Gott trifft ein Eisen 1“ ist die Antwort.

Ich weiß nicht, wie alt dieser Golferwitz ist, angeblich stammt er von PGA Tour Witzbold Lee Trevino, aber es ist wahrscheinlich, daß der ihn von Bob Hope hat und der vermutlich wiederum von Old Tom Morris. So oder so – es ist mit Sicherheit keine gute Idee, bei Gewitter auf weit offenem Feld einen langen Eisenstab in die Luft zu recken, egal ob es sich um einen Lobwedge oder ein Eisen 1 handelt. Gott trifft, wenn Er will, und garantiert auch Atheisten und Richter.

Das sind natürlich ideale Voraussetzungen für ein Unglück dieser Art. Jedes Kind lernt, sich bei Gewitter im Gelände so klein wie möglich zusammenzukauern, alle Extremitäten (lies: Arme und Beine) eng an den Körper zu nehmen und das alles idealweise nicht gerade mitten in einer Pfütze oder unter einem Baum oder gar im Wald sondern auf möglichst freiem Feld, am besten sogar in einer Kuhle, z.B. einer Ackerfurche. Letztere gibt es eher selten auf Golfplätzen, aber dafür hat es Fairwaybunker. Sofern diese nicht voll Wasser gelaufen sind bzw. laufen und fern von großen Bäumen sind, bieten sie wohl mit den besten Schutz.

Es versteht sich eigentlich von selbst, daß man sich weit genug weg von der Fahne zusammenkauern sollte (ein in die Luft ragender Eisenstab) und auch weit genug weg von seinem Bag mit den Schlägern (in die Luft ragende Eisenstäbe). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß es leider immer wieder Menschen gibt, die mit ihrer teuren Ausrüstung zusammen die Schutzhütte betreten wollen. Abgesehen davon, daß jedes Golfbag, vielleicht sogar mitsamt der klatschnassen Karre in der trockenen Hütte einem anderen Golfer den vielleicht rettenden Platz wegnimmt und diese Handlung schon deshalb ziemlich egoistisch und arschig ist, erhöht auch jeder Schläger in oder neben der Hütte das Risiko, vom Blitz getroffen zu werden.

Was tun bei Gewitter auf dem Golfplatz?

  • exponierte Stellen meiden (Hügel, erhöhte Abschläge oder Grüns etc.)
  • Schutzhütten aufsuchen, sofern diese mit einem Blitzableiter ausgestattet sind
  • Golfbags, Schläger, Karren stehen- und liegenlassen, NICHT neben die Schutzhütte stellen oder gar mit hineinnehmen!
  • Im Freien mindestens 10-15 Meter Abstand zu Bäumen, Flaggenstöcken, Bunkerharken, Mitspielern halten
  • Wenn das Gewitter über dir tobt, zusammenkauern, Arme und Beine eng an den Körper nehmen, idealerweise in eine Kuhle oder Furche auf dem Boden hocken (z.B. Fairwaybunker)
  • Wenn ein Mitspieler vom Blitz getroffen wurde: Erste Hilfe leisten! Es ist ein Ammenmärchen, daß man Blitzopfer nicht anfassen darf! Und natürlich so schnell es geht den Notarzt rufen (112).

Bei Wettspielen wird in aller Regel von der Spielleitung eine Gewitterunterbrechung mit entsprechenden Signaltönen angekündigt. Was kaum jemand der obrigkeitshörigen Deutschen weiß oder glaubt: Man darf auch ohne dieses Signal gehört zu haben selbstständig und frei für sich entscheiden, das Turnier jetzt umgehend zu unterbrechen und Leib und Leben in Sicherheit zu bringen. Das führt weder zur Disqualifikation noch zur Erhöhung der Stammvorgabe und selbst wenn dem nicht so wäre – wen interessiert’s? Wie bescheuert muß man sein um sein Leben aufs Spiel zu setzen, nur um keine +0,1 zu riskieren?

Der Deutsche Golf Verband hat in Zusammenarbeit mit dem VDE ein Merkblatt zum Thema „Golf und Gewitter“ herausgegeben, das man sich hier kostenlos herunterladen kann.

Media Monday #53

  • Veröffentlicht am 2nd Juli 2012,
  • veröffentlicht von
Media Monday #53

Das beste am Montag: Es ist Media Monday!

1. Val Kilmer gefiel mir am besten in Top Secret. Top Secret, ein Klassiker aus der Schmiede des Trios Zucker, Zucker & Abrahams ist eine geniale Parodie auf die klassischen Spionagefilme und kommt mitten aus dem kalten Krieg. Kilmer gibt nicht groß vor, mehr zu sein als ein hübsches (Pferde)gesicht und wird schauspielerisch nicht überfordert. Ähnlich wie in Top Gun, nur daß er da einfach zu sehr genervt hat. Wie in jedem anderen Film auch. Top Secret: Ich mag Val Kilmer nicht.

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2. Jason Reitman hat mit Up In The Air seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der Film schön zeigt, was unsere tolle, neue Arbeitswelt so gruselig macht.

3. Helen Hunt gefiel mir am besten in What Women Want. Hier hat sie sehr gute die innere Zerissenheit einer erfolgreich berufstätigen Frau sehr schön dargestellt. Das gefiel mir deutlich besser als ihre masochistische Rolle als gute Samariterin in  As Good As It Gets, wo ich ihrer Figur etwa alle drei Minuten in den Arsch treten wollte und die Rolle völlig unglaubwürdig angelegt fand. Da war die von Greg Kinnear dargestellte Figur des schwulen Künstlers schon deutlich realistischer angelegt, und das will etwas heissen.

4. Der letzte Film, von dem ich mir nichts versprochen habe und der dann letztlich richtig gut war, war Johnny English 2. Nun, richtig gut ist zuviel gesagt, aber da bin ich wirklich nur rein, weil Cpt. Jack und sein kleiner Bruder unbedingt wollten (ich kann Mr. Bean nicht ausstehen) und am Ende habe ich wider Erwarten ein paar Male sehr gelacht.

5. Explizite Gewalt in Filmen törnt mich ab, wenn sie zum Selbstzweck gezeigt wird und nicht der Story dient.

6. Filme nachträglich in 3D zu konvertieren ist ein Sakrileg und die Leute, die diesen Mist machen solten in derselben Hölle schmoren wie diejenigen, die Casablanca nachträglich coloriert haben.

7. Meine zuletzt gesehene Serienstaffel ist The West Wing S01 und die war toll, weil ich sie seit sechs oder sieben Jahren ungesehen und vergessen hier im Schrank stehen hatte, nur eine Folge kannte und erst nach einem Tweetwechsel von @ankegroener und @patschbella auf die Idee kam, mir die Serie überhaupt doch mal anzusehen. Ja, ich bin gelegntlich ein ziemlicher Spätzünder; ich habe die Sopranos und The Wire auch erst Jahre später entdeckt und noch keine Folge von Friends, Frasier oder Seinfeld gesehen und nur eine Folge von Ally McBeal. Und die aktuellen Tipps zu Games of Thrones, Breaking Bad, Suits oder Dexter habe ich zwar alle brav angefangen und bin gelangweilt wieder ausgestiegen, ich finde die genauso doof wie Six Feet Under. Schlagt mich. Ich bin halt kein TV-Gucker.
Ich mag aber Sorkins Filme (A Few Good Men, The American President, Charlie Wilson’s War, The Social Network und Moneyball) und wußte, ich würde mich irgendwann mal näher um The West Wing kümmern müssen, aber wie es dann immer so ist, es kommt einem dauernd etwas dazwischen, bis man Jahre hinterherhinkt. Inzwischen bin ich in der Mitte der zweiten Staffel und total angefixt. Oh, und C. J. ist der Hammer:

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Link(s) vom 2. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 2nd Juli 2012,
  • veröffentlicht von
Link(s) vom 2. Juli 2012

Zwischen dem 30. Juni 2012 und dem 2. Juli 2012 aufgelesen:

Der 11 Freunde Liveticker in Kombination mit der eigenen Twittertimeline war bzw. ist die beste Alternative zu „Fussballspiel live oder mit Freunden sehen“. Findet eigentlich noch jemand außer mir, daß Béla Réthy (schreibt der sich so?) künftig maximal noch für Radio Eriwan Spiele zwischen dem 1. FC Unterpfaffenhofen und Wacker Seitwärts e.V. pfeifen kommentieren dürfen sollte?

  • Freedom of Tweet: Olympics, Brands, Athletes and Raving Fans
    „If the business does not have a social mindset, they will get trapped in this endless desire to control messages – an impossibility since social media is alive. The messages, the „talk“ around your product, can not be controlled any more than you can control the entire world around you.“

Die Social Media Richtlinien der Olympiadeveranstalter sind raus. Sie gleichen einem Maulkorb. Offenbar glauben die alten Herren tatsächlich, daß Social Media Kanäle ausschliesslich dazu da sind um Sponsorenhurra zu verbreiten. In Kombination mit den jüngsten Bilderfälschungen bei den EM 2012 TV-Übertragungen der UEFA (einem ähnlich restriktiven Verband ohne jeden Sportsgeist) können wir uns darauf einrichten, daß es eine seelenlose Plastikolympiade wird.