Media Monday #44

  • Veröffentlicht am 30th April 2012,
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Ich sehe gerade, die letzte Woche habe ich glatt verpennt, den Media Monday zu bloggen. Also lasse ich den jetzt mal aus und bin heute dafür pünktlich zu Nummer 44:

Media Monday #44

1. Der beste Film mit Guy Pearce ist für mich L.A. Confidential. Ja, Memento war auch prima, und The King’s Speech natürlich (auch wenn er da wenig mehr gemacht hat, als einmal durchs Bild zu laufen). Aber die hatten nicht diese Wucht von L.A. Confidential, finde ich. Ansonsten muss ich sagen, finde ich ihn ziemlich uninteressant; wirklich überzeugt hat er mich in keiner seiner Rollen, er hatte halt das Glück, in ein paar starken Filmen mitzuspielen.

2. Paul Thomas Anderson hat mit Boogie Nights seine beste Regiearbeit abgelegt, weil es sooo einfach gewesen wäre, den Film zur Parodie zu machen, die Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben oder schlicht einen „schmutzigen“ Film zu drehen. Aber das hat er nicht getan, und darum ist das auch einer der besten Filme der 90er.

3. Der beste Film mit Mila Kunis ist für mich Forgetting Sarah Marshall. Ein Film, bei dem ich dachte: Oh, okay, eine RomCom mit (mir) unbekannten Schauspielern, schön seicht. Und dann kam plötzlich dieser entzückendene Film dabei herum, der mich sehr positiv überrascht hat. Sehenswert!

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4. Gibt es einen Film, der geplant und bereits im Gespräch war, letztlich – oder bisher – noch nicht produziert worden ist, auf den ihr euch aber sehr gefreut hättet? Da fällt mir leider gerade spontan keiner ein. Ich weiß noch, daß ich mich damals riesig auf den Hobbit gefreut hatte, weil ich die LOTR Filme so gern habe. Und daß ich sehr enttäuscht war als ich hörte, er werde nun doch nicht produziert. Und jetzt, wo er bald in die Kinos kommt, lässt es mich seltsam unberührt: irgendwie ist zu viel Zeit vergangen, finde ich. LOTR war eine sehr intensive Phase meines Berufslebens, die nun lange vorüber ist und ich bin einfach weitergereist. Ich werden den Hobbit sicherlich sehen, aber die Magie der ersten drei Filme wird für mich wohl unerreicht bleiben.

5. In sich abgeschlossene Miniserien sind oft toll und lassen mich meist wünschen, ich könnte die Protagonisten noch ein wenig länger auf ihrem Weg begleiten, wie das auch bei guten Büchern der Fall ist.

6. Filme mit mehreren Episoden und Erzählsträngen sind oft interessant, verlangen dem Zuschauer einiges ab und wirken meist noch länger nach.

7. Mein zuletzt gelesenes Buch war „The Rich Part Of Life“ von Jim Kokoris (2002) und das war auch beim zweiten Lesen inhaltlich überwiegend toll, aber ansonsten sehr nervig, weil offensichtlich kein Lektorat, geschweige denn ein Schlussredakteur beteiligt war, um die zahlreichen Grammatikfehler vor Drucklegung rauszunehmen. Das störte dann doch sehr beim Lesen.

 

Link(s) vom 29. April 2012

  • Veröffentlicht am 30th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Klouchebag Site Mocks Klout, Measures Your ‘Asshattery’
    “Klout annoys me for the same reason that search engine optimization annoys me — it’s an enormous amount of effort designed to game an arbitrary and often-changing system,” Scott says. “Imagine if all that time went into actually making interesting things or caring about the people around you.”
  • Piers Morgan Thinks Alec Baldwin’s Wine-Fueled Tweets Are “Un-Missable” | Blogs | Vanity Fair
    „So what makes for successful social-media stardom? For Morgan, it’s authenticity. And maybe a glass or two of wine. “The people that I like to follow are not the boring ones who clearly get their publicist to post their charitable works,” he says. “There’s enough of that nonsense going on. What I like are the ones who are visceral. A classic great tweeter is Alec Baldwin. Alec Baldwin late at night—he’s had a couple glasses of wine—is un-missable. Anything could happen.”“
  • The Google attack: How I attacked myself using Google Spreadsheets and I ramped up a $1000 bandwidth bill
    „To make things worse, I realized that the cost was going up hour after hour. Fifty to hundred dollars more in billing charges with each. passing. hour. I started sweating.“
  • Wird der Altruismus überleben? « Pixelökonom
    „Allerdings: Wer vertraut und kooperiert, handelt nicht selbstlos. Seine Motive sind letztlich egoistischer Natur. Denn wird sein Vertrauen nicht missbraucht, erhält er am Ende mehr zurück als er gegeben hat. Woher aber kommt der Altruismus? Warum hat die Evolution einen Charakterzug hervorgebracht, bei dem sich einer zurücknimmt, damit es anderen besser geht?”
  • Die Schufa fürs Web: Klout misst euren sozialen Wert | Basic Thinking
    „Fiorella setzte nach der Absage in Toronto übrigens alles daran, seinen Klout-Score hochzuschrauben, und erreichte schließlich eine Punktzahl von 72. Für Unternehmen, die nach Managern in seiner Position suchten, wurde er damit plötzlich zu einem ganz heißen Kandidaten. Seine 15 Jahre Berufserfahrung als Consultant bei Unternehmen wie AOL, Kraft und Ford spielten plötzlich nur noch eine untergeordnete Rolle.“
  • A Complete Guide to ‚Hipster Racism‘
    Racism is like a wily little bacterium. It doesn’t just roll over and die once we swallow our antibiotics—it mutates and evolves and hides itself in plain sight, and then all of a sudden, fuck, my arm fell off. Dickhead bacteria. (Sidenote: arm for sale!)
  • Das Ohr des Automechanikers « Welt am Sonnabend
    „Jeder lebt in seiner Welt. Ich: iPad-Welt, die hier: Öl-Welt. Ich erkläre mein Problem, Schweißrand-Cap führt mich ins Büro. An der Tür steht „Büro“ und „Nur Barzahlung“, drinnen angemörftes 70er-Mobiliar, Chaos-Schreibtisch, ein Super-Sonderangebot: „Römer Kindersitz, wie neu, 120 Euro“. “

Der Plan zur #rp12 steht:

  • Veröffentlicht am 27th April 2012,
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Der Plan zur #rp12 steht:

Lange alles durchgelesen, Termine gecheckt, Inhalte verglichen, Sprecher angesehen. Die für den Job bzw. den Kunden interessanten Panels rausgeschrieben, die vielversprechenden Panels von Bekannten und den üblichen Verdächtigen. Neugierde, ob die neue Location der #rp12 gerecht wird. Sorge, ob genügend Lücken für den Lunch mit Daniel Craig und die vielen Bierchen mit den vielen, lieben Freunden bleiben. Wissend, das am Ende alle Pläne wie jedes Jahr Makulatur sind und die spannendsten Unterhaltungen jenseits der Konferenzen stattfinden. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn was man verpasst, kann man fast immer hinterher noch einmal in Ruhe ansehen. Hier sind z.B. die Videomitschnitte der wichtigsten Vorträge und Sessions von 2011.

Ich freu’ mich so!

Und wie sehen Eure Pläne aus? Was hab’ ich übersehen, was kann ich ignorieren? Hier ist das Programm: re:publica 2012.

Link(s) vom 20. April 2012

  • Veröffentlicht am 20th April 2012,
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Zwischen dem 18. April 2012 und dem 20. April 2012 aufgelesen:

  • Boomers‘ generation had everything it wanted – and it still does – The Globe and Mail
    „As for an inheritance, the Millennials shouldn’t count on one. Unlike our own parents, who thought it was immoral to dip into their capital, we boomers would rather spend our savings than preserve them. Whatever money we have left after travelling the world will disappear pretty fast once we check into that upscale assisted-living home, at $7,000 a month. Did I mention that we’ll live forever?”
  • paywall vs. verwässerte marke – wirres.net, fachblog für irrelevanz
    „spiegel-leser wissen mehr — diese zeiten sind längst vorbei. wenn ich mehr über die jüngere geschichte erfahren will, kaufe ich mir ganz sicher keinen spiegel, sondern die geo epoche. zu fast allen anderen themen fallen mir zig alternativen ein, kostenlos und kostenpflichtig, die ich eher lesen oder kaufen würde als den spiegel.”
  • What It Cost Eight Women Writers To Make It In New York | The Awl
    „In 1927, separated from her Mr., Dorothy Parker got her own place, a furnished small one-bedroom on E. 54th Street in midtown. Both her office and locus for nightly pre-carousing cocktails, Parker paid $75 a month rent—$981.31 in 2012 dollars. If you see a Midtown one-bedroom for less than a thousand dollars I suggest you take it.“

Plan B sind wieder da!

  • Veröffentlicht am 19th April 2012,
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Die älteren unter uns werden sich erinnern: Da gab es in den 80ern mal eine Berliner Kombo, die soliden Funrockpunk machte: Plan B. Mit dabei: Johnny Haeusler, heute Autor, Blogger, re:publica Kopf und nun mit fettem Gebläse zur Reunion am Start. Die nächsten bzw. ersten Konzerttermine der Wiederauferstehung stehen auch schon fest; am 6.6. im Hamburger Molotow und am 7.6. im Berliner Lido. Kommet zuhauf!

Out of Bounds

  • Veröffentlicht am 18th April 2012,
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Out of Bounds

Anfrage eines Werbebeauftragten zum Thema Golf:

Sehr geehrter Herr T,

ich schreibe Ihnen im Namen des Online-Shops [Shopname]. Unsere Agentur arbeitet zurzeit daran, die Produkte des Shops bekannter zu machen und wir würden im Rahmen dieser Aktion gerne mit Ihnen kooperieren. Wir verfolgen Ihren Blog schon längere Zeit und glauben, dass Sie die passende Zielgruppe erreichen. Ihr Blog ist in der Golfszene vielen Leuten ein Begriff. Da Sie allgemein zum Thema Golf schreiben, dachten wir uns, es sei für Sie bestimmt auch interessant aktuelle Golfartikel zu testen.  (mehr …)

Link(s) vom 17. April 2012

  • Veröffentlicht am 17th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Dieser ganze Hype um Caine’s Arcade ist schon faszinierend. Inzwischen sind über 150.000 $ für den Collegefund des Lütten zusammengekommen (wenn PayPal ihm die mal hoffentlich widerstandslos auszahlt …). Die meisten sind einfach nur erstaunt und fröhlich darüber, daß der Junge nicht am Computer spielt, sondern „richtig“ kreativ ist, mit Tesafilm und pappkartons und so. (Nunja, was passiert, wenn Jungs in ihren Garagen am Computer kreativ werden, hat man ja gesehen.)

Nett. Also, ich kann’s nicht. Aber ich arbeite auch lieber an meinem Score.

Media Monday #42

  • Veröffentlicht am 17th April 2012,
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Es ist Montag! Äh, also, oay, nicht mehr ganz, aber wer wird denn gleich rumspießen? Media Monday #42 ist da:

1. Der beste Film mit Stanley Tucci ist für mich The Life And Death Of Peter Sellers. Das ist sowieso einer meiner Lieblingsfilme, und Tucci spielt hier den jungen Kubrick, ganz großartig.

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2. Roland Emmerich hat mit Independence Day seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der Film lustiges, spannendes, gut besetztes, schnörkellos produziertes und kreatives Unterhaltungskino im besten Sinne war, aber für einen Bruchteil des Budgets eines üblichen Hollywood Actionstreifen. Respekt!

3. Der beste Film mit Audrey Tautou ist für mich puh, schwierig. Da schwanke ich ein wenig zwischen Amélie und Un long dimanche …, die sind beide toll. Aber Amélie hat die Nase vermutlich ein bisschen vorn, weil so anders, so überraschend und so heiter-melancholisch. Mit den meisten ihrer anderen Filme die ich gesehen habe, konnte ich mich hingegen nicht anfreunden und Coco fand ich richtig ärgerlich.

4. Wie findet ihr es, wenn bekannte Filmschauspieler plötzlich im Serienfach auftauchen und vor allem, wertet das diese Serien eurer Meinung nach auf oder hat das keinen Einfluss? Äh, da fällt mir jetzt gerade so gar kein Beispiel zu ein, sorry. Wahrscheinlich gucke ich zu wenig Serien. Fast alle Gaststars oder Filmschauspieler aus M*A*S*H haben dort erst ihre Karriere erst begonnen und waren unbekannte (Lawrence Fishburne, Patrick Swayze, Regisseur Ron Howard uva.), das ist wohl die umgekehrte Variante. Ich habe gelesen, daß sich damals manche Leute nur sehr schwer bis gar nicht an David Schwimmer in der Figur des Cpt. Sobel in der Serie Band of Brothers gewöhnen könnten (HBO, 2001), weil sie ihn aus Friends kannten. Lustigerweise habe ich jedoch trotz meinen Jahren bei WB nie auch nur eine Folge Friends gesehen, insofern wußte ich zwar, daß er dort mitspielte, hatte aber kein Bild im Kopf und konnte ihm daher recht unvorhergenommen begegnen. Vielleicht bin ich auch deshalb eine der wenigen, die ihn in dieser Rolle wirklich gut und reichlich furchterregend fanden.

5. Filme, bei denen in den letzten fünf bis zehn Minuten vor Schluss alles über den Haufen geworfen wird, was man zuvor gesehen hat können gut gehen, meist aber sind sie Mist.

6. Im Grunde ist Edward Norton einer meiner liebsten Schauspieler, aber The Italian Job mit ihm war wirklich enttäuschend, denn obwohl das kein Meisterwerk war sondern ein überflüssiges Remake, war es doch ein lustiger Actionfilm mit tollem Tempo, guten Dialogen und gut aufgelegten Schauspielern – nur Ed Norton hatte ganz offensichtlich keinen Bock und hat nur mitgespielt, weil er Paramount noch zwei Filme aus seinem Vertrag schuldete. Seine Unlust ist in jeder Szene zu spüren und der einzige Mißton an diesem ansonsten prima Popcornfilm.

7. Mein zuletzt gesehener Film war noch einmal The Iron Lady und der war besser als beim ersten Ansehen, weil mir bald deutlich wurde, daß dies kein Film über Maggie Thatcher ist, sondern eigentlich in erster Linie über das Altern und was es mit uns macht. Es sind die kleinen Dinge und Momente, die diesen Film nicht groß, aber doch besser machen, als gedacht.

Link(s) vom 14. April 2012

  • Veröffentlicht am 14th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Das ist natürlich Käse, Mr. White. Aber ansonsten ein schön atmosphärischer Bericht über diesen merkwürdigen Typen.

  • Das Handelsblatt auf dem Weg zur Klowand
    „Man hat keine andere Meinung zu haben als das “Handelsblatt”, das steht auch mit Geheimtinte geschrieben im Impressum der Zeitung – bügeln sie nur mal drüber.“

Ich finde ja diese ganze Handelsblattnummer so unfassbar lächerlich, dämlich und unlustig, da fehlt mir das Verständnis, wie man sich mit diesen Neandertalern noch groß auseinandersetzen kann. Aber das hier ist dann doch ganz lustig.

Link(s) vom 13. April 2012

  • Veröffentlicht am 13th April 2012,
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Link(s) vom 13. April 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • Deutschland, Hotelwelten, Irrwitz im Detail
    «Es fängt mit der stillen Anschuldigung an, die in den Kleiderbügeln wohnt. Die Bügel haben diese Antidiebstahlvorrichtung, sie lassen sich nur in die speziellen Bügelhalter an der Stange einhängen, statt eines normalen Hakens ist da ein Pinöppel. Der Hotelbügel ohne Haken ist der passiv-aggressivste Gegenstand des Planeten.»

Der schreibt schon verdammt gut, der Lobo.

Gesucht – gefunden?

  • Veröffentlicht am 13th April 2012,
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Ab und zu fällt mir ein, daß ich ja ein Statistiktool hier implemetiert habe. Das zeigt u.a. an, wonach die Leute gesucht haben, als sie hier aufgeschlagen sind. Manchmal sind das schon recht merkwürdige Begriffskombinationen:

Ich habe für e13.de bislang weder eine Abmahnung kassiert (*auf Holz klopfend*) noch besitze ich eine DVD eines Konzerts dieser legendären Tournee von Pink Floyd; ich wußte gar nicht, daß es die gibt? Ich habe nur das Vinyl-Doppelalbum. Verlinkt habe ich den Song in einem drei Jahre alten Beitrag über meine ersten Gehversuche beim Joggen (haha). Das wird dem Suchenden jedoch  wahrscheinlich wenig geholfen haben, schätze ich. Sorry, hoffe, es geht glimpflich ab.  (mehr …)

Link(s) vom 12. April 2012

  • Veröffentlicht am 12th April 2012,
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Zwischen dem 10. April 2012 und dem 12. April 2012 aufgelesen:

So habe ich das auch immer empfunden, und ich bin eigentlich von Hause aus nicht besonders zynisch veranlagt. Ich war eine von Millionen, die die Geburt von Band Aid, Live Aid, USA for Africa am TV miterlebt und wirklich gedacht hat, da ginge was. Da ging auch was – nur grauenhaft falsch, und es geht immer weiter.

  • cronenburg: Hilfe, ich habe mein Buch verschenkt!
    «Verlage und Buchhandel werden meinen Beitrag nicht mögen. Aber vielleicht lernen sie auch etwas daraus, bevor es zu spät ist? Vielleicht pflegen sie ihre AutorInnen wieder mehr? Wir wollen ja gar nicht alles selbst machen müssen. Aber wenn wir ohnehin alles in Eigenarbeit erledigen, warum dann nicht ganz?»

Ich mach’ das jetzt mal mit den Fähnchen.

  • Die magische soziale Alchemie meiner Timeline
    «Kulturpessimisten sprechen von der „Filterblase“, wenn sie bedauern, dass nicht mehr alle Bürger preußisch pünktlich gleichzeitig um acht vor der Tagesschau sitzen, ich lieber davon, dass, wie keine Schneeflocke einer zweiten gleicht, auch jede Timeline unverwechselbar ist.»

Ja, das finde ich ja auch skurril: es ist ungeschriebenes Gesetz unserer Väter und Vorväter, daß die Tagesschau heilig ist, man da weder anrufen darf noch sich unterhalten, während Herr Köpke (bzw. seine Nachfolger) uns in 15 Minuten die Welt erklärt. Und beim Frühstück, in der U-Bahn, zum Kaffee, in der Mittagspause in die Zeitung zu schauen, das ist auch vollkommen legitim und gar nicht unhöflich gegenüber den anderen am Tisch. In manchen Familien gibt es eine richtige Hackordnung, wer die Zeitung entjungfern darf (Papa natürlich), und wirklich geschafft hat’s der Bildungsbürger, wenn sein Leserbrief abgedruckt wurde. Ich erinnere mich auch noch an extra Kinderseiten in den Zeitungen oder Zeitschriften, wo man zehn Mark für einen eingereichten und abgedruckten „Witz der Woche“ bekam. – Jetzt stelle man sich das auf Online und die Timeline übertragen vor: ich sitze mit dem Smartphone am Tisch und lese, was es für mich relevantes Neues gibt. Wenn ich meine, ich muß mich mit dem Redakteuer über seinen Beitrag unterhalten, kann ich das inzwischen in aller Regel relativ problemlos tun; per mail, an der Facebook Pinnwand oder schnell via Twitter. Ich kann seinen Videobeitrag unmittelbar kommentieren und natürlich wird der Kommentar veröffentlicht (so lange ich mich an die gängigen Regeln des höflichen Miteinander halte). Nur die zehn Mark für den Witz der Woche gibt es nicht mehr; dafür wird ungefragt der Lieblingstweet der Redaktion honorarfrei abgedruckt. Es ist alles so irre.

  • Tiger joins the Lost Boys – Sports – Salon.com
    «Of the three Lost Boys of SportsWorld – Tiger Woods, O.J. Simpson and Mike Tyson – I’ve always found Tiger the least appealing or interesting, yet the most poignant. He grew up before our eyes. At 2, he swung his cut-down club for Bob Hope on TV as his Zeus-ish Dad, Earl, beamed over him. By 5, Tiger was giving tips in Golf Digest. The real question he needed to answer, I came to think, was whether he truly loved golf or just wanted Earl to love him.»

Ich bin und war nie ein Fan von Tiger; in der Zeit, als er seinen kometenhaften Aufstieg hatte, war ich in einer längeren Pause vom Golf und hatte den Kopf mit anderen Dingen voll Die besten Golfer aus der Zeit in der ich spielte, bevor ebendiese Pause begann, hießen Faldo, Seve, Langer, Norman, Watson,  Nicklaus, Couples. – Als ich 2003 wieder einstieg, hatte Tiger diese Generation fast im Alleingang abgelöst und dominierte das Profigolf so stark, daß ich eine ganze Weile brauchte um herauszufinden, wer inzwischen eigentlich noch mitspielte. Dennoch hatte ich seine absolute Hochphase verpasst. Vielleicht erklärt das meinen Mangel an Begeisterung für sein Spiel, das natürlich phänomenal war und immer noch ist. Aber vermutlich hat es auch etwas mit seinem Verhalten auf dem Platz zu tun. Er flucht, spuckt, wirft mit den Schlägern um sich und das ist alles für mich kein Grund, ihn zu bewundern, ganz im Gegenteil, das macht ihn für mich extrem unsympathisch. Ich habe immer gesagt und glaube nach wie vor, daß er nie wieder so spielen wird wie früher, denn er hat den Kopf nicht mehr frei und seine Konkurrenz fürchtet ihn nicht mehr. Inzwischen gibt es viele neue, jüngere Spieler, die ihn in Grund und Boden spielen und außerdem trotz oder gerade wegen ihrer Einhaltung der Etikette cool sind und das finde ich super. Ich werde Tiger keine Träne nachweinen.

Ein Koran in jedem Haushalt?

  • Veröffentlicht am 10th April 2012,
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Ein Koran in jedem Haushalt?

Die Satirewebsite Welt Online berichtet so glaubwürdig wie sie kann, daß „Islamisten“ 25 Mio Korane unters deutsche Volk bringen wollen, um es zu missionieren.

Wer nicht an Allah und seinen Propheten glaubt, landet nach dem Tod direkt in der Hölle, so die Kernbotschaft der salafitischen Prediger.

Okay, einige Ungläubigeinformierte könnten jetzt argumentieren, daß Konkurrenz das Geschäft belebe: schließlich haben hierzulande die rivalisierenden Gangs „Katholiken“ und „Protestanten“ das Thema Missionierung der Ungläubigen fest in ihren Händen und zumindest die Mitglieder der Katholen-Gang haben Fegefeuer, ewige Verdammnis und solche rituellen Showeinlagen für alle nicht-Mitglieder schon seit Jahrhunderten fest im Programm.  (mehr …)

Media Monday #41

  • Veröffentlicht am 10th April 2012,
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Es ist Montag! Also, beinahe. Gefühlt.

1. Der beste Film mit Sam Neill ist für mich The Dish. Das ist eine kleine, niedliche Komödie aus Australien, über die (wahre? egal, unterhaltsame) Geschichte, wie eine Stellitenschüssel in der Mitte von Nirgendwo die Übertragung der Mondlandung rettet. Liebenswert, feed-good movie, familienfreundlich und gar nicht langweilig dabei.

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2. Peter und Bobby Farrelly haben mit Osmosis Jones ihre beste Regiearbeit abgelegt, weil der Film einfach der Oberhammer ist. Super animiert, genial synchronisiert von Lawrence Fishburne, Chris Rock oder auch William Shatner und Lieferant eines guten Dutzend exzellenter Filmzitate, die leider wirklich nur die Eingeweihten erkennen, denn der Film lief hierzulande glaube ich gar nicht, oder nicht länger als eine Woche höchstens. Die negativen Seiten will ich auch nicht verschweigen: alles, was den typischen Farrellyhumor in den Szenen mit Bill Murray definiert. Da spule ich grundsätzlich vor. Ansonsten MUST SEE MOVIE!!!!einself!!11

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3. Der beste Film mit Zooey Deschanel ist für mich Almost Famous, bzw. der Director’s Cut „Untitled“ . Da muss ich keine Sekunde überlegen. „One day you’ll be cool.“

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4. __________ ist/sind für mich ganz klar Kult – auch wenn diese Meinung kaum jemand teilt. – Ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll. Irgendjemand wird immer meine Meinung zu einem Film teilen und das Etikett „Kult“ ist so abgelutscht, das möchte ich keinem Lieblingsfilm umhängen.

5. Das französische Kino hat so seine Momente. Ich mag viele Filme der nouvelle vague, dann Monsieur Hulot, die Romy Schneider Filme aus der Zeit (Die Bankiersfrau, Der Swimmingpool), Delon oder Belmondo in den frühen 80ern (3 hommes a abattre, der hat übrigens einen wunderbaren Score, von Claude Bolling, oder Le Professionel). Mir haben auch die Hits der jüngeren Zeit meist gut gefallen (Amélie, 8 Femmes, Un long dimanche … etc.). Aber andererseits haben unsere Nachbarn oft einen so abgedrehten Humor, da kann ich einfach gar nicht drauf (Willkommen bei den Shti’s, alles mit Louis de Funès). Fazit: ein französischer Film ist für mich weder ein Qualitäts- noch ein Ausschlusskriterium.

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6. Wenn ein Film eine 3D-Version eines erfolgreichen Films ist, die klar nur zu dem einzigen Zweck existiert, um richtig Kasse zu machen (can you say Titanic?), dann ist dieser Film für mich völlig ohne Belang.

7. Mein zuletzt gesehener Film war die Verfilmung von Tom Clancys Patriot Games und der war okay , weil gut besetzt, gut inszeniert und spannend genug, um ihn sogar im free TV zu ertragen, aber insgesamt doch nichts, um darüber groß zu bloggen.

Link(s) vom 10. April 2012

  • Veröffentlicht am 10th April 2012,
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Link(s) vom 10. April 2012

Instagram’d in der Bahnhofsbuchhandlung HH-Altona

Zwischen dem 7. April 2012 und dem 10. April 2012 aufgelesen:

  • Every time you love a service, it gets closer to being acquired
    «Even though Systrom said in plain English that the app wouldn’t change, people aren’t listening. Why? Because Facebook’s brand identity has become totally repellant to them. “I just lost one of my favorite networks, because it was acquired by a network that I heavily dislike. It sucks,” said TNW Editor Brad McCarty. So it seems we are more upset that two brands — one that we have affection for and the other, not so much — are now essentially the same company than about losing any functionality within the app.»

Ich habe Instagram erst vor einigen Wochen zu nutzen begonnen, da es auf meinem alten iPhone nicht lauffähig war. Insofern mußte ich nur 17 Fotos retten, bevor ich sie zusammen mit meinem Account gelöscht habe. Ich finde es sehr schade um den Dienst, denn er war wirklich hübsch gemacht. Und ja, mir ist natürlich bewußt, daß jeder kostenlose Service ohne erkennbares Geschäftsmodell auf genau so etwas abzielt – die Übernahme durch einen Haifisch wie Facebook, der dann die Daten auswertet. „Wenn du nichts für die Nutzung zahlst, dann bist du das Produkt“, klar. Aber schade finden darf ich es ja trotzdem.

  • Making Fender Guitars, Then (1959) and Now (2012) | Open Culture
    «The first video above, “A Strat is Born,” takes you through the making of a contemporary Stratocaster in four timelapse minutes. The action all takes place at Fender’s factory in Corona, California. The second video below offers a vintage 1959 tour of the Fender factory in Fullerton, CA. Put the two videos side by side, and you can see how much times have … or haven’t … changed.»

Ich war ja immer eher Gibsonista als Fender-Aficionado, auch wenn ich z. Zt. nur meine olle Strat beschrammele, aber sehenswert ist das natürlich so oder so.

Link(s) vom 4. April 2012

  • Veröffentlicht am 5th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Ray Bradbury Gives 12 Pieces of Writing Advice to Young Authors (2001)
    – „Don’t start out writing novels. They take too long. Begin your writing life instead by cranking out “a hell of a lot of short stories,” as many as one per week. Take a year to do it; he claims that it simply isn’t possible to write 52 bad short stories in a row. He waited until the age of 30 to write his first novel, Fahrenheit 451. “Worth waiting for, huh?”“

In der Tat. Das gilt übrigens auch fürs Zeichnen.

  • How To Talk To Strangers   – MTT – Music Think Tank
    «Generally, if you smile at people they will smile back even if they don’t mean to. It may help to remember the last time you felt truly hospitable – to be welcoming you have to smile! People mirror attitude so like The Law of Attraction a bad mood attracts bad vibes. People are less likely to want to talk to you.»

Ein paar hilfreiche Tipps für introvertierte Menschen, die zum Netzwerken gezwungen sind (*räusper*)

  • Wenn die Geschichte Geschlechtsverkehr mit einem hat « Malte Welding
    «So ein Segen kommt nie, niemals aus dem Beharrungswillen heraus. Sondern immer bloß aus der Empathie, letztlich also aus der Vernunft.
    Denn von Fairness in einer Gesellschaft profitieren alle. Niemandem ginge es schlechter, wenn ein Musiker von seiner Arbeit ordentlich leben könnte, genausowenig wie wir darunter leiden, dass DM höhere Löhne zahlt als Schlecker.»

Malte stellt mal ein paar grundsätzliche Fragen zu „Das war halt schon immer so“.

To Rome With Love (Trailer)

  • Veröffentlicht am 4th April 2012,
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Ich werde ja wohl nicht zum Woody Allen Fan auf meine alten Tage, oder? *ungläubig guckend*
Wobei … Wenn Woody auf seine alten Tage aus NYC herauskommt und neuerdings überall sonst dreht, dann kann man sich das wohl mal ansehen. Und Rom ist ja sowieso toll.

Link(s) vom 4. April 2012

  • Veröffentlicht am 4th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Herr Beck kann nicht schlafen » Gelassenheit durch Kompetenz
    «Herr Beck ist Mitglied einer Partei, die in ihrer Regierungsverantwortung die „HartzIV-Gesetze“ einführte und Mitglied einer Regierung (Er, stolz: „5x wiedergewählt!“) die dem im Bundesrat zustimmte (citation needed, ich bin aber zu faul zum suchen). Herr Beck kann nun nicht schlafen, weil die Schleckerianer nun ALGI beziehen und sich alleine/mit Hilfe des Arbeitsamtes, Verzeihung, der Arbeitsagenturen, neue Jobs suchen müssen.»

Ja, das fand ich ja am allerskurrilsten an dieser Aussage von Herrn Beck und seiner Spießgesellen, die die Schlecker-Mitarbeiter (Leute, die „Schlecker-Frauen“ sagen, haben auch mit „Döner-Morden“ kein Problem, oder?) vor dem Hartz IV-Schicksal bewahren wollen: Es ist das offene Eingeständnis, daß ihre menschenverachtende, als Sparpolitik verkleidete Enteignungs- und Entwürdigungspolitik, die sie mit den Grünen zusammen durchgedrückt haben, eine einzige Katastrophe ist und de facto Menschen ins Elend stürzt und quasi chancenlos zurücklässt. Der viel gescholtene Pirat Christoph Lauer bringt das in einem bemerkenswerten Beitrag in der FAZ so auf den Punkt:

„Jetzt sitzen wir mit einer Moderatorin im Studio und reden über Schlecker. Und Kurt Beck explodiert und tut so, als hätte Deutschland kein Sozialsystem, als wäre die Pleite von Schlecker das Todesurteil für 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er ignoriert dabei, welche Partei der Stigmatisierung von Arbeitslosigkeit durch die Agenda 2010 Vorschub geleistet hat. Keiner erklärt, warum eine Transfergesellschaft für 70 Millionen Euro Steuergeld besser arbeiten kann als die Bundesagentur für Arbeit. Keiner fragt Kurt Beck danach. Vor allem nicht die Moderatorin.“

(Der Artikel in der FAZ ist übrigens rundherum wunderbar und zeigt auf, warum es die Piraten braucht: Um mal wieder deutlich zu sagen, daß der Kaiser nichts an hat. Ein Job, der eigentlich Aufgabe der Medien wären, aber die sind ja inzwischen nur noch Claqueure und Hofnarren des Kaisers.)

Das ist sooo wahr.

Link(s) vom 3. April 2012

  • Veröffentlicht am 3rd April 2012,
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Zwischen dem 29. März 2012 und dem 3. April 2012 aufgelesen:

  • Mein Plattenladen heißt Herunterladen – Dietrich Brüggemann
    «Das ist so, als säße ich auf dem Beifahrersitz eines Autos, das an der Ampel losfährt, würde den Tacho beobachten und sagen: Verdammt, jetzt haben wir schon in sieben Sekunden von null auf fünfzig beschleunigt, wenn das so weitergeht, werden wir schon bald die Schallmauer durchbrechen, da sollte ich jetzt besser mal dem Fahrer laut schreiend ins Steuer greifen und den Wagen gegen die nächste Wand lenken.»

Sehr, sehr lesenswerter Beitrag zur Urheberrechtsdebatte.

  • IHK, #penispferd | pantoffelpunk
    Tja, das ist der Nachteil am professionellen Fotografendasein: Zwangsmitgliedschaft in der Kammer. Als Grafikdesignerin habe ich die Fotografen immer ein Stück weit darum beneidet, daß ihre Berufsbezeichnung geschützt ist und nicht einfach so von jedem Kamerabesitzer genutzt werden darf (anders als bei uns, wo sich jeder so nennen darf – und das auch tut – der sich die Adobe CS gekauft oder raubmordkopiert hat oder einen Bleistift in die Hand nehmen kann, ohne sich damit ins Auge zu stechen).
  • Presserecycling
    «Ich wurde neugierig und befragte das Orakel. Und siehe da: Mein déjà-vu-Erlebnis konnte ich beim Hamburger Abendblatt, ntv.de, der Märkischen Allgemeinen, Stern.de, der Augsburger Allgemeinen, der Nordwest-Zeitung, der Volksstimme und der Neuen Osnabrücker Zeitung wiederholen. Mein Elan, die Links einzuarbeiten, endete hier, sodass Focus, Frankfurter Rundschau, Saarbrücker Zeitung und N24 nur noch namentlich erwähnt bleiben.»

Auch jenseitsder üblichen Medienbeobachterblogs bleibt nicht unbemerkt, daß das, wofür die deutschen Verleger ein Leistungsschutzgeld verlangen, mit Leistung eher weniger zu tun hat als mit ungekennzeichnetem copy & paste.

  • CCC | Antwort auf den offenen Brief der Tatort-Drehbuchschreiber
    «Gerade Ihr als Tatort-Autoren, deren Brötchen zum großen Teil über die Rundfunkgebühren bezahlt werden, solltet wissen, wie sich eine Kulturflatrate anfühlt. Hier hungern Urheber nicht. Aber gerade diese Verwertungsgesellschaft, die Eure Tatort-Drehbücher entlohnt, ist das beste Beispiel, wie sich ein verselbständigter Wasserkopf mehr und mehr der eigentlich Euch zustehenden Anteile am ausgestrahlten Werk einverleibt. Hand hoch, wieviele von Euch sind festangestellt? Wieviele wurden in den letzten Jahren durch Vertragsveränderungen bei den Landesmedienanstalten auch noch der Zweitverwertungsrechte im Netz beraubt? Na, und wie fühlt sich der Blick in Eure Buy-Out-Verträge an, wenn Ihr ehrlich seid? Stockholmsyndrom?»

Ein Filmstöckchen, ein Filmstöckchen!

  • Veröffentlicht am 2nd April 2012,
  • veröffentlicht von

Christian hat es von der Kaltmamsell aufgefangen und mich beworfen. Da wommadomma sehen:

  • Gehst Du (noch) ins Kino, oder hat ihm das Heimkino mit allen seinen Vor- und Nachteilen da inzwischen den Rang abgelaufen?

Ich gehe nicht mehr so häufig ins Kino wie früher. Das hat einige Gründe: erstens gibt es nicht mehr so viele Filme, die mich interessieren, oder besser gesagt: ich bin wählerischer geworden. In den 80ern und 90ern habe ich als Schülerin, Studentin und den ersten Jahren meines Arbeitslebens einfach alles geguckt, was lief. Ob Jim Jarmusch oder Ivan Reitman, ich habe alles aufgesogen wie einen Schwamm. Die Magie des Kinos hatte mich fest in ihren Bann gezogen und glücklicherweise gab es bei uns im Vorort zwei Programmkinos, die die legendären Schinken wie Lawrence of Arabia genauso auf die große Leinwand brachten wie Porky’s oder Grease. Danach war ich nicht mehr in jedem Film, aber immer noch zweimal pro Woche im Kino, bis ich dann schliesslich berufsbedingt wieder in jedem Film war. Inzwischen bin ich bei den statistischen zweimal pro Jahr angekommen, die der Deutsche ins Kino geht. Das liegt zweitens daran, daß ich keine Lust mehr dazu habe, alleine ins Kino zu gehen und meine beste Freundin, mit der ich während des Studiums wirklich fast jeden Abend im Kino war, kaum noch Zeit hat. Insofern gehe ich jetzt hauptsächlich, wenn Captain Jack und/oder sein kleiner Bruder gehen wollen und wir alle Zeit haben. Zuletzt war das Johnny English II, das ist also auch schon eine ganze Weile her. Und schliesslich ist es auch eine finanzielle Frage: Kino ist unfassbar teuer geworden und dabei gefühlt immer schlechter. Wo man früher 5 oder 7 DM zahlte, sind es jetzt mindestens 7 oder 8 Euro und meistens mehr, wegen Überlänge. Die Überlänge macht einen Film nur in den seltensten Fällen besser, erzwingt aber neuerdings eine Pause im Kino, die dem Ankurbeln des Popcornverkaufs dient. Und um einen mittelmässigen Film zu sehen, der außerdem noch zu lang und zu teuer ist und unterbrochen wird, fehlen mir Zeit, Geld und Lust. Dann warte ich lieber eine Weile und sehe ihn mir auf iTunes an (meist dem US Store, denn dort gibt es O-Ton; warum ein legaler download übrigens genauso viel kosten soll wie eine DVD, aber weder O-Ton noch Untertitel besitzt, oder gar einen Regiekommentar, das muss ich nicht verstehen, oder?). Illegale Downloads mache ich nicht; bei allem Streit über die semantischen Fragen der Raubkopiererei ist es für mich genau das: schnöder Diebstahl.

  • Hollywood? Bollywood? Western oder Drama, finnisches Problemstück oder deutsche Kommödie – gibt es Genres die Dich garantiert ins Kino ziehen oder garantiert abhalten?

Ich entscheide eher selten nach Genre, meist ist es ein Regisseur oder die Story, der bzw. die mich ins Kino zieht. Aber sagen wir so: Bollywod und deutsche Komödien brauche ich jetzt nicht unbedingt.

  • »Sex and the City, der Film« – wie stehst Du dazu, wenn erfolgreiche Fernsehserien den Sprung ins Kino wagen – und gibt es eine Serie, die Du gerne dort sehen würdest?

Die letzte erfolgreiche Serie die den Sprung ins Kino geschafft hat und dabei klar gewann, war Mission: Impossible. Ansonsten gibt es bei solchen Medienwechseln meist nur Verlierer auf allen Seiten. Ich habe keine Lieblingsserie, der ich das antun wollen würde.

  • Harry Potter der siebte, James Bond der achtunddrölfzigste – bist Du ein Kino-Serien-Gänger?

James Bond gucke ich natürlich, aber das würde ich nicht unbedingt als Serie betrachten. Die Filme haben ja nur eine sehr grobe äußere Rahmenhandlung und man kann sie alle unabhängig voneinander und durcheinander sehen, ohne etwas von der Handlung verpasst zu haben.

Bei Harry Potter habe ich aufgehört als ich durfte (wenn ich das mal so böse sagen darf) und auch keinerlei Interesse an den Fortsetzungen oder eventuellen Spin-Offs.

Heutzutage wird ja alles was mehr als zwei Besucher hatte mindestens zur Trilogie ausgebaut, was meist nicht funktioniert und die Schwächen des in der Regel noch ersten  stärksten Teils ebenfalls schreiend offenbar werden lässt. Oder noch schlimmer, es werden ausschliesslich aus kommerziellen Gründen einzelne Teile in zwei Filme zerlegt (der letzte Harry Potter zum Beispiel, und was ich so höre, wird es bei The Hunger Games ähnlich sein). Film war schon immer eine Irrsinsbranche, die Verrückte und Spieler anzog, und in der sich die Kreativität und der Kommerz sehr fein ausbalancieren mussten. Inzwischen finde ich die kreativsten Filme im Netz, von kleinen Indie-Regisseuren. Hollywood ist tot.

  • Und zum Schluß: Schon mal im Kino gewesen, nur um zu knutschen?

Im Autokino, ja. Moonwalker. Ich habe gehört, der Film soll echt schlecht gewesen sein. :o)

Meine fünf Fragen lauten:

1. Was war Dein erster Kinofilm und hast Du ihn später noch einmal gesehen? Wie fandest Du ihn dann?

2. Welches sind Deine drei liebsten Filmszenen und warum?

3. Hast Du schon einmal selbst einen Film gedreht, und sei es nur auf Video oder Super 8, so richtig mit Drehbuch, Maske/Kostüm und was war das für einer? Bzw. was wäre das für einer, wenn Du das machen würdest?

4. Gibt es einen Film, der Dir Angst macht und den Du nie, nie, nie wieder sehen willst?

5. Und welchen Film würdest Du gerne noch einmal auf der großen Leinwand sehen, der leider nur noch im TV oder auf DVD zu haben ist?

Und ich werfe das mal weiter an Herrn Beethoven, den Herrn der Worte, Frau Gröner (#irgendwasmitfilm), Herrn Ramses und Frau Elise.

Meine Lieblingstweets im März

  • Veröffentlicht am 2nd April 2012,
  • veröffentlicht von
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Media Monday #40

  • Veröffentlicht am 2nd April 2012,
  • veröffentlicht von

Jahaa! Manchmal schaffe ich es auch am Montag:

1. Der beste Film mit James Caan ist für mich The Godfather, aus dem kühlen Grund, daß es der einzige Film mit ihm ist, der mir auf Anhieb einfällt, obwohl er einige wirklich gute Filme gedreht hat (Dogville, Misery, Gardens Of Stone allen mir da spontan ein). Aber die kommen nicht an diesen heran.

2. Joel Schumacher hat mit Falling Down, Phone Booth und Tigerland seine besten Regiearbeiten abgelegt, weil es mir a) unmöglich ist zu entscheiden, welcher von diesen am besten ist, sie haben mich alle sehr gepackt und nachhaltig beeindruckt (Colin Farrell ist wirklich gut, man hatte es vergessen, aber seht selbst!) und b) ich eigentlich noch The Client hier anfügen möchte, der zweifelsfrei die beste John Grisham Verfilmung ist, was ein bisschen klingt wie „diese Scheiße schmeckt noch am ehesten nach Schokolade“, aber eben auch zeigt, daß er aus den unmöglichsten Vorlagen die tightesten Filme machen kann, die den Zuschauer sich in den Sessel krallen lassen und anschliessend schweissgebadet aus dem Kino torkeln. Und das alles ohne Überlänge. Ja, ich will wieder mehr Joel Schumacher Filme sehen.

ARVE Fehler: id und provider shortcode Attribute müssen für die alten Shortcodes gesetzt sein. Es ist empfehlenswert auf den neuen [arve] Shortcodes zu wechseln der nur die URL braucht.

(Wat lernt uns dat? Immer schön durchspielen lassen!)

3. Der beste Film mit Rachel McAdams ist für mich The Notebook . Ja, schon klar, Schmonzette und so, und auch gar nicht mein Fall eigentlich, aber die anderen Filme mit ihr die ich kenne (Sherlock Holmes, Red Eye, Wedding Crashers, State of Play) fand ich noch weniger berauschend. Liegt nicht unbedingt an ihr, vielleicht hat sie einfach ein Händchen für leblose Filme, aber andererseits ist sie handwerklich auch nicht gerade eine Meryl Streep, um es mal vorsichtig zu formulieren.

4. Mit Tucker hat Francis Ford Coppola seinen schlechtesten Film abgeliefert, weil der Film, der sich um die inneren Beweggründe der Hauptperson dreht es versäumt, einem diese Beweggründe in irgend einer Form nahezubringen. Preston Tucker war sicherlich eine faszinierender Typ, aber der Film macht nur ein Kostümdrama daraus, und das trotz recht guter Besetzung (Jeff Bridges, Joan Allen können in aller Regel deutlich mehr). Coppola drehte den Film zu einer Zeit, als sein eigener Stern ziemlich verglüht war, er komplett pleite war und ein Stück weit auch unter fortgeschrittener Paranoia litt, bzw. diese vielleicht gerade besonders ausgeprägt war. Gewisse Parallelen zum Character der Hauptfigur dürfen also gezogen werden, aber verhindern eben auch einen wirklich guten Film (der Stoff gäb’s jedenfalls her).

5. Damit eine Serie mich in ihren Bann zieht und ich sie mir regelmäßig anschaue, muss sie die Balance halten zwischen überraschenden, aber inhaltlich sinnvollen Wendungen und einem gewissen Maß an Vorhersehbarkeit und vertrauten Ritualen. Außerdem hilft es, wenn die Besetzung wirklich gut ist und nicht nur nach Optik ausgesucht wurde.

6. Die am meisten enttäuschende Comic-Verfilmung war für mich Ang Lees Hulk. Insgesamt kann ich Comicverfilmungen sowieso nichts abgewinnen, da ich glaube, dieses Medium lässt sich trotz – oder vielleicht gerade aufgrund seiner Nähe zum Medium Film – noch schlechter übersetzen als normale Buchvorlagen. Aber von Ang Lee hatte ich mir deutlich mehr erwartet. Vielleicht gab die Figur oder Geschichte des Hulk auch nicht genug her, aber wahrscheinlicher ist es , daß der Druck des Studios zu groß war, ordentlich bang for the buck zu kriegen. Pfeif’ auf die seelischen Qualen des Protagonisten, die Lee ja in jedem anderen Film so herausragend auf die Leinwand gebracht hat.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Where Soldiers Come From und der war nicht so beeindruckend wie gedacht und gehyped, weil dann doch zu vorhersehbar und jeden neue Erkenntnisgewinn. Junge Männer sind dumm wie Brot und glauben der Werbung für Army und Vaterland, Kleinstadtcommunities halten zusammen, Krieg ist langweilig und doof, Bürokraten sind Monster. Je nun.