Link(s) vom 29. März 2012

  • Veröffentlicht am 29th März 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Lacher des Tages: Ein Panik-Papier der EU-Kommission …
    «Liebe Eurokraten, nicht demokratisch legitimiert? DAS IST DAS VOLK. Demokratischer legitimiert als das Volk geht nicht. Die sind der demo-Teil in demokratisch. Die sind so legitimiert, dass sie sogar andere Leute legitimieren können!»

Man könnte laut loslachen, wenn es nicht so zum Weinen wäre.

  • Hamburg, bekloppte Tarif-Perle. | pop64.de
    «Der HVV ist auch der einzige Verkehrsverbund der Welt, der unsichtbare Zonen hat. Die Zonen heißen hier Zahlgrenzen und sind in keiner einzigen Karte eingezeichnet. Die Zahlgrenzen (oder Zonengrenzen) stammen aus der Zeit der Tram (sagte jemand vom HVV) und sind für Maßgeblich für die Ticketpreise verantwortlich. Es gibt keine einzige Karte, auf der diese den Fahrpreisbestimmenden Zahlgrenzen zu sehen sind. Angeblich (Quelle: Internet) gibt es beim HVV einen mehrere Quadratmeter großen, handgeschriebener Plan für die Buszahlgrenzen an einer Wand und dieser heilige Plan ist die Grundlage für alle ZahlZonenTicketTarif-Grenzen.»

Sven hat sich mal den Spaß gemacht, die Tarifdschungel der ÖPNV-Anbieter in Hamburg und Berlin zu vergleichen. A-ben-teu-er-lich!

Gestern war ein Scheißtag.

  • Veröffentlicht am 28th März 2012,
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Ich wollte das eigentlich schon gestern bloggen, aber der Titel passte heute so viel besser.
Läuft hier in schwerer Rotation.

Link(s) vom 28. März 2012

  • Veröffentlicht am 28th März 2012,
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Zwischen dem 27. März 2012 und dem 28. März 2012 aufgelesen:

  • Rant: I Love Photography
    «Tell me that this is a shitty photo. (It is) Tell me that you could have done better. (You could have) Tell me that I didn’t need a $5000 camera to capture this. (I didn’t) Then tell me how I would feel without this photo, and tell me how photography sucks.»

Cabriowetter

  • Veröffentlicht am 28th März 2012,
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Cabriowetter

Cabriowetter

Gestern war ein rabenschwarzer Tag für mich: mein elf Jahre altes Smart Cabrio hat keine TüV-Plakette mehr bekommen. Reparaturen im Wert von rund 1.000€ stehen an, und da dies vermutlich erst die Spitze des Eisbergs wäre (der Motor hat jetzt knapp 135.000 km drauf) wäre es wirtschaftlich nicht vertretbar, in dieses Fass ohne Boden zu investieren. Somit heisst es Abschied nehmen von meinem heiss geliebten Auto.

Ich habe hier schon einmal erwähnt, wie glücklich und fröhlich ich dieses Auto damals im Sommer 2001 aus dem Showroom gefahren habe. Meinen ersten – und vermutlich letzten – Neuwagen, denn natürlich brauche ich kein Auto zum Leben. Kein Auto zu haben, schränkt meine Lebensqualität nur unwesentlich ein; ja, es wird jetzt höllisch umständlich und anstrengend, zum Golfplatz zu kommen, der mir seit Jahren jede Woche die Energie gibt, die andere Leute in mehrwöchigen Urlaubsfernreisen tanken (meine letzte Urlaubsreise über mehr als zehn Tage am Stück war im Jahre 2000). Meine geliebten Wochenendausflüge ins Hamburger Umland werden ausfallen. So manchen Freund zu besuchen wird zur logistischen Qual. Aber natürlich brauche ich kein Auto zum Leben. Ich wohne ziemlich zentral, nur einen Steinwurf von einer U-Bahn Station entfernt; eine Metrobusstation in 150 Metern Entfernung. Ich habe ein gutes Fahrrad, aber ich gehe gern und oft zu Fuß, viel lieber als mit dem Fahrrad zu fahren (sehr zum Unverständnis meiner Freunde, die lieber alles mit dem Rad erledigen und keinen unnötigen Schritt zuviel machen). Ich bin mit Bus oder Bahn oder Rad binnen einer Viertelstunde am Jungfernstieg, wenn ich denn will. Es gibt Car2Go in Hamburg. Aber ich trauere um dieses Auto und daß den vielen, vielen glücklichen Momenten darin nun keine mehr folgen werden.

Der Sommer auf Sylt, Dach auf und zum Ellenbogenstrand. Die genießerischen Momente im Stau, wenn die Sonne mir auf die Nase schien. Die Fahrt ins Blaue, einfach Richtung Frankreich, mal sehen wie weit wir kommen und wo es uns hinverschlägt – nur um in St. Tropez zu landen, das sich auf die Saison vorbereitete und uns mit verschlafenen Augen bewunderte. Die Rosenbäumchen, von der Gärtnerei geholt und – *pieks* – AUA!  – *pieks* – AUA! – *pieks* – AUA! – nach Hause gefahren. Die Fahrt nach Italien. Captain Jack in der Babyschale, verträumt in die Wolken schauend. Sein kleiner, autoverrückter Bruder, der lange dachte, die Marke hiesse KIKISMART und bei jedem anderen Smart auf der Straße rief: „ein KIKISMART!“. Der nur damit zu überzeugen war, jetzt vom Kindergeburtstag bei seinem Kumpel abgeholt zu werden, daß er im KIKISMART fahren durfte. Ungezählte Ausflüge zu ungezählten Golfplätzen, wo ich jedes Mal den staunenden Mitspielern zeigen mußte, daß tatsächlich ein großes Golfbag, ein großer Trolley und noch anderes in den Kofferraum passt und der Beifahrersitz freibleiben kann. Familienmops Pontus, der so gerne mitfuhr und die Sonne auf seinem Rücken so genoss. Und tausend andere Momente.

Pontus geniesst die Sonne

Die hat jeder, in jedem anderen Auto auch, so oder so ähnlich. Ja nun, so ist der Lauf der Welt. Erste-Welt-Probleme. Wie kann man ein Auto lieben? Wie armselig ist das denn bitte? Ich höre Euch, und Ihr habt Recht, aber so ist das mit den Emotionen: sie haben halt nicht viel mit dem Verstand zu tun.

Media Monday #39

  • Veröffentlicht am 27th März 2012,
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Fast hätte ich es rechtzeitig geschafft:

1. Der beste Film mit Colin Firth ist für mich A Single Man.

2. Steven Spielberg hat mit Empire Of The Sun seine beste Regiearbeit abgelegt, weil es sein erster erwachsener Film war, wenn auch aus den Augen eines Kindes (Christian Bale in seiner bislang besten Rolle). Kein anderer Spielberg hat mich so gerührt, schockiert oder hat so lange nachgewirkt.

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3. Der beste Film mit Marion Cotillard ist für mich Un long dimanche de fiançailles. Das war der Film, wo sie mir das erste Mal auffiel, und ich habe viele gute Erinnerungen daran (nicht zuletzt, weil ich ihn damals recht gut vermarkten konnte, was bei dem Genre, der Länge und einem französischen Film nicht unbedingt vorherzusehen war).

4. Mit G.I. Jane hat Ridley Scott seinen schlechtesten Film abgeliefert, weil das Drehbuch so hanebüchen war, daß der Regisseur da auch nichts mehr retten konnte. Ich bin bekennendes Ridley-Fangirl und mache ihm den Film nicht wirklich zum Vorwurf.

5. Angenommen, dir stünde ein unbegrenztes Budget zur Verfügung, um einen Film zu drehen, was für ein Film würde das vermutlich werden? Vermutlich ein klassischer 2D-Zeichentrickfilm. Die sind mit am aufwendigsten zu erstellen und chronisch unterbudgetiert; es ist mir ein Rätsel, wie man für die oft lächerlichen Summen solche Meisterwerke erstellen kann;des Rätsels Lösung lautet in aller Regel: kann man nicht; alle müssen für wenig Geld und aus viel Liebe arbeiten. Andererseits machen unbegrenzte Budgets wahrlich nicht unbedingt kreativer, wei man auch inzwischen weiß.

6. Mein liebster irischer (oder in Irland spielender) Film ist The Secret Of Kells.

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7. Mein zuletzt gesehener Film war __________ und der war __________ , weil __________ . Ich habe leider letzte Woche keinen Film gesehen.

Link(s) vom 27. März 2012

  • Veröffentlicht am 27th März 2012,
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Zwischen dem 25. März 2012 und dem 27. März 2012 aufgelesen:

  • Liebe Generation meiner Eltern,
    «Es gibt in unserem Land eine Generation von Menschen, die mit Krisen und Unsicherheit aufgewachsen ist, aber auch mit einer großen Freiheit, mit einer Fülle von Möglichkeiten und mit der Selbstverständlichkeit, sich immer überallhin bewegen zu können. Das ist die Generation derjenigen, die jetzt um die 30 oder etwas älter ist. So wie ich.»

Ich bin zwar deutlich älter als um die 30, aber zähle mich sehr gerne dazu, denn der Text trifft zumindest zu 90% auch bei mir zu. Die Piraten kann ich trotzdem nicht guten Gewissens und klaren Verstandes wählen, aufgrund ihrer absurden Einstellung zum Urheberrecht. Aber ich habe trotzdem sehr grosse Sympathien für die dahinterstehende Bewegung, bzw. den anderen, dahinterliegenden Gedanken, denn alle anderen Parteien bauen mit Macht an etwas noch Schlimmerem als Orwells Vision.

  • Get the balance right | Spreeblick
    „Etwas merkwürdig wird es nur, wenn die gleichen Menschen die millionenfache Neufinanzierung eines Start-ups durch Venture Capital feiern und dem jungen Unternehmen dazu gratulieren. Obwohl die Investoren nun den größeren Anteil am Unternehmen haben und auf die Inhalte der Software oder die Nutzer des Online-Dienstes pfeifen: Sie wollen nur mit möglichst hohem Gewinn aussteigen, denn niemand außer Papa investiert in ein Unternehmen (und ein solches kann auch Kunst sein), ohne die Chance, seine Investition mit Gewinn wieder zurück zu bekommen. Warum dieser Mechanismus nun im Musikbereich als verwerflich, im Technologie-Bereich hingegen als Erfolg zu bewerten ist … das muss ich vielleicht gar nicht verstehen.“

Johnny Haeusler hat ein paar kluge Worte zum Rant von Sven Regener und den Reaktionen darauf.

Right Here, Right Now

  • Veröffentlicht am 26th März 2012,
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Es gibt gerade zwei Themen aus der Welt der Unterhaltungsindustrie, die offenbar auf allen Kanälen mit aller Macht beworben werden: Game of Thrones, eine TV Serie aus dem Fantasygenre, und The Hunger Games, ein Kinofilm, der, wenn ich das richtig verstanden habe, eine Kreuzung aus Mad Max III, Schwarzeneggers Running Man, Michael Bays The Island und District 13 ist.

Ich schreibe dazu worum es sich jeweils handelt, weil ich von beiden Themen bis letzte Woche noch nie etwas gehört habe. (Falls ich sehr daneben liegen sollte, hat das Marketing ziemliche Scheisse gebaut.)

Halt, das stimmt so nicht ganz — Game of Thrones begegnete mir erstmals vor ein paar Wochen in dem berühmten Cartoon, in dem ein aufrechter Nutzer gern diese Serie ausleihen, auf DVD kaufen, legal streamen oder downloaden will, aber nicht kann, weil das nur nach den Spielregeln und Veröffentlichungsplänen der Unterhaltungsindustrie gehen soll, die kein Interesse daran hat, daß ein Inhalt umgehend überall und sofort erhältlich ist. Am Ende lädt er traurig, mit schlechtem Gewissen aber binnen weniger Minuten und ohne grosse Mühe via torrent die Raubkopie herunter. Da dieses Prinzip  „ich will es jetzt“ jedoch bei jedem Titel greift bzw. greifen kann, hatte ich dem Namen keine weitere Beachtung geschenkt.

Das zweite Mal begegnete mir Game of Thrones am Freitag in meiner Twittertimeline, wo sich über die synchronisierte, verstümmelte Fassung der deutschen TV-Erstausstrahlung aufgeregt wurde. Ich war milde interessiert und beschloss, mir das nicht anzutun und darauf zu warten, bis die Serie im US iTunes Store zu leihen sein würde. Aber eigentlich habe ich es eh nicht so mit Fantasyspektakel, Männern in Wolfsfellen mit Schwertern oder blutigen, mittelalterlichten Schlachten und brauche mir das nicht mal mehr geliehen anzusehen; selbst dann nicht, wenn sie von HBO kommen.

Boromir und schlecht gefärbte Blondinen? Nö, lasst man.

The Hunger Games ist ein Film, der offenbar auf einer erfolgreichen Jugendbuchvorlage von 2008 basiert, die ich ebenfalls nicht kenne. Von dem Film erfuhr ich erstmals letzte Woche, als ich ein Plakat auf einem U-Bahnhof sah. Das Plakat war so dermassen schlecht gestaltet und wirkte so unfassbar billig, dass ich natürlich annahm, es handele sich um einen TV-Zweiteiler auf RTL II oder SAT.1. Dann tauchten in diversen meiner abonnierten RSS feeds US-amerikanischer Blogs Hinweise auf den Film auf und ich war etwas fassungslos. Zum einen, daß ich — obwohl fast 24/7/365 online lebend und aus der Entertainmentbranche kommend und in ihr gut vernetzt – von diesem neuen Hype noch gar nichts mitbekommen hatte und zum anderen, wie ein planmässiger Blockbuster so billig und schlecht beworben werden kann. Ich habe unter einem Stein geschlafen, wie es aussieht. Okay, ich habe auch eine Weile gebraucht um zu merken, daß Twilight eine TV-Serie UND ein Film (oder mehrere?) ist und nicht identisch mit Buffy The Vampire Slayer.

»Wenn die Nachricht für mich wichtig oder interessant ist, wird sie mich schon irgendwann erreichen«, so heisst es ja. Ich bin sehr froh, daß ich erst jetzt mit diesen beiden Themen konfrontiert werde, Wochen, Monate, wenn nicht Jahre nach ihrem Erstauftritt und ich sie fortan gepflegt ignorieren kann.

Link(s) vom 25. März 2012

  • Veröffentlicht am 25th März 2012,
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Zwischen dem 22. März 2012 und dem 25. März 2012 aufgelesen:

  • Die unpersönliche Nation | kritikkultur.de
    «Schauen Sie sich mal einen Tagesschau-Beitrag, eine Reportage über die Arbeitsbedingungen in der Dienstleistungsbranche oder eine Podiumsdiskussion im Wahlkampf an. Wir haben uns vom selbstverantwortlichen „Ich“ verabschiedet, sind über das konfliktfördernde „Du“ hinaus und fühlen uns nun im Ungefähren „Man“ ganz wohl. Keiner muss sich angesprochen fühlen, niemand ist es gewesen und  ändern kann man sowieso nichts.»

Wurde ja auch Zeit, daß das mal einer anspricht.

Ich habe zwar keine Ahnung, worum bzw. um wen es hier konkret geht, aber grundsätzlich trifft dieser schöne Rant den Nagel natürlich auf den Kopf: #allebekloppt.

Die Facebook Timeline der britischen Krone; einfach superschön aufbereitet. Der Buckingham Palace spielt perfekt auf der Social Media Klaviatur.

Es braucht nicht unbedingt Photoshop, um Bilder zu manipulieren.

  • How Much Code Should Web Designers Need to Know?
    «This is an interesting topic which isn’t often discussed between web designers. Getting started in Adobe Photoshop is difficult, and you feel an exhilarating rush when you complete your first web project. But what good is a website mockup if you can’t build it?»

Ich habe solide Kenntnisse in HTML/CSS, grundsätzliches Verständnis von JavaScript und beiläufiges Interesse an jQuery und Ruby. Früher habe ich ein wenig mit BASIC, Think Pascal und Think C herumgespielt, aber der Virus „Programmieren“ hat mich nie erwischt – ich möchte mich damit einfach nicht mehr befassen als nötig, ich bin Designer. Meine Stärken liegen einfach woanders, und auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Aber ich kann jedem Designer nur raten, sich die Basics anzueignen, schon der Kommunikation mit dem Coder halber.

In a room of 25 engineers, only 3 will be women.

  • Veröffentlicht am 23rd März 2012,
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Girls in STEM
Created by: Engineering Degree

Ich habe mich nie so doll für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Themen interessiert und immer mehr für Sprachen, Geschichte, Kunst, Literatur und Musik.
Aber ich weiss noch, wie ich in der Mittelstufe, so mit Eintritt ins Gymnasium und beginnender Pubertät langsam das Gefühl bekam, all meine Fähigkeiten in diesen „weichen“ Fächern seien nicht viel wert wie die Kenntnisse der „klugen“ Jungs in den „harten“ Fächern wie Mathe oder Physik. Lernte man für eine Französischklausur oder eine Erdkundearbeit, dann hiess es „das schaffst du schon, ist ja nicht so schwer“. Ging es hingegen um Chemie oder Bio, runzelten alle die Stirn und murmelten was von “puh, meinst du, du kannst das?“. Meine Selbstzweifel wuchsen, ich kam mir zwar selbst nie dumm vor, aber fühlte mich aus unerfindlichen Gründen um etwas betrogen … und in gewisser Weise wurde ich das ja auch.

Daß ich in der Informatik AG war, deren Unterricht meist ausfiel, weil der Lehrer krank war, keine Lust hatte oder der Computerraum von der Schach AG belegt („Ach so, Ihr wollt hier wirklich was mit diesen komischen Kisten machen? Wir haben keinen anderen freien Raum gefunden!“), das galt als Kuriosum; meiner Erinnerung nach war ich das einzige Mädchen der Gruppe. Der Lehrer war auch mein Physiklehrer und ich war in Physik nicht besonders gut. Wenn mal mehr Interessenten als Computer versammelt waren, wurde mir wenig subtil bedeutet, daß ich „doch auch mal den anderen eine Chance geben solle“. Die anderen waren natürlich Jungs, klar.

Das war so um 1984 herum. Es macht mich etwas traurig, daß sich so wenig geändert zu haben scheint. Jeder Grundschüler hat inzwischen ein Handy oder eine Spielkonsole mit mehr Rechenpower als alle Rechner der NASA, die zur Mondlandung eingesetzt wurden. Doch falls der Mensch noch einmal auf dem Mond landen sollte, wird es wahrscheinlich eine hübsche Quotenastronautin geben, vielleicht sogar eine Schwarze, da hätte man dann gleich zwei Fliegen  mit einer Klappe geschlagen. Aber ich möchte wetten, die Bodenstation wird auch weiterhin zu 99% von Männern geführt sein.

Geht sterben

  • Veröffentlicht am 23rd März 2012,
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Geht sterben

Ich finde halt nicht, dass die Gesellschaft den Künstlern ein Geschäftsmodell schuldig ist. Alle anderen müssen schließlich auch sehen, wo sie bleiben. Wenn der Putzroboter bald die Reinigungskraft ersetzt, wird sie auch nicht auf imaginäre Rechte referieren können, damit ein Anwalt ihre Bezahlung durchsetzt.

So schreiben @mspr0, @peterbreuer*) und andere in einem oft geteilten Beitrag zum Urheberrecht.

Und ja, in gewisser Weise haben sie Recht: Es gibt keine Garantien und kein Recht darauf von seiner Arbeit leben zu können, bzw. daß andere einen dafür bezahlen das zu tun, was einem Freude macht oder was man gut kann. Was nicht gebraucht wird, wirklich lebenswichtig, dringend gebraucht, wie z.B. eine Herz-Lungen-Maschine, das ist frei für den Abschuss, ist überflüssig und man darf sich nicht beschweren, wenn es dann halt einfach vom Markt verschwindet. Wobei … man kann das doch eigentlich noch etwas weiter spinnen: wir sind fast 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Herz-Lungen-Maschinen braucht es von weitem betrachtet eigentlich auch nicht. Leute sterben halt, ja muss ja, Schwund ist immer, so ist das Leben eben, Platz für Neues zu schaffen ist wichtig. Was soll man uns groß künstlich beatmen, am Ende landen wir ja doch alle in der Kiste. Für falsche Sentimentalitäten ist kein Platz in dieser Welt. Geht sterben. Gehen wir sterben. Denn das tun wir ja, unser erster Tag auf Erden ist letztlich auch nur der erste vom Rest unseres Lebens.  (mehr …)

Link(s) vom 22. März 2012

  • Veröffentlicht am 22nd März 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Begrudgers already lining up to take a swipe at Rory – The Irish Times
    «As one of the most recognisable sports people in the world, it’s probably no bad thing to have some muscle around, given that an inexhaustible supply of inadequates seems to be the world’s true renewable resource. And, given the choice, most of us would skip cattle-class and fly private. And if a gorgeous, athletic, financially-independent Scandinavian blonde felt we were wonderful, most of us would probably find it damn hard to disagree.»

Offenbar kommen jetzt die Neider aus ihren Löchern und stören sich daran, daß Rory McIlroy, 22jährig und einer der besten Golfer der Welt, nicht länger in Nordirland lebt sondern in den USA, wo er sein Geld verdient; daß er von Obama zum Tee geladen wird, daß er mit einer der besten, hübschesten und reichsten Profitennisspielerinnen liiert und glücklich ist und seine Million Flugkilometer im Jahr lieber im Privatflugzeug runterreisst, statt in der Viehklasse einer öffentlichen Airline. D’oh!

  • Schwuchtelwitzchen
    «Mit mehr als zwei Jahrzehnten Katzenerfahrung denke ich allerdings, Ihnen glaubhaft folgendes versichern zu können: Keine, aber auch wirklich gar keine einzige Katze auf der ganzen Welt legt sich auf die Seite, streckt keck ein Pfötchen vor und glotzt bekifft, wenn sie scheißt. Wirklich. Keine. Auch nicht, wenn es die Katze einer Werbeagentur ist.»

Was sich die pubertären, homophoben Scholz & Friends „Kreativen“ bei dieser Maredo-Nummer gedacht haben? Gar nichts. Womit auch?

Link(s) vom 20. März 2012

  • Veröffentlicht am 20th März 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Promis im Interview: Diese Stars streichen statt zu sprechen
    «Interviews mit Prominenten sind für Journalisten zum fragwürdigen Vergnügen geworden. Es ist üblich, dem Interviewpartner Wortlautinterviews und wörtliche Zitate zur Autorisierung vorzulegen. Vom Presserat gefordert oder gar gesetzlich verankert ist das Recht zur Autorisierung nicht. Aber viele Verlage verpflichten sich freiwillig dazu, um sicherzustellen, dass Fakten stimmen und inhaltlich nichts falsch wiedergegeben wird – so auch die Axel Springer AG, in der 20zwoelf erscheint. »

Ach Gottchen, jetzt, nachdem die Klatschpresse jahrzehntelang Auflage mit oft frei erfundenen Geschichten und Zitaten sowie oft am Rande der Legalität und jenseits des guten Geschmacks geknipsten oder gekauften oder gephotoshoppten Fotos die Stars in die Pfanne gehauen hat, ist das Geschrei groß, wenn diese sich dagegen vorab schützen wollen. Natürlich muß kein ernst zu nehmender Journalist eines seriösen Blatts PR-Blabla von Managern abdrucken. Andererseits gibt es natürlich keine ernst zu nehmenden Journalisten und seriöse Presse, die sich mit Promiberichterstattung abgibt.

  • Schlüssel zum Erfolg
    «Ich hab erlebt, dass ein Not-Elektriker, der zu einem Steckdosenbrand gerufen wird, erstmal ohne Werkzeug und Wechsel-Steckdose kommt und dass “muss ich wohl noch mal los” durchaus ebenfalls 2 Wochen dauern kann. Absurderweise verzichtete er dann 2 Wochen später – nachdem mich über die gesamte Zeit zwei verkohlte Drähte mit Strom drauf, aus der Wand anstarrten – beim Wechseln, auf das Abschalten der Sicherung, weil ja sonst das Licht ausgeht und er im Dunkeln nichts mehr sehen würde.»

Hach ja. Handwerk hat goldenen Boden.

  • Why the world needs introverts | The Guardian
    «You can be a shy extrovert, like Barbra Streisand, who has a larger-than-life personality and paralysing stage fright; or a non-shy introvert, like Bill Gates, who by all accounts keeps to himself but is unfazed by the opinions of others. You can also, of course, be both shy and an introvert: TS Eliot was a famously private soul who wrote in The Waste Land that he could „show you fear in a handful of dust“. Many shy people turn inward, partly as a refuge from the socialising that causes them such anxiety. And many introverts are shy, partly as a result of receiving the message that there’s something wrong with their preference for reflection, and partly because their physiologies compel them to withdraw from high-stimulation environments.»

Es scheint, als komme man langsam ganz allgemein auf den Trichter, daß die leisen, stillen, introvertierten Typen den lauten Schwatzbacken keinesfalls intellektuell unterlegen sind. Was mir, sozusagen dem poster child der Introverts, ja eine stille (haha) Genugtuung bereitet.

My Family And The Wolf

  • Veröffentlicht am 20th März 2012,
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Zauberhafter Teaser – ich will den ganzen Film! Sofort!

Media Monday #38

  • Veröffentlicht am 19th März 2012,
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Endlich wieder Montag!

1. Der beste Film mit Charlton Heston ist für mich Erdbeben. Der ist einfach so dermassen trashig, der passt perfekt zum Nicholas Cage seiner Tage, dem Mann, der weniger Ausstrahlung und schauspielerische Fähigkeiten hat als ein benutzter Kaugummi oder Keanu Reeves.

2. Jim Jarmusch hat mit Stranger Than Paradise seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er das Independent Kino damit neu auf die Landkarte brachte.

3. Der beste Film mit Judi Dench ist für mich A Room With A View. Ich mag Dame Judi sehr gerne als M, und auch in den klassischen Shakespearedramen oder anderen Literaturverfilmungen. Aber die sind wenig überraschend.

4. Es gibt ja so manches Genre, was im Grunde so gut wie ausgestorben ist, seien es Piratenfilme oder auch klassische Western, auch wenn es (erfolgreiche) Ausnahmen von der Regel gibt (Pirates of the Carribean, True Grit). Könnt ihr euch erklären, warum diese von der Bildfläche verschwunden sind? Och, Filme kommen und gehen in Wellen, das ist immer eine Frage der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Stimmung. Je düsterer und gewalttätiger die Stimmung im Lande, desto düsterer und gewalttätiger die Filme – heitere Stoffe, Kostümdramen, Pferdeopern sind etwas für heitere Zeiten, in denen die Welt heile ist. Insofern befürchte ich, es wird keine länger anhaltende Renaissance dieser Genres geben, wie es ja auch kaum noch echte, leichte Komödien mit Grips gibt.

5. Ist es euch schon einmal passiert, dass ihr erst aufgrund der Verfilmung von einem Buch erfahren hattet, welches ihr daraufhin gelesen habt und wie hat das gegebenenfalls eure Sichtweise auf den Film verändert? Meist kenne ich die Bücher, die verfilmt werden und je nach dem, ob ich das Buch sehr mag, spare ich mir dann den Film lieber, denn wirklich gute Literaturverfilmungen sind extrem selten. Aber es gibt die eine oder andere Comicverfilmung, bei der ich mit dem entsprechenden Universum der Figuren nicht vertraut bin, weil mich diese Comics einfach nicht interessieren (Spider-Man, Batman, die Marvel und DC Veröffentlichungen etc. … ich bin eher ein Fan der franko-belgischen Zeichner und Autoren und kenne mich dort besser aus). Ich habe Frank Miller’s Werk noch einmal neu gelesen nach Nolans Verfilmung von Batman Begins und mochte das Buch etwas lieber als beim ersten Lesen Ende der 80er, aber nach wie vor kann ich mit Superhelden nichts anfangen.

6. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten Serien zu schauen, ob auf DVD, im Internet, Pay- oder Free-TV, aber am ehesten bevorzuge ich doch die DVD, weil ich mein Leben nicht nach dem Fernsehprogramm richten kann und will und weil ich keine Lust habe, eine Woche lang zu warten, bis ich eine neue Folge sehen darf, weil ich Werbeunterbrechungen hasse und sowieso am liebsten O-Ton gucke.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Ein Fisch namens Wanda und der war erfrischend, weil ich ihn mit meinen Patenjungs gesehen habe, die ihn natürlich noch nicht kannten und sich scheckig gelacht haben.

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Used look, my arse

  • Veröffentlicht am 19th März 2012,
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Vielleicht geht’s ja nur mir so, aber ich habe das Gefühl, meine Jeans haben früher länger durchgehalten als heutzutage. Als Kind, Anfang/Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts (Vorsicht, Oma erzählt vom Krieg), trug ich diese Wrangler Jeans, die so dermassen dick im Stoff und eng im Schnitt waren (unten Bootcut), daß man sich darin kaum bewegen konnte. Nach jeder Wäsche mußte man sich die Falten in den Kniekehlen wieder neu hart erarbeiten. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß ich jemals eine Jeans so kaputtgekriegt hätte, daß sie durchgewetzt oder gar durchlöchert gewesen wäre – außer einmal, als wir an den Bahngleisen in den Brombeeren waren und plötzlich schnell flüchten mußten, weil der Rottweiler Pitbull Dackel des Bahnwärters uns fressen wollte.  (mehr …)

Link(s) vom 19. März 2012

  • Veröffentlicht am 19th März 2012,
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Zwischen dem 18. März 2012 und dem 19. März 2012 aufgelesen:

Ein sehr schöner (langer) Artikel über das Erlernen von Programmiersprachen, warum Ruby Spaß macht und wer _why war. Und für mich mal wieder der benötigte Kick in den Allerwertesten, mal wieder etwas Neues zu lernen.

  • It’s Not a Camera, It’s a Visa
    «In a country where the western guidebooks warn you not to photograph traditionally dressed Emiratis without prior permission, you tend to form preconceptions. Having befriended several students over the years here, those are pretty much gone for me. But walking into a serious and significant building like this, you are still curious what the folks are gonna be like.»

Toll.

  • Mein Internet, mein Haus
    «Dann kommt jemand, der sagt, dass man sich gefälligst ausweisen soll, wenn man im Haus rumläuft. Dann einer, der sagt, dass man dem Nachbarn nicht mehr berichten darf, was man eben in der Zeitung gelesen hat. Jedenfalls nicht kostenlos.»

Der Don fasst sehr schön (wenngleich stark vereinfacht) zusammen, wie hier die Welten unseres Kulturverständnisses aufeinanderprallen. Und irgendwie wäre es ja zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre: Die Rechteindustrie will auf Biegen und Brechen ein auf natürliche Weise nicht überlebensfähiges, de facto überholtes Geschäftskonzept mittels Schutzgeldern künstlich beatmen, so wie die Sowjetstaaten und USA im Kalten Krieg agiert haben, um dem Klassenfeind die eigene Überlegenheit zu demonstrieren: Der Gegenseite werden Dinge vorgaukelt, die es nicht gibt, die eigene Bevölkerung wird wahlweise in Not und Hunger bzw. Angst und Schrecken versetzt und alles erwirtschaftete Geld in Rüstungsmechanismen gesteckt um dann salbungsvoll von Väterchen Staat erklären zu lassen, daß halt alle Opfer bringen müssten für die große Sache. Wo gehobelt wird, da fallen halt Späne. Die Kinder werden es mal danken.
Nein. Tun sie nicht.

Link(s) vom 15. März 2012

  • Veröffentlicht am 15th März 2012,
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Zwischen dem 14. März 2012 und dem 15. März 2012 aufgelesen:

  • Überlebender: Lust am Leben | Literatur – Berliner Zeitung
    „In Buchenwald haben wir gelernt, Europäer zu werden. Und zwar mit den Deutschen. Denn wir hatten das Gefühl, dass der Nationalsozialismus nicht nur die deutsche Kultur vergewaltigt hatte, sondern die europäische. Meine Generation hat nicht viel zustande gebracht, aber das schon: Die Vereinigung Europas – und zwar nach Buchenwald.“
  • lines and colors :Chuck Jones shows how to draw Bugs Bunny and other WB characters
    «Here are a few short videos (on YouTube) in which the ever brilliant Chuck Jones shows how he draws some of his iconic characters: Bugs Bunny, Daffy Duck, Pepe le Pew, Wile E. Coyote and the Roadrunner.»
  • Gurney Journey: Men, Women, and Eyetracking
    «The eyetracking heatmap shows that both men and women spent time looking at the head, but men also looked at the crotch. This isn’t necessarily a sign of sexual attraction. They could be sizing up the competition or identifying with him.»

Schön visualisiert, was wir alle ahnten: Wir sind nicht weit weg vom Primaten …

  • Handyabzocke durch Burda Wireless GmbH | Pro2koll.
    «Moral: immer schön Rechnungen prüfen. Immer, bei allem, andauernd. Und nicht abspeisen lassen, hartnäckig bleiben. Ach und: man kann pauschal (zumindestens bei der Telekom) Buchungen von Drittanbietern sperren lassen. Zwar nicht im Nachhinein, aber dann auf alle Zeit. Auch so eine Überlegung, die ich Euch ans Herzen legen möchte.»

Das habe ich heute getan; bei T-Mobile gibt es drei Sorten von Drittanbieterdiensten, die man mit einem kostenlosen Anruf bei der Hotline (2202) sperren lassen kann, einzeln oder insgesamt. Zum einen gibt es Businessdienste, darunter fallen Wetter, Börsenkurse aber auch Ticketing Services. Diesen Teil habe ich mal offengelassen, denn ich nutze z.B. das Handyticket oder auch mal Parkgebühren per Handy zahlen, wenn ich gerade kein Kleingeld passend habe. – Dann gibt es noch Spiele und Horoskope und schliesslich als drittes das ganze Erotiktamtam. Diese beiden habe ich sperren lassen und hoffe, daß ich nun von solch üblen Machenschaften verschont bleiben werde.

  • How to Track Your Website’s Content on Pinterest
    «In order to track what is being pinned from your site, and to engage with those pins further, try funneling that Pinterest content into a handy RSS feed. For starters, see what is being pinned from your own site by using the following URL: http://pinterest.com/source/YourWebsite.com/»
  • Isolationshaft – Fuck you, I’m human.
    «Und da mich oberflächliche Informationen nicht interessieren und ich auch nicht so tun kann, als wäre es anders, schaue ich dann einfach betreten auf einen Punkt möglichst am anderen Ende des Raumes und schweige. Trompeten erklingen dabei, ein Engelschor schwebt durchs Zimmer und jubiliert “Awkward situaaaaation!”»

Ja. Kenne ich. Vielleicht nicht ganz so extrem wie die Erzählerin hier, mir sind sowohl das Seelenleben als auch der Smalltalk der meisten Menschen herzlich schnurz. Aber auch ich bin eher ein scheues Reh (wie meine Omi sagen würde), semi-autistisch mit leichtem Asperger’s  (wie einige bescheuerte Amis das inzwischen nennen) oder schlicht introvertiert, wie ich es nenne. Menschenmassen sind mir unangenehm und oberflächliches blabla nervt und hält mich von Wichtigerem ab. Zum Beispiel twittern … ja, ich bin eine Frau voller Widersprüche, deal with it.

Ich auch. Und da ich es mir weder leisten kann noch will, den nächstbeste Abmahnhaifischen ein größeres Boot zu finanzieren, nutze ich Pinterest nicht mehr. Ich könnte es natürlich exklusiv dazu nutzen, meine Zeichnungen oder Fotos zu promoten, mal sehen. Aber so blatant self-promotion hat ja auch niemand gerne … schwierig.

Darm mit Charme

  • Veröffentlicht am 15th März 2012,
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OMFG ist das brilliant: Eine Medizistudentin erklärt extrem unterhaltsam das Thema Darm:

Link(s) vom 14. März 2012

  • Veröffentlicht am 14th März 2012,
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Link(s) vom 14. März 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • Why I left Google
    «As it turned out, sharing was not broken. Sharing was working fine and dandy, Google just wasn’t part of it. People were sharing all around us and seemed quite happy. A user exodus from Facebook never materialized. I couldn’t even get my own teenage daughter to look at Google+ twice, “social isn’t a product,” she told me after I gave her a demo, “social is people and the people are on Facebook.” Google was the rich kid who, after having discovered he wasn’t invited to the party, built his own party in retaliation. The fact that no one came to Google’s party became the elephant in the room.»

Wow. Schon spannend zu lesen, wie ein Insider genau das beschreibt, was man als Aussenstehender so empfindet, aber natürlich nicht zweifelsfrei belegen kann. – Ein sehr ehrlicher und offener Eintrag eines frustrierten Ex-Google Mitarbeiters, der allerdings nicht erklärt, warum er nun ausgerechnet zu Microsoft gewechselt ist. Wobei die – ebenfalls nur gefühlt und nicht belegbar – ihr Image um einiges steigern konnten und vermutlich wie Phoenix aus der Asche steigen werden.

Wunderbar, einfach nur wunderbar. Ich bin ja großer Bernstein fan und über Musiktheorie kann ich auch nie genug lernen. Hier gibt’s den Meister und das Thema innig vereint. Hach!

Media Monday #37

  • Veröffentlicht am 12th März 2012,
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Huch? Montag und ich schaff’s tatsächlich, pünktlich etwas zum Media Monday zu schreiben?

1. Der beste Film mit Ryan Phillippe ist für mich Crash. Nicht nur ist das in meinen Augen einer der besten Filme überhaupt, aber auch Ryan Philippe hinterlässt hier großen Eindruck in diesem erstklassig besetzten Ensemblefilm. Lange Jahre war er für mich nur der Junge aus Cruel Intentions, aber seit Crash hat sich das geändert.

2. Zack Snyder hat mit __________ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil __________ . Hier muss ich passen. Ich kenne nur zwei Filme von Zack Snyder, 300 und Watchmen und beide finde ich so übel, daß ich sie nicht empfehlen kann.

3. Der beste Film mit Amber Heard ist für mich The Rum Diary. Den einzigen anderen Film, den ich beim flüchtigen Überfliegen der IMDB mit ihr gesehen habe, ist Friday Night Lights, und an den kann ich mich nicht mehr erinnern, bzw. die gleichnamige TV Serie überschattet bei mir die Erinnerungen an den Film.

4. Unlängst fiel mir der Flyer des Fantasy Filmfest in die Hände; leider wird es dieses Jahr terminlich mit einem Besuch nicht hinhauen, aber immerhin war ich ja beim Festival Großes Fernsehen. Wie sieht es bei euch aus, gibt es Film- oder Fernsehfestivals, die ihr gerne besuchen würdet oder definitiv besuchen werdet? Ich gehe schon lange nicht mehr auf Festivals, die Zeiten sind vorbei. Ich war auf vielen, großen und kleinen, berühmten und nicht so berühmten, aus beruflichem „müssen“ und privatem „wollen“, aber ihnen allen gemeinsam war: die Leute haben genervt und die meisten Filme waren Mist.

5. Thema Krimi: Lieber groß angelegter, aufwendig produzierter und eigenständiger Film oder wöchentliche Serie mit in sich abgeschlossenen Fällen? Ich bin kein großer Krimifan, aber unabhängig vom Genre finde ich, eine Geschichte sollte die Zeit bekommen, die sie benötigt – und keine Sekunde mehr. Daß 9 von 10 Filmen heute zu lang sind, einfach aus kommerziellen Gründen (man kann mehr Werbepausen einblenden bzw. mehr Popcorn und Cola in den Zwangspausen verkaufen, ganz zu schweigen von dem Euro Aufschlag wegen Überlänge), ist mit ein Grund für die nachlassende Qualität und den traurigen Zustand des Kinos insgesamt. Serien wie The Wire oder, aktueller, Homeland, in denen eine Geschichte über viele Folgen oder gar Staffeln hinweg erzählt werden muss, weil diese Zeit nötig ist, die sind selten geworden und natürlich eine Qual, wenn man sie in Echtzeit guckt, also ggf. mit einer Woche Pause zwischen den Folgen. So etwas kann man dann nur am Stück hintereinanderweg auf DVD sehen, was natürlich das Dilemma fürs Fernsehen nicht kleiner werden lässt.

6. Stereotype, klischeebeladene Frauenrollen nerven. Genauso wie stereotype, klischeebeladene Rollen jeder anderen Art.

7. Mein zuletzt gesehener Film war David Finchers Zodiac (Director’s Cut) und der war toll, weil  er sich die nötige Zeit nahm die er brauchte und die Atmosphäre vintage Fincher war, ohne in blutiges Gemetzel auszuarten: atmosfear.

ARVE Fehler: id und provider shortcode Attribute müssen für die alten Shortcodes gesetzt sein. Es ist empfehlenswert auf den neuen [arve] Shortcodes zu wechseln der nur die URL braucht.

Link(s) vom 12. März 2012

  • Veröffentlicht am 12th März 2012,
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Zwischen dem 9. März 2012 und dem 12. März 2012 aufgelesen:

  • Carolin Emcke: „Wie wir begehren“: Was sonst noch geschah, als Helmut Kohl Kanzler war – Sachbuch – FAZ
    «Sie sieht ihn an diesem Tag zum ersten Mal. Es gibt keinen Grund für diese Szene, nur eine Stimmung drohender Gewalt, Willkür und Bösartigkeit, ein „wir“ der Mehrheit der Kinder, das sagt: „Schlagt euch“, und ein „ihr“ der anderen, Daniel und Carolin, die unschlüssig voreinanderstehen. Dann ist die Pause zu Ende. Niemand hat sich geprügelt. Aber ein Muster ist sichtbar geworden: das Wechselspiel von Einschluss und Ausschluss, um Hierarchien zu schaffen, wo erst mal nur eine Gruppe von Kindern war.»

Ich habe dieses Buch am Wochenende inhaliert, erst einmal, dann zweimal. Seither überlege ich, wie und was ich dazu schreiben soll, kann, darf, denn es ist auch meine Geschichte die darin steht, jedenfalls teilweise. Ich erinnere mich an so viele der beschriebenen Szenen und bekomme noch dreissig Jahre später kaum Luft. Und ich zermartere mir den Kopf weiß jetzt wieder, wie dieser Junge wirklich hieß und aussah, mit dem die Autorin und ich damals jahrelang gemeinsam die Schulbank gedrückt haben und der in dieser Horrorklasse offenbar noch übler gemobbt wurde als ich und der sich später, knapp achtzehnjährig, das Leben nahm. Da war ich schon lange an einer anderen, besseren Schule, die mich atmen ließ, aufblühen, leben. – Das Buch kann man natürlich auch sehr gut lesen und empfehlen, ohne so persönlich und intensiv involviert zu sein. Es ist in jeder Hinsicht empfehlenswert.

  • Der 72dpi-Mythos | praegnanz.de
    «Egal, in welchem Dateiformat digitale Bilder gespeichert sind: Es gibt immer eine Pixelanzahl und eine zugewiesene Entsprechung in der physischen Welt. Aus dem Verhältnis dieser beiden Werte wird die Auflösung des Bildes berechnet. Sie hat mit derAuflösung des Monitors nicht das Geringste zu tun. Die Auflösung des Bildes ist nur ein simpler Faktor, der angibt, wie viele Zentimeter unser 200 Pixel breites Bild auf einem Blatt Papier einnehmen würde, wenn man es denn ausdruckt. Doch Screen-Designer wollen ja gar nichts drucken.»
  • Washington running scared: ‘Nobody wants another SOPA’
    «I don’t have exact figures, but it’s my guess that Apple could write a single check and buy Hollywood, or the music industry, in one stroke. And that’s just Apple.»

Link(s) vom 9. März 2012

  • Veröffentlicht am 9th März 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Media Monday #36

  • Veröffentlicht am 5th März 2012,
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Haha! Geschafft! Es ist Montag! Genauer gesagt:

Media Monday #36

1. Der beste Film mit Ethan Hawke ist für mich Before Sunrise. Er hat so einige gute Filme gedreht, und in den älteren (Dead Poet’s Society, Reality Bites, Before Sunrise) ist er mir weitaus nachhaltiger im Gedächtnis geblieben als in den jüngeren (Training Day, Hamlet, Lord of War). Wirklich gut finde ich Hawke nie, er ist für mich ein wenig die „Kevin Bacon für Fußgänger“-Version, aber Before Sunrise war sehr anrührend und gefällt mir am besten.

2. Kevin Smith hat mit Clerks seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der so überraschend, so anders, so frech, so witzig und kurzweilig war wie keiner seiner späteren Filme. Ich weiß noch, wie ich aus dem Kino taumelte und am liebsten gleich wieder auf dem Absatz kehrt gemacht und rein in die nächste Vorstellung gegangen wäre.

3. Der beste Film mit Marisa Tomei ist für mich What Women Want. Da ist sie mir das erste Mal aufgefallen und obwohl ich den Film nur noch einmal auf DVD gesehen habe, habe ich ihre Szenen unmittelbar vor Augen und muß lachen.

4. Den epischsten Weltuntergang gab es meiner Meinung nach in Fight Club

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5. Wenn ich lese, dass es einen neuen Film mit Adam Sandler gibt, dann ist mir eigentlich schon im Vorfeld klar, dass ich den weiträumig umfahren werde.

6. Schaut ihr euch so eure liebsten Filme an, woran würdet ihr festmachen, dass ein Film euch nachhaltig und mehrmalig begeistert? Er muß gute Dialoge haben, eine mitreißende Story, gut fotografiert sein bzw. packende Bilder haben und wenn die Musik einem drei Tage später noch von irgendwoher plötzlich im Kopf rumschwirrt, dann ist das auch nicht verkehrt. Er muß mich zum Nachdenken bringen und ich muß das Gefühl haben, noch nicht alles gesehen zu haben, wenn er zu Ende ist. Ich möchte nicht, daß er zu Ende ist. Ich habe ein inniges Verhältnis zu den Charakteren (oder wenigstens einem davon) aufgebaut. Ich möchte mindestens einmal während des Fims zum lachen, weinen, zittern, jubeln gebracht worden sein.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Bringing Up Baby (dt. Leoparden küsst man nicht) und der war so frisch wie vermutlich im Jahr seines Erscheinens (1938), weil das Drehbuch und die Story stimmte, das Tempo wahnwitzig war und die Schauspieler super.

Link(s) vom 5. März 2012

  • Veröffentlicht am 5th März 2012,
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Zwischen dem 4. März 2012 und dem 5. März 2012 aufgelesen:

  • Meine Reise zum Taj Mahal
    «Seine Lippen hält der Bösewicht geschürzt. Das hält er durch, seitdem ich ihn das erste mal sah. Bisher kam noch kein Wort von ihm. Noch nicht mal ein “Hello Sir”, keinen Namen… nichts… Mir gehen schauerliche Geschichten von entführten Touristen durch den Kopf und ich versuche es mit einem peinlichen “Nice Weather!” und weiss in diesem Moment, dass dies die absurdeste Bemerkung “ever” war.»

Der Stilpirat ist spontan nach Indien gereist und will zum Taj Mahal. Wer Indien kennt, der weiß: No problem!

  • The Story of Animation
    «The problem was not with the studios, or the quality of work they were producing, but rather with the clients: Most of them seemed to believe that animation was a simple, uncomplicated process, and were often disappointed to learn that there were very specific stages in the animation process that required their participation (and finances). It’s almost as if they believed that creating animation was as simple as pitching an idea, and then sitting back while a couple of animators with pencil and paper goofed off, told jokes, and drank copious amounts of coffee until „wallah“! the animation was finished!»

Hübsch gemachte Animation, um prospektiven und ahnungslosen Kunden den Prozeßablauf von Animationsfilmen zu erklären. Allerdings bezweifele ich, daß der Film seinen Zweck erfüllen wird. Zum einen, weil es meiner Erfahrung nach einfach keine Kunden interessiert, wie aufwendig ein Arbeitsablauf ist (und warum er deswegen nicht für zwofuffzich zu haben sein kann). Der Kunde knurrt: Get! It! Done!, und ein kleines Bisschen kann ich ihn auch verstehen, denn wir sind alle so: Es ist uns ian aller Regel schnurz, wie etwas funktioniert. Hauptsache, es funktioniert. Und daß ein maßgeschneiderter Animationsfilm aufwendiger und teurer sein soll als ein fliegendes Logo, das der eigene Assistent täglich binnen einer Minute auf Knopfdruck in Powerpoint einbaut, das ist schwer bis gar nicht vermittelbar. Genauso, wie für mich z.B. ein Controller nur ein neudeutsches Wort für Buchhalter ist, meinetwegen noch einer mit Prokura (Herrgott, irgendwas mit Zahlen halt!), genauso ist Animation für die meisten Leute halt einfach Animation. Es bewegt sich, fertig.
Aber schöner Showcase (was wohl auch der eigentliche Zweck der Übung gewesen sein dürfte.

(Und ja, ich weiß inzwischen, daß es Unterschiede zwischen Controllern und Buchhaltern gibt. Controller werden besser bezahlt.)

  • Sophie Gustafson is starting to find her voice | GOLF.com
    «It has always been part of my backstory—in fact, my inability to communicate with the media has probably kept the golfing world from properly appreciating my 26 global victories or my three player of the year awards on the Ladies European tour. My condition got a lot of attention at the 2011 Solheim Cup when I did my first TV interview. Ever! It was my eighth Solheim; through the years I’ve watched the girls do all the interviews and have a lot of laughs in the group press conferences, and I wanted to be a part of it. But I had been turning down interview requests for so long that reporters had stopped asking me. I felt a bit overlooked. On the flight to the Solheim, I asked Val Skinner, a Golf Channel correspondent, about working together on an interview, and she loved the idea. Doing it live would have been too daunting, so we taped it early in the week. It took me more than an hour to get through a dozen or so questions—ever the perfectionist, I wanted it to be good. Even in the edited version, which ran for 31⁄2 minutes, there were times when I needed five or 10 seconds to articulate a word. Maybe it’s not a coincidence that after taping the interview, I went 4–0 and helped lead Europe to victory.»

Ich muß zu meiner Schande gestehen, ich bin nicht so wirklich mit Sophie Gustafson und ihren Erfolgen vertraut. Das ist schade, denn die Frau war bislang nicht nur sportlich äußerst erfolgreich sondern dies auch trotz ihres Handicaps der anderen Art: sie stottert.

My 0.02 cents zur Diskussion ums Urheberrecht

  • Veröffentlicht am 4th März 2012,
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Ich lese gerade diesen Artikel und die Kommentare zum Thema Urheberrechtsdebatte. Und ich muß mich entscheiden zwischen heulen, kotzen oder Amok laufen.

Seitdem es ein Urheber- und Nutzungsrecht gibt, müssen Kreativarbeiter – ich vermeide hier mal bewußt das Wort Künstler, die Kunst um ihrer Selbst Willen schaffen wollen, denn ich meine auch Gebrauchsgrafiker und Illustratoren, Auftragsfotografen und -komponisten (z.B. für eine Filmmusik), Texter, Journalisten etc. – nicht mehr hungern. Jedenfalls haben sie erstmals eine faire Chance, von ihrer eigenen Hände Arbeit auch leben zu können.  (mehr …)

Link(s) vom 4. März 2012

  • Veröffentlicht am 4th März 2012,
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Zwischen dem 1. März 2012 und dem 4. März 2012 aufgelesen:

  • Facebook und der Schwanzhund | futurezone.at
    «Bei Facebook scheint der Inhalt von „Inhalten“ aber niemanden zu interessieren. Es geht offenbar eher darum, sich die Teilnehmer mit möglichst geringem Arbeitsaufwand vom Leib zu halten. Sie sollen brav miteinander spielen und den Reklamerand lesen, sonst fliegen sie raus. Das ist das Gegenteil von sozial.»
  • Tom Wolfe on The Rich | Style | Vanity Fair
    «Had we but known … Had we but known … we wouldn’t have touched a dime of it. It would have been more honorable just to crash and burn and take bankruptcy like a man. For the tarantulas had arrived—only, we didn’t know that yet. The “bailout” was their Trojan horse. Fools that we were, we welcomed them!»
  • lucky strikes: Tango
    «Die Tanzfläche war gefüllt von Paaren, die offensichtlich versucht hatten, ihrer welkenden Beziehung mit einem Tangokurs wieder einen Pfiff zu geben, und entsprechend hölzern oder athletisch oder eben größtenteils verzweifelt sahen ihre Versuche auf dem Parkett auch aus.»

Überlegungen zum Smartphonekauf

  • Veröffentlicht am 2nd März 2012,
  • veröffentlicht von

Vorab: Dies ist eine längere Überlegung über ein ausschliesslich für mich relevantes Thema und sie hat keine Pointe oder so. Ihr dürft gern weiterblättern, es wird vermutlich entsetzlich langweilig. Aber wozu hab’ ich ein persönliches Blog, wenn ich nicht dort ab und zu auch persönliche Überlegungen reinwerfen kann?

Mein iPhone 3G ist nunmehr drei Jahre alt und damit frühes Paläozoikum, was Smartphones betrifft. Es kann längst nicht mehr alle interessanten Apps nutzen, weil es kein iOS 5 kann. Es hat ein zerbrochenes Glas, weil es mir vor etwa einem halben Jahr auf die Straße fiel. Dies zu reparieren lohnt jedoch nicht mehr, denn wer steckt schon 50+ € in die Reparatur einer technischen Antiquität, wenn alle Nase lang eine brandneue Alternative auf den Markt gebracht wird? Inzwischen hält allerdings der Akku nur noch zwei bis drei Stunden, und auch das nur, wenn ich alle Ortungsdienste ausschalte, keine Push-Benachrichtigungen für meine Mails mehr nutze und das Ding eignet sich damit eigentlich nur noch als nicht sonderlich dekorativer Briefbeschwerer. Ein Nachfolger muß her.

Ich habe unmittelbar nach Ende meines zweijährigen Knebelvertrags bei T-Mobile zum Prepaidanbieter Fonic gewechselt, weil ich zu wenig telefoniere um monatliche Fixkosten von rund 80€ für eine Flatrate zu rechtfertigen. Meine Handykosten haben sich auch um mehr als die Hälfte reduziert seither. Ich telefoniere sehr ungern und daher eher selten; die reinen Gesprächskosten liegen jeden Monat irgendwo zwischen 8 und 10 Euro, oft weniger. Etwa noch einmal soviel geht fürs Versenden von SMS drauf, weil ich ein paar gute Freunde habe, die gern und viel über dieses idiotische Medium kommunizieren und sich nicht auf so neumodischen Kram wie Mails oder meinetwegen Chatservices wie WhatsApp einlassen wollen oder können. Zum Beispiel, weil ihre Handies noch älter sind als meins. Ich kriege sogar gelegentlich eine MMS. Fragt nicht.

Der Löwenanteil meiner Mobil-Kommunizieren-Kosten geht für eine Internetflatrate drauf, die knapp 10€ im Monat kostet und erst bei 500 GB MB drosselt. Eine höhere Grenze wird nicht angeboten, obwohl mein Datenverkehr inzwischen jeden Monat etwa 800 GB MB ausmacht, was naheliegenderweise die letzten 300 GB MB keinen Spaß mehr macht. Solchermaßen zwangsgedrosselt zu surfen ist, als sauge man eine Wassermelone durch einen Strohhalm. Woher dieser hohe Verbrauch kommt, wie das sein kann, wo ich doch – außer am Wochenende – eigentlich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze und somit im WLAN eingeloggt bin ist mir ein Rätsel, aber so sagt es der Einzelverbindungsnachweis. Und der muss es ja wissen, die würden mich ja nicht anlügen, oder? Nein, antwortet nicht.

Ich brauche also ein neues Smartphone und einen besseren Tarif. Bei den Prepaidanbietern ist es überall dasselbe Elend, und daß Fonic das O2 Netz nutzt und man damit häufig mitten in Hamburg gerne mal komplett offline ist, macht die Entscheidung relativ leicht: zurück zum rosa Riesen. Denn dieser hat einen Complete L Tarif für rund 60€, wo erst bei 1 GB gedrosselt wird. Und er hat anerkanntermaßen das beste und stabilste Netz, jedenfalls noch. Und die Navigonsoftware ist auch dabei, was nett ist, wo man mir doch unlängst das Auto aufgebrochen und mein Navi geklaut hat.

Aber wie sieht es mit der Hardware aus? Das iPhone 4S ist hübsch, hat eine sensationelle Kamera für Handyverhältnisse, ist andererseits aber jetzt schon technisch veraltet und diesen Siriquatsch brauche ich ja nun auch nicht. Rund 700€ für ein veraltetes Smartphone? Wahnsinn! Das 4er ist billiger, aber noch älter und hat keine so gute Kamera. In einem halben Jahr kommt das 5er raus, aber das wird zu teuer sein und ein halbes Jahr halten mein 3G-Akku und meine Nerven das nicht mehr durch.

Die Konkurrenten des iPhone 4S aus dem Androidlager von HTC und Samsung sind ja ganz hübsch, aber nicht wirklich viel billiger, wenn ich die Lernkurve bzw. die Zeit hinzuaddiere, die ich für den Umstieg brauchen würde – ganz zu schweigen von einem Neukauf aller relvanten Apps für das neue System, und daß ich die bereits gekauften iPhone Apps dann wegwerfen könnte. Und kein getestetes Gerät lag so gut in der Hand oder fühlte sich so perfekt an wie das iPhone. Ich habe keine klosettdeckelgroßen Hände und viele Displays sind einfach zu riesig für mich, um sie einhändig bedienen zu können. Jony Ives’ Design, das sich immer am goldenen Schnitt orientiert, ist eben rundherum perfekt.

Ich bin Apple Fan, ich habe seit Jahrzehnten alles von Apple und fahre damit bislang sehr gut (auch wenn mich OS X Lion in den Wahnsinn treibt). Ich weiß, Apples Betriebssystem ist proprietär und sie sind in Cupertino kein Stück besser als in Mountain View in Sachen Datenmißbrauch und diverse Androidgeräte sind dem 4S technisch überlegen, und für viele Leute auch moralisch, weil open source. Jedenfalls in der Theorie – in der Praxis kommt man ohne ein Google Konto nicht sehr weit, wenn man mal genauer nachfragt. Oder nur, wenn man sich tagelang mit nichts anderem beschäftigen will als herauszufinden, wie das geht. Und ich will nicht, daß Google mehr von mir weiß als Name, Rang und Dienstnummer. Google ist böse, ja. Apple auch, aber wenigstens in gutem Design und ausgezeichneter Funktionalität, was man – mit Ausnahme der Suche und der Maps-Anwendung von keinem Googleprodukt behaupten kann. OK, man kann den Akku bei Apple nicht selber tauschen, aber dieser hat drei Jahre gehalten, und selbst wenn ich ihn jetzt tauschen würde, wäre das Teil trotzdem obsolet, aufgrund der Softwareanforderungen.

Also wird es das iPhone 4S. In schwarz.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Link(s) vom 1. März 2012

  • Veröffentlicht am 1st März 2012,
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Zwischen dem 29. Februar 2012 und dem 1. März 2012 aufgelesen:

(via wirres.net) Darauf einen Dujardin (ja ich weiß, die Wortspielhölle wartet auf mich)!

  • Design before computers ruled the universe
    «Taking your handy jar or rubber cement that has been carefully thinned with Bestine — a chemical solvent that is hazardous to breath in an unventilated area (like an art studio) — and you would coat the board and the backs of the stats and then have a cigarette at your desk while the cement dried. Yes, you could smoke in an office and yes, Bestine was highly flammable.»

Oh Gott, ja! Was waren das für irre Zeiten! Ich bin froh, sie miterlebt haben zu dürfen und genauso froh, daß sie vorbei sind. – Hinreissend geschriebener Artikel über die Zeiten, als Grafiker noch Leim und Klebstoffe schnüffelten, dem Heisswachsfetisch frönten, Mittagspausen jenseits der nicht vorhandenen Tastaturen hatten, Feierabende feierten (weil die Headline von Typo Bach halt erst am nächsten Morgen mit Kurier kam und somit natürlich um 17 Uhr Schicht war) und geraucht wurde, während man sich durch Schwaden von Farbverdünner und Zigarettenqualm bewegte. „It was the best of times, it was the worst of times.“

  • Geschichtsstunde
    «Aber Sohn I fragt so interessiert nach, er sortiert Figuren und legt Szenen zurecht. Bilder im Kopf, die jetzt zu ihm und mir gehören, Familienmythen. Er zählt noch einmal die Orte auf: Lübeck, Travemünde, Hamburg. Soll er es doch wissen was es alles an Geschichten gab, bevor es ihn gab. Was sich alles fügte, bis zum heutigen Tag, und wer alles mitgespielt hat. Man sieht ihm förmlich an, wie angestrengt er versucht, den ganzen Ablauf meiner Erzählung zu fassen. Das muss sehr schwer sein, wenn man sich Zeit noch gar nicht recht vorstellen kann.»

Sehr, sehr anrührend. Ich habe mehr als ein Tränchen verdrückt, auch weil ich ein so inniges Verhältnis zu meiner Großmutter habe, die mir oft und gern aus ihrer Kindheit in Esseen-Rüttenscheid und von ihren 8 Geschwistern erzählt, die fast alle längst woanders sind. Ich weiß natürlich, daß sie eines, vermutlich nicht allzu fernen Tages nicht mehr hier sein wird, auch wenn sie, gerade kurz vor Weihnachten erst 99 Jahre alt geworden ist, als einzige in ihrem Pflegeheim am Stock geht statt im Rollstuhl zu fahren und zwar nicht mehr viel sieht, aber ansonsten voll und ganz da ist. Und dennoch ist es mir schier unmöglich darüber nachzudenken, ohne daß es mir die Kehle abschnürt. – Ja, Familiengeschichte ist ungeheuer wertvoll, lieber Maximillian. Deine Jungs dürfen und werden sich eines Tages sehr glücklich schätzen.

 

Meine Lieblingstweets im Februar (Schaltjahr Edition)

  • Veröffentlicht am 1st März 2012,
  • veröffentlicht von
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