Hilferuf – „Holy Fruit Salad!“

  • Veröffentlicht am 28th November 2011,
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Ich kenne die Fotografin Mme Creezy persönlich von diversen re:publica Begegnungen und lese ihr Blog Holy Fruit Salad! sehr gerne, es ist auch auf meiner Blogroll verlinkt. Jetzt braucht sie unsere Hilfe, ihre Kräfte sind am Ende. Und dankenswerterweise hat sie es geschafft, diesen Hilferuf abzusenden bevor sie komplett unterzugehen drohte. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit und oft das Schwierigste.

Sie ist ein Urgestein der Bloggerszene und hat unzähligen Menschen (fast) bis zur Selbstaufgabe geholfen. Jetzt sind wir dran: Spendet, was Ihr könnt für sie und ihre Katzen – Rat, Tat, aufmunternde Worte, Geld via den von einem Freund eingerichteten Spendenknopf. Let’s put back the Social in Social Web!

Die wahre Geschichte

  • Veröffentlicht am 22nd November 2011,
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Die wahre Geschichte

Luigi fühlte ein leichtes Würgen im Hals. „Zwiebelsaft, das riecht doch schon so fies! Nachher kriege ich rosa Punkte davon, und was dann?“
„Papperlapapp!“ sagte Mama und schob ihm energisch den Löffel in den Drachenrachen. „Sei nicht so ein Baby. Das ist gut gegen deinen Husten und macht schön feurigen Atem!“

Bonus Content for Dummies

  • Veröffentlicht am 22nd November 2011,
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Heute fiel mir eine CD von 1995 in die Hände. Auf dem Cover angepriesen wurde „This Audio CD can also play Bonus Video & Interactive Material on most Multi Media Computers!“. Als ich sie neugierig in den Rechner schob um mir dieses sagenhafte Material anzusehen, kam eine Fehlermeldung. Ich könne das Programm nicht mehr öffnen, da die Classic-Umgebung (des Mac) nicht mehr unterstützt werde.

Ich glaube, mit den meisten Apps, ganz besonders denen von Medienkonzernen, verhält es sich wie mit diesen Multimedia-Bonusapplikationen aus den frühen 90ern des letzten Jahrhunderts. Sie sind aktuell der heisse Scheiß; jede Firma will eine herausbringen, jeder User sein neues Tablett erst einmal vollpacken mit Inhalten.

Ich erinnerte mich dunkel daran, daß ich das Material damals in meinen Quadra gesteckt und für unterwältigend befunden hatte. Ob New York Times, Bild, SpOn, Bunte – wir haben zwanzig Jahre später noch immer nicht gemerkt, daß die Inhalte in den seltensten Fällen der aufwendigen Verpackung bzw. Aufmachung gerecht werden, für die wir alle so viel Geld bezahlen. Schlimmer noch: damals gab es noch kein WWW, bzw. es steckte in den Kinderschuhen. Wir waren noch nicht an Browser gewöhnt. Heute könnte man jedes dieser Angebote im Web genießen, aber soll sich für jedes eine App installieren, einen Extra-Browser sozusagen. Einige sperren gezielt die Web-User aus und verweisen auf ihre App (Bild), andere weisen penetrant darauf hin, daß es doch eine extra tolle App gibt, wenn man ihre Website mit einem mobilen Browser ansteuert (Zeit).

Wir haben Mailboxen und AOL überwunden und die ummauerten Gärten von CompuServe und GEnie – doch mauern uns mit schöneren, bunteren Steinen neue Eilande. Warum? Ich verstehe die Motivation der Anbieter, die wollen halt Geld verdienen. Aber warum machen wir Nutzer das mit? Sind wir wirklich so lernresistent?

(Dies ist ein Crossposting von Google+. Da ich dort jedoch (wie bei facebook und Twitter) in regelmäßigen Abständen meine Einträge wieder lösche, möchte ich den Gedanken auch hier im Blog festhalten.)

Zwischendurch: Herbstlesung

  • Veröffentlicht am 13th November 2011,
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Zwischendurch: Herbstlesung

Der goldene Herbst geht jetzt in einen knackig-kalten Winter über. Es ist wieder DOM, und endlich kann man wieder Mutzenmandeln essen und sich an der heissen Papiertüte die Finger wärmen.

Die Herbstlesung gestern im Le Kaschemme war ein schönes Highlight dieser Woche. Isabel Bogdan las ihr Wacken-Erlebnis vor, und live ist das fast noch mal so gut wie selbst gelesen, und dabei habe ich mich damals vor Lachen schon fast eingenässt. Kid37 las skurrile Vignetten und lässt mich das Thema Fliesenverlegung mit ganz neuem Blick sehen. Eine Singer-Songwriterin namens Dragana spielte ein paar ihrer Stücke. Und Maximilian Buddenbohm gab ein Häppchen aus seinem im März erscheinenden Buch „Marmelade im Zonenrandgebiet“ – eine Fortsetzung von „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“ – zum Besten und wir bewunderten seine sensiblen Knie. Dazwischen traf ich gerne einmal wieder ein paar liebgewonnene Nasen aus meiner Twittertimeline, darunter z.B. Little Jamie, Binnewies, die Herzdame, Jawl (mit sehr netter Begleitung) und das Bronchitisgeröchel und die Hexenschussschmerzen hielten sich auch angenehm zurück, so daß der Abend als voller Erfolg verbucht werden kann.

Adieu, Effilee!

  • Veröffentlicht am 2nd November 2011,
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Ich habe die Zeitschrift Effilee erst in diesem Jahr abonniert. Anlass war ein sehr schokoladiges Cover im Mai und eine begeisterte Äußerung von jemandem aus meiner Twitter-Timeline (im Zweifel Anke Gröner oder die Kaltmamsell). Als Abogeschenk gab’s ein chön charfes Wüsthoffmesser zum Gemüsehacken, an dem ich mich auch prompt in die Finger schnitt. Aber das ist der Zeitschrift natürlich nicht anzukreiden.

Die seither erhaltenen drei oder vier Ausgaben waren mehrheitlich hochinteressant, schön gestaltet und ihr Geld durchaus wert. Die Effilee ist so eine Art Brand Eins unter den Hochglanz-Kochmagazinen. Die Rezepte sind international aber nicht von der Art Schickimicki-Sterneküche, obwohl es natürlich auch „Gehobelter Dingsbums an Kräuterschaum unter der Tralafittimousseglocke“ gibt, klar. Die besprochenen Weine sind nicht unbedingt von der 1000-Punkte-Robert-Wichtig-Skala oder gar – der Himmel bewahre! – von Stewart P. besprochen. Auch keine Supermarktplörre oder Lambruscovergleiche. Nein, es gibt Beiträge von Stevan Paulsen, Pommesbudentests im Ruhrpott oder Reportagen über das Indian Coffee House in Delhi, alles sehr farbig und abwechslungsreich. Die Effilee zu lesen ist, als läse man ein gutes Blog rund um das Thema Genuss. Mit Werbepostillen à la Feinschmecker hat das nichts zu tun, eine echte Wohltat. Das alles zu einem fairen Preis von bislang 6,80€ beim Kauf eines einzelnen Exemplars oder eben 39,90 €/6 Ausgaben im Abo. Wahrlich nicht billig, aber preiswert, im eigentlichen Sinn des Wortes.

Alles war cool zwischen mir und der Effilee. Bis zu letzter Woche. Da purzelte mir das Heft aus dem Briefkasten entgegen und aus dem Heft wiederum purzelte ein Brief für mich. Ich hätte ihn fast gar nicht wahrgenommen und mitsamt den anderen Heftbeilagen umgehend in den Müll geworfen, wie man das eben so macht mit Lotterie„gewinn“briefen, Kreuzfahrt„einladungen“ (korrigiert mich, aber wenn ich eingeladen werden heißt das für mich, ich habe keine Kosten dadurch) und Prospekten für wunderschöne, aber teure Gartenmöbelserien, die volumentechnsich leider weder zu meinem Geldbeutel noch auf meinen ohnehin nicht sehr sonnigen Balkon passen. Dies sind wahllose Beispiele; ich habe keine Ahnung, welcher Art die Beilagen der Effilee waren, da ich sie unbesehen weggeworfen habe. Aber der Brief fiel so, daß ich meinen Namen und meine Adresse las und irgendwie ahnte, das sei keine Werbung.

‚Ah!‘ dachte ich so bei mir, ‚das wird die Bestätigung meiner Abokündigung sein!‘. Ja, ich kündige jedes Abonnement umgehend nach Abschluß wieder, damit ich es nicht ein Jahr später erst zwei Minuten nach der Deadline merke und dann das Produkt ein weiteres Jahr am Hacken habe. Eine Zeitschrift, die nur sechsmal im Jahr erscheint und mich jedes Mal freudig überrascht, obwohl ich sie doch eigentlich freudig erwarten müßte, ist das beste Beispiel für die Sinnhaftigkeit dieses Vorgehens. Wenn mir die Zeitschrift gefällt, kann ich ja wieder neu abonnieren. Die einzige Zeitschrift, die mich jemals quasi per „opt in“auf nur ein Jahr festgenagelt hat und ansonsten auf dem Standpunkt stand: „sie wird sich schon melden, wenn’s danach weitergehen soll“ war das deutsche MAD Magazin (Herausgeber: Herbert Feuerstein), das ich in den frühen 80ern abonniert hatte und das ja auch prompt irgendwann eingestellt wurde. Ansonsten arbeiten alle mir bekannten deutschen Verlagserzeugnisse mit „opt out“. Sehr schade.

Aber das war es leider nicht. Es war die Ankündigung einer satten Preissteigerung: Ab der nächsten Ausgabe werde der Einzelheftpreis auf 9,80 € angehoben (+44%) und zeitgleich verringere sich der Erscheinungsrhythmus von sechs auf vier Ausgaben pro Jahr.

Wow.

Dieses Preis-Leistungsverhältnis ist für mich inakzeptabel, sorry. Und die Wischiwaschi-Begründung auch: „Diese Maßnahme ist notwendig, um sicherzustellen, dass wir Ihnen auch zukünftig die gewohnte Qualität bieten und dabei wie bisher von Heft zu Heft besser werden können.“ Äh … also eine fühl- oder messbare Steigerung der Qualität von Heft zu Heft konnte ich jetzt über die letzten drei oder vier Ausgaben nicht unbedingt feststellen, aber das Heft liegt, wie erwähnt, von vornherein auf recht hohem Niveau, jedenfalls im Vergleich zur nicht gerade kleinen Konkurrenz im Blätterwald für Küchenaficionados. Es mag sein, daß die Papierpreise und Herstellungskosten gestiegen sind. Vielleicht bezahlt der Verlag ja auch tatsächlich seine Redakteure, freien Autoren und Fotografen über Tarif (ich glaub’s kaum) bzw. überhaupt. Aber dann hätte man das vielleicht auch kommunizieren sollen. So jedenfalls fühle ich mich leicht verarscht. Da stecke ich die vierzig Taler im Jahr lieber in Flattr und beglücke damit z.B. die vielen genialen Kochblogs, von denen sich die Zeitschrift hat inspirieren lassen.

Und ich hätte dann jetzt doch gerne langsam mal meine Kündigungsbestätigung. Gerne auch per normaler Post und nicht erst mit dem nächsten Heft im Februar.

 

re:publica 12, ich komme!

  • Veröffentlicht am 2nd November 2011,
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Gestern noch twitterte ich quengelig, wann denn nun endlich der Vorverkauf losgehe, der November habe schließlich endlich angefangen. Und heute saß ich im dicksten Stau im Auto und chekcte meine Mails, als ich auf eine stieß, in der ich gefragt wurde, ob ich schon einen Hoteltipp für die neue Location hätte? Das konnte nur eines bedeuten … der Vorverkauf hatte angefangen, und ich saß nur mit einem phlegmatischen iPhone 3G bewaffnet im Hamburger Feierabendverkehr und brauchte doch dringend ein Ticket, verdammt!

Also tippte ich mit zitternden Fingern die URL ein und beobachtete, wie sich in Zeitlupe die Seite lud. Das E in der Menüleiste avisierte mir, daß ich mich in der EDGE-Hölle befand, nicht mal 3G stand mir zur Verfügung. Schliesslich hatte ich mich durch die Seite gearbeitet und war auf dem Bestellformular angekommen. Es war noch genau ein (1) Early Bird Bloggerticket zu haben. Aber wäre ich – bzw. EDGE – schnell genug, um es auch zu bestellen? Quälend langsam ging es voran, und meine Ungeduld wurde auch nicht dadurch besänftigt, daß ich zwischendurch tatsächlich auch im Verkehr ein paar Meter vorankam und zu meinem Vordermann aufschliessen mußte. Verdammte Axt! Ich kann so nicht arbeiten!

Am Ende dann wurde alles gut – ich habe das letzte der 300 Early-Bird-Bloggertickets bekommen, die binnen vierzig Minuten (!) ausverkauft waren, wie Johnny schreibt. Und jetzt kann ich mich auch ganz gemütlich um ein Hotelzimmer kümmern. Ach ja – und wie ich das Banner hier ins Blog einbinde. Muss ich mir wohl doch wieder eine Seitenleiste basteln, hm?

Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Google Reader – Alternativen?

  • Veröffentlicht am 2nd November 2011,
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Ich liebe RSS feeds. Ich habe hunderte abonniert; der tägliche Überblick im Feedreader ist meine Informationsquelle Nummer eins. Früher nutzte ich dafür auf dem Mac das beliebte Programm NetNewsWire, war einer der offenbar zu wenigen zahlenden Kunden, bevor sich der Laden an Google verkauft hat. Fortan musste man einen Google Account haben, denn NetNewsWire existierte zwar weiterhin als Feedreader, sychronisierte aber jetzt nur noch über den Google Newsreader.

Also meldete ich mich zähneknirschend bei Google für den Newsreader an, nutzte aber weiterhin NetNewsWire, bis vor etwa einem halben oder einem Jahr, das weiß ich nicht mehr so genau (Internetjahre sind wie Hundejahre, oder?). Da begann ich, Reeder auf dem Mac zu nutzen, ein Programm, das ich schon auf dem iPad zum Lesen meiner Feeds nutzen und schätzen gelernt hatte. Klein, schnell, elegant und funktionell ist es für mich zu einem der wenigen unverzichtbaren Programme auf dem Mac geworden. NetNewsWire habe ich zwar auch noch, aber das wirkt daneben wie eine billige Plastikarmbanduhr aus dem Kaugummiautomaten, die sich mit einer Jaeger LeCoultre messen soll.

Den im Hintergrund die Fäden ziehenden Google Reader habe ich noch nie im Leben live und unmittelbar als Web-Applikation benutzt. Wozu auch? Ich habe auch noch nie Google Mail im Browser genutzt, wozu gibt es IMAP und SMTP? Ich war natürlich heute mal drauf, neugierig, wie ich bin. Mehr als ein desinteressiertes Schulterzucken konnte die Seite mir jedoch nicht abringen. Wie eigentlich alle Google-Angebote vom Gestalterischen her immer wie etwas aussehen, das ein Vorschulkind mit viel Tesafilm, Heftzwecken, Wachsmalstiften, Klopapierrollenpappen und der Rückseite von alten Telefonrechnungen zusammengebastelt hat.

Insofern las ich eher unbeteiligt über das das allgemeine Lamentieren bezüglich der aktuellen Änderungen am Google Reader. Offenbar ist das alles weder designtechnisch noch von den Funktionalitäten her so gelungen, wie man sich das erhofft hatte und einige Eigenschaften, wie das offenabr beliebte Sharing, sind verschwunden oder beschränken sich auf Google Plus. Sharing ist nun im RSS-Reader keine Funktion, die ich je genutzt hätte (dafür nutze ich Instapaper, früher Delicious und oft auch Twitter), aber ich lese sehr aufmerksam die Artikel, in denen Alternativen zum Google Reader angeboten werden.

Denn was mich an NetNewsWire und auch Reeder stört ist, daß ein Google Reader Account vorausgesetzt wird. Ein alternativer Anbieter zur Synchronisierung bzw. Abonnierung der gewünschten RSS Feeds ist nicht vorgesehen. Ich weiß nicht einmal, ob es noch welche gibt. Ich verteile meine Information lieber auf mehrere Schultern als alles in einer Hand zu lassen. Wie es so schön heißt: Ein Schlüsselbund ist die ideale Möglichkeit, alle seine Schlüssel auf einmal zu verlieren. Aus diesem Grund misstraue ich auch zutiefst der Cloud – all meine Ideen, Gedanken, Unterlagen, Notizen einer Wolke anzuvertrauen, z.B. Evernote, der Dropbox oder iCloud? Und wenn es regnet, was dann?

Nicht, daß ich den Verlust meiner RSS feeds befürchte, aber ich finde nicht, daß Google wirklich alles von mir wissen muss und würde eben gern z.B. den RSS Teil auslagern an einen alternativen Anbieter. Über Nico Brünjes Artikel zum Thema bin ich heute auf Vienna gestoßen, das er als das „ideale Aussteigerprogramm“ bezeichnet. Die Software ist Open Source und nicht an den Google Reader angebunden und den Screenshots nach sieht sie recht funktionell aus, wenngleich auch nicht so elegant wie Reeder.

Habt Ihr weitere oder andere Tipps zum Umstieg (auf dem Mac)?

Updates

  • Veröffentlicht am 1st November 2011,
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Nach einem Monat Denkpause, in dem ich (wie in jedem Jahr) darüber nachgedacht habe, was das hier alles soll, wohin das alles führen kann/sollte/wird und was alles anders werden müßte, damit ich mich auf meinem eigenen Blog wohlfühle, habe ich ein paar kleine Anpassungen vorgenommen.

Alle Social „share me!“ Plugins zu Flattr, Google+, Facebook, Twitter & Co. sind und bleiben draussen. Braucht kein Mensch.

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Mein Projekt 52 Blog ist nach wenigen Monaten sang- und klanglos gestorben, wie Ihr vielleicht bemerkt habt. Das liegt zum einen daran, daß ich nicht jede Woche in Stimmung war, etwas zu fotografieren. Ich mag keine Deadlines, auch wenn ich sie im Berufsleben natürlich einhalte. Aber privat hemmen sie meinen kreativen Output. Wenn ich eine Woche lang nur zeichne, schreibe oder Musik mache, will ich das halt nicht unterbrechen, nur weil ich auf Krampf noch ein Foto für mein Blog brauche. Und andererseits will ich meine besten oder wenigstens besonderen Bilder lieber drüben auf meinem Portfolioblog zeigen. e13.de ist eine andere Spielwiese.

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Das Rätsel wird nicht wiederbelebt. Für diejenigen, die nicht daran teilgenommen haben: Es handelte sich um ein privates Filmrätsel, das ich über zehn Jahre lang, anfangs monatlich, zuletzt in sehr unregelmäßigeren Abständen veranstaltet habe. Der Zugang war passwortgeschützt, weil das zum einen natürlich eine kuschelige Baumhausclubatmosphäre herstellte, und mich andererseits erfolgreich vor der Abmahnindustrie schützte. Ich wählte ein paar Screenshots von Szenen aus einem Film aus und stellte sie nacheinander online, jede Woche einen neuen Hinweis. Es waren in der Regel unbekannte Szenen aus bekannten Filmen; Szenen, die eher die Atmosphäre des Films widerspiegelten und den Zuschauer quasi unterbewußt oder assoziativ auf die richtige Lösung kommen lassen sollten. Wer zuerst die richtige Lösung nannte, bekam eine DVD von mir. Das ging jahrelang gut, alle hatten großen Spaß und ich erinnere mich immer noch gerne an das fassungslose Gesicht eines cine- und frankophilen Freundes, der bis zuletzt bei Melvilles Le Samouraï auf dem Schlauch stand. Aber schliesslich wurde schlicht nur noch nach Stichworten und meinen Hints gegoogelt und kaum zehn Minuten nach Einstellen des Rätsels dann stolz die Lösung gekräht. Das finde ich unsportlich und lame, und da ich nicht weiß, wie man das unterbinden kann, habe ich beschlossen das Spiel zu beenden. Zehn Jahre sind ja auch eine lange Zeit. Ich bedanke mich bei allen, die mitgemacht haben und gratuliere im Nachhinein noch einmal den Gewinnern.

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Nach längerem Hin und Her habe ich beschlossen, den Header – die wehende rot-weiße Golfflagge mit der spiegelverkehrten 13 darauf – noch als Logo zu belassen. Der Wiedererkennungswert ist nach sechs Jahren mit diesem Bild einfach zu hoch, auch auf Twitter und anderen Seiten, wo das Logo mein Avatar ist. Auf einigen social networks, darunter facebook und Google+, bin ich inzwischen zu einer Zeichnung als Avatar übergegangen. Aber auch wenn es immer weniger sinnvoll erscheinen mag, mein privates Ich von meinem beruflichen Ich zu trennen, zögere ich noch, e13 komplett hinter mir zu lassen. Falls Ihr eine Meinung oder Vorschläge dazu habt, würde ich mich über Kommentare sehr freuen.