Meine Lieblingstweets im Juli

  • Veröffentlicht am 30th Juli 2011,
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Meine Lieblingstweets im Juli

Wer gelegentlich die Geschichten auf clientsfromhell.net oder kunden.ausderhoelle.de liest, der weiß: Designer sind Zauberer. Die Aufnahmehürden in diese Gilde sind jedoch hoch: [blackbirdpie url=“https://twitter.com/#!/WortWunder/status/86682731983015937″] Dafür ist die Zahlungsmoral der Kunden meist eher niedrig, aber das gilt für alle Branchen. (mehr …)

Blogentdeckungen

  • Veröffentlicht am 27th Juli 2011,
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Immer wenn man denkt, man hat jetzt die besten Blogs alle gelesen und gesehen, kommt von irgendwo ein Link daher und ruiniert einem die Tagesplanung, weil man sich ja jetzt erst einmal das ganze Blog durchlesen muss. Diesmal fiel ich über „Draußen nur Kännchen“. Natürlich ist das ein uraltes, und Eingeweihten bereits seit Jahr-zehn-ten bekanntes und prominent verlinktes Blog, das ich nur wieder als letzte entdecke. Geschieht mir recht, warum klicke ich mich auch nicht durch die Blogrollen meine Lieben?

Der Titel ist wunderbar und erinnert mich natürlich an meine Punkfolkfunkband „Im Garten Nur Kännchen“, deren Gitarristin ich  einmal war. (Ich war jung und schamlos und konnte nur drei Akkorde. Heute bin ich älter.) Bitte lesen Sie umgehend „Mein Leben als Bridget Jones, Kapitel 370“ und danach am besten auch alles andere. Danke.

„Unsere Demokratie sieht keine ausreichende Strafe vor um meinen Rachedurst zu stillen, ganz so wie es beabsichtigt ist.“

  • Veröffentlicht am 27th Juli 2011,
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Ein Forumsnutzer in Norwegen schreibt:

„In the safest, most boring country, the worst lone gunman shooting happens. The worst in the world, in history. But it will not make our country worse. The safe, boring democracy will supply him with a defense lawyer as is his right. He will not get more than 21 years in prison as is the maximum extent of the law. Our democracy does not allow for enough punishment to satisfy my need for revenge, as is its intention. We will not become worse, we will be better. We lived in a land where this is possible, even easy. And we will keep living in a land where this is possible, even easy. We are open, we are free and we are together. We are vulnerable by choice. And we will keep on like that, that’s how we want to live. We will not be worse because of the worst. We must be good because of the best.“

via Giardino

Qualitätsjournalismus, my arse. Heute: Zum Tode von Amy Winehouse

  • Veröffentlicht am 24th Juli 2011,
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Die Sueddeutsche schreibt mit dem gebotenen Pathos:

„Für das zugehörige Album „Back to Black“ erhielt sie fünf Grammys. Es landete in Großbritannien und Deutschland auf Platz eins der Charts. In den USA reichte es zu Platz zwei. Dort war vermutlich ein Gangsterrapper mit Drogendealer-Vergangenheit erfolgreicher. Amy Winehouse könnte zu seinen Kunden gehört haben. Zu seinen besten, womöglich.“

Quelle: „Der öffentliche Tod einer großen Stimme“, ein Nachruf von Michael König, 23.07.2011

Zwei Minuten Recherche auf der Billboard Website bringen zutage: Vor „Back to Black“ lag auf Platz 1 der Charts in der betreffenden Woche vom 1. März 2008 das Album von Singer-Surfer-Songwriter-Saubermann Jack Johnson, „Sleep Through The Static“.

Statt Drohungen:

  • Veröffentlicht am 21st Juli 2011,
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Die BBC ist in UK gebührenfinanziert, ähnlich wie bei uns die ÖR Sender. Während hierzulande auf Abschreckung, Strafen, Moralkeule gesetzt wird, bedankt sich die BBC so bei ihren Gebührenzahlern.

(via)

Aufwärmarbeit

  • Veröffentlicht am 18th Juli 2011,
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Es soll ja Leute geben, die halten Golf für einen Rentnersport. Oder gar keinen Sport, z.B. weil man dabei rauchen kann. Nunja. Progolfer Miguel Angel Jimenez (47), Ferrarisammler, bekennender Cigar Aficionado und auch einem guten Rioja nicht abgeneigt bereitet seine morschen Knochen jedenfalls gründlich auf die Runde vor:

ARVE Fehler: id und provider shortcode Attribute müssen für die alten Shortcodes gesetzt sein. Es ist empfehlenswert auf den neuen [arve] Shortcodes zu wechseln der nur die URL braucht.

Den schöneren Kommentar zu diesem Video hat der berühmte BBC Kommentator Peter Aliss abgeliefert, leider kann man das Video nicht einbinden, nur hier ansehen.

Den besten Kommentar hat Golf Digest Autor Dan Jenkins getwittert:

[blackbirdpie url=“http://twitter.com/#!/danjenkinsgd/status/91824872212283392″]

Birdiebooks: Green Eagle

  • Veröffentlicht am 8th Juli 2011,
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Die Anlage in Winsen/Luhe nahe Lüneburg verfügt über zwei 18 Loch Plätze, die recht unterschiedlich sind. Der ältere Süd-Course ist deutlich kürzer, verwinkelter als der Nord-Course, welcher einer der längsten Plätze in Deutschland, wenn nicht gar Europa ist. Das Birdiebuch des Süd-Course basiert, wie schon  das aus St. Dionys, auf Luftaufnahmen, die dann mit Entfernungsangaben versehen wurden. Und das ist auch hier ein Problem:

Zum einen wurden die Aufnahmen offenbar gemacht, als der Platz gerade eröffnet hatte. Inzwischen gewachsene Bäume, zusätzliche Anpflanzungen und Hindernisse sind naturgemäss nicht darauf verzeichnet. Zum anderen ist die Perspektive doch recht irreführend, da stark verkürzt. Vielleicht ist das Geschmackssache, aber die entsprechende Bahn auf Google Maps sieht für mich schon ganz anders aus:


Größere Kartenansicht

Wenn ich hier auf die entsprechende Bahn zoome (das Dogleg zur Linken der runden Driving Range), dann kann ich viel besser erkennen, daß es vielleicht gar nicht nötig ist, das Wasserhindernis zur Rechten zu überspielen, sondern vielleicht viel schlauer, sicher geradeaus zu driven und den Landweg zu nehmen. Ich selbst schlage natürlich üblicherweise vom Damenabschlag ab. Das Birdiebuch empfiehlt mir, entweder die 135 Meter vom Damenabschlag bis zur 100 Meter Markierung zu schlagen und dann von dort über Wasser aufs Grün. Das Grün ist 27 Meter tief; wenn die Fahne ganz hinten steht, muss ich also schlimmstenfalls 127 Meter (davon 100 Meter carry) über Wasser spielen. Für einen geübten Golfer ist das natürlich kein Problem. Aber viele Damen, viele Anfänger und auch gar nicht so wenige Herren würden wahrscheinlich lieber die sichere Variante „geradeaus und dann rechts“ bevorzugen. Nur: wie weit ist es bis zum Ende des Fairways, wenn man geradeaus abschlägt? Die Entfernungsangabe endet im Birdiebook leider mit der 100 Meter Marke. Das Fairways geht dahinter schätzungsweise noch 40-50 Meter weiter, und dann hätte man einen ca. 80 Meter kurzen Schlag über Land ins Grün – das ist für die meisten Golfer ein einfaches Wedge oder ein Eisen 9 (wenn die Fahne hinten steht) und schon ein Unterschied zu 100-125 Meter über Wasser mit einem Eisen 8, 7, 6 oder gar 5 – je nach dem, wie der Wind steht (er kommt angeblich immer von vorn.) Den Grünbunker hätte man damit auch weitgehend aus dem Spiel genommen.

Auf der Homepage findet sich bei den Angaben zum Süd-Course unter der Abbildung eine Empfehlung: „Der Abschlag sollte nicht länger als 170 Meter sein, damit das Grün eher quer als längs anzuspielen ist.“ OK, aber von welchem Abschlag aus 170 Meter? Wahrscheinlich vom Herrenabschlag aus . (Die Damenabschläge werden ja gerne mal ignoriert und sind auch meist komplett lieblos und idiotisch gesteckt, aber das ist ein anderes Thema.) Nur – was soll „eher quer als längs“ bedeuten?

Der Nord-Course ist dieses Jahr fünf Jahre jung und feiert das ganzjährig mit einem sensationell günstigen Greenfeearabatt von 50%. Es gibt noch kein richtiges Birdiebuch, nur eine provisorisch zusammenkopierte und -getackerte Ansammlung von Strichzeichnungen, die wohl anlässlich eines Challenge Tour Events vor ein paar Jahren entstanden sind. Hier konzentriert man sich sehr auf die präzise Grünvermessung und lässt den Rest des Platzes weitgehend aussen vor. Vielleicht ist das ok so für die Profis, aber für den geneigten Greenfeegast ist der Platz de facto ohne Laser- oder GPS-Entfernungsmesser unspielbar. Denn auch auf dem Platz war man sehr sparsam mit Entfernungsangaben, nach Auskunft eines Clubmitglieds angeblich „um die Optik nicht zu stören“. Klar, Entfernungspfähle sind nicht eben schön, aber das kann man ja auch über entsprechend gekennzeichnete Findlinge lösen (wie auf dem Süd-Course oder auch in St. Dionys).
NB: Ich verzichte nicht nur aus Nutzungsrechtsgründen an dieser Stelle auf eine Abbildung, da das Buch klar als provisorisch gekennzeichnet ist. Interessierten Golfern oder Lesern maile ich natürlich auf Anfrage gern eine Abbildung.

Entfernungen zu schätzen gehört zum Golf dazu und ist natürlich Übungssache. Manche Puristen rümpfen die Nasen und wehren sich gegen zu viele Angaben auf dem Platz. Sie bräuchten keine Birdiebooks oder gar Entfernungsmessgeräte, das hätte Bobby Jones auch nicht gehabt. Dabei übersehen sie jedoch, daß man in der guten alten Zeit nicht nur als Bobby Jones, sondern auch als Otto Normalgolfer zwei Caddies beschäftigte – einen, der einem die Tasche trug, die Schläger putzte und die Bälle suchte und fand und einen sog. Vorcaddie bzw. Forecaddie, der auf den Hügel kletterte und nachsah, ob vorne alles frei war und beobachtete, wo der Ball landete. Ein guter Caddie kennt seinen Platz und auch nach kurzer Zeit seinen Spieler und gibt Handlungsempfehlungen ab. Ein guter Caddie spart seinem Golfer rund 4-8 Schläge pro Runde. Das ist eine Menge, wenn man bedenkt daß die meisten Plätze Par 72 haben. Und die Jungs und Mädels auf den professionellen Touren nutzen selbstverstndlich alle legalen und modernen Hilfsmittel, schliesslich geht es um viel Geld und Ruhm. Wer also aus Prinzip auf Entfernungsangaben und Hilfsmittel verzichten will, sollte dann auch ruhig seine Runde mit Hickoryschlägern und Featheriebällen gehen. Bei uns gibt es leider keine Caddies mehr (wie ich schon früher einmal lamentierte). Aber in Irland und Großbritannien, vor allem in Schottland sind sie noch gang und gebe und ich kann jedem Golfreisenden dort nur empfehlen, auf ihre Expertise zurückzugreifen und sich eine unvergessliche Runde Golf zu gönnen.