Projekt 52/8

  • Veröffentlicht am 27th Februar 2011,
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Bislang sind sie nur im Gewächshaus zu bewundern. Aber es kann nicht mehr lange dauern, bis der Frühling kommt!

Veränderte Sehgewohnheiten

  • Veröffentlicht am 27th Februar 2011,
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In meiner Kindheit gab es drei Fernsehsender, die in der Regel wochentags auch nicht vor 15 bzw. 17 Uhr ihr Programm begannen und angeblich (ich selbst war natürlich um 19:30 im Bett) spätestens um Mitternacht endeten – mit einem Testbild oder Schneegestöber. Sonntags gab es schon mal Vormittags den internationalen Presseclub oder Werner Höfers „Frühschoppen“, wo sich dann mein Vater wahlweise über die alten Nazis oder blöden Sozis in dieser Runde aufregte, jedenfalls so lange bis meine Mutter zu Tisch rief. An Trickfilmserien gab es Wicki, Kimba, Heidi, den rosaroten Panther, Tom und Jerry, die Biene Maja oder Sindbad und natürlich die legendären tschechischen Serien, z.B. mit dem kleinen Maulwurf.

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Und die Werbung! Hach! Meine Generation kann wahrscheinlich deshalb fast jeden Spot auswendig, weil es nur vergleichsweise wenige TV-Spots gab, und die durften auch nur in kurzen Werbeblöcken bis 20 Uhr gesendet werden. Tilly von „Sie baden gerade Ihre Hände drin!“ Palmolive, Clementine von Ariel, die jungen Leute mit dem Riesenpaket Wrigley’s Spearmint Gum unterm Arm, oder natürlich die legendäre Stanwell Tabak Reklame (denn damals gab es noch Tabakwerbung im TV):

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„Heimlich fernsehen“ fiel völlig aus, denn es gab einfach nichts, was für mich interessant gewesen wäre und bzw. oder zu einer Zeit gesendet wurde, zu der ich wach und alleine gewesen wäre. Davon abgesehen spielte, malte oder las ich viel lieber, als in die Kiste zu gucken. Aber natürlich spielten wir Kinder auch die Abenteuer unser Vorabendserienhelden nach: wir waren Kwai Chung Caine aus „Kung Fu“oder der Marshal und die Bankräuber aus „Rauchende Colts“ oder Captain Kirk und Mr. Spock vom „Raumschiff Enterprise“. (Die Besatzung der „Mondbasis Alpha 1“ fand hingegen keinen besonderen Anklang.)

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Wie ich heute früh bei Jörn las, hat sich das TV-Programm doch sehr geändert. An welche Spiele sich wohl später der heutige Nachwuchs erinnern wird?

Insidergag

  • Veröffentlicht am 25th Februar 2011,
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Ach Stefan, ich hab’ übrigens den Daddelbügel wiedergefunden. :-)

Man muss sich nur zu helfen wissen

  • Veröffentlicht am 25th Februar 2011,
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Wer gern (mit Blitz) fotografiert, hat vielleicht schon einmal von diesen Gels gehört, mit denen man die Farbkorrektur beeinflussen kann. Ich selbst kannte sie nur vom Hörensagen bzw. aus den Berichten in diversen Fotografenblogs und habe selbst noch nicht damit gearbeitet. Gel ist wohl etwas irreführend, gemeint sind transparente, bunte Folien, die über den Blitz geklebt werden und so die Farbgebung ändern. Ein Risiko dabei ist, daß die Folien anschmelzen (so ein Blitz wird ganz schön heiss) und man die Sauerei anschliessend nicht wieder abkriegt. Und bei Preisen zwischen 150-400 Euro für ein gutes Blitzgerät überlegt man sich das wohl lieber zweimal. Aber wer gern handwerklich arbeitet und nicht alles mit Photoshop machen möchte oder kann, oder auch einfach nur neugierig ist und gern experimentiert, der wird um die Arbeit mit Farbfiltern nicht herumkommen.

In den USA hat das nun ein Fotograf auf die Spitze getrieben: Er war in Colorado zu einer Wanderung eingeladen und nahm natürlich nur das Nötigste seiner Ausrüstung mit. In einer Eishöhle stieß er auf tolle Motive, aber – oh Schreck! – der Weißabgleich zeigte, daß alle Liebesmüh’ wohl nicht zum gewünschten Erfolg führen würde. Seine Filter hatte er natürlich nicht dabei, und schließlich kam ein Begleiter auf die Idee, es mit Fruchtgummis zu versuchen, die sie als Proviant eingesteckt hatten. Und so legte er verschiedenfarbige Gummis über seinen Blitz und drückte ab.

Das Experiment hat sich gelohnt, würde ich sagen!

Frühjahrsputz

  • Veröffentlicht am 24th Februar 2011,
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So, ich hab’ mal feucht durchgewischt und das ganze überflüssige Geraffel über Bord geworfen. Dieses Theme lädt sich nun schneller, ist leichter und ohne Schnickschnack.
Den ganzen social Blödsinn raus, flattr raus, keine Widgets mehr, Bilder verkleinert … in den Worten Connor MacManus’: „Liberating, innit?“

Was macht eigentlich myspace?

  • Veröffentlicht am 22nd Februar 2011,
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Schöne Visualisierung dessen, was so im Musikbusiness gerade abgeht. Klick auf das Bild bringt Euch auf virtualmusic.tv, wo Ihr Euch die einzelnen Zahlen, Daten, Fakten zu den Services ansehen könnt. Interesting stuff, man!

Projekt 52/7

  • Veröffentlicht am 21st Februar 2011,
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Meine Güte, sind wirklich schon sieben Wochen des Jahres vorbei? *schauder*
OK, hier kommt das Bild der Woche:

(Und als nächstes mache ich mir einen Milkshake.)

Feigheit vor dem Feind

  • Veröffentlicht am 18th Februar 2011,
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Gleich vorab: Ich mag den Guttenberg nicht. Ich habe grundsätzlich nichts für Leute übrig, die „von Adel sind“, denn um Forrest Gumps Mama mal zu paraphrasieren: adlig ist, wer Adliges tut. Ich warte noch auf den ersten passenden Kandidaten – von allen Adeligen, die ich in meinem Leben bislang kennenlernen durfte, hat sich keiner durch übermäßig viel Intelligenz ausgezeichnet. Sie waren zwar meist auch nicht dümmer als der Rest der Welt, aber durchgehend bornierter, und da kann ich ja mal gar nicht drauf, wie man so schön sagt. Ich halte seine Frau für völlig unerträglich, komplett lernresistent und geradezu böswillig und heimtückisch, was ihre abartige „Tatort Internet Kampagne“ angeht, und daß den beiden die BLÖDzeitung täglich in den Allerwertesten kriecht, ist zwar naheliegend, aber gibt der Sache endgültig den Anstrich: „wi-der-lich“. Kommt noch dazu, daß er die Bundeswehr de facto in eine Freiwilligenarmee umwandelt und mit chancenlosen Hauptschulabbrechern bevölkern will (ob diese Art Armee auch den Schießbefehl verweigern wird, wenn dereinst der Pöbel die Wahlbetrüger an die Laternen knüpfen will, oder ob wir nicht doch besser, wie die Ägypter, mit einer Wehrpflichtigenarmee fahren?), und mein Ekel kennt kaum noch Grenzen, wenn ich seinen Namen höre.

Andererseits kann er ja auch nix dafür, daß er ein Titelträger ist, man wird nun einmal so geboren, das hat er sich ja nicht ausgesucht. Solche Titel kleben halt auf der Geburtsurkunde, ob man will oder nicht, und wer von uns diesen Vorsprung ins Leben der Reichen und Schönen nicht ausnützen würde, der werfe den ersten Stein. Der Titel, der allerdings nicht auf der Geburtsurkunde prangt, den man sich dann doch erst erarbeiten muss, das ist der Doktortitel. Für den begibt man sich entweder ein paar Jahre seines Lebens ins stille Kämmerlein und schuftet, oder man kauft ihn sich im Ausland und hofft, nicht aufzufliegen. So oder so, man kriegt ihn nicht geschenkt. Er gehört erst nach der Verleihung durch die Universität zum Namen.

Einige Leute scheinen nichts besonderes dabei zu finden, wenn man sich diesen Titel „erschummelt“ hat, wie sie es nennen. „Haben wir nicht alle mal abgeschrieben?“ versuchen sie „die Kirche im Dorf zu lassen“.

Nein, haben wir nicht. Und es geht nicht um einen Satz Mathehausaufgaben aus der dritten Klasse, die man morgens im Bus noch schnell abschreibt im Tausch gegen einen Schokoriegel, auch wenn das Prinzip natürlich dasselbe ist. Ein Doktortitel kann einen Unterschied von mehreren -zigtausend Euro Gehaltszahlungen im Jahr ausmachen, kann den Unterschied zwischen „hab’ den Job gekriegt“ und „leider war ein anderer Bewerber qualifizierter“ sein, kann bei manchen Naivlingen wie mir sagen „okay, er ist von Adel, aber wenigstens hat er seinen Doktor gemacht, er kann also nicht völlig blöd sein.“

Ich weiß nicht, ob Karl Theodor zu Guttenberg seinen Doktortitel zu Unrecht trägt oder nicht. Es wird gerade ein Wiki mit angeblich plagiierten Teilen seiner Dissertation gefüllt, es gibt einige journalistische Recherchen und die die Beweislast scheint insgesamt eher erdrückend. Andererseits gilt natürlich auch hier „viel Feind, viel Ehr’“ und die Motivation einiger der Beitragenden und Journalisten dürfte auch nicht ganz frei von persönlichen Animositäten sein. Die Wikipedia gilt zu Recht in wissenschaftlichen Kreisen nicht als veritable Quelle, da dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet sind. Mit der Schwarmintelligenz ist es auch nicht immer weit her, gerade die Wikipedia ist ein leuchtendes Beispiel dafür, daß es eben auch Schwärme von Idioten gibt, die sich gern und ausführlich äußern und das dann für relevantes Wissen ausgeben.

So oder so: es wäre in des Verteidigungsministers bestem Interesse, das Thema nicht weiträumig zu umfahren, wie er es gerade tut. Seine Reise nach Afghanistan war sicherlich länger geplant und es wäre töricht, sie als Flucht zu beschreiben, auch wenn ihm eine kleine Verschnaufpause sicherlich zupaß kam. Aber nun ist er wieder im Lande und könnte, um nicht zu sagen: müßte vor die Presse treten und sich den Fragen stellen, die die letzten verbliebenen nicht gekauften Journalisten in unserem Lande an ihn richten möchten.

Statt dessen brüskiert er die Journallie, indem er sich nur „einigen, ausgewählten Medienvertretern“ zur Verfügung stellt. Es bedarf sicherlich nicht viel Fantasie sich vorzustellen, welche Sorte Hofberichterstatter dort eifrig das notieren werden, was er ihnen in die Notizblöcke diktiert. Und hier endet auch jedwege Spekulation um Betrug oder Missverständnis – dieses Verhalten nenne ich schlicht Feigheit vor dem Feind.

Ach ja: Heute sind in Afghanistan zwei unserer Soldaten ums Leben gekommen. Ich hätte dazu ein paar Worte ihres Chefs erwartet, und seien sie noch so warm und windig wie die seichten Fürze, die auch sonst jeder Politiker weltweit dazu absondert. Aber das stand nicht auf der Agenda bei der Bundespressekonferenz. Statt dessen: Ein geplanter Besuch der Karnevalsprinzen im Kanzleramt.

Projekt 52/6

  • Veröffentlicht am 13th Februar 2011,
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Mein frisch beTüVter Wagen, mit noch recht bemoostem Dach. Inzwischen ist schon die erste Ladung runtergebürstet und abgelaugt worden. Leider fiel letzte Nacht ordentlich Schnee drauf, den habe ich natürlich umgehend wieder entfernt, aber mit der zweiten Putzaktion muss ich noch etwas warten. Und dann wird es imprägniert und neu fotografiert. (Die grosse Vorher-Nachher-Schau!)

Relaunch

  • Veröffentlicht am 11th Februar 2011,
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In meiner Jahresplanung hatte ich es bereits angekündigt, nun ist Punkt 1 erledigt: Ich habe meine lange schmählich vernachlässigte Businesswebsite komplett überarbeitet und mit einem Blog versehen. Wer noch nicht dort war, oder sich das noch einmal in Ruhe ansehen und bookmarken möchte, kommt bitte mal hier herüber: www.thaerigen.net. Kommentieren und liken darf man übrigens auch. ;-)

Es hat etwas länger gedauert als geplant, aber dafür ist die Seite auch zu 97% so geworden, wie ich mir das gewünscht habe. Den Rest kriege ich auch noch hin.
e13.de bleibt natürlich meine private Spielwiese, keine Sorge. Und auch hier wird bald der Frühjahrsputz für ein neues Design sorgen. Also es bleibt alles anders, wie immer.

On the Road again! (Der Werkstattsketch, Teil 2)

  • Veröffentlicht am 10th Februar 2011,
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Ich hab’ mich dann am Mittwoch doch noch getraut, die Werkstatt anzurufen.

*Telefonklingeln*

Werkstattmitarbeiter: „Werkstatt ‘Schnell und kompetent’, was kann ich für Sie tun?“
Ich: „Moin. Sie erinnern sich vielleicht, Sie haben da ein Auto in Ihrer Werkstatt …“
Werkstattmitarbeiter: „Jau. Klar! Wollte Sie auch gerade anrufen. Also, ich hab’ da mal den TüV-Gutachter drunter durchgejagt …“
Ich: „Bidde?“
Werkstattmitarbeiter: „Nur die Ruhe, ich hab’ ihn nur mal gefragt, was er denn dran gemacht haben will.“
Ich: „Und was hat er gesagt?“
Werkstattmitarbeiter: „Nix.“
Ich: „???“
Werkstattmitarbeiter: „Der hatte nix zu beanstanden, der Wagen kriegt Stempel und Segen.“
Ich: „Wie schön! Aber warum fährt er nicht?“
Werkstattmitarbeiter: „Ja, also, das wird an der Relaisbox liegen, die ist total durchgeschmort. Da bestelle ich jetzt ein Ersatzteil und dann baue ich das ein und dann krall’ ich mir den Mann vom TüV noch mal und der macht da seinen Stempel drunter und gut ist.“
Ich: „Okay. Und wann, glauben Sie, kann ich den Wagen abholen?“
Werkstattmitarbeiter: „Morgen oder spätestens Freitag, je nach dem ob die das Teil heute noch liefern können. Wir rufen Sie an.“
Ich: „Dankeschön!“

*Klick.*

Donnerstag, 10. Februar.

*Telefonklingeln*

Ich: „Hier bin ich, wer ist da?“
Werkstattmitarbeiter: „Moin. Ihr Auto ist fertig, können Sie abholen kommen.“

Und so geschah es. :-)

Der Werkstattsketch (open end)

  • Veröffentlicht am 9th Februar 2011,
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Samstag, 22. Januar. Mein Auto, das seit einer Weile unbenutzt vor der Tür steht, hat ein Ticket bekommen, handsigniert von einem eifrigen Büttel, der sehr wahrscheinlich von einem Schrebergartennazi und Parkmanager instruiert wurde an einem stockdunklen Sonnabend um 21:45 im strömenden Regen offenbar nichts besseres zu tun hat, als die Umgebung seines protzigen neuen Reviers nach Übeltätern abzusuchen. Der Büttel hat in besagtem Dauerregen meinen vorschriftsmäßig, niemanden behindernden und völlig unauffällig als einer in einer Reihe von unzähligen am Straßenrand geparkten Kleinwagen mit der Taschenlampe abgesucht und ist fündig geworden: Der TüV ist abgelaufen.

(Okay. Mea Culpa. Hätte ich eher drauf achten müssen. Asche auf mein Haupt.)

Montag, 24. Januar. Ich suche und finde eine Werkstatt, die mir in diversen Foren im Web als schnell, sauber, ordentlich, fair, freundlich  und kompetent empfohlen wird. Auf der Firmenwebsite steht, daß sie innerhalb der Stadtgrenzen auch Wagen abholen. Super, meiner springt nicht mehr an, im ADAC bin ich nicht. Meine bisherige Werkstatt ist teuer, inkompetent, unfreundlich und will fürs Abschleppen 170 Euro.

*Telefonklingeln*

Werkstattmitarbeiter: „Werkstatt ‘Schnell und kompetent’, was kann ich für Sie tun?“
Ich: „Moin. Mein Auto springt nicht mehr an, muss durch den TüV und hier weg, es hat ein Ticket gekriegt. Können Sie das abholen?
Werkstattmitarbeiter: „Ohauerha, das wird eng heute, reicht das auch noch bis Mittwoch? Habe gerade keinen Mitarbeiter frei, die sind alle krank, ich bin hier alleine und kann nicht weg.“
Ich: „Nun, wie gesagt, der Wagen hat ein Ticket, aber bis Mittwoch sollte wohl reichen.“
Werkstattmitarbeiter: „Ich kann Mittwoch Abend nach Feierabend vorbeikommen und den Schlüssel und die Papiere abholen, und dann im Laufe des Donnerstags den Wagen abholen, dann müssen Sie sich keinen Urlaub nehmen und zuhause warten.“
Ich: „Okay, danke.“ (bis Mittwoch??)

*Klick*

Mittwoch, 26. Januar. Der Mitarbeiter kommt abends nach Feierabend, besieht sich den Wagen und nimmt Papiere und Schlüssel entgegen.
Werkstattmitarbeiter: „Ja, äh, also vor Freitag werde ich das nicht schaffen, den abzuholen, spätestens am Wochenende dann aber.“
Ich: „Gnarf. Na gut, wenn’s nicht anders geht … aber optimal ist das nicht. Ich hab’ echt keine Lust, da noch ein Ticket drauf zu kriegen, oder am Ende ist die Polizei schneller mit ihrem Abschlepper als Sie!“
Werkstattmitarbeiter: „Spätestens am Wochenende. Ich hab’ halt niemanden im Moment dafür frei.“
Ich: „OK. Es ist, wie es ist. Aber nicht drauflosreparieren, ich will erst einen KV, was er hat und was das kosten wird.“
Werkstattmitarbeiter: „Ja natürlich!“

Sonntag, 30. Januar. Der Wagen steht nach wie vor vor der Tür.

Montag, 31. Januar. Der Wagen hat ein frisches Ticket. Ich rufe die Werkstatt an.

*Telefonklingeln*

Werkstattmitarbeiter: „Werkstatt ‘Schnell und kompetent’, was kann ich für Sie tun?“
Ich: „Moin. Mein Wagen steht immer noch vor der Tür, jetzt mit einem neuen Ticket. Wollten Sie nicht spätestens am Wochenende abholen?“
Werkstattmitarbeiter: „Ja, der Kollege hat’s nicht geschafft, aber ist jetzt unterwegs, der Wagen ist gleich weg.“
Ich: „Aha. Und Sie denken dran: nicht drauflosreparieren, erst mal gucken, was er hat und mir einen KV geben, okay?“
Werkstattmitarbeiter: „Ja klar!“
Ich: „Rufen Sie bitte kurz durch, wenn der Wagen bei Ihnen auf dem Hof steht, damit ich weiß, daß Sie ihn tatsächlich abgeholt haben und nicht die Bullen?“
Werkstattmitarbeiter: „Natürlich, gern. Ihre Nummer ist *rezitiert korrekt meine Telefonnummer*, richtig?“
Ich: „Genau. Danke!“

*Klick*

Dienstag, 1. Februar. Der Wagen ist weg. Hurra! Oder doch nicht?

*Telefonklingeln*

Werkstattmitarbeiter: „Werkstatt ‘Schnell und kompetent’, was kann ich für Sie tun?“
Ich: „Moin. Ich hoffe mal, Sie haben gestern den Wagen abgeholt? Habe nichts mehr von Ihnen gehört und dachte, ich frage mal nach … “
Werkstattmitarbeiter: „Ja, das waren wir. Ich hatte noch versucht, Sie zu erreichen, aber vergebens, und heute in dem Trubel …“
(Ich habe ein Handy mit Mailbox. Wenn jemand mich erreichen will und ich nehme nicht ab, geht die Mailbox ran. Wenn jemand nichts draufspricht, bekomme ich eine Nachricht über 1 Anruf in Abwesenheit. Wenn ich zufällig gerade telefonieren sollte, bekomme ich ein Signal, daß mich jemand auf der anderen Leitung anruft. Will sagen: eine dümmere Ausrede als „hab’ Sie telefonisch nicht erreicht“ gibt es nicht.)
Ich: „Aha. Schön. Also dann harre ich mal Ihres Kostenvoranschlags.“
Werkstattmitarbeiter: „Wir melden uns.“

*Klick*

Freitag, 4. Februar.

*Telefonklingeln*

Werkstattmitarbeiter: „Werkstatt ‘Schnell und kompetent’, was kann ich für Sie tun?“
Ich: „Moin. Ich wollte zart an den Kostenvoranschlag erinnern, hatten Sie schon Gelegenheit zu checken, was der Wagen hat?“
Werkstattmitarbeiter: „Noch nicht, aber ich seh’s mir nachher mal an. Spätestens Montag.“
Ich: „Mhmm.“
Werkstattmitarbeiter: „Schönes Wochenende!“

*Klick*

Montag, 7. Februar.

Werkstattmitarbeiter: „Werkstatt ‘Schnell und kompetent’, was kann ich für Sie tun?“
Ich: „Moin. Und, was hat der Wagen?“
Werkstattmitarbeiter: „Ja, also, ich hatte noch keine… aber mein Kollege hat auf Fahrzeugteile gewartet, und da habe ich ihm gesagt, er kann ja in der Zwischenzeit mal einen Blick in Ihr Auto werfen, nicht wahr?“
Ich (mühsam beherrscht): „Gute Idee. Und was hat er entdeckt?“
Werkstattmitarbeiter: „Nix. Also so auf Anhieb. Aber zu mehr hatte er dann noch keine Zeit. Das machen wir heute. Mittwoch ist ja der TüV im Haus, bis dahin…“
Ich unterbreche ihn: „Sie haben schon noch im Hinterkopf, daß ich bitte erst einen KV will, bevor Sie mein Auto für ungeahnte Wer-wird-Millionär-Summen durch den TüV bringen, oder?“
Werkstattmitarbeiter: „Ja, sicher. Natürlich! Aber wir hoffen natürlich, daß es dann also noch alles am Mittwoch klappt. So irre viel kann der ja nicht haben.“
Ich: „Ihr Wort in Gottes Ohr, guter Mann.“

*Klick*

Dienstag, 8. Februar. Funkstille.

Heute ist Mittwoch, der 9. Februar. Ich traue mich nicht, da anzurufen. Ob ich einen KV bekomme? Ob der Wagen noch 2011 durch den TüV kommt? Ob ich eher vom Verkehrsamt als von der Werkstatt höre?

Stay tuned.

Projekt 52/5

  • Veröffentlicht am 6th Februar 2011,
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Regen am St. Pauli Fischmarkt. Aber auch in St. Ellingen, wie man so hört.

Frage zur Wahl

  • Veröffentlicht am 6th Februar 2011,
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Mal unabhängig von den nicht vorhandenen Inhalten, die über schlechte Plakate transportiert werden sollen – Warum plakatieren die Parteien hauptsächlich in den Stadtteilen, in denen sie sich ohnehin ziemlich sicher sein können, daß ihre Stammwählerschaft dort wohnt? Wer bei CDU und (mehr noch) FDP glaubt, daß es jemanden in Hamburg-Nienstedten, Rissen oder Blankenese gibt, der sie nicht wählt und, schlimmer noch, der sich von einem nichtssagenden Plakat beeinflussen lassen wird, sein Kreuz an der entsprechenden Stelle zu machen? Für wie lobotomiert halten die Linke und die Grünen die Leute in Ottensen, Altona, St. Pauli etc., daß sie ihre Plakate dort aufhängen, wo sie sowieso die meisten Stimmen einfahren? Wäre es nicht schlauer, in der gegnerischen Hälfte aufs Tor zu schießen, wenn man punkten will? So werden doch rundherum Eulen nach Athen getragen, oder?

Immerhin erfährt man auf diese Weise, daß die Gartenzwergnazis Schrebergartenbesitzer zwischen Stellingen und Lurup offenbar ein gutes Verhältnis zu den Werten der NPD haben, daß sich die Freien Wähler an der Elbchaussee gute Chancen ausrechnen und daß die Piraten offenbar glauben, vorm Tennisstadion Rotherbaum versammele sich ihre Wählerschaft.