Jahresbilanz 2010

  • Veröffentlicht am 31st Dezember 2010,
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Jahresbilanz 2010

1. Zugenommen oder abgenommen?

Mal so, mal so, insgesamt ungefähr gleich.

2. Haare länger oder kürzer?

Auch mal so, mal so und ingesamt ungefähr gleich.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Die Arme sind inzwischen definitiv zu kurz geworden. Ohne Brille ist’s nicht mehr weit her mit dem Lesen, aber wirklich praktisch hat sich in diesem Zusammenhang das iPad erwiesen: (mehr …)

„Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?“

  • Veröffentlicht am 29th Dezember 2010,
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„Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?“

Vorab: Ich glaube, das ist das erste Mal, daß ich hier im Blog einen fremden Text in Gänze übernehmen. Normalerweise würde ich natürlich nur im Rahmen des gesetzlich Erlaubten daraus zitieren. Allerdings ist der Text so gut, daß man ihn nicht nur in Gänze zitieren möchte sondern netterweise auch darf – Mario Sixtus bittet ums Republizieren und hat den Text unter eine CC-Lizenz gestellt. (mehr …)

Andy Irons, 1978-2010

  • Veröffentlicht am 28th Dezember 2010,
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Anfang der 90er des letzten Jahrhunderts wurde die professionelle Surfszene von einigen jungen Hotshots dominiert, die die alten Hasen Tom Curren und Tom Carrol langsam ablösten. Kelly Slater war gerade mal 19 Jahre alt, hierzulande als „der süße Typ aus Baywatch“ bekannt und hatte als jüngster Surfer aller Zeiten seinen ersten von bislang ingsgesamt unfassbaren zehn Weltmeistertitel errungen. Der Teenager Joel Tudor wirbelte die ASP Tour gehörig durcheinander. Brad Gerlach verließ den Pro-Zirkus auf dem Höhepunkt seines Erfolgs, um sich mehr der künstlerischen Seite des Surfens zu widmen. Rob Machado schor sich aus einer Laune heraus erstmals den Kopf und stellte erstaunt fest, daß ihm anschließend in dichten Locken ein Afro wuchs – heute sein Markenzeichen. Und die beiden Brüder Andy und Bruce Irons aus Kaua’i, vierzehn und dreizehn Jahre alt, gewannen ihre ersten Amateurtitel im Surfen und träumten von einem Leben als Surfpro.

In der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts erfülte sich der Traum für beide Brüder. Sie wurden zu Superstars des Sports, und besonders Andy war bald der einzige echte Rivale, der dem schier unüberwindlichen Kelly Slater überhaupt noch etwas entgegenzusetzen hatte. Die Sportgeräte- und Bekleidugsfirma Billabong nahm ihn unter Vertrag und so wie Tiger Woods Nike de facto im Alleingang salonfähig und zu einem ernst zu nehmenden Ausrüster im Golfsport machte, schob Andy Irons das obskure kleine Label aus Australien ins Rampenlicht und machte es zum Szenelabel. 2002, 2003 und 2004 war Andy Irons die unangefochtene Numer eins der Weltrangliste und ASP World Champion. Jeder wollte Andys Signature Shorts, sein Hoodie, sein Lycrashirt um im geborgten Abglanz seines Idols am Strand für die bewundernden Blicke der Damen posieren. Andy und Bruce Irons, Rob Machado und Kelly Slater machten für eine Weile die meisten Toursiege unter sich aus. Dann gab es den einen oder anderen sportlichen Rückschlag und Andy nahm sich 2009 eine Auszeit von der Tour, surfte nur noch zum Spaß, machte hauptsächlich wilde Parties, trank jeden unter den Tisch und verschwand mehr oder weniger von der Bildfläche. Billabong notiert seit 2000 an der Australischen Wertpapierbörse und hat sich in der Zwischenzeit zum de facto Alleinherrscher in der Funsportbranche gemausert – nach und nach wurden die kleinen Kultmarken DaKine, VonZipper, Nixon, Element, Kustom, Xcel aufgekauft.

Für die Saison 2010 erbat und bekam er eine Wildcard von der ASP Tour und gewann prompt die Billabong Pro Tahiti im September. Er schien wieder in der Spur zu liegen, seine wilden Zeiten hinter sich gelassen zu haben und freute sich mit seiner Frau auf ihr erstes Kind. Anfang November sagte er krankheitsbedingt seine Teilnahme an einem Event in Puerto Rico ab. Er war auf dem Heimweg nach Hawai’i, legte aber einen Zwischenstop in Dallas ein, da er sich zu fiebrig und schwach für die Weiterreise fühlte. Hotelangestellte fanden ihn leblos in seinem Bett liegend; die Todesursache ist noch unklar. Einerseits litt Irons bekanntermassen am Denguefieber und am Schlafapnoe-Syndrom, andererseits ist zumindest ersteres nur sehr selten tödlich und man fand starke Schmerz- und Schlafmittel in seinem Gepäck. Das Ergebnis der Autopsie wird auf Wunsch der Witwe nicht vor Mai 2011 veröffentlicht werden, da sie befürchtet, „die Marke Andy Irons könne Schaden nehmen und damit ihr und ihrem neu geborenen Sohn die Lebensgrundlage entziehen.“ (Quelle).

Frohe Weihnachten!

  • Veröffentlicht am 23rd Dezember 2010,
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Frohe Weihnachten!

Feiert schön, überfreßt Euch nicht und twittert nicht so viel!

Wettbewerbsverzerrung aus Verlegersicht

  • Veröffentlicht am 22nd Dezember 2010,
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Zwei Nachrichten las ich gestern, die das ganze Ausmaß des Siechtums der kranken Häuser auf den Tisch legen. Erstens: Die Tagesschau-App ist da. Sie war vor ca. einem Jahr bereits geplant und angekündigt und in der Zwischenzeit eifrig von den privaten Medienmachern als „Wettbewerbsverzerrung“ attackiert worden. Hier werde von den Öffentlich-Rechtlichen mittels Zuschauergebühren ein Mehrwert geschaffen, für den private Sender und Verlage tief in die eigene Taschen greifen und investieren müßten. Wenn ich mich recht entsinne, hat damals die geplante Tagesschau-App die ganzen Irrsinnsdebatte um das von Verlegern geforderte Leistungsschutzrecht erst losgetreten. (mehr …)

Unsichtbar

  • Veröffentlicht am 21st Dezember 2010,
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Auf Cinebeats hat Kimberly Lindbergs  soeben eine wunderbare Zusammenfassung der letzten zehn Jahre (nicht nur) aus cinephiler Sicht veröffentlicht:

During the naughts people over the age of 60 seemed to disappear from public viewing. They were rarely seen on American TV or in Hollywood films except as figures of ridicule and humor. Old age is the last stage before death and people wanted none of it. We ran away from old age and death as if our own demise was somehow avoidable. Plastic surgery became commonplace. What was once a luxury for the incredibly wealthy or a medical procedure for those with debilitating scars suddenly became a beauty option that everyone should consider. It didn’t seem to matter that plastic surgery made most people look like aliens from another planet just as long as it masked their real age. In other words, looking like something from another world was far better than looking like an elderly person here on planet earth.

Das ist überhaupt eine sehr lesenswerte Seite, auch wenn ich mit ihrer Liste der besten 50 Filme des Jahrzehnts so gar nicht übereinstimmen kann. Und natürlich schreibt sie aus der US-Perspektive. Aber obwohl ich hierzulande noch nicht ganz so viele Aliens, wie der Schönheitschirurg sie schuf, gesehen habe, so fällt doch sehr auf, daß die Gruppe der älteren Menschen zwar die Mehrzahl der Fernsehzuschauer ausmacht, aber in der Kiste selbst so gut wie nicht vorkommt. Oder irre ich mich da? Meine Eindrücke sind sehr subjektiv, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, daß die Anzahl der Shows, bei denen es weniger auf Talent als auf Jugend und Schönheit ankommt, sehr zugenommen hat.

Die 80er galten für mich bis dato immer als das Jahrzehnt des hemmungslosen Narzissmus’ und Körperkults, auch in cineastischer Hinsicht. Ob 9 1/2 Wochen oder die Zeitschrift TEMPO, ob Jane Fondas Aerobics Serie oder „Äkschnfuime“, bei denen es überwiegend darum ging, die eingeölten Muskeln des hemdlosen Hauptdarstellers ins rechte Kameralicht zu rücken: In den 80ern hatten alte oder hässliche Menschen keinen Platz. Und auch das war eine Zeit der Angst, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Irgendwann kam AIDS über die 80er und der Körperkult fand ein recht abruptes Ende. Man durfte in den 90ern wieder schluffig herumlaufen, Neonfarben trugen nur noch die Penner und Rapper und der Heroin Chic löste die Rocky Balboas dieser Welt ab.

In den 00ern oder „Naughties“, wie die Briten zu der Zeit zwischen 2000 und 2010 sagen, leben die verschiedenen Kulturen irgendwie scheinbar friedlich nebeneiander her. Emos neben Punks neben Hipstern neben Leuten mit einem Abo für Münzmallorca. Aber wie durch Geisterhand sind auch hier die alten Menschen unsichtbar. Es wird laut geschrieen von Empörung, wenn einer sich gegen die Latte Macchiatosierung der schönen Stadtteile stemmt und die Nase voll hat von rüden Karrieremamas, die mit dank in vitro Befruchtung erforderlichen Zwilling- und Drillingsbuggies die Cafés verstopfen und kinderlose Egoistinnen vom Bürgersteig schubsen. Aber wo bleibt der Aufschrei für die Generation 50+? Müssen wir damit noch etwas warten, bis wir selbst in dem Alter sind?

SlowBoarding

  • Veröffentlicht am 20th Dezember 2010,
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Beim MC Winkel gefunden und für unwiderstehlich befunden: Das Slow Motion Longboarding Video. Longboarding ist auch eins von den Dingen, die in meinem Leben in diesem Jahr zu kurz gekommen sind; mein Board steht auf dem Flur und guckt mich klagend an. Und so sehr ich den Winter auch mag: aufs Frühjahr und die neue Saison freue ich mich schon sehr!

Winterwunderland

  • Veröffentlicht am 20th Dezember 2010,
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Winterwunderland

Ich mag diesen Winter. Die knackige, aber trockene Kälte. Den Schnee auf den Ästen und Zweigen der Bäume. Die Stille. Das Winterwunderland. Ich liebe jede Minute davon, bis zum Neujahrstag. Ab dem 2. Januar darf es dann gerne wieder heller und wärmer werden, wenn’s nach mir geht. Geht es aber vermutlich auch dieses Jahr wieder nicht. Egal – so wie es jetzt ist, so kann’s gern bleiben!

Das Hemd ist näher als die Hose

  • Veröffentlicht am 19th Dezember 2010,
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In der ZEIT steht heute zu lesen, wie eigentlich der Preis von 4,95 € für ein H&M T-Shirt zustande kommt, wenn auf Kinderarbeit verzichtet wird. Nichts an dem Artikel überrascht einen wirklich, jedenfalls nicht, wenn man sich mit dem Thema der Globalisierung schon einmal etwas ausführlicher auseinandergesetzt hat. Die ZEIT ist losgegangen und hat sich einen Global Player herausgepickt; eben H&M und deren Nachhaltigkeitserklärungen unter die Lupe gelegt. Und gleich vorweg: nein, H&M sind nicht die Bösen in diesem Spiel, jedenfalls nicht mehr alls alle anderen Mitspieler, inklusive der Konsumenten. Woher stammen all die lustigen Sprüche-Shirts, die Promotionhemdchen zum CD-Release der Lieblingsband oder der neuesten Fortsetzung des letztjährigen Blockbusters?

Ich hätte aber gern als Kontrast die positiven Beispiele gehabt, wenn es sie denn geben sollte. Wo sind die zu fairen Bedingungen und verkauften Unterhemden? Ist Trigema wirklich das einzige transparente Beispiel? Pessimistisch wie ich bin, glaube ich fest daran, daß auch das 295 € T-Shirt bei einem Luxuslabel unter den exakt gleichen Bedingungen hergestellt wird wie das 4,95 € Hemd von H&M. Und wer nicht gleich diese zwei Extreme gegenüberstellen will: Woher stammen die Shirts bei Spreadshirt, Threadless & Co., die bei bloggenden Hipstern ja so beliebt sind? Oder will man das lieber gar nicht so genau wissen?

Winterbells für iPhone

  • Veröffentlicht am 18th Dezember 2010,
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Winterbells für iPhone

Ein Klick auf das Bild und los geht’s!

Erinnert Ihr Euch noch an dieses niedliche Spiel „Winterbells“, das vor drei oder vier Jahren zu Weihnachten ganz Bloggershausen in ein kollektives „Awwwww!“ ausbrechen liess? Das gibt’s jetzt rechtzeitig zu Weihnachten für schlappe 0,79 € fürs iPhone.

Best of e13.de 2010

  • Veröffentlicht am 17th Dezember 2010,
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Letztes Jahr um diese Zeit wollte ich das Blog hier komplett dicht machen. Ich habe es mir dann bekanntlich doch anders überlegt und die Ausrichtung etwas geändert. Es geht hier immer noch um Filme, Entertainment und Golf, aber ich habe in 2010 sehr viel mehr über mich und mein gestörtes Verhältnis zu Medien, Werbung und PR geschrieben. Über meine berufliche Entwicklung, über meine Meinung zu den Politricks und Machenschaften der Regierenden. Das hat mich überraschenderweise kaum Leser gekostet, es sind eher noch ein paar mehr geworden. Kommentare bekomme ich immer noch nicht sehr viele, und ich überlege manchmal, die Funktion ganz abzuschalten, da mich einige Kommentare doch sehr genervt haben in diesem Jahr. Mein Geduldsfaden ist kürzer geworden über die Jahre und ich habe nicht mehr oft die Engelsgeduld, die ich mir in den letzten mehr als 25 Online-Jahren in Mailboxen, BBoards, Foren etc. antrainiert habe.

Ich habe mit flattr experimentiert, mal war es drin, dann ein halbes Jahr wieder weg, jetzt ist es wieder drin. Im Sommer ging alles an Melody von Moving Target, der das Dach über dem Kopf abgebrannt war. Aktuell geht jeder Cent, der hier über flattr reinkommt, an Wikileaks, noch bis Ende Januar. Danach? Ich weiß es noch nicht. Vielleicht geht dann alles in ein neues MacBook Air. Ich bin nicht zu 100% überzeugt von dem Tool, vor Allem in technischer Hinsicht lässt es sehr zu wünschen übrig, aber es hat auch seine Pluspunkte. Ich habe seit dem Sommer monatlich rund 20 € über diesen Dienst verteilt, weil mir die entsprechenden Artikel etwas wert waren. Vielleicht geht es anderen Nutzern mit e13.de ja genauso.

Das Design hat sich wieder einmal geändert und wird das auch noch ein paar Male tun, wie Ihr Euch wahrscheinlich denken könnt. Zum aktuellen Look (einem WP Theme der Macher von ElegantThemes.com) steht das Verhältnis der ausgesprochenen Befürworter zu den Kritikern bei 21:2. Ich selbst bin noch am schrauben und entwickeln. Ein eigenes WP-Template Mockup  im Photoshop aufzubauen ist für mich kein Problem, da habe ich jeden Tag ein Dutzend eigener Ideen zur Hand. Aber der Coding Teil ist mir weitgehend unbekannt, obwohl ich bei meinen autodidaktischen Schritten langsam Fortschritte mache. Das Ziel ist mittel- bis langfristig, daß e13.de komplett mein eigenes, selbst entwickeltes und geschneidertes Gewand trägt.

In diesem Jahr habe ich bislang 217 Artikel geschrieben, oder besser gesagt: Blogeinträge. Manche fanden guten Zuspruch, andere wurden komplett ignoriert. Die meisten Menschen kommen via Google Suchanfrage auf diesen Beitrag, wie man sein iPhone von iOS 4 auf iOS 3 zurück downgraden kann; offenbar besteht da wirklich großer Bedarf. Meine persönlichen e13.de-Highlights 2010 waren jedoch diese Beiträge:

Warum ich nicht für Haiti spende

“Das weiß ja kaum einer: wenn da “für Komlumbiens Erdbebenopfer” draufsteht, dann darf das Geld auch nirgends sonst eingesetzt werden, so will es das Gesetz. Nur: wenn hunderttausende jetzt an alle Organisationen “für Kolumbien” spenden und Kolumbiens Bedarf ist vorerst mal gedeckt, dann darf dieses Geld nicht für Erdbebenopfer in Algerien oder Flutopfer in Bangladesh verwendet werden, wo es plötzlich an allem fehlt, eben weil sich gerade alles auf die Kolumbienhilfe konzentriert. Zweckgebundene Spenden sind gut gemeint, aber das Gegenteil von ‘gut gemacht’ ist eben ‘gut gemeint’!”

Die Verwechslung von Medium und Botschaft

„Ist es nicht erstaunlich, wie das Medium Twitter mal als Heilsbringer gefeiert wird, weil es iranischen Regimegegnern eine Stimme gibt oder sogar Leute aus dem ägyptischen Knast holen kann und mal als Untergang des Abendlands oder wenigstens des Journalismus, weil es zum Beispiel bei Flugzeugkatastrophen schneller ist als Nachrichtenagenturen, aber natürlich auch die getwitterten Bemerkungen keiner journalistischen Sorgfaltspflicht unterliegen und nicht jeder Überprüfung standhalten? Das zeigt doch ganz offensichtlich, wie neutral und demokratisch dieses Medium ist. Jeder hat 140 Zeichen zur Verfügung, um seine Botschaft potentiell an ein Millionenpublikum zu senden. Wie also könnte so ein Medium die Menschen “doof machen”?“

Der Bewusstseinswandel, der nicht stattfinden wird

„Das Internet ist nicht erschaffen worden um Verlagsgeschäftsmodellen, die offline schon gescheitert sind und sich ohnehin nur noch dank Tricksereien und Milchmädchenrechnungen tragen, einen dritten Frühling zu bescheren. Es wurde zum internationalen Austausch von Wissen und Informationen geschaffen.“

„Das kommt, weil das so ist“

„Das Schlachtfeld wird von Euren Opfern aufgeräumt: den Anwohnern, die die Schmierereien an ihren Häuserwänden übertünchen, den Geschäftsleuten, die schweigend zum Besen greifen und die Scherben ihrer Existenz wegfegen, den Männern und Frauen von der Stadtreinigung, die die abgefackelten Müllbehälter entsorgen und neue aufhängen, den Ärzten und Schwestern, die stillschweigend die Wunden der Unbeteiligten versorgen und natürlich auch Euch und Eure Gegner wieder fit machen für den nächsten Kampfeinsatz.“

Stamina

„Plopp.

Luftholen, runter.

Plopp.

Luftholen, runter.“

Das beste Buch, das du während deiner Schulzeit als Lektüre gelesen hast

„Ich war im Englischkurs auf eine eins abonniert und sagte meinem Lehrer, daß ich mich nicht am Unterricht beteiligen und die entsprechenden Stunden schwänzen würde, so lange, bis das Thema durch sei. Ich wollte mir einfach mein Buch nicht versauen lassen und würde dafür in dem Halbjahr auch eine 6 riskieren. Er verstand mich zwar, aber meinte auch so ginge das nicht. Wir schlossen dann einen Deal:“

Im siebten Gastrohimmel: Auberge de Dully

„Wer die Westseite des Sees in Richtung Lausanne hinunterfährt, an den wunderschönen Dörfern Coppet, Founex und Céligny vorbei, weiter durch Nyon und nach Dully, der stößt dort bald auf die Auberge de Dully. Das kleine Hotel hat einen sensationellen Blick über den See und auf das Montblanc Massiv und ihm angegliedert ist ein uriges Restaurant mit rustikaler Einrichtung und einer Vielzahl von signierten Fotos der Promis, die in der Nachbarschaft wohnen oder wohnten; die Mehrheit unter ihnen Rennfahrer (Jackie Stewart, Schumi etc.). Es gibt eigentlich nur zwei Gerichte: Lammbraten oder Hühnchen, dazu als Beilage Rösti und grüne Bohnen. Vorweg gibt es einen exzellent angemachten kleinen grünen Salat, fertig. Wer jetzt denkt, das sei nicht wirklich eine spektakuläre Karte, der sollte ganz besonders dringend hinfahren und dort essen und anschließend Buße tun (wenn er nach dem üppigst bemessenen Mahl dafür noch Luft genug hat).“

Aftermath

„Es war ziemlich dunkel im Paradies, als ich eintrat. Ich stratzte schnurgerade auf den Tresen zu und stellte den erstaunten Besitzer vor vollendete Tatsachen: Ich würde diesen Sommer ihre Aushilfe sein, für 15 DM die Stunde. Ich könnte ihre hunderte von Gitarren polieren, stimmen, Saiten aufziehen, beim Verkauf helfen, alles machen. Von Pianos und Keyboards verstand ich auch etwas, schliesslich hatte ich seit dem 8. Lebensjahr Klavierunterricht gehabt. Bittebittebitte und nochmal bitte mit Honig drauf!? ich holte meinen schönsten Rehblick raus. Ich bekam den Job.“

Hamburgs Blogger

„Während Stefan sein Geraffel aufbaute ging ich vorsichtig und zwecks Vermeidung hässlicher Fussabdrücke im Schnee im weiten Bogen an einen Platz rund 10-15 Meter hinter der Fahne und formte den Schneeball.“

Weitere Highlights waren für mich meine neunteilige Serie zum Thema „Was machst du beruflich?“ und die Reise zur re:publica. Ich überlege aktuell, für 2011 dort einen eigenen Vortrag einzureichen. Mal sehen. Falls daraus nichts werden sollte, habe ich zumindest das Ticket schon.

Das waren meine persönlichen „Best of 2010“. Vielleicht kommt noch der eine oder andere Text dazu bis zum Jahresende. Etwas Zeit ist ja noch übrig.

„The Proposal“ – Der Heiratsantrag des Jahres

  • Veröffentlicht am 16th Dezember 2010,
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Taschentuchalarm: Ein junger Mann hat mit Muppetfiguren einen Kinotrailer gebastelt und gedreht, den dem örtlichen Kinobetreiber in die Hand gedrückt und dann seine Angebetete ins Kino eingeladen, wo zwischen ein paar Statisten schon alle Bekannten und Verwandten im  dunklen Saal saßen. Dann lief dieser „Trailer“:

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Und jetzt leben Sie hoffentlich glücklich und in Frieden bis ans Ende ihrer Tage.

Hier gibt’s die ausführliche Fassung, mitsamt einem Making-Of. Schneuz.

Mein Filmjahr 2010

  • Veröffentlicht am 16th Dezember 2010,
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Mein Filmjahr 2010

Ich war dieses Jahr nicht sehr häufig im Kino. Entweder ich hatte keine Zeit, oder keine Lust oder wenn beides vorhanden war, gab es gerade keinen Film, den ich sehen wollte, oder nur in irgendwelchen streichholzschachtelgroßen Pupskinos wie dem kleinen Abaton oder Saal 4.277 eines Multiplextheaters. Dafür 7 Euro oder mehr ? Nicht albern werden, ja? Einige dieser Filmstarts habe ich mir daher gemütlich auf dem heimischen Sofa gegeben, direkt aus dem US iTunes Store. Aber insgesamt war 2010 kein Vintage Jahrgang, das steht mal fest.

Alice in Wonderland. Regie: Tim Burton, das ist ja quasi ein Selbstgänger. Schräg, düster und komisch und definitiv nichts für Kinder unter 21 Jahren. Trotzdem kein Film, den ich mir noch einmal ansehen werde, dafür ist mir die Handlung einfach per se zu doof.

Edge of Darkness. Der jüngste Mel Gibson Thriller, und kein schlechter. Aber auch kein wirklich guter, was nicht an Gibson liegt, sondern an der „machen wir jetzt Payback 2 oder doch lieber so eine Art Signs?“ Unentschlossenheit der Macher. Ich stehe auf und zu Mel, werde diese blöde Karrierewiederbelebungsmaßnahme mit dem Bieber ignorieren und auf einen weiteren guten Actionkracher à la Ransom hoffen.

Eat, Pray, Love. Siehe hier. Vorhersehbar, schön fotografiert, schon vor Ende des Abspanns wieder vergessen. Popcorn.

The Ghostwriter. Als Syltfan kommt man da natürlich nicht drum herum (falls es jemand nicht mitbekommen hat: die Insel mußte Martha’s Vineyard doubeln, da Polanski bekanntlich nicht in die USA einreisen darf/kann/will/whatever). Nicht sein bester Film, aber trotzdem keine Enttäuschung und den Eintritt wert.

Harry Potter and The I Can’t Remember The Bloody Name, Part 1. Auf Wunsch eines einzelnen Herrn, der danach nicht sonderlich gut geschlafen hat. Ich fand den Film absolut grauenhaft, bis auf die wunderschöne Sequenz der Märchenerzählung, die absolut berauschend animiert war. Den Teil, und genau nur den Teil hätte ich gern auf DVD. Ansonsten gilt: wir warten weiterhin auf einen Film mit Helena Bonham-Carter, in dem sie eine ordentliche Frisur hat. Ach was: überhaupt eine Frisur. Und auf den kleinen, dicken Neville Longbottom werde ich künftig ein Auge haben. Wahrscheinlich sogar zwei.

Inception. Das dürfte wohl fraglos das visuelle Highlight des Jahres gewesen sein, wenn auch nicht das inhaltliche. Die Geschichte war ja doch sehr hohl (Momentum it ain’t). Aber insgesamt war der Film doch sein Eintrittsgeld wert.

Karate Kid. Captain Jack war sehr angetan. Ich fand das Original damals schon doof, bis auf ein, zwei Momente. Der Junge von Jaden Pinkett-Smith und Will Smith hat das gute Aussehen seiner Eltern geerbt, und das Selbstbewußtsein, aber nicht das Charisma seines Vaters. Naja, vielleicht kommt das ja noch.

The Kids Are All Right. Äh, ja. Ein belangloser öffentlich-rechtlicher TV-Vorabendfilm, den ohne das „Lesben!“ Label mit Recht kein Schwein gesehen hätte. Pluspunkt: eine Rolle für eine Frau über 50 (Benning). Minuspunkte: der Rest. Den Film fand ich in jeder Hinsicht wirklich beleidigend. Angefangen bei der unfassbar peinlich umgesetzten PG-13 Liebesszene zwischen den Hauptdarstellerinen, über den komplett fehlbesetzten Mark Ruffalo, der hier vergeblich so tat, als sei er der Dude, bis es schliesslich in der „Lesben warten ja nur auf den richtigen Kerl, der sie dann kuriert“ Nummer gipfelte. Rausgeschmissene 3,99 $.

Prince of Persia, The Sands of Time. Ebenfalls auf Wunsch eines einzelnen Herrn. Ja, äh, gut, äh, was soll ich sagen? Lieber nichts, außer: Captain Jack hat’s gefallen.

Robin Hood. Ach Ridley, mein Ridley. *schnief* Nee, das war so gar nichts.

The Social Network. Von David Fincher hatte ich eigentlich deutlich mehr erwartet. Das hier war seltsam leblos, genau wie Facebook. Ich bin ja immer noch davon überzeugt, daß wir eines Tages alle aufwachen und uns die Augen reiben, so etwa wie wenn wir alte Fotoaben von uns aus den 80ern ansehen: Haben wir diesen Mist wirklich freiwillig mitgemacht? Facebook ist ja doch irgendwie der Denver Clan unter den Social Networks.

Toy Story 3. *schnüff*

Wall Street 2 hätt’s dann auch nicht gebraucht.

Blogwichteln: Das erste Mal

  • Veröffentlicht am 15th Dezember 2010,
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Der nachfolgende Text ist das Geschenk meines Blogwichtels. Ich danke sehr und bin gerührt und grüße herzlich ans andere Ende der Elbe! Ich werde mich jetzt erst einmal auf die Suche begeben, welcher wichtelnde St. Pauli Fan mir hier so nett beim Tippspiel unter die Arme greifen will (wo ich auf einem kläglichen 43. Platz herumdümpele).

Gut, dann mache ich hier mein erstes Blogwichteln in meinem Leben mit. Und wie ich mich davor geziert habe. Nein, nicht beim anmelden, sondern bei dem Beitrag, immer vor mir hergeschoben. Bei der Verlosung habe ich schon mal einen kleinen Blick auf das von mir zu bewichtelnde Blog geworfen. Kurz mal quer gelesen, um ein paar Eindrücke zu bekommen, meine Fantasie würde schon den Rest erledigen, in wenigen, so mein Plan. Nichts da, ein zweiter und ausführlicher Blick wurde notwendig und dann der Schreck, nichts war mehr dort, wo ich es in Erinnerung hatte, ein vollkommen neues Design macht mir das Stöbern im ersten Moment noch zusätzlich schwer.

Über Golf könnte ich ja was schreiben, schließlich hatte ich mal die Ehre auf einem Turnier eingeladen zu sein, das hat mich eher gelangweilt. Über die Marotten der Golfspieler will ich mich gar nicht auslassen, da kommt so schnell nichts Gutes herüber. Auch die gute Organisation meinerseits, bei einer Golf spielenden Beziehung will ich hier nicht weiter erwähnen. Nur soviel sei gesagt, die Aufforderung den Samstag bei Sonnenschein auf dem Golfplatz zu verbringen konnte ich durch geschickten Einsatz meines damaligen Steuerberaters entgehen, so dass ich genug Zeit hatte, die wärmenden Strahlen des Planeten Sonne im Straßencafe gleich gegenüber dem Dresdner Zwinger zu genießen, zusammen mit den Jungs, mit denen man wöchentlich beim Bier die Spiele der Bundesliga genoss. Blogwichteln soll ja eine Freude sein, und keine Abrechnung mit Minderheiten in der Bevölkerung.

So sitze ich hier, starre auf den Bildschirm und das leere Blatt und hoffe, das sich die Zeilen von alleine herunter schreiben. Ab und an mal ein Zug an der Zigarette, der Nikotinkonsum für einen Wichtelbeitrag ist einfach nicht zu unterschätzen. Aber ich will mich nicht beschweren, es muss einfach möglich sein, das Bewichteln über die Bühne zu bringen, da bin ich mir sicher.  Wieder und wieder stöbere ich in dem Blog von Kiki, klicke mich durch die unterschiedlichen Artikel, fange an zu schmunzeln bei den Tweets, die in diesem elektronischen Tagebuch für die Ewigkeit gespeichert scheinen. Und immer noch keine Idee in meinen Hirnwindungen, was ich eigentlich wichteln will.

Hamburg, sicherlich, da kann es was geben, schließlich habe ich dort mehrere Jahre verbracht und ich mag diese Stadt an Alster und Elbe, und auch die Bille, die am östlichen Rand der Metropole fließt. Der Hafen, da müssen doch jetzt die Ideen von ganz allein kommen und wieder werde ich enttäuscht, nichts rührt sich in meinem Kopf, die Schweißperlen treten auf meine Stirn, der Zeiger der Uhr bewegt sich unerbittlich in Richtung Abgabetermin, die Züge an der Zigarette werden hektischer, aber sie helfen nicht gegen die Leere im Kopf, dass kann doch alles nicht wahr sein.

Nein, auch zu dem Beruflichen fällt mir nicht wirklich was ein, rein gar nichts. Ich schaue aus dem Fenster und warte, nein nicht auf Schnee, sondern auf die Idee, was ich wichteln könnte. Was in aller Welt kann ich tun, damit das Wichteln für die mir unbekannte Dame eine kleine Freude wird. Absolute Windstille vernehme ich hinter dem geschlossenen Fenster, kein Zweig, ob kahl oder mit grünen Nadeln regt sich oder schmiegt sich im Wind. So habe ich mir das wirklich nicht vorgestellt.

Planlos klicke ich Seiten in den unendlichen Weiten des Internets, nur um einen Punkt zu finden der mich weiterbringt. Der Aschenbecher ist mittlerweile gewechselt, zu voll war der Erste. Ideenpool im Hirn leer und der Aschenbecher quillt über. Warum muss ich mich immer auf solche waghalsigen Aktionen einlassen. Gut, ich könnte einstimmen auf die ausgeführten Sanktionen gegen Ebay, Paypal und Amazon, mir ist es auch sauer aufgestoßen, wie amerikanische Konzerne mit Andersdenkenden umspringen. Auch ich habe mein Konto bei dem Auktionshaus gekündigt, den Onlinebezahldienst gleich mit. Mir wird schon etwas einfallen, aber zuerst noch ein Griff in die Schachtel mit den Nikotindrogen, dann noch ein Becher Tee, das Kreative kommt, ich bin mir ganz sicher. Bislang konnte ich mich ja immer auf meine Einfälle verlassen.

Einige Züge und Schlucke später, die Lesebrillenbügel trotzen immer noch den Bissversuchen hab ich es gefunden. Der Blick auf die Tabelle im Tippspiel bringt mich auf den Gedanken. Meine Unterstützung werde ich zusagen, beratend einmal in der Woche beistehen, über Twitter oder Email ganz egal und sind englische Wochen, dann mache ich das auch zweimal die Woche. Und wenn mir jetzt eine andere Dame aus Hamburg Wettbewerbsverzerrung und Eigennutz unterstellt, in ihrem Kämmerlein kurz vor der Grenze zum Vorortverein, ja, es ist so. Auch.

Eine schöne, besinnliche Vorweihnachtszeit wünsche ich der Bewichtelten, mit vielen Geschenken unter dem leuchtenden und festlich geschmückten Tannenbaum.

Nowhere Near Here

  • Veröffentlicht am 14th Dezember 2010,
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ARVE Fehler: id und provider shortcode Attribute müssen für die alten Shortcodes gesetzt sein. Es ist empfehlenswert auf den neuen [arve] Shortcodes zu wechseln der nur die URL braucht.

Stop Motion Animation, kombiniert mit gezeichneten Elementen: Pahnls „Nowhere Near Here“

Der Animationsfilm ist ja eines meiner liebsten Steckenpferde. Etwas zu zeichnen oder zu modellieren und Bild für Bild zum Leben zu erwecken, das ist unendlich mühselig und eine Kunst, die für meinen Geschmack weniger Anerkennung erfährt als ihr gebührt. Der britische Künstler Pahnl ist seit 2003 hauptsächlich für seine Straßenkunst und Stencil Art bekannt, und so ist sein Film „Nowhere Near Here“ nur eine logische Fortsetzung seines Schaffens mit anderen Mitteln.

Der Künstler hat eine eigene Website, auf dem man u.a. Einzelbilder aus dem Film kaufen kann. Aber auch die Stickerpacks sind vielleicht noch ein cooles Last-Minute-Geschenk zum Fest.

Knochenmarkspender gesucht: Bitte lasst Euch typisieren!

  • Veröffentlicht am 13th Dezember 2010,
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Soeben erreicht mich ein Hilferuf meiner Cousine, den ich hier natürlich gern publik mache. Bitte lesen, handeln, weitertwittern,  -mailen -bloggen und -liken:

„Der 22jährige Sohn eines befreundeten Kollegen ist an Leukämie erkrankt. Im Rahmen seiner Behandlung ist er auf eine Knochenmarkspende angewiesen, ohne diese wird er nicht überleben.
Die Hoffnung auf einen geeigneten Familienspender hat sich nicht erfüllt. Nun sind alle Hoffnungen auf einen „Fremdspender“ gerichtet.

Für jeden fünften Leukämiekranken, der eine Transplantation benötigt, bleibt die Hoffnung auf ein neues Leben durch fremde Stammzellen unerfüllt, weil kein passender Spender gefunden werden kann. J e mehr Stammzellspender in der DKMS ( Deutsche Knochenmarkspenderdatei ) registriert sind, umso besser. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewebemerkmale zweier Menschen übereinstimmen, reicht von 1 : 20.000 bis zu 1 : mehreren Millionen. Die Suche nach einem geeigneten Stammzellspender ist demnach mit der Suche nach einem „genetischen Zwilling“ vergleichbar.

Eure Hilfe wird benötigt!
Lasst Euch typisieren, denn die Wahrscheinlichkeit einen geeigneten Spender zu finden steigt mit jeder Typisierung. Und das ist ganz einfach ! Bei der Registrierung in der DKMS ( Deutsche Knochenmarkspenderdatei ) genügen zunächst zwei Wangenabstriche,  die Ihr mittels Wattestäbchen selbst zu Hause durchführen könnt,  sowie das Ausfüllen einer Einverständniserklärung.

Für Euch bedeutet das fünf bis zehn Minuten Eurer Zeit.

Das Registrierungsset erhaltet Ihr auf dem Postweg. Die Online-Registrierung und die Bestellung des Sets ist unter www.dkms.de  möglich ! Dort werden auch alle Fragen sehr verständlich beantwortet. Oder Ihr wendet Euch z. Bsp. in Hamburg an die Hämatologische Tagesklinik in der Asklepios Klinik St. Georg (Tel. 040 / 1818-852029), dort ist auch eine Typisierung möglich.
Weitere Informationen findet Ihr auch in der Spenderbroschüre der DKMS, die Ihr auch auf der Internet-Seite der DKMS findet.

Ich danke Euch  – und vielleicht mögt Ihr auch noch diese email an Freunde weiterleiten ?“

Ich habe mich in diesem Jahr schon typisieren lassen, das geht wirklich ratzfatz, tut wirklich überhaupt nicht weh und ist mit etwas Glück für den Betroffenen oder jemanden der rettende Strohhalm. Stellt Euch einfach vor, Ihr seid der Lottogewinn, der auf einen Abnehmer wartet. Ihr funkelt und glänzt und könnt jemandem das Leben retten und ihn und seine Familie und Freunde zum glücklichsten Menschen der Welt machen. Cool, oder?

„People learned a lot last Wednesday!“

  • Veröffentlicht am 12th Dezember 2010,
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Ein Fünfzehnjähriger englischer Schüler hält eine flammende Rede zu den Ereignissen bei der Demonstration gegen die Studiengebühren, bei der es letzte Woche Mittwoch in London zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten kam. Er ist etwas aufgeregt und weiß noch nicht hundertprozentig, wann man dem Publikum Gelegenheit zum Applaudieren geben muß. Aber das dürfte sich in den nächsten Wochen und Monaten ändern.

„We know what they’re up to: They think, when they kettle us now, we’re not going to come in a demonstration ever again. Well, let the word go out from today, people said. Let the word go out about next tuesday. Let the word gou out about next week and next month and next year: that they can’t stop us demonstrating! They can’t stop us fighting back! And no matter how they try to imprison us in the streets of London: those are our streets and we’ll always be there to demonstrate!“

Wie spannend – aktuell gehen Menschen aus unterschiedlichsten Ländern demonstrieren, die das normalerweise nie tun würden oder getan hätten. Nicht nur unsere ewigen Berufsprotestler, die aus Prinzip gegen alles sind. Nicht nur die „erlebnisorientierten“ üblichen Verdächtigen aus dem schwarzen Block: Nein,  Rentner und Vorzeigeschwaben machen ihrem Unmut gegenüber dem Amigogeschmeiss rund um S21 Luft. Leute jeden Alters, jeder gesellschaftichen Schicht, Familienväter mit ihren Kindern, Großmütter mit ihren Enkeln, Bauern und Versicherungsangestellte protestieren in Gorleben gegen den Regierungsausstieg vom Atomausstieg. Und wohlerzogene Kinder aus englischen Privatschulen machen ihre Spielkonsolen aus und gehen gegen den Verrat an ihrer Zukunft auf die Straße.

„People who always thought that the police were those people at the other end of the telephone line to help if there was a burglary; people who always thought that the media were all those friendly newspaper men who were there to give them their unbalanced picture of the facts; people learned a lot last wednesday! People learned a lot, as they huddled around fires and then emerged from that kettle to see headlines like „VANDALS!“ on the Evening Standard that afternoon. People learned a lot, when a police van was left in the middle of the road so the police could tow it away and show the whole public „Look, what vandals these people are!“. People learned a lot!“

Mir gibt das zarte Pflänzchen seiner Rede, und besonders die Reaktionen darauf, im Video wie auch im Netz, eine Menge Hoffnung in Bezug auf die politische Zurechnungsfähigkeit kommender Generationen.

Leseempfehlung: „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“

  • Veröffentlicht am 9th Dezember 2010,
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Irgend eine schlaue Nase hat mal getwittert, Tweets von Sascha Lobo zu retweeten sei ungefähr so sinnvoll, wie auf Open Air Konzerten das aktuelle Wetter durchzusagen. So ähnlich geht es mir mit meiner Rezension zu dem neuen Buch von Maximilian Buddenbohm, dessen Blog Herzdamengeschichten vermutlich ungleich mehr Leser hat als meines, also what’s the point? Er macht Lesungen am laufenden Band und ist inzwischen ja schon fast ein Fernsehstar, wenn ich das so richtig mitbekommen habe. Fehlt nur noch, daß meine Mutter mich fragt ob ich diesen netten jungen Mann aus der Talkshow neulich kennen würde, weil der doch schließlich auch ins Internetz schreibt.
(Nee, Quatsch, meine Mutter ist gut vertraut mit Herrn Buddenbohms Blog und freut sich immer, wenn ich ihr daraus vorlese.) (mehr …)

Hamburgs Blogger

  • Veröffentlicht am 7th Dezember 2010,
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Hamburgs Blogger

Den Hamburger Fotografen Stefan Groenveld hatte ich ja neulich schon mal verlinkt; er hatte Isabel anlässlich seines Winterprojekts „Hamburger Blogger“ unterwegs im alten Elbtunnel portraitiert. Ich lese sein Blog schon sehr lange und bewundere vor allem seine spannungsgeladenen Sportfotos vom magischen FC oder den Hamburg Freezers. Insofern fühle ich mich sehr geehrt und war hoch erfreut, daß er mich in meiner natürlichen Umgebung, nämlich auf dem Golfplatz, portraitieren würde. (Also, meiner anderen natürlichen Umgebung … jenseits des Schreibtischs. (mehr …)

Wissen ist Macht.

  • Veröffentlicht am 4th Dezember 2010,
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Im Bücherstöckchen hatte ich ja unlängst erwähnt, daß ich gerne Tom Clancys Jack Ryan Bücher lese. (Call it a guilty pleasure…) Ich war auch sicher nicht die Einzige, die am 11. September 2001 ein Déjà Vu hatte – immerhin hatte der Autor diese Art von Terror schon 1994 in „Debt of Honor“ detailliert beschrieben. Im selben Buch schildert er auch, wie der Feind mittels gefälschter Video-/TV-Aufnahmen und tatkräftiger Hilfe der US-Presse in trügerischer Sicherheit gewiegt wurde. Die Erklärung von CNN nach dem Sieg lautete dann lapdar: „We were asked to cooperate with government deception operations, and after careful consideration, it was decided that CNN is, after all, an American news service…“.

Nun dreht also ein US-Unternehmen nach dem anderen Wikileaks die Luft ab. Zunächst wurden die Server mittels einer DOS-Attacke unerreichbar gemacht, angeblich von einem patriotischen US-Hacker. Daraufhin hat der DNS-Provider kurzerhand die Reißleine gezogen und die Domain abgeschaltet. Dann besinnt sich Amazon auf seine AGB und kickt Wikileaks aus der Cloud. Nun also auch PayPal. Man kann Wikileaks nicht mehr über PayPal unterstützen; ebenfalls aufgrund vorgeschobener AGB-Verletzungen. Fefe fragt ganz zu Recht, wie der Laden überhaupt hierzulande eine Banklizenz bekommen konnte. Artikel wie dieser hier (und eigene Erfahrungen) sagen klar: Finger weg von PP. Und wie hat es Lawblogger Udo Vetter so schön formuliert?

Ich frage mich jetzt, wann Google wohl die Seite, Julian Assange und Dokumente (und alle Mirrorserver) aus dem Index wirft. Was nicht zu finden ist, existiert ja auch nicht. They are an American search engine, after all. Und wie lange wird Facebook noch Gespräche über Wikileaks dulden? Immerhin haben sie erst vor kurzer Zeit bewiesen, daß unerwünschte Worte ruckzuck zensiert werden können und werden. Und auch beim Castor-Transport haben sie ratzfatz das Schottern dicht gemacht. Wann wird Twitter Wikileaks den Account dicht machen oder, subtiler, den Failwhale vorschieben?

Das Ministerium für Wahrheit US State Department hat in allen Behörden den Zugriff auf Wikileaks gesperrt und warnt klar mit unverhüllten Drohungen die Studenten vor Unterhaltungen und Aktionen pro Wikileaks im Social Web:

(via)

Auf gut deutsch: „Wer jemals einen Behördenjob haben will, hält besser die Klappe und surft nicht auf verbotenen Seiten.“

Parallel wird mehr oder offen zur Ermordung von Julian Assange aufgerufen und von manchem US-Politiker die Todesstrafe für den eigentlichen Informanten gefordert. Assange dürfte wohl auch der einzige Mensch auf der Welt sein, der nur zu Befragungszwecken (die Anklage wegen Vergewaltigung wurde ja fallengelassen) über Interpol zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Ich warte ja darauf, daß der erste Bischof oder Kardinal wegen fortgesetzten Kindesmißbrauchs steckbrieflich gesucht wird… müßte ja nicht gleich international sein, schon national wäre das eine Sensation. Aber eher friert die Hölle zu.

Und was macht eigentlich unsere selbsternante Qualitätsjournallie, außer sich den Allerwertesten plattzusitzen und laut nach Schutzgeldern zu krakeelen? Vielleicht ist ihnen klar, daß früher ein Informant direkt mit brisantem Material an sie herangetreten wäre. Aber heute, da die qualitativen Unterschiede zwischen dem Klein-Kleckersdorfer Wochenblatt und der FAZ langsam zu verschwimmen drohen? Niemand erwartet, daß all das Wikileaks zugespielte Material ungeprüft in die Zeitung muß. Und es ist auch klar, daß Assange und seine letzten verbliebenen Getreuen diese Materialberge nicht allein und zuverlässig sichten und bewerten könnten, selbst wenn sie wollten. Aber sie wollen ja gar nicht – das ist nämlich Aufgabe der Presse. Die aber ist beleidigt, eifersüchtig und neidisch und hat ganz offensichtlich generell inzwischen große Probleme mit der Sichtung von Material, wenn über einer Quelle nicht dick „Pressemitteilung“ steht.

Das Traurigste ist aber, daß der Aufschrei der Politiker nicht annähernd so riesig war, als die Unterlagen zum Irakkrieg oder ihren dubiosen Afghanistanmachenschaften online gestellt wurden. Nein, erst jetzt, wo ihre schmierigen, schleimigen Lügen im Scheinwerferlicht stehen, wo es um Geheimnisse geht, die de facto keine sind, wo es persönlich wird und eine drohende Dokumentenwelle zum Thema Finanzmärkte angekündigt wurde, da beißen sie um sich.

Die Dokumente, die Wikileaks veröffentlicht, sollten nicht geheim sein. Sie sind Arbeitsunterlagen unserer Angestellten – der Staatsdiener. Insofern gibt es meiner Ansicht nach eine klare Pflicht zur Veröffentlichung, wenn schon nicht proaktiv, so doch auf Verlangen. In einer Demokratie sollte das selbstverständlich sein. Aber vielleicht sollten wir uns bei all dem Neusprech unserer Regierungsvertreter schon mal daran gewöhnen: „Demokratie“ ist das neue Wort für Diktatur. Jedenfalls wird erschreckend deutlich, warum seitens Politikern aller Couleur und aller Herren Länder so wiederholt laut und deutlich unter dem Deckmäntelchen der Kinderpornografiebekämpfung, des Jugendschutzes oder Urheberrechtsverletzungsbekämpfung nach Netzsperren und Zensurmechanismen geschrieen wird und der ePerso durchgeprügelt wurde. Ich schätze, spätestens 2013 wird man nur noch über staatlich lizensierte Provider auf ausgewählte Seiten kommen, und auch erst dann, wenn man sich vorab biometrisch ausgewiesen hat. Dystopie, my arse.

Update, 06.12. Schau an, netzpolitik.org hat sich mal die Trending Topics bei Twitter näher angesehen. Und, Überraschung! Da gibt es so einige Unstimmigkeiten. Wikileaks kommt nämlich nicht vor, trotz deutlich mehr Tweets pro Stunde als „Nikolaustag“, der in der Liste auftaucht.

DHL: Dauert Halt Länger

  • Veröffentlicht am 2nd Dezember 2010,
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Drei Begebenheiten aus den letzten Tagen:

1. Ich bestelle etwas im Internet. Der Onlineshop schickt die Ware mit DHL und sendet mir die Trackingnummer. Ich warte und warte und warte ud gucke irgendwann, wo eigentlich meine Sendung bleibt. Die mir gebotene Information sieht so aus:

Aha, am Montag früh um kurz nach halb neun wurde meine Sendung also an einem unbekanten Ort in das Zustallfahrzeug geladen, um mir „voraussichtlich heute“ (also am 29.11.) zugestellt zu werden. Aber offenbar ist das gute Stück inzwischen irgendwo vom Laster gefallen, denn heute ist bereits Donnerstag, der 2.12. und ich habe weder die Sendung noch Benachrichtigungskarte im Briefkasten.

2. Diese ominösen Karten haben allerdings auch eher die Verbindlichkeit von Glückskekshoroskopen. Ich erinnere mich nur zu gut daran, wie ich vor Jahren mit einer solchen Benachrichtigung am nächsten Werktag („nicht vor 11 Uhr!“) in die angegebene Filiale stolzierte, nur um dort zu hören: „Die Sendung haben wir hier nicht. Nein, keine Ahnung, wo die liegt. Keine Ahnung, wer der Fahrer ist, das Gekrakel kann ich auch nicht lesen. Der nächste, bitte!“. Die Kirsche auf der Torte war, daß ich keine Ahnung hatte, wen ich nun um einen Nachforschungsauftrag bitten sollte, den man als designierter Empfänger ja bekanntlich nicht veranlassen kann, denn ich hatte nichts bestellt und erwartete auch nichts. Irgend ein netter Mensch hatte mir ein Geschenk machen wollen und denkt nun vermutlich seither, ich sei eine undankbare Kuh.

Aber um den aktuellen Bezug nicht zu verlieren: Ich wollte ein schweres zu versendendes Paket gern von DHL abholen lassen. Hervorragend, wenn man ohne Auto ist und sich bis zur nächsten Filiale keinen Bruch schleppen will. Also orderte ich das online, berappte brav die 3 zusätzlichen Euronen für diese Dienstleistung und wartete den ganzen Dienstag zwischen 08 und 20 Uhr auf den DHL Menschen, der natürlich nicht kam. Am nächsten Tag, also gestern, rief ich dann mal die Lauwarm-Line an und fragte, was denn der Hinderungsgrund gewesen sei. Erste Antwort: „Äh, hier steht etwas von einem Übertragungsfehler?“ – Ich so: „Hä? Ich habe hier eine eins-a-Auftragsbestätigung, ohne jeden Übertragungsfehler.“ – Sie so: „Moment, ich frage nochmal nach.“ Eine Minute später dann: „Sie waren nicht zuhause!“

Was soll man dazu noch sagen? Ich war nicht einmal unter der Dusche, aus Sorge, den DHL-Menschen zu verpassen. Aber offenbar hassen die mich wirklich inbrünstig in dem Laden, denn da gibt es ja noch folgende Begebenheit:

3. Eine Sendung aus Bielefeld (verdächtig genug, oder?) wurde beim Versand beschädigt und versteckt sich seit acht Tagen irgendwo in den Weiten des Hamburger Paketzentrums.

Sachdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen.

Meine Lieblingstweets im November

  • Veröffentlicht am 1st Dezember 2010,
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