Spongebob Schwammkopf – Tritons Rache

  • Veröffentlicht am 30th November 2010,
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Sponge Bob Schwammkopf – Tritons Rache
ab 2.12. auf DVD
Bild © und mit freundlicher Genehmigung von Paramount Home Entertainment

Bei meiner letzten Rezension einer Spongebob DVD hatte ich mir noch professionelle Hilfe dazugebeten. Dieses Mal habe ich mich allein an die Sichtung gewagt. Nicht, daß mir meine Helfer einen Korb gegeben hätten, aber der jüngere der beiden ist ein wahrer Spongebob-Fan und daher will ich lieber ohne ihn die Scheibe auf ihre Tauglichkeit als Weihnachtsgeschenk überprüfen. Ich habe mich also heldenhaft hingesetzt und alle Folgen angesehen. Es sind insgesamt sieben:

Der 5000. Geburtstag erzählt – man ahnt es kaum – von König Neptuns 5000. Geburtstag, bei dem es zu Streitigkeiten zwischen dem König und seinem Sohn Triton kommt.

Sandburgen im Sand sind der Anlass u einem superfetten Streit zwischen SpongeBob und Patrick.

Gary allein ohne Haus beschreibt, wie es Gary ohne sein Schneckenhaus ergeht und was SpongeBob so als geeigneten Ersatz ansieht.

Abfalleimer DeLuxe Maxi ist die Kreation von Patrick, der sich für Plankton als Werbetexter hergibt.

Das Einzeller Jubiläum ist ein ganz besonderer Hochzeitstag…

Tentakel-TV hat Thaddäus zum Star

Ich liebe Tanzen berichtet von SpoongeBobs Vortanzversuchen und den Sabotageakten seitens Thaddäus.

Also alles in Allem eine rundherum gelungene Packung Blödsinn für den geneigten Fan.

Das Kleingedruckte

  • Veröffentlicht am 30th November 2010,
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Ich versteigere diese/n/s gebrauchte/n/s … als Privatperson, nehme ihn/sie/es nicht zurück und gebe auch keinerlei Garantie oder Gewährleistung. Bitte stellen Sie Ihre Fragen VOR der Gebotsabgabe.

Versand:

  • Ich versende die Ware sicher verpackt und ausschliesslich als versichertes Paket bzw. Päckchen mit Sendungsverfolgung via DHL oder Hermes innerhalb Deutschlands.
  • Ich werde immer wieder mal gefragt, ob ich nicht die Ware als unversicherten Brief oder Warensendung schicken kann, um Porto zu sparen. Das möchte ich nicht, weil ich im Zweifel nachweisen können möchte oder muss, daß ich die Sendung abgeschickt habe und Sie sie erhalten haben, bzw. falls sie verlorengegangen sein sollte, ich DHL oder Hermes in die (Versicherungs-)Pflicht nehmen kann. Das geht aber nicht bei Waren- oder normalen Briefsendungen.
  • Die Versandkosten setzen sich aus den reinen Portokosten und den Kosten für Verpackungsmaterial zusammen. Bitte teilen Sie mir unbedingt mit, wenn Sie irgendwo kostenlose Luftpolsterfolie, stabile Kartons in der benötigten Größe und reissfestes Paketklebeband gefunden haben sollten. Da wo ich wohne, kostet dieser Kram leider relativ viel Geld. Meine Zeit und das Spritgeld sowie eventuelle Knöllchen fürs Parken im absoluten Halteverbot vor der Post stelle ich Ihnen hingegen nicht in Rechnung, ich bin ja nicht gierig. Aber ich würde Versandkosten in Höhe von 7,50 bei einem reinen Portopreis von 6,90 auch nicht als Wucher bezeichnen.
  • Wenn Sie meine Versandkosten also nicht in Ordnung finden sollten, dann bieten Sie einfach nicht mit. Am Ende erspart uns das beiden viel Ärger.
  • Ich versende binnen zwei Werktagen nach vollständigem Eingang des Geldes auf meinem Bankkonto. Und da ich nur mit versichertem Versand und Sendungsverfolgung arbeite, erhalten Sie von mir auch zeitnah nach Eingang des Geldes eine Trackingnummer für DHL oder Hermes, mittels derer Sie online genau verfolgen können, wo Ihre Sendung gerade ist. Klasse, oder?

Bieter aus dem Ausland:

  • Bitte mailen Sie mir VOR der Gebotsabgabe, wenn Sie im Ausland wohnen und mitbieten möchten. Ich versende nicht in jedes Land (z.B. NICHT nach Nigeria) und werde dann  die Versandkosten für Sie in Erfahrung bringen.
  • Ich behalte mir vor, Gebote von Käufern aus dem Ausland, die sich nicht VOR Gebotsabgabe mit mir in Verbindung gesetzt haben, kommentarlos zu streichen.

Zahlungsbedingungen:

  • Ich akzeptiere ausschliesslich Überweisungen auf mein Konto.
  • Ja, ausschliesslich.
  • Keine Barzahlung bei Übergabe
  • Keine Schecks
  • Keine Einschreiben mit Bargeld (das ist ohnehin von Seiten der Post aus verboten)
  • Kein Tausch gegen einen TüV-fälligen ‘96er VW Golf o.Ä.
  • Ausschliesslich Überweisungen.
  • Kein PayPal, BidPay etc. Nochmal zum Mitschreiben: Ich. Akzeptiere. Kein. PayPal. Wenn Sie mit PayPal zahlen möchten, dann suchen Sie sich bitte einen anderen Anbieter bzw. Verkäufer. Sie müssen nicht bei mir kaufen. Ich verkaufe nur sehr selten etwas, das es woanders nicht zu kaufen gibt, und selbst dann akzeptiere ich kein PayPal. Tun Sie sich und mir einen Gefallen und bieten Sie nicht mit, wenn Sie das Geld nicht zeitnah und auf einmal überweisen können oder wollen.

Mit der Abgabe Ihres Gebotes erklären Sie sich mit diesen Voraussetzungen einverstanden.

Winterdom

  • Veröffentlicht am 26th November 2010,
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Winterdom

In dem bösen Text über Hamburg neulich fand sich, wie in den meisten bösen Texten, auch ein Körnchen Wahrheit: Es braucht schon einen besonderen Schlag Menschen, der bei Nieselregen, Eis und Schnee einen Jahrmarkt- bzw. Rummelplatz ansteuert und daran Vergnügen findet, in der Kälte, umwabert von Gyros-, Glühwein-, Fischbrötchen- und gebrannte-Mandeln-Duft, auszuharren bis das Riesenrad anhält und man einsteigen und die schönste Stadt der Welt bei Nieselregen, Eis und Schnee von oben geniessen kann. (mehr …)

Kulturtipp, neuer Anlauf

  • Veröffentlicht am 25th November 2010,
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Beim letzten Mal musste ich dringend weg und konnte nicht hingehen. Heute muss es klappen, obwohl ich gerade so schön im flow bin… das Zeichnen geht gut von der Hand, ich will gar nicht weg vom Schreibtisch, aber wat mutt dat mutt und bei solch einer Spitzenbesetzung gibt es jetzt keine Ausreden mehr:

Isabel Bogdan (soeben wunderbar fotografiert vom „Hamburger Blogger“-Fotograf Stefan Groenveld), Martina Kink (bada-bing!), Andreas Udluft und Maximilian Buddenbohm (z.Zt. noch leidgeprüfter als ohnehin) sind die fantastischen Vier, die uns heute Abend im (in der?) Le Kaschemme die Ehre geben aus ihren Werken vorzutragen. Also runter vom Sofa und ab auf den Kiez mit Euch!

iTunes Stöckchen, Neuauflage

  • Veröffentlicht am 24th November 2010,
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Vor Ewigkeiten hatte ich hier mal ein iTunes Stöckchen am Start. Letztens kamen ein paar Besucher auf meine Seite und suchten danach. Der alte Artikel ist lange im Datennirvana verschwunden, aber wäre sowieso nicht mehr aktuell. Hier ein Update (ja, mir war gerade langweilig):

Statistik

7106 Objekte (davon allerdings 17 Filme, 168 TV-Serienfolgen und 104 Podcastfolgen sowie 3 Musikvideoclips)
20,9 Tage (ich glaube, die beziehen sich nur auf die Musik, nicht auf alle Objekte. Geht eigentlich nicht anders.)
44,21 GB

Kürzester und längster Track (ohne Hörbücher)

And all the pieces matter aus dem Soundtrack zu The Wire (0:08)
Woodstock Boogie Canned Heat (28:32)

Wenigsten und meisten Titel pro Genre

Nur je einen Titel habe ich von diesen Genres:

– Weltmusik:  The Minstrel Boy (Joe Strummer)
– Schlager: Melodie einer Nacht (Esther & Abi Ofarim)
– Reggae: Redemption Song (Bob Marley)

Die meisten Titel sind in diese Genres eingeordnet:

– Rock: (1530, inkl. den verwandten Genres Bluesrock, Folkrock, etc.)
– Jazz (922, davon allein schon 200 Mal Ella Fitzgerald und 180 Titel von Herbie Hancock)
– Filmmusik (735)
– Blues (nur 593, da hätte ich eigentlich mehr vermutet. Hm, sicher hat sich da Einiges auf Rock und Jazz aufgeteilt.)
– Rap und HipHop (453 Titel, davon überwiegend old school wie Dr. Dre, NWA, Ice-T, dazu etwas Blumentopf, der Rest ist hauptsächlich französischer HipHop, z.B. I AM mit Indepedenza.)

Erster und letzter Track (Titelname)

Abduction, Clint Eastwood, vom Mystic River Soundtrack
55555, Jazzkantine

Erster und letzter Track (Hinzugefügt)

Lover, You Should Have Come Over (Jeff Buckley, Live at Sin-É)
Save My Love (Bruce Springsteen)

Erster und letzter Interpret

– A.A.B.B. (mit Pick Up The Pieces von der Pulp Fusion 6 – Magnum Compilation)
– 50 Cent (mit In Da Club)

Erstes und letztes Album (Titel)

Abbey Road von den Beatles
90125 von Yes (Und ja, das 90125 Live Album hab’ ich auch, komplett mit dieser genialen Version von Changes (OK, das Video ist daneben, aber der Song ist toll, ja.))

Die fünf meistgespielten Tracks
(Unschwer zu erkennen, alle von meiner Lieblingsplaylist)

– 283 Mal: Sunset And The Mockingbird von Tommy Flanagan / Vom A Great Night In Harlem Konzertmitschnitt, soweiso ein super Album
– 283 Mal: Seven Year Itch von Abby Ahmad (Aus Gründen.)
– 272 Mal: Do You Feel Me von Anthony Hamilton / American Gangster Soundtrack
– 269 Mal: While My Guitar Gently Weeps von den Beatles / White Album (hier allerdings in der Livefassung mit dem berühmten Prince Gitarrensolo)
– 263 Mal: A Felicidade von Bob Brookmeyer (Einfach nur entspannt.)

Fünf Songs im Partyshuffle

Dieses Feature hab’ ich noch nie benutzt. Ich hasse Überraschungen. Darum höre ich auch kein Radio.

Suche nach folgenden Begriffen – wieviele Songs tauchen als Ergebnis auf?

Sex: 17 (davon zwei jeweils doppelt: Sex Type o‘ Thing von den Stone Temple Pilots und Sexy Sadie von den Beatles, allerdings in verschiedenen Versionen)
Death: 11 (davon allein sechs Versionen von Son Houses Death Letter, von fünf verschiedenen Interpreten)
Love: 342 (Angeführt von Ella Fitzgerald Titeln)
You: 762
Home: 80
Boy: 94 (Die Beach Boys und die Beastie Boys vor allem)
Girl: 66

…und das alles zusammen ist nur ein Bruchteil dessen, was noch auf Vinyl, CD und MC bei mir schlummert. :-)

Abwehrkette

  • Veröffentlicht am 24th November 2010,
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Ich flitze hastig über den Markt, um für das Mittagessen einzukaufen. Es ist kalt, erste Schneeflocken toben durch den schneidenden Wind. Da kommt mir eine Mutter entgegen, mit zwei Kindern links und zwei Kindern rechts, alle vier im Kindergartenalter und sich jeweils an den Händen haltend, im Sauseschritt. Ich will ausweichen, bin aber nicht schnell genug. Eines der Kinder rempelt mich hart an, mir wird die Obsttüte aus der Hand gerissen, die Clemetinen kullern übers Pflaster. Ich schüttele den Kopf und will mich gerade bücken, da pfeift mich die Mutter an: „Können Sie nicht aufpassen?“

Ich bin fassungslos. „Bidde wie? Sie gehen zu fünft nebeneinander über einen engen Markt, rempeln mich um jetzt bin ich schuld?“

Sie faucht: „Kinderhasser, was?“

Ich drehe mich wortlos um und sammele mein Obst auf. Ich hasse keine Kinder, wer hier liest oder mich kennt, der weiß das. Ich verachte nur diese verdammten, selbstgerechten Weiber am anderen Ende des kleinen Händchens. Die hauptberuflichen „Ich! Ich! Ich!“ Mütter, die nur Flurschäden und verbrannte Erde hinterlassen und sich dabei selbst regelmässig professionell und theatralisch als Opfer in Szene setzen. Am liebsten würden sie vermutlich noch einen Kuhfänger an den Kinderwagen schrauben, damit es sich auch lohnt, wenn sie ihn dir in die Hacken rammen weil du nicht schnell genug den Bürgersteig für sie und ihren teuren Nachwuchs freigemacht hast. Diese Frauen finde ich so dermaßen zum Kotzen, daß ich mich nur sehr schwer zurückhalten kann, dem Musterexemplar hier nicht einen nahegelegenen Kürbis über den Schädel zu ziehen. Aber ich beherrsche mich heldenhaft, beisse mir auf die Zunge und sage nichts. Ihre Kinder gucken mich mit großen Augen an.

Die brauchen ja schliesslich auch Vorbilder.

Weihnachtsmann adé

  • Veröffentlicht am 23rd November 2010,
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„Hast du schon deinen Wunschzettel geschrieben?“ frage ich Captain Jack beim Mittagessen. Er guckt etwas betreten. „Ja, also, aber…“ stottert er los, und dann bricht es aus ihm heraus: „ich glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann.“

„Verstehe.“ Es hatte mich ja schon im vergangenen Jahr überrascht, daß diese Offenbarung noch nicht erfolgt war. Allerdings habe ich den Eindruck, er bedauert diesen Verlust schon ein wenig. Ich frage vorsichtig nach:

„Wie kam es denn dazu?“

„Also, ich bin selbst drauf gekommen. Ich habe mich gefragt, ob Bill Gates wohl der Weihnachtsmann sei, wo er doch der reichste Mann der Welt ist. Wie kann sonst ein Mann jedes Jahr für alle Kinder auf der Welt Geschenke kaufen? Das geht doch nicht, oder?“ Er sieht mich fragend an.

„Nun, ein Jahr lang würde Bill Gates das vielleicht sogar hinkriegen. Aber danach wäre er wahrscheinlich pleite, ja.“

Er nickt. „Ja, das wäre zuviel.“ Er stochert bedrückt in seinem Salat herum.

„Ich habe alles aufgeschrieben und bei jedem Wunsch den Namen daneben, von wem ich mir was wünsche. Aber Mama hat gesagt, das ginge so nicht und ich soll nur einfach die Liste schreiben, ohne Namen daneben.“

„Nach Prioritäten geordnet, ja. Das ist sinnvoll. In der Reihenfolge der Dringlichkeit“ füge ich hinzu, als er mich fragend ansieht.

„Genau. Weil, wenn C. [sein kleiner Bruder] das sieht, gibt das nur unnötige Fragen sonst, das hat Mama auch gesagt.“ Ich schätze mal, Mama hat ausserdem einen etwas realistischeren Überblick über die finanziellen Mittel der einzelnen Geber, von denen einigen vermutlich lange vor Bill Gates die Puste ausgehen würde.

„Schlau. Ich hoffe, C. glaubt noch an den Weihnachtsmann…?“ Er nickt und sieht aus, als werde er gleich losheulen. Zeit für ein Ablenkungsmanöver:

„Sonntag gehen wir also ins Kino?“ Es klappt, seine Miene hellt sich auf.

„Hary Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil eins, ja!“

„Ist das jetzt schon der siebte Teil?“ Herrje, wie die Zeit vergeht, mir ist, als wäre gestern erst der 1. Teil ins Kino gekommen.

„Der erste Teil vom siebten Teil, der zweite Teil, also der zweite Teil vom siebten Teil kommt dann im Sommer.“

„Aha. Na, dann werde ich mich bis Sonntag noch mal einlesen, damit ich weiß worum’s geht.“

„Soll ich’s dir erzählen? Also…“ fängt er an, aber ich kann ihn gerade noch stoppen.

„Nicht jetzt, du musst gleich los.“

„OK, ich ruf’ dich an nachher!“ Er flitzt ab, deutlich besser gelaunt.

Und ich mache jetzt meine Harry Potter Hausaufgaben.

Für Individualisten

  • Veröffentlicht am 19th November 2010,
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Nun ist es also auch bei uns live, dieses Streetview. Meine Straße wurde nicht erfasst; sie ist wohl zu klein, oder zu uninteressant gewesen. Vielleicht hatte der Googlemobilfahrer auch einfach keine Lust, stundenlang hinter einem Umzugswagen zu stehen, nur um ein paar hübsche, aber unspektakuläre Backsteinfassaden und Schrebergartenhecken abzulichten. Vielleicht wohnt er auch in meiner Straße und hatte seine subversiven fünf Minuten, anders als die Kollegen an der ABC-Strasse, die ihm begeistert zuwinkten. „Sieh her, Welt, sieh’ her, Jeff Jarvis – es gibt hier nicht nur Verweigerer des  Kool-Aid Drinks!“ Ich weiß es nicht.

Vor dem Google Hauptquartier, Hamburg.  Bild © 2010 Google

Ich habe hier vor Monaten schon recht ausführlich dargelegt, warum ich gegen StreetView bin. Leider ist u.a. auch dieser Eintrag, mitsamt den vielen interessanten Kommentaren dazu, bei den Blogumbaumassnahmen verschütt gegangen. Aber Enno Park fasst den Kern drüben bei Carta sehr viel besser und präziser zusammen, als ich es wohl könnte:

Die Streetview-Verteidiger behaupten, Streetview sei eine Form von Öffentlichkeit. Ist es nicht. Streetview ist Google, nicht mehr und nicht weniger. Google kann jederzeit den Dienst manipulieren, kostenpflichtig machen, abschalten. […] Der öffentliche Raum bleibt vollkommen unangetastet – niemand sperrt Straßen und Plätze und verweigert uns den Zutritt.

Genau so ist es. Und ich will hier gar nicht groß auf den Terror des digitalen Mobs („Wir sind alle Individuen!“) eingehen, für den jeder, der nicht ihrer Meinung ist, bestenfalls ein kleingeistiger Spießer ist. Daß sich jemand ganz alleine seine Meinung bilden kann gilt offenbar als ausgeschlossen, solange sie der eigenen zuwiderläuft. Nein, da muss man natürlich ein Opfer des Lobbyismus, der Politiker und der Medienschranzen sein.

Das Gejammer der Vermieter war auch vorherzusehen. Da hatten sie sich nun schon die Hände gerieben, keine teuren Kleinanzeigen mit vielen Fotos mehr in den Immobilienportalen, und nun das: Ein Mietling hat doch tatsächlich ihr Haus verpixeln lassen! Und Google twittert schadenfroh:

Was nun, was tun? Verklagen? Ermorden? Wie soll man mit diesem Drama weiterleben?
Wie bisher, würde ich vorschlagen. Die positiven Dinge hervorstellen, wie man das als Verkäufer und Vermieter eben so macht: „Eine Objekt für Individualisten, das müssen Sie einfach selbst gesehen haben!“

Cowboys & Aliens Trailer

  • Veröffentlicht am 18th November 2010,
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Bidde was?

Yup.

Cowboys & Aliens. Auf so eine wilde Mischung kann ja nur ein Comicautor kommen, und natürlich: Scott Mitchell Rosenberg hat die Welt Mitte des letztens Jahrzehnts mit der Geschichte des einsamen Fremden beglückt, der in der Wüste Arizonas gegen den fiesen Boss des Städtchens Absolution und seine Gang kämpft und wo sich alle Beteiligten zusammenraufen müssen um gegen die plötzlich angreifenden Aliens zu kämpfen. Der Fremde „hat da was am Arm“ und wird dadurch schnell unverzichtbar.

Ich mag Comics und Graphic Novels und ich mag Cowboys. Was ich bekanntlich nicht mag, sind Aliens und Sci-Fi. Aber nach diesem Trailer zu urteilen, wird das Ding eine extrem lustige Angelegenheit werden. Daniel Craig und Harrison Ford? Oder, wie es ein YouTube Kommentator ausdrückte: INDIANA JONES AND JAMES FUCKING BOND?!? Gekauft! Für die Herren der Schöpfung ist dann noch Thirteen bzw. Olivia Wilde mit an Bord. Sieht nach einem rundum-Sorglos-Paket für die ganze Familie aus. :)

re:publica 2011

  • Veröffentlicht am 17th November 2010,
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Heute habe ich glücklicherweise zufällig gerade einen Blick in die Timeline geworfen, als mich über @svensonsan die gute Nachricht erreichte: die ermässigten re:publica 2011 Tickets sind da!

Es gab 300 early bird Tickets für die Blogger, von denen ich eines ergattern konnte. Später wurden dann noch einmal 50 nachgelegt, die ebenfalls nur so aus den virtuellen Regalen flogen. Binnen zweier Stunden war Schicht im Schacht und das Frühbucherkontingent weg.

Es gibt natürlich noch normale Tickets, und sicher wird, wie im vergangenen Jahr auch, der eine oder andere Blogger zeit- oder krankheitsbedingt abspringen müssen und sein Ticket bedauernd weiterverkaufen. Aber es ist schon irre, wie groß das Vertrauen in die Organisatoren ist und wie riesig die Begeisterung für diese Konferenz. Immerhin gibt es bislang weder ein Motto, noch ein Konferenzprogramm.

Nun, der Call for Entries wird sicher bald erschallen und ich überlege gerade klammheimlich, ob ich da nicht antworten werde. Stay tuned.

Hier sind übrigens meine Berichte aus diesem Jahr: Tag 1, Tag 2, Tag 3, Nachschlag.

Blogwichteln 2010

  • Veröffentlicht am 17th November 2010,
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Im letzten Jahr habe ich das erste Mal mitgemacht und fand es sehr unterhaltsam. Dieses Jahr hat Mme. Creezy den Staffelstab von Frau Bhuti übernommen und organisiert das Blogwichteln. Dabei wird jedem angemeldeten Blogger ein anderer zugelost, für dessen Blog er dann einen Beitrag schreiben, zeichnen, podcasten oder per Ausdruckstanz gestalten kann. Ich bin gespannt, was mein diesjähriger Wichtel abliefert und wen ich ziehen werde. Anmelden kann man sich noch bis Ende des Monats, und zwar hier.

Ohne Worte

  • Veröffentlicht am 17th November 2010,
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I’ve already got a track record in this area. I helped Softspikes get started (it’s sold more than two billion non-metal cleats and saved millions in maintenance expenses), founded Laser Link Golf and helped get rangefinders legalized by golf’s ruling bodies, a tough fight we won after years of staying on the backs of the USGA and R&A.

Quelle: Rob O’ Loughlin auf golf.com

Der Mann, der sich hier damit brüstet, Softspikes und Laser-Entfernungsmesser auf den Golfplätzen dieser Welt zu festen Institutionen gemacht zu haben – zwei Dingen, die meiner Meinung nach niemandem nützen außer der Softspikesmafia und den Laser-Entfernungsmesser-Anbietern und im Gegenzug das Spiel ruinieren, will nunmehr das Loch vergrößern. #flippstevoelligaus #facepalm

„I Hate Tennis.“

  • Veröffentlicht am 16th November 2010,
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Ich bin kein großer Tennisfan und habe auch die große Zeit von Boris Becker und Steffi Graf in den 80ern und 90ern nur am Rande verfolgt. In meiner Kindheit beherrschten die Schlachten zwischen Björn Borg und John McEnroe die Titelseiten der Illustrierten, und ich erinnere mich dunkel an das Bild von einem auf den Knien liegenden Borg, der sensationell das fünfte Mal hintereinander in Wimbledon gewonnen hatte. (mehr …)

Tweet des Tages

  • Veröffentlicht am 16th November 2010,
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[blackbirdpie url=“http://twitter.com/peterbreuer_/status/4563479407104000″]

Ein Herz für Blogs IV

  • Veröffentlicht am 15th November 2010,
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Aktuell läuft der vierte Teil der Aktion „Ein Herz für Blogs“, bei der man seine Lieblingsblogs vorstellen soll um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und sie aus dem Insidertipp-Status herauszuholen. Dieser ist zwar sehr schön auf der nach oben offenen Coolness-Skala, aber sowohl bei Bars, Kneipen, Filmen, Klamottenlabels etc. doch eher schlecht fürs Geschäft und bei Blogs rauscht der Traffic auch nicht unbedingt durch die Decke. Das ist natürlich nicht unbedingt erforderlich, aber mehr Leser und Aufmerksamkeit hat doch eigentlich jeder Autor/Künstler/Musiker etc. gern. Darum sind solche „share/spread the love“-Aktionen auch immer prima und lobenswert. Daß das Ergebnis besser wird, wenn das verlinkende Blog selbst über einen gewissen Bekannheitsgrad verfügt, versteht sich von selbst. Und daß bei solchen Aktionen das verlinkende Blog natürlich dabei auch oft etwas Traffic bekommt, ist ein Nebeneffekt.

Es gibt Blogs, denen geht der Traffic mehr oder weniger hinten vorbei, weil sie aus Liebe und Lust am Bloggen geschrieben werden. Und es gibt Blogbetreiber, die genau das von sich behaupten, während sie ihre Zahlen frisieren „weil es doch ganz witzig wäre“, obwohl sie sich doch gar nichts aus Zahlen machen, ehrlich, wirklich nicht. Und dann gibt es noch Blogger, die offen und laut und deutlich sagen, daß sie vom Bloggen leben wollen und sich freudig, frech und oft manchmal jenseits der nach unten offenen Schamgrenze selbst vermarkten und 24/7/365 rotieren um a) zu widerlegen, daß man in Deutschland nicht vom Bloggen leben kann und b) weil es ihnen Spaß macht. Wer von den beiden letzteren authentischer und glaubwürdiger ist, mag jeder Leser für sich selbst entscheiden. Und ja, meine Sympathien sind klar verteilt, deal with it. („Die Plakette für den Zweitbesten hängt unten, in der Damentoilette.“)

Aber zurück zum Thema: Meine aktuellen Lieblingsblogs. Es ist eigentlich nur eines. Und ich habe es zumindest über Twitter auch schon einige Male gepusht, denn ich bin fast jeden Tag neu begeistert von diesem Fund. Es ist sehr persönlich, dabei aber politisch-gesellschaftlich hoch aktuell. Es ist absolut zeitlos. Es wird von einer Frau geschrieben, die ihr Handwerk versteht. Es wird aus Liebe und Lust am Bloggen und aus Liebe und Lust, aber auch Verzweiflung und Hoffnung über das Thema geschrieben. Fast jeder Eintrag bringt einen zum Lachen, manchmal fast zum Weinen, immer zum Nachdenken.

Ich habe dieses Blog an einem Tag zweimal von hinten nach vorne gelesen. Einmal allein, und dann jemandem vorgelesen, der keine Blogs liest und von diesem Blog genauso begeistert ist wie ich. Die einhellige Meinung ist: Warum ist das noch kein Buch? Dieses Buch würde ich zur Pflichtlektüre für Politiker, Bundestagsabgeordnete, Medienvertreter machen. Und wenn es ein Blog gibt, das den Grimmepreis wirklich verdient hat, dann dieses, Vallah!

Gefunden habe ich es über ein anderes Lieblingsblog, Die Rückseite der Reeperbahn. Bitte besuchen Sie jetzt und hier und heute und dann immer wieder:

Frl. Krise interveniert.

Das Banlieue an der Alster

  • Veröffentlicht am 9th November 2010,
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Das Banlieue an der Alster

Ende der 90er Jahre wurde im Hamburger Stadtteil Rotherbaum am verschlafenen kleinen Turmweg diese Wohnsiedlung gebaut. Entworfen von einem namhaften schweizer Architekturbüro das sich der Philosophie von LeCorbusier verpflichtet sieht, preisgekrönt, gefeiert. Am Hamburger Tag der Architektur Anno ‘99 oder 2000 hatte die Öffentlichkeit dann Gelegenheit, die fertiggestellten Wohnungen und Häuser im Rahmen einer Führung auch von innen zu besichtigen. (mehr …)

Meine Lieblingstweets im Oktober

  • Veröffentlicht am 6th November 2010,
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[blackbirdpie url=“http://twitter.com/yetzt/status/26093226234″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/Erikmitk/status/26251951349″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/JasonSobel/status/26266533714″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/MaGeLaNe72/status/26442152567″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/schlenzalot/status/26591975256″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/AdamsAlexander/status/27162515196″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/jawl/status/27421829716″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/Vergraemer/status/27424953072″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/SeattleDirk/status/27472025847″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/schlenzalot/status/27663249423″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/annelinja/status/27736537139″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/myrenewal/status/27775391355″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/Sturmfels/status/27778121887″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/wimbauer/status/27826483199″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/Schreyeisen/status/27923765837″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/unueberlegt/status/28006003589″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/hahahade/status/28805148473″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/grindcrank/status/28866685928″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/Balouqlc/status/28912005208″] [blackbirdpie url=“http://twitter.com/i_need_coffee/status/28966892594″]

Aftermath

  • Veröffentlicht am 4th November 2010,
  • veröffentlicht von
Aftermath

Music City war eine riesige Musikalienhandlung am Eingang zur Reeperbahn. Gegenüber war das Millerntor-Hochhaus, das 1995 gesprengt werden sollte, nebenan war ein Chinarestaurant (bei dem angeblich die Ratten sowohl unter den Tischen als auch in den Töpfen Platz fanden), obendrüber ein Bowlingcenter. Music City bestand fast ausschließlich aus Schaufenstern, die bis zum Boden reichten und den Blick auf Legionen von Gitarren feilbot. In den Schaukästen vor dem Eingang drehten sich stolz Gretsch Schlagzeuge und Selmer Saxofone. Wenn meine Mutter mit mir in die Stadt fuhr und wir an der Kreuzung anhalten mussten, verdrehte ich mir jedes Mal den Hals um einen Blick auf dieses Paradies zu erhaschen. Aber ich betrat niemals den Laden. Ich hatte zwar schon seit einem Jahr eine Gitarre, eine klassische Alhambra, auf der meine angestrengten Bemühungen, Get Off Of My Cloud zu spielen irgendwie nicht so recht fruchten wollten, aber ich hatte noch keinen Führerschein zu jener Zeit. Und fünfzehnjährig mit dem 36er allein in die Stadt zu fahren und auf dem Kiez auszusteigen, einfach so ins Paradies hineinzuspazieren erschien mir doch zu gewagt als artiges Hamburger West End Girl. Das war 1983. (mehr …)

Das Buch, das du am häufigsten verschenkt hast

  • Veröffentlicht am 3rd November 2010,
  • veröffentlicht von

Ich kann mich nicht daran erinnern, ein Buch schon mehr als einmal verschenkt zu haben. Ich verschenke zwar sehr viele Bücher, aber der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Ich mache mir also nur Gedanken darüber, ob ein Buch dem Beschenkten gefallen könnte und habe keinerlei missionarischen Eifer. Natürlich habe ich auf Anfrage auch jede Menge Empfehlungen zu einem bestimmten Themengebiet, Autoren oder Genre. Aber eben nur auf Anfrage, oder wenn es sich im Gespräch ergibt. (mehr …)

Ist ja Bombenstimmung hier!

  • Veröffentlicht am 2nd November 2010,
  • veröffentlicht von

Wir halten fest:

1. In den USA stehen Midterm Elections (Halbzeitwahlen) an. Die Wirtschaftskrise macht sich nach wie vor fett bemerkbar, Obama ist – Überraschung! – nicht der Heiland selbst und knietief im Umfragetief.

2. In den USA läuft der Patriot Act demnächst aus, mittels dessen Anwendung de facto die Bürgerrechte komplett außer Kraft gesetzt werden können. Nur eine vor Terrorpanik gelähmte und ruhig gestellte Bevölkerung ist eine gute Bevölkerung.

3. In Deutschland befindet sich die Regierungskoalition knietief im Umfragekeller; die Bilanz ein Jahr nach der Wahl ist alles andere als rosig. Nur eine vor Terrorpanik… etc. pp.

Ergo:

P.S.: Sämtliche Logistikkonzerne (DHL, Hermes, UPS etc.) haben hierzulande ein fettes Imageproblem.

P.P.S.: