Da draußen… da ist irgendwas da draußen

  • Veröffentlicht am 28th April 2009,
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Mittagssch(l)äfchen

Seit ein paar Tagen war ich jetzt schon nicht mehr am Rechner, außer um Mails zu beantworten und beruflich zwecks Recherche zu surfen. Vielleicht liegt es am Frühling, aber ich mag gerade nicht online sein, nicht bloggen, mich nicht über Zensursula und die Schweinepest aufregen (das waren doch zwei verschiedene Nachrichtenthemen, oder?) und auch nicht twittern, daß ich gerade keine Lust zum twittern habe. Mein schlechtes Gewissen regt sich etwas, aber es ist nur ein halbherziges Herumwälzen im Dämmerschlaf, verbunden mit einem gegrunzten: „Denk‘ an deine Leser/Abonnenten/Follower… und mach‘ mir mal ’n Kaffee, wenn du sowieso gerade in der Küche bist.“

Ich bin draußen, im Grünen. Ich habe meinen Balkon bepflanzt und bewundere die Gärten der Nachbarn. Ich putze mein Fahrrad und fahre damit. Ja, ich weiß, ich hasse Fahrradfahren, aber in der Bahn stinkt es bei den aktuellen Temperaturen zu sehr nach Menschen, die „In Dubio Pro Deo“ für religiöse Propaganda halten.
Ich spiele Golf, fahre Skateboard hinterm Deich. Ich verbringe viel Zeit am Zeichentisch. Ich spiele Gitarre und taste mich durch einen Song. Ich unterhalte mich mit Freunden und spiele mit meinen Patenkindern. Ich stelle fest, daß ich nicht viel nichts aus meinem Online-Leben vermisse. Mein Feedreader läuft über, Artikel werden ungelesen gelöscht. Es ist nur eine Phase, aber ich kann im Moment einfach keinerlei Interesse für virtuelle Welten entwickeln, auch wenn diese Unterscheidung natürlich Quatsch ist – das Leben im Netz ist ja nur eine Verlängerung oder Ergänzung zum Leben offline, die Grenzen werden immer fließender und man kann und sollte das alles gar nicht so strikt trennen, wie ich es gerade möchte.

Habt Nachsicht, ich verbringe einfach nur mal ein Inning im Dugout, genieße eine kurze Auszeit – während ich versuche, Captain Jack dazu überreden beim skaten einen Helm zu tragen.

Blöd aussehen

  • Veröffentlicht am 28th April 2009,
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Captain Jack und ich waren letztens ein bisschen zum Skateboardfahren auf der Rollschuhbahn. Er hatte großen Spaß und zeigte Talent, also gingen wir anschließend zu Subvert und ich kaufte ihm ein passendes 7″ Deck – denn meine Longboards sind natürlich viel zu groß, lang und schwer für einen Achtjährigen. Den Helm auszusuchen auf den seine Mutter und ich bestanden, stellte auch kein unüberwindliches Hindernis dar; nach etwas Herumprobieren fand er einen in seiner Größe. Ich versprach ihm, sein Board abends zusammenzuschrauben und wir würden dann am nächsten Nachmittag nach der Schule zusammen weiter fahren üben. Seinen Plan, schon am nächsten Tag mit dem Brett in die Schule zu fahren, konnten wir ihm vorerst ausreden. Widerwillig gab er zu daß es weitaus cooler ist, wenn man bei seinem ersten offiziellen Auftritt die Materie zumindest halbwegs beherrscht.

Am nächsten Tag war die Freude allerdings arg getrübt, denn zwischenzeitlich hatte er sich abends vor dem Schlafengehen seinen Helm vor dem Spiegel aufgesetzt und für uncool befunden.

„Das sieht blöd aus, den setze ich nicht auf.“

„Ohne Helm sieht’s weitaus blöder aus, nämlich wenn Du auf die Fresse knallst und Dir das Gehirn aus den Ohren läuft.“

„Egal, das sieht blöd aus.“

„Du hast doch auch beim Skifahren und beim Fahrradfahren einen Helm auf. Wo ist das Problem?“

„Es sieht blöd aus. Den setze ich nicht auf. Und gestern hatte ich doch auch keinen auf, und Du auch nicht!“

„Gestern hatte ich meinen nur vergessen. Aber ich fahre auch schon seit dreißig Jahren und habe etwas mehr übung und Koordination auf dem Ding als Du.“

„DAS SIEHT BLÖD AUS!“

Keine Arme – keine Kekse. Ich hätte nicht gedacht, daß Dir Eitelkeit vor Klugheit geht. Wenn Du den Helm nicht aufsetzt, fahre ich nicht mit Dir. “ Ich hasse diese Erpressernummer, aber ich liebe Captain Jack einfach zu sehr. Ein Dilemma, zugegeben.

Es folgte ein wirklich gelungener Wutanfall, komplett mit Gebrüll und Geheule, garniert mit Bockigkeit und gegen die Tür treten. „DANN FAHRE ICH EBEN NICHT MEHR!“ OK, that’s my boy – er lässt sich nicht erpressen, gut so. Wenn auch mühsam.

Ein paar Tage später fragte er mich, welches der beste Skateboarder der Welt sei. In seiner Bravo Sport stand nämlich Tony Hawk, und natürlich weiß selbst die erwachsene, nicht skatende Welt spätestens seit Nick Hornbys Slam! daß es TH ist. Ich für meinen Teil bin ja mehr für Jay Adams, Rodney Mullen oder Adam Colton, aber wozu unnötig Verwirrung stiften? TH ist fraglos ein grandioser Skater und hat den unschätzbaren Vorteil, daß er auf seinen Fotos und in seinen Clips fast ausschließlich mit Helm und Protektoren abgelichtet wird – ein Umstand, auf den ich Captain Jack dezent aufmerksam machte und der ihn schwer zu beschäftigen schien.

Beim nächsten Treffen auf der Rollschuhbahn setzte er jedenfalls ohne weiteres Gemurre und ohne weitere Erwähnung den Helm auf. Skaten macht ihm einfach zu viel Spaß um darauf zu verzichten. über Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkprotektoren stehen wir noch in Verhandlung. Stay tuned.

Update: Inzwischen wurde der blöde Helm mit diversen coolen Aufklebern verziert und für alltagstauglich, auch auf dem Fahrrad, befunden. Geht doch.

I (still can’t) Phone

  • Veröffentlicht am 16th April 2009,
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Nachdem ich vor knapp 2 Wochen von Apple auf Garantie ein Ersatzgerät für mein kaputtes iPhone bekommen habe, traf mich der plötzliche Tod dieses Geräts besonders überraschend und hart. Also bin ich gestern zu meinem Freund, dem Franzbrötchenfrühstücker gefahren und habe ihm das Teil um die Ohren gehauen wieder zurückgebracht. Er war baß erstaunt und wird mir natürlich ein Neues besorgen. Das letzte war übrigens ein „von Apple generalüberholtes“, wie er an der IMEI feststellen konnte. Da kann ich nur hoffen, daß sie dieses Mal ein Neues nehmen, oder die Damen und Herren aus der Generalüberholungsmannschaft ihre Arbeit zur Abwechslung etwas sorgfältiger angehen.

Ich hab‘ schon überlegt, ob‘ ich mich von der dunklen Seite der Macht habe einlullen lassen und nicht vielleicht besser ein weißes Gerät hätte nehmen sollen?

Oder gleich einen iPod Touch.

Die blöden Fragen zum Wochenanfang

  • Veröffentlicht am 14th April 2009,
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Bei Beastybasti gefunden und mitgenommen: ein Stöckchen mit den blödesten Fragen zum Wochenanfang. Und da ich gerade anlässlich des plötzlichen Ablebens meines erst vor zwei Wochen von Apple frisch auf Garantie ausgetauschten iPhones extrem blöd drauf bin, beantworte ich das jetzt mal, um den Blutdruck wieder auf 200 runterzudampfen.

Wie alt wirst du in 3 Monaten sein? Drei Monate älter. Vielleicht auch 30 Jahre älter, wenn das neue neue iPhone dann noch nicht da sein oder schon wieder nicht funktionieren wird.

Denkst Du, Du wirst bis dahin verheiratet sein? Das sollte mich doch sehr wundern. Falls der Mann meiner Träume zwischenzeitlich vorbeikommt und mich fragt, vielleicht. Aber ein dauerhafter Friede in Nahost ist sehr viel wahrscheinlicher.

Was ist zurzeit dein Klingelton? Ha-ha. Selten so gelacht.

In wie vielen Städten hast du bisher gelebt? In keiner erwähnenswerten außer Hamburg.

Bevorzugst Du in Schuhen herumzulaufen, auf Socken oder barfuß? Am Strand barfuß, in der Wohnung auf Socken und überall sonst in Schuhen. (Himmel, was für eine blöde Frage!)

Was ist Deine Lieblingseiscreme? Hab‘ ich das nicht schon mal irgendwo erwähnt? Himbeer. Aber Schokolade kommt direkt danach.

Hast Du eine bestimmte Art und Weise, wie Du im Bett schläfst? tief und fest.

Bist Du eine laute Person? Wenn es die Sachlage erfordert… aber eigentlich bin ich eher ruhig und friedlich.

Wie alt bist Du? So alt, daß ich die Frage vergessen habe.

Kannst Du Poker? Latürnich. Auch in Maumau bin ich unschlagbar. Aber dafür kann ich kein Skat spielen.

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Name mit D anfängt? Ja.

Würdest Du Deine Nase piercen lassen? „Eher würde ich meine Zahnbürste mit einem Demokraten teilen!“

Bist Du neugierig? Wer stellt denn hier die blöden Fragen? (Nein, bin ich nicht.)

Würdest Du ohne Deine Eltern zurecht kommen? Da nur noch ein Elternteil lebt, darf ich das mit jein beantworten.

Letzter Film, den Du gesehen hast? Im Kino Gran Torino, auf DVD Dogtown and Z-Boys.

Ist es in der Regel einfach für andere, Dich zum Lachen zu bringen? Eher umgekehrt.

Was hast Du zuletzt in Deinen Mund geschoben? Meine Zahnbürste.

Wer hat zuletzt für Dich gekocht? Der Koch der Clubgastronomie meines Golfclubs.

Wer hat Dich zuletzt angerufen? Eine Freundin, glaube ich. Das verdammte Telefon ist tot (nur falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte).

Liest Du den Sportteil der Zeitung? Wozu? Steht eh‘ fast nie etwas über Golf drin und wenn, dann meist was falsches oder peinlich geschriebenes.

Hast Du eine gute Beziehung zu Deinem Bruder/Schwester? Als recht harmoniesüchtiger Mensch hätte ich das vermutlich, wenn ich kein Einzelkind wäre.

Was für Bilder hängen in Deinem Zimmer? ein handsigniertes und nummeriertes Giclée eines Bildes von Curtis Wilson Cost, auf dem Iao Needle abgebildet ist. Das habe ich mir auf Maui bei ihm gekauft und mitgebracht und hänge wirklich sehr daran. Die restlichen Wände sind voll mit Büchern, DVDs und Gitarren, jedenfalls im Wohnzimmer.

Letzes Buch, das Du gelesen hast? Ein Stadtführer von Leipzig, anlässlich meines vorösterlichen Kurztrips dorthin.

Wie siehst Du aus: Wie Mama oder Papa? Wie ich.

Wenn Du für den Rest Deines Lebens nur noch ein einziges Getränk zu Dir nehmen dürftest, welches wäre das? Wasser. Ich liebe Wasser.

Was liegt rechts neben Dir? Mein Skateboardtool, mit dem ich gerade die Achsmuttern meines Longboards nachgezogen habe.

Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen? Heute noch nicht. Aber der Tag ist ja noch jung.