Stock Sour

  • Veröffentlicht am 22nd März 2007,
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Der MC wuesste gerne, mit welcher Sorte Sprit wir welche Musik verbinden. Ich bin jetzt nicht wirklich die Quartalssaeuferin, aber zum einen oder anderen Getraenk faellt mir da schon was ein. Ich habe das aber mal statt Musik mit Filmen verbunden, das macht mir doch gleich viel mehr Spass.

Champagner trinke ich ungern (Blubberwasser ist meine Sache nicht), aber bei Champagner muss ich an Audrey Hepburn in Breakfast at Tiffany\’s denken, obwohl ich jetzt keine konkrete Szene von ihr mit Champagnerglas dazu vor Augen habe. Wahrscheinlich weil der Film so schoen trocken, spritzig, leicht ist und ein Kater darin eine tragende Rolle spielt.

Sekt auf Eis habe ich weder jemals getrunken noch spukt mir dazu ein Film im Kopf herum, sorry.

Weisswein findet im Film selten statt; wohl weil nicht so fotogen und in der Farbe bedeutungsschwanger und interpretationsschwer wie (Blut)Rotwein. Bei Sideways findet sich aber ganz sicher eine Szene. Andererseits ist weder der Film noch das Getraenk interessant genug, um die DVD jetzt einzulegen und nachzuschauen.

Bei Rotwein muss ich an The Godfather denken, und wieder habe ich kein konkretes Bild, nur verschwommene Szenen vor Augen, in denen Rotwein getrunken wird. Es passt einfach zur Atmosphaere. Und zu Cannoli, natuerlich.

Martini kann ich gar nicht gut leiden, umso mehr allerdings Billy Wilders The Major and the Minor und Robert Benchleys schoene Aufforderung an Ginger Rogers: Why don’t you get out of that wet coat and into a dry martini?

Whiskey (Single Malts) trinke ich gern und oft und kann mich meist nicht entscheiden, weil die Auswahl in meiner Bar zu gross ist. Ähnlich geht’s mir auch mit den passenden Filmen; ich waehle mal Thelma & Louise (Geena Davis’ Dutzende von kleinen Wild Turkey Flaeschchen), Lost in Translation (For relaxing times, make it Suntory time) und – obwohl Whiskey nicht explizit gezeigt wird (dafuer Budweiser und Hennessy) – Boondock Saints (Is it dead?).

Averna ist so ein Italo-Kraeuterlikoer, oder? Passe, keine Assoziation.

Anisette trinke ich auch nicht (wüärks), aber verbinde ich, ob zurecht oder nicht, mit Jean Gabin-Filmen. Hm, vielleicht Le Clan des Siciliens?

Cachaça ist das Zeug, was man fuer dieses brasilianische Modegesoeff benoetigt. Das fasse ich nicht an, aber ich werfe mal Jean Paul Belmondo und L’ Homme de Rio in die Runde. Schoen bunt, schoen bloed – das trifft wohl auch auf Caipi-Partygaenger zu.

Wodka schmeckt mehr oder weniger nach nix, aber wirkt – und ist daher der Verteiler du jour nach Genuss der traditionellen Martinsgans. Und seltsamerweise kommt mir da als erstes Clint Eastwoods Firefox ins Gedaechtnis. Ein kleiner, gemeiner Film mitten aus dem kalten Krieg, mit grossen Bildern und jeder Menge Kopfschmerzen.

Tequila – da denke ich an Eli Wallach in Il Buono, Il Brutto, iI Cattivo. Noch mehr Kopfschmerzen.

Raki weckt gluecklicherweise keine weiteren Assoziationen.

Absinth ist das Loekerwasser mit Gruselimage, fuer Ewigpubertierende die frueher Bols Gruene Banane getrunken haetten. Vielleicht ein bisschen unfair, aber da assoziiere ich zunaechst einmal Diva und dann noch Subway. Tiefste 80er eben.

Grappa mag ich nicht. Sorry, kein Film.

Kubanischer Rum, da faellt die Wahl schwer: Alfred Hitchcocks Topaz oder Carol Reeds Unser Mann in Havanna? Wobei in letzterem ja eher (schon wieder) Miniaturwhiskeyflaschen eine Rolle spielen.

Jamaican Rum – But why is the Rum gone? Vielleicht bekommt Captain Jack Sparrow die Frage ja im dritten Teil beantwortet.

Bier – Welche Filme machen Durst? Genau: Hatari! Und der andere Klassiker mit Hardy Krueger: Flight of the Phoenix.

Jaegermeister – so etwas trinkt man doch nicht ernsthaft, oder? Manta, Manta Fahrer vielleicht.

Gin – David Leans vielgescholtenes letztes Werk A Passage to India schreit geradezu nach einem Gin Tonic. Das passende Gesoeff fuer den Subkontinent.

Allo, allo?

  • Veröffentlicht am 2nd März 2007,
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An experience in excitement!

Harald Martenstein schreibt in der LehrerBravo Zeit über unterdrückte Rufnummern und vermutet einen Mangel an Selbstwertgefühl bei den Unterdrückern. Wahrscheinlich hat er sogar recht, die haben dann auch verdient ihr Pendant gefunden in den Weicheierservice-Nutzern von Frank geht ran, oder so armseligen paranoiden Kontrollettis, die erst mal aus Prinzip jeden auf Band labern lassen bevor sie sich bei Interesse entscheiden, atemlos schnaufend so zu tun als seien sie gerade durch die Tür gekommen.

Ich screene nicht, wer mich anruft. Ich gehe einfach ran. Wenn da „unterdückt“ auf dem Handydisplay steht, dann ist es entweder so eine Telemarketingschmeissfliege die umgehend verbal weggeklatscht wird, oder aber einer von der lieben Verwandschaft – die haben nämlich (genau wie mein privates Ich) noch alle schöne, analoge Wählscheibentelefone mit ohne Display und so Kokolores wie Rufnummernanzeige und Wahlwiederholung.